23.04.2025, 09:07
Hallo,
ich habe einige Wochen als Anwalt hinter mir und merke, dass mir der Job keinen Spaß macht. Dieses "Gezanke" mit anderen Anwälten reibt mich mental auf und ich merke, dass ich da einfach nicht der Typ dafür bin. Ein Kumpel von mir arbeitet in einem Justiziariat und berichtet zwar auch von Belastungsspitzen, allerdings klingt er recht zufrieden mit seinem Job. Ich habe aber Angst davor, vom Regen in die Traufe zu kommen, daher würde ich gerne Erfahrungsberichte von Leuten lesen, denen es ähnlich geht, wie mir.
Geld und Prestige sind mir egal, ich will einen planbaren, möglichst strukturierten Job, wo tendenziell weniger Stress und Adrenalin ausgeschüttet wird und wo ich nicht permanent ans Geld (des Mandanten) denken muss.
MFG
ich habe einige Wochen als Anwalt hinter mir und merke, dass mir der Job keinen Spaß macht. Dieses "Gezanke" mit anderen Anwälten reibt mich mental auf und ich merke, dass ich da einfach nicht der Typ dafür bin. Ein Kumpel von mir arbeitet in einem Justiziariat und berichtet zwar auch von Belastungsspitzen, allerdings klingt er recht zufrieden mit seinem Job. Ich habe aber Angst davor, vom Regen in die Traufe zu kommen, daher würde ich gerne Erfahrungsberichte von Leuten lesen, denen es ähnlich geht, wie mir.
Geld und Prestige sind mir egal, ich will einen planbaren, möglichst strukturierten Job, wo tendenziell weniger Stress und Adrenalin ausgeschüttet wird und wo ich nicht permanent ans Geld (des Mandanten) denken muss.
MFG
23.04.2025, 09:49
Die Noten für die Justiz bringst du nicht mit? Dort könntest du den Zank der Beteiligten lösen und hast sehr planbare und mitunter humane Arbeitszeiten.
23.04.2025, 10:35
Weniger Gezanke hast du auch in Kanzleien, die überwiegend beratend tätig sind sowie im Unternehmen. Allerdings nicht zwingend weniger Stress
und ans Geld muss man auch denken.
Wenn alle deiner Punkte zusammenkommen sollen, bleibt wohl nur die Verwaltung.
und ans Geld muss man auch denken.
Wenn alle deiner Punkte zusammenkommen sollen, bleibt wohl nur die Verwaltung.
23.04.2025, 11:40
Für die Justiz habe ich weder die Noten noch die Eignung dafür, das können andere besser als ich. Trotzdem danke für das Input
Inhouse-Juristen bzw. entsprechende Kanzleien mit beratender Tätigkeit klingt gut, aber Stress ist bei mir schon ein Problem. Mir ist klar, dass Verwaltung nicht völlig stressfrei sein wird, aber derzeit ballern so viele Fristensachen auf mich ein, dabei habe ich das Gefühl, dass ich noch geschont werde als Neuling
Inhouse-Juristen bzw. entsprechende Kanzleien mit beratender Tätigkeit klingt gut, aber Stress ist bei mir schon ein Problem. Mir ist klar, dass Verwaltung nicht völlig stressfrei sein wird, aber derzeit ballern so viele Fristensachen auf mich ein, dabei habe ich das Gefühl, dass ich noch geschont werde als Neuling
23.04.2025, 14:09
Aber Inhouse ist nicht gleich Inhouse. Ich nehme jetzt verschiedene Tätigkeiten, die bei uns im Konzern gleichwertig sind. Alles Stellen im AT-Bereich, die im gleichen Vergütungscluster sind. IT-Einkauf, Compliance, Datenschutz, Arbeitsrecht, Konzernrecht....
Kann da locker 20 job description bei uns im Haus nennen, die hier auf gleichen Level nur von Juristen besetzt sind. Alles sehr unterschiedliche Anforderungen, aber die Volatilität und damit das Stressniveau kann sehr unterschiedlich sein. Daher lohnt sich ein Blick zu Unternehmen schon.
Kann da locker 20 job description bei uns im Haus nennen, die hier auf gleichen Level nur von Juristen besetzt sind. Alles sehr unterschiedliche Anforderungen, aber die Volatilität und damit das Stressniveau kann sehr unterschiedlich sein. Daher lohnt sich ein Blick zu Unternehmen schon.
23.04.2025, 15:01
(23.04.2025, 14:09)Freidenkender schrieb: Aber Inhouse ist nicht gleich Inhouse. Ich nehme jetzt verschiedene Tätigkeiten, die bei uns im Konzern gleichwertig sind. Alles Stellen im AT-Bereich, die im gleichen Vergütungscluster sind. IT-Einkauf, Compliance, Datenschutz, Arbeitsrecht, Konzernrecht....
Kann da locker 20 job description bei uns im Haus nennen, die hier auf gleichen Level nur von Juristen besetzt sind. Alles sehr unterschiedliche Anforderungen, aber die Volatilität und damit das Stressniveau kann sehr unterschiedlich sein. Daher lohnt sich ein Blick zu Unternehmen schon.
Hm danke dir für die Einschätzung, vielleicht wäre das ja was für mich. Ich halte Ausschau auf dem Stellenmarkt
24.04.2025, 15:25
Ich war mehrere Jahre Anwalt und habe dann gewechselt. Ich schicke dir eine PN.
27.04.2025, 18:06
27.04.2025, 21:09
(23.04.2025, 09:07)blabla1337 schrieb: Hallo,
ich habe einige Wochen als Anwalt hinter mir und merke, dass mir der Job keinen Spaß macht. Dieses "Gezanke" mit anderen Anwälten reibt mich mental auf und ich merke, dass ich da einfach nicht der Typ dafür bin. Ein Kumpel von mir arbeitet in einem Justiziariat und berichtet zwar auch von Belastungsspitzen, allerdings klingt er recht zufrieden mit seinem Job. Ich habe aber Angst davor, vom Regen in die Traufe zu kommen, daher würde ich gerne Erfahrungsberichte von Leuten lesen, denen es ähnlich geht, wie mir.
Geld und Prestige sind mir egal, ich will einen planbaren, möglichst strukturierten Job, wo tendenziell weniger Stress und Adrenalin ausgeschüttet wird und wo ich nicht permanent ans Geld (des Mandanten) denken muss.
MFG
Ich habe den Wechsel von der GK in die Verwaltung hinter mir und würde ihn - obwohl ich in der Verwaltung "an höchster Stelle" bin - nicht nochmal machen. Das "Betriebs"klima ist sehr gut, die Materie vielseitig, teilweise sogar spannend (wenn man das Politische mag....), über Urlaub (wenn Urlaub, dann ist auch Urlaub....) und Pension brauchen wir nicht weiter sprechen (da bekannt). Mein persönliches großes Aber: wem im Job vor allem Selbstbestimmung und Verantwortung wichtig sind, der wird in der Ministerialverwaltung meines Erachtens nicht aufgehen. Diese Faktoren spielen eher auf Ministerialdirigentenebene eine Rolle, aber diese Ebens ist schlichtweg nicht planbar. Das sollte man bei seiner Entscheidung berücksichtigen.
27.04.2025, 21:33
(27.04.2025, 21:09)Legal Public Officer schrieb:(23.04.2025, 09:07)blabla1337 schrieb: Hallo,
ich habe einige Wochen als Anwalt hinter mir und merke, dass mir der Job keinen Spaß macht. Dieses "Gezanke" mit anderen Anwälten reibt mich mental auf und ich merke, dass ich da einfach nicht der Typ dafür bin. Ein Kumpel von mir arbeitet in einem Justiziariat und berichtet zwar auch von Belastungsspitzen, allerdings klingt er recht zufrieden mit seinem Job. Ich habe aber Angst davor, vom Regen in die Traufe zu kommen, daher würde ich gerne Erfahrungsberichte von Leuten lesen, denen es ähnlich geht, wie mir.
Geld und Prestige sind mir egal, ich will einen planbaren, möglichst strukturierten Job, wo tendenziell weniger Stress und Adrenalin ausgeschüttet wird und wo ich nicht permanent ans Geld (des Mandanten) denken muss.
MFG
Ich habe den Wechsel von der GK in die Verwaltung hinter mir und würde ihn - obwohl ich in der Verwaltung "an höchster Stelle" bin - nicht nochmal machen. Das "Betriebs"klima ist sehr gut, die Materie vielseitig, teilweise sogar spannend (wenn man das Politische mag....), über Urlaub (wenn Urlaub, dann ist auch Urlaub....) und Pension brauchen wir nicht weiter sprechen (da bekannt). Mein persönliches großes Aber: wem im Job vor allem Selbstbestimmung und Verantwortung wichtig sind, der wird in der Ministerialverwaltung meines Erachtens nicht aufgehen. Diese Faktoren spielen eher auf Ministerialdirigentenebene eine Rolle, aber diese Ebens ist schlichtweg nicht planbar. Das sollte man bei seiner Entscheidung berücksichtigen.
Danke für die hilfreichen Infos. Erstmal Respekt, dass du in der Verwaltung an höchster Stelle arbeitest. Einige Punkte finde ich aber erörternswert: Selbstbestimmung hat man nach meiner Einschätzung als Anwalt ja aber auch nur wenn man selbstständig ist, und Verantwortung übernimmt man ja auch gewissermaßen "auf kleiner Ebene" in einem Justiziariat.
Ich erwarte vom Leben keine Reichtümer, hohes Ansehen oder eine steile Karriere, mir geht es eher darum, dass mir mein derzeitiger Job entgegen meiner jahrelangen Erwartung keinen Spaß macht und dass dies sich arg auf meinen Alltag überträgt, ich habe quasi alle Hobbys eingestellt und habe keine Lebensfreude mehr. Ich lebe nur noch dafür, einigermaßen für den Job zu funktionieren, der mir außer einem vergleichsweise anständigen Gehalt überhaupt nichts gibt.



