19.10.2020, 10:12
Liebste Juristen*innen,
Ich befinde mich gerade in der Bereitung zur mündlichen Prüfung in NRW, die im November anstehen wird. Zu diesem Zwecke nutze ich auch die vom LJPA NRW zur Verfügung gestellten Kurzvorträge.
Doch so langsam aber sicher wird meine Gefühlslage trister und trister. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen aus meinen 6 Punkten schriftlich vielleicht die 8 reißen. Aber daraus wird wohl nichts, denn: wenn ich nach dem Vortragen die amtliche Lösungsakizze lese, muss ich feststellen, dass meine Lösung überwiegend falsch/anders ist.
Als könnte ich kein Jura mehr. Ich weiß nicht, ob es am Zeitdruck liegt o.ä. Geht oder erging es jemanden ähnlich? Das ist ungemein demotivierend.
Liebste Grüße und schönen Tag !
Ich befinde mich gerade in der Bereitung zur mündlichen Prüfung in NRW, die im November anstehen wird. Zu diesem Zwecke nutze ich auch die vom LJPA NRW zur Verfügung gestellten Kurzvorträge.
Doch so langsam aber sicher wird meine Gefühlslage trister und trister. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen aus meinen 6 Punkten schriftlich vielleicht die 8 reißen. Aber daraus wird wohl nichts, denn: wenn ich nach dem Vortragen die amtliche Lösungsakizze lese, muss ich feststellen, dass meine Lösung überwiegend falsch/anders ist.
Als könnte ich kein Jura mehr. Ich weiß nicht, ob es am Zeitdruck liegt o.ä. Geht oder erging es jemanden ähnlich? Das ist ungemein demotivierend.
Liebste Grüße und schönen Tag !
19.10.2020, 10:41
Hey!
Erstmal Kopf hoch! Auch wenn der AV nicht glänzend wird, heißt das nicht zwangsläufig, dass der Rest der Prüfung auch nicht läuft. Von daher Regel 1: Egal wie dein Gefühl nach dem AV ist, Krönchen richten und weiter selbstbewusst auftreten. Nicht unterkriegen lassen!
Dann kann man doch auch einiges mit der Präsentation und Formalien setzen. Sprich:
- unbedingt die Aufgabenstellung genau lesen! ^^ (klar oder? ich schreibs trotzdem)
- achte auf gute Obersätze/Einleitungen (die kann man gut auswendig lernen! Ich meine sowas wie "Ich berichte heute über ein Verfahren vor dem AG blabla, es klagt …"). Das gibt dir Sicherheit.
- Ebenfalls gut: Den ganz groben Aufbau eines AV verinnerlichen und exakt einhalten.
- Auch die Zeitvorgabe ganz genau einhalten!
- Am Ende ein eindeutiges Ergebnis formulieren!
- Auch im, ich sage mal "Gutachtenteil" kann man sich an den allgemeinen Aufbauten (Zul./Begr.) je nach Fall auch ziemlich gut langhangeln.
Und natürlich: Üben, üben, üben!
Ich denke, am besten ist es, wenn du auch jemanden hast, der dir zuhört. Nicht nur Lösen, sondern auch drüber reden.
Viel Erfolg weiterhin!
Erstmal Kopf hoch! Auch wenn der AV nicht glänzend wird, heißt das nicht zwangsläufig, dass der Rest der Prüfung auch nicht läuft. Von daher Regel 1: Egal wie dein Gefühl nach dem AV ist, Krönchen richten und weiter selbstbewusst auftreten. Nicht unterkriegen lassen!
Dann kann man doch auch einiges mit der Präsentation und Formalien setzen. Sprich:
- unbedingt die Aufgabenstellung genau lesen! ^^ (klar oder? ich schreibs trotzdem)
- achte auf gute Obersätze/Einleitungen (die kann man gut auswendig lernen! Ich meine sowas wie "Ich berichte heute über ein Verfahren vor dem AG blabla, es klagt …"). Das gibt dir Sicherheit.
- Ebenfalls gut: Den ganz groben Aufbau eines AV verinnerlichen und exakt einhalten.
- Auch die Zeitvorgabe ganz genau einhalten!
- Am Ende ein eindeutiges Ergebnis formulieren!
- Auch im, ich sage mal "Gutachtenteil" kann man sich an den allgemeinen Aufbauten (Zul./Begr.) je nach Fall auch ziemlich gut langhangeln.
Und natürlich: Üben, üben, üben!
Ich denke, am besten ist es, wenn du auch jemanden hast, der dir zuhört. Nicht nur Lösen, sondern auch drüber reden.
Viel Erfolg weiterhin!
19.10.2020, 12:14
(19.10.2020, 10:12)Gast schrieb: Liebste Juristen*innen,
Ich befinde mich gerade in der Bereitung zur mündlichen Prüfung in NRW, die im November anstehen wird. Zu diesem Zwecke nutze ich auch die vom LJPA NRW zur Verfügung gestellten Kurzvorträge.
Doch so langsam aber sicher wird meine Gefühlslage trister und trister. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen aus meinen 6 Punkten schriftlich vielleicht die 8 reißen. Aber daraus wird wohl nichts, denn: wenn ich nach dem Vortragen die amtliche Lösungsakizze lese, muss ich feststellen, dass meine Lösung überwiegend falsch/anders ist.
Als könnte ich kein Jura mehr. Ich weiß nicht, ob es am Zeitdruck liegt o.ä. Geht oder erging es jemanden ähnlich? Das ist ungemein demotivierend.
Liebste Grüße und schönen Tag !
Habt ihr keinen Vortragskurs? Ich entscheide nahezu jeden Fall beim GPA anders, aber die Prüfer haben das meistens akzeptiert. Der Vorteil der mündlichen Prüfung ist ja, dass du da einen Vorsitzenden hast, der sich mit der Materie gut auskennt. Und man kann ja nahezu jeden Fall vertretbar anders entscheiden, da die Fälle oft höchstrichterlichen Entscheidungen entstammen (aus Gründen). Also nicht verzagen!
19.10.2020, 14:10
(19.10.2020, 10:12)Gast schrieb: Liebste Juristen*innen,
Ich befinde mich gerade in der Bereitung zur mündlichen Prüfung in NRW, die im November anstehen wird. Zu diesem Zwecke nutze ich auch die vom LJPA NRW zur Verfügung gestellten Kurzvorträge.
Doch so langsam aber sicher wird meine Gefühlslage trister und trister. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen aus meinen 6 Punkten schriftlich vielleicht die 8 reißen. Aber daraus wird wohl nichts, denn: wenn ich nach dem Vortragen die amtliche Lösungsakizze lese, muss ich feststellen, dass meine Lösung überwiegend falsch/anders ist.
Als könnte ich kein Jura mehr. Ich weiß nicht, ob es am Zeitdruck liegt o.ä. Geht oder erging es jemanden ähnlich? Das ist ungemein demotivierend.
Liebste Grüße und schönen Tag !
Hatte am Anfang auch ziemliche Probleme damit. Vor allem, weil ich dachte die Zeit sei knapp und dann erstmal schnell "drübergeflogen" bin und die Lösung dann nicht ganz gepasst hat. Jetzt mach ich von Anfang an alles ruhig und konzentriert, wie in der Klausur auch. Die Zeit reicht trotzdem dicke um eine vernünftige Lösung hin zu bekommen...
Außerdem kann ich nur empfehlen, die Dinger nach dem Lösen auch laut aufzusagen. Hatte anfangs echt Probleme vernünftige Formulierungen zu finden und nicht nur rumzustammeln. In Kürze ist die Prüfung und jetzt fühle ich mich diesbezüglich ganz gut.
Viel Erfolg!
19.10.2020, 14:45
(19.10.2020, 14:10)Gast schrieb:(19.10.2020, 10:12)Gast schrieb: Liebste Juristen*innen,
Ich befinde mich gerade in der Bereitung zur mündlichen Prüfung in NRW, die im November anstehen wird. Zu diesem Zwecke nutze ich auch die vom LJPA NRW zur Verfügung gestellten Kurzvorträge.
Doch so langsam aber sicher wird meine Gefühlslage trister und trister. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen aus meinen 6 Punkten schriftlich vielleicht die 8 reißen. Aber daraus wird wohl nichts, denn: wenn ich nach dem Vortragen die amtliche Lösungsakizze lese, muss ich feststellen, dass meine Lösung überwiegend falsch/anders ist.
Als könnte ich kein Jura mehr. Ich weiß nicht, ob es am Zeitdruck liegt o.ä. Geht oder erging es jemanden ähnlich? Das ist ungemein demotivierend.
Liebste Grüße und schönen Tag !
Hatte am Anfang auch ziemliche Probleme damit. Vor allem, weil ich dachte die Zeit sei knapp und dann erstmal schnell "drübergeflogen" bin und die Lösung dann nicht ganz gepasst hat. Jetzt mach ich von Anfang an alles ruhig und konzentriert, wie in der Klausur auch. Die Zeit reicht trotzdem dicke um eine vernünftige Lösung hin zu bekommen...
Außerdem kann ich nur empfehlen, die Dinger nach dem Lösen auch laut aufzusagen. Hatte anfangs echt Probleme vernünftige Formulierungen zu finden und nicht nur rumzustammeln. In Kürze ist die Prüfung und jetzt fühle ich mich diesbezüglich ganz gut.
Viel Erfolg!
Mal eine Frage: macht ihr euch erst Notizen zum Tatbestand/Sachbericht? Ich mache immer zuerst den Tatbestand, habe aber dann das Gefühl, dass ich nur noch kurz Zeit für die rechtliche Lösung habe und da nicht richtig drüber nachdenken kann. Aber umgekehrt stelle ich es mir chaotisch vor.
19.10.2020, 14:49
(19.10.2020, 14:45)Gast schrieb:(19.10.2020, 14:10)Gast schrieb:(19.10.2020, 10:12)Gast schrieb: Liebste Juristen*innen,
Ich befinde mich gerade in der Bereitung zur mündlichen Prüfung in NRW, die im November anstehen wird. Zu diesem Zwecke nutze ich auch die vom LJPA NRW zur Verfügung gestellten Kurzvorträge.
Doch so langsam aber sicher wird meine Gefühlslage trister und trister. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen aus meinen 6 Punkten schriftlich vielleicht die 8 reißen. Aber daraus wird wohl nichts, denn: wenn ich nach dem Vortragen die amtliche Lösungsakizze lese, muss ich feststellen, dass meine Lösung überwiegend falsch/anders ist.
Als könnte ich kein Jura mehr. Ich weiß nicht, ob es am Zeitdruck liegt o.ä. Geht oder erging es jemanden ähnlich? Das ist ungemein demotivierend.
Liebste Grüße und schönen Tag !
Hatte am Anfang auch ziemliche Probleme damit. Vor allem, weil ich dachte die Zeit sei knapp und dann erstmal schnell "drübergeflogen" bin und die Lösung dann nicht ganz gepasst hat. Jetzt mach ich von Anfang an alles ruhig und konzentriert, wie in der Klausur auch. Die Zeit reicht trotzdem dicke um eine vernünftige Lösung hin zu bekommen...
Außerdem kann ich nur empfehlen, die Dinger nach dem Lösen auch laut aufzusagen. Hatte anfangs echt Probleme vernünftige Formulierungen zu finden und nicht nur rumzustammeln. In Kürze ist die Prüfung und jetzt fühle ich mich diesbezüglich ganz gut.
Viel Erfolg!
Mal eine Frage: macht ihr euch erst Notizen zum Tatbestand/Sachbericht? Ich mache immer zuerst den Tatbestand, habe aber dann das Gefühl, dass ich nur noch kurz Zeit für die rechtliche Lösung habe und da nicht richtig drüber nachdenken kann. Aber umgekehrt stelle ich es mir chaotisch vor.
Was wird wohl mehr Punkte geben? Eine gute Zusammenfassung? Oder doch eine gute rechtliche Lösung...? ;)
Der Sachverhalt sollte ganz knapp mit wirklich wenigen Stichpunkten notiert werden und größtenteils im Kopf vorhanden sein. Lieber dort ein paar Lücken haben, als in der rechtlichen Würdigung des Falls.
19.10.2020, 14:54
(19.10.2020, 14:49)Gast schrieb:(19.10.2020, 14:45)Gast schrieb:(19.10.2020, 14:10)Gast schrieb:(19.10.2020, 10:12)Gast schrieb: Liebste Juristen*innen,
Ich befinde mich gerade in der Bereitung zur mündlichen Prüfung in NRW, die im November anstehen wird. Zu diesem Zwecke nutze ich auch die vom LJPA NRW zur Verfügung gestellten Kurzvorträge.
Doch so langsam aber sicher wird meine Gefühlslage trister und trister. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen aus meinen 6 Punkten schriftlich vielleicht die 8 reißen. Aber daraus wird wohl nichts, denn: wenn ich nach dem Vortragen die amtliche Lösungsakizze lese, muss ich feststellen, dass meine Lösung überwiegend falsch/anders ist.
Als könnte ich kein Jura mehr. Ich weiß nicht, ob es am Zeitdruck liegt o.ä. Geht oder erging es jemanden ähnlich? Das ist ungemein demotivierend.
Liebste Grüße und schönen Tag !
Hatte am Anfang auch ziemliche Probleme damit. Vor allem, weil ich dachte die Zeit sei knapp und dann erstmal schnell "drübergeflogen" bin und die Lösung dann nicht ganz gepasst hat. Jetzt mach ich von Anfang an alles ruhig und konzentriert, wie in der Klausur auch. Die Zeit reicht trotzdem dicke um eine vernünftige Lösung hin zu bekommen...
Außerdem kann ich nur empfehlen, die Dinger nach dem Lösen auch laut aufzusagen. Hatte anfangs echt Probleme vernünftige Formulierungen zu finden und nicht nur rumzustammeln. In Kürze ist die Prüfung und jetzt fühle ich mich diesbezüglich ganz gut.
Viel Erfolg!
Mal eine Frage: macht ihr euch erst Notizen zum Tatbestand/Sachbericht? Ich mache immer zuerst den Tatbestand, habe aber dann das Gefühl, dass ich nur noch kurz Zeit für die rechtliche Lösung habe und da nicht richtig drüber nachdenken kann. Aber umgekehrt stelle ich es mir chaotisch vor.
Was wird wohl mehr Punkte geben? Eine gute Zusammenfassung? Oder doch eine gute rechtliche Lösung...? ;)
Der Sachverhalt sollte ganz knapp mit wirklich wenigen Stichpunkten notiert werden und größtenteils im Kopf vorhanden sein. Lieber dort ein paar Lücken haben, als in der rechtlichen Würdigung des Falls.
Meine empfohlene Reihenfolge:
1. Sachverhalt einmal gründlich lesen- Brainstorming notieren
2. Juristische Lösungsskizze schreiben inklusive ausgiebiger Nutzung des Kommentars
3. Tatbestand - nur Stichwörter- keine Daten (wenn nicht relevant) und insbesondere nur Dinge, auf die man in rechtl. Würdigung überhaupt eingeht
4. Notizen zur rechtlichen Lösung
19.10.2020, 15:42
Im Aktenvortrag sind ein richtiger Aufbau, ein souveränes Auftreten, schöne und präzise Formulierungen, gute Obersätze und eine vernünftige Rhetorik schon die halbe Miete. Und das kann man alles üben :)
Und selbst wenn es bei der rechtlichen Würdigung vielleicht ein bisschen klemmt: Lass es dir nicht anmerken und verkauf deine Lösung so, als wäre sie das non plus ultra. Selbst der größte Blödsinn klingt gar nicht mehr so blödsinnig, wenn man ihn mit einem kleinen Argument untermauert und mit Selbstsicherheit und Souveränität garniert.
Viel Erfolg, das packst du schon!
Und selbst wenn es bei der rechtlichen Würdigung vielleicht ein bisschen klemmt: Lass es dir nicht anmerken und verkauf deine Lösung so, als wäre sie das non plus ultra. Selbst der größte Blödsinn klingt gar nicht mehr so blödsinnig, wenn man ihn mit einem kleinen Argument untermauert und mit Selbstsicherheit und Souveränität garniert.
Viel Erfolg, das packst du schon!
19.10.2020, 21:46
Funfact: Ich wurde mit 13 schriftlich eingereicht und hab 7 im Aktenvortrag bekommen ::D
Also joar. Liegt nicht zwingend an deiner Rechenleistung.
Also joar. Liegt nicht zwingend an deiner Rechenleistung.
19.10.2020, 22:05
Im bin der Threadersteller von heute morgen und wollte mich aufrichtig für die wertvollen Hinweise und die Zeit die hierfür aufgebracht worden ist bedanken.
In NRW gibt es bedauerlicherweise keinen Übungskurs für den mündlichen Part. Bin aber in einer Lerngruppe, die für mich äußerst wertvoll ist.
Werde aber die letzten Wochen weiter zum trainieren, trainieren und trainieren verwenden. Glaube, dass ich ein Panik-Problem habe. Während sich die Stunde Vorbereitungszeit weiter und weiter ihrem Ende nähert, werde ich panisch und hektisch und stolper dann in meinen holprigen Gedanke. Dass so das Verständnis einfachster juristischer Zusammenhänge abrückt, liegt wohl auf der Hand.
Aber vielen Dank ! Meinen Mitstreitern wünsche ich ebenfalls viel Durchhaltevermögen und an Tag X viel Erfolg und Glück.
In NRW gibt es bedauerlicherweise keinen Übungskurs für den mündlichen Part. Bin aber in einer Lerngruppe, die für mich äußerst wertvoll ist.
Werde aber die letzten Wochen weiter zum trainieren, trainieren und trainieren verwenden. Glaube, dass ich ein Panik-Problem habe. Während sich die Stunde Vorbereitungszeit weiter und weiter ihrem Ende nähert, werde ich panisch und hektisch und stolper dann in meinen holprigen Gedanke. Dass so das Verständnis einfachster juristischer Zusammenhänge abrückt, liegt wohl auf der Hand.
Aber vielen Dank ! Meinen Mitstreitern wünsche ich ebenfalls viel Durchhaltevermögen und an Tag X viel Erfolg und Glück.









