04.09.2026, 14:18
für einen sog. diplom-juristen ist das gehalt ok. das macht es aber noch merkwürdiger. ein dipl jur oder ba/ma jur wird die von dir beschriebene aufgabe nicht bewältigen. viel erfolg beim verhandeln (ernst gemeint)!
04.09.2026, 17:59
Liebe TE,
das Unternehmen kann ja ausschreiben, was es will. Eine andere Frage ist, ob das Sinn macht. Viele Stellenausschreibungen in Unternehmen richten sich heutzutage nicht mehr nur an klassische Volljuristen, da die Bandbreite an juristischen Abschlüssen größer ist als noch vor einigen Jahren. Es gibt mittlerweile einige Studiengänge, die "irgendwas mit Recht" vermitteln. Unter mehreren Bewerbern rechtlicher Studiengänge hast du die höchste Qualifikation gegenüber einem Bachelor- oder Masterabsolvent. Würden sich drei frischgebackene Absolventen aller Studienrichtungen bewerben, würde ich daher auch dich bevorzugen. Du würdest bei mir aber den kürzeren ziehen, wenn ich zwischen dir und einem Masterabsolventen wählen kann, der schon ca. 7 Jahre einschlägige Berufserfahrung in einem Unternehmen hat, denn dieser hat in diesen 7 Jahren so viel Praxiswissen ansammeln können, dass er für mich wertvoller ist.
Aber wie auch immer. Keiner hier von uns kennt das Unternehmen und deren Beweggründe.
Mit privater Nutzung des Firmen-PCs ist im Normalfall Internetnutzung gemeint. Mal in der Mittagspause privat etwas recherchieren oder nachlesen zum Beispiel. Definitiv abraten würde ich dir von jeglicher Privatnutzung darüber hinaus. Bitte speichere niemals private Daten auf dem Firmenlaptop, es sei denn sie sind unwichtig. Zum einen habe ich in der Praxis schon oft erlebt, wie Zugänge zum PC oder Firmenhandy von Arbeitgebern von einer Stunde auf die andere entzogen wurden oder diejenigen den Laptop/das Diensthandy abgeben mussten. Zum anderen ist das datenschutzrechtlich hochproblematisch, weil der Arbeitgeber seine Cloud regelmäßig sichern wird und damit auch deine privaten Daten beim Arbeitgeber für viele Jahre (meist 10) gespeichert sind. Zum anderen weißt du noch nicht, wo die Daten liegen. USA oder andere Drittländer sollten ausgeschlossen werden.
Den Laptop privat nutzen zu können ist daher kein echtes Privileg und die Reisekostenerstattung ist auch Standard, wenn dein Arbeitsort dein Wohnort in Deutschland ist.
Das nur als Anmerkung, weil man es dir gegenüber als besonderen Benefit zu bewerben scheint, was es aber nicht ist.
das Unternehmen kann ja ausschreiben, was es will. Eine andere Frage ist, ob das Sinn macht. Viele Stellenausschreibungen in Unternehmen richten sich heutzutage nicht mehr nur an klassische Volljuristen, da die Bandbreite an juristischen Abschlüssen größer ist als noch vor einigen Jahren. Es gibt mittlerweile einige Studiengänge, die "irgendwas mit Recht" vermitteln. Unter mehreren Bewerbern rechtlicher Studiengänge hast du die höchste Qualifikation gegenüber einem Bachelor- oder Masterabsolvent. Würden sich drei frischgebackene Absolventen aller Studienrichtungen bewerben, würde ich daher auch dich bevorzugen. Du würdest bei mir aber den kürzeren ziehen, wenn ich zwischen dir und einem Masterabsolventen wählen kann, der schon ca. 7 Jahre einschlägige Berufserfahrung in einem Unternehmen hat, denn dieser hat in diesen 7 Jahren so viel Praxiswissen ansammeln können, dass er für mich wertvoller ist.
Aber wie auch immer. Keiner hier von uns kennt das Unternehmen und deren Beweggründe.
Mit privater Nutzung des Firmen-PCs ist im Normalfall Internetnutzung gemeint. Mal in der Mittagspause privat etwas recherchieren oder nachlesen zum Beispiel. Definitiv abraten würde ich dir von jeglicher Privatnutzung darüber hinaus. Bitte speichere niemals private Daten auf dem Firmenlaptop, es sei denn sie sind unwichtig. Zum einen habe ich in der Praxis schon oft erlebt, wie Zugänge zum PC oder Firmenhandy von Arbeitgebern von einer Stunde auf die andere entzogen wurden oder diejenigen den Laptop/das Diensthandy abgeben mussten. Zum anderen ist das datenschutzrechtlich hochproblematisch, weil der Arbeitgeber seine Cloud regelmäßig sichern wird und damit auch deine privaten Daten beim Arbeitgeber für viele Jahre (meist 10) gespeichert sind. Zum anderen weißt du noch nicht, wo die Daten liegen. USA oder andere Drittländer sollten ausgeschlossen werden.
Den Laptop privat nutzen zu können ist daher kein echtes Privileg und die Reisekostenerstattung ist auch Standard, wenn dein Arbeitsort dein Wohnort in Deutschland ist.
Das nur als Anmerkung, weil man es dir gegenüber als besonderen Benefit zu bewerben scheint, was es aber nicht ist.
06.09.2026, 18:49
Ich habe eine Zeit lang als Syndikus ist einer bestehenden Rechtsabteilung für ein ähnliches Gehalt gearbeitet. Es war dort aber den konkreten Aufgaben und der Stelle geschuldet, welche auch von Master Absolventen ausgeübt wurde (Vertragsprüfungen etc.).
Standorte Aufbauen in neuen Ländern war auch so eine Teilaufgabe und ist jetzt per se nicht das aller anspruchsvollste was es gibt, man plant viel, baut Gesellschaftsstrukturen auf, aber im Regelfall ist sowas mehr Orga von Kanzleien und Notaren... als jetzt Jura am Hochreck. Das habe ich bspw. dankend der Kollegin überlassen die keine Volljuristin war und von Paragrafen und Verträgen recht wenig Ahnung hatte. Dafür konnte Sie Gesellschaften und Standorte gründen in Japan oder Australien :D
Zu dem Gehalt: Habe ähnliche Fehler gemacht. Wenn man 60-70k sagt bekommt man (sofern kein Tarifbindung oder sehr sehr netter AG) maximal 60k, tendenziell eher 50-60k angeboten, da es ja für einen selbst schon genug ist. Hatte damals den "Fehler" gemacht 70-75k zu sagen, angeboten wurden mir dann 10% von 70k, sprich 63k...
Lange Rede kurzer Sinn, es kommt auf die gesammelte Berufserfahrung und die Aufstiegschancen an. Ob du nun 57k oder 65k bekommst macht netto bei der Steuerprogression spürbar wenig Unterschied.. Aber nach 3 Jahren kannst du für 80k+ Wechseln das ist der eigentliche Hebel
Standorte Aufbauen in neuen Ländern war auch so eine Teilaufgabe und ist jetzt per se nicht das aller anspruchsvollste was es gibt, man plant viel, baut Gesellschaftsstrukturen auf, aber im Regelfall ist sowas mehr Orga von Kanzleien und Notaren... als jetzt Jura am Hochreck. Das habe ich bspw. dankend der Kollegin überlassen die keine Volljuristin war und von Paragrafen und Verträgen recht wenig Ahnung hatte. Dafür konnte Sie Gesellschaften und Standorte gründen in Japan oder Australien :D
Zu dem Gehalt: Habe ähnliche Fehler gemacht. Wenn man 60-70k sagt bekommt man (sofern kein Tarifbindung oder sehr sehr netter AG) maximal 60k, tendenziell eher 50-60k angeboten, da es ja für einen selbst schon genug ist. Hatte damals den "Fehler" gemacht 70-75k zu sagen, angeboten wurden mir dann 10% von 70k, sprich 63k...
Lange Rede kurzer Sinn, es kommt auf die gesammelte Berufserfahrung und die Aufstiegschancen an. Ob du nun 57k oder 65k bekommst macht netto bei der Steuerprogression spürbar wenig Unterschied.. Aber nach 3 Jahren kannst du für 80k+ Wechseln das ist der eigentliche Hebel
Vor 9 Stunden
Update: sie haben jetzt 5k draufgepackt, bin jetzt bei etwas über die 60k...
Ich bedanke mich herzlich bei euch allen. Hatte wirklich nicht mit so viel feedback gerechnet.
Ich habe mich entschieden den Job anzunehmen. In einem Jahr wird dann nochmal auf das Gehalt geschaut.
Jetzt hoffe ich einfach nur, dass mir der Job spaß machen wird.
Ich bedanke mich herzlich bei euch allen. Hatte wirklich nicht mit so viel feedback gerechnet.
Ich habe mich entschieden den Job anzunehmen. In einem Jahr wird dann nochmal auf das Gehalt geschaut.
Jetzt hoffe ich einfach nur, dass mir der Job spaß machen wird.









