12.05.2025, 12:39
Hallo,
ich überlege mich für die Verwaltungsstation beim VG (Köln) zu bewerben. Wie war so eure Erfahrung? Hattet ihr dort einen Arbeitsplatz? Wart ihr jeden Tag vor Ort?
Wie ist der Dresscode für Referendare?
ich überlege mich für die Verwaltungsstation beim VG (Köln) zu bewerben. Wie war so eure Erfahrung? Hattet ihr dort einen Arbeitsplatz? Wart ihr jeden Tag vor Ort?
Wie ist der Dresscode für Referendare?
24.05.2025, 18:26
rfahrung aus der Verwaltungsstation bei einem anderen VG in NRW: Vom Ablauf und der Struktur her ähnlich wie die Zivilgerichtsstation (also vermutlich auch sehr viel "kommt auf den Ausbilder an"). Ich hatte ungefähr einmal die Woche einen Termin, um mir eine Aufgabe abzuholen, die ich dann zuhause bearbeitet habe und die beim (über-)nächsten Termin (ausführlich) besprochen wurde. Bearbeitung lief über eine geteilte Online-Cloud, sodass der Ausbilder direkten Zugriff auf die eigenen Arbeitsergebnisse hatte - eigentlich ganz praktisch. An und für sich aber wenig Präsenzverpflichtung. Auf AG wurde selbstredend Rücksicht genommen. Arbeitsbelastung hielt sich meines Empfindens nach sehr in Grenzen; Abgabefristen waren großzügig bemessen. Ich habe trotz Nebenverpflichtungen mehrmals früher abgegeben und um neue Aufträge gebeten, weil ich auch was lernen wollte.
Verwendungsbreite war gut: 80 V-er Beschlüsse und Urteil geschrieben; Betreibensaufforderung formuliert; einmal mündliche Verhandlung unter Aufsicht geleitet; freiwilligen Vortrag vor Ausbilder + 2 Kammermitglieder gehalten.
Inhaltlich weitestgehend spannend - nur EU-Landwirtschaftsbeihilfenrecht fand ich todeslangweilig und Verfahren wegen Corona-Soforthilfe will ich jetzt auch nicht unbedingt nochmal machen...
Vom Klima sehr angenehm. Konstruktives Feedback, Umgang auf Augenhöhe, kein außerordentlicher Dresscode (viele Richter am VG tragen auch nur Sneaker und Pulli). Allerdings hat sich hin und wieder das Vorurteil bestätigt, dass Verwaltungsrichter (in der Sache) etwas pingeliger sind als die Kollegen am Zivilgericht
Aber das trainiert fürs Examen.
Verwendungsbreite war gut: 80 V-er Beschlüsse und Urteil geschrieben; Betreibensaufforderung formuliert; einmal mündliche Verhandlung unter Aufsicht geleitet; freiwilligen Vortrag vor Ausbilder + 2 Kammermitglieder gehalten.
Inhaltlich weitestgehend spannend - nur EU-Landwirtschaftsbeihilfenrecht fand ich todeslangweilig und Verfahren wegen Corona-Soforthilfe will ich jetzt auch nicht unbedingt nochmal machen...
Vom Klima sehr angenehm. Konstruktives Feedback, Umgang auf Augenhöhe, kein außerordentlicher Dresscode (viele Richter am VG tragen auch nur Sneaker und Pulli). Allerdings hat sich hin und wieder das Vorurteil bestätigt, dass Verwaltungsrichter (in der Sache) etwas pingeliger sind als die Kollegen am Zivilgericht
Aber das trainiert fürs Examen.
Vor 7 Stunden
(24.05.2025, 18:26)Numerius Negidius schrieb: rfahrung aus der Verwaltungsstation bei einem anderen VG in NRW: Vom Ablauf und der Struktur her ähnlich wie die Zivilgerichtsstation (also vermutlich auch sehr viel "kommt auf den Ausbilder an"). Ich hatte ungefähr einmal die Woche einen Termin, um mir eine Aufgabe abzuholen, die ich dann zuhause bearbeitet habe und die beim (über-)nächsten Termin (ausführlich) besprochen wurde. Bearbeitung lief über eine geteilte Online-Cloud, sodass der Ausbilder direkten Zugriff auf die eigenen Arbeitsergebnisse hatte - eigentlich ganz praktisch. An und für sich aber wenig Präsenzverpflichtung. Auf AG wurde selbstredend Rücksicht genommen. Arbeitsbelastung hielt sich meines Empfindens nach sehr in Grenzen; Abgabefristen waren großzügig bemessen. Ich habe trotz Nebenverpflichtungen mehrmals früher abgegeben und um neue Aufträge gebeten, weil ich auch was lernen wollte.
Verwendungsbreite war gut: 80 V-er Beschlüsse und Urteil geschrieben; Betreibensaufforderung formuliert; einmal mündliche Verhandlung unter Aufsicht geleitet; freiwilligen Vortrag vor Ausbilder + 2 Kammermitglieder gehalten.
Inhaltlich weitestgehend spannend - nur EU-Landwirtschaftsbeihilfenrecht fand ich todeslangweilig und Verfahren wegen Corona-Soforthilfe will ich jetzt auch nicht unbedingt nochmal machen...![]()
Vom Klima sehr angenehm. Konstruktives Feedback, Umgang auf Augenhöhe, kein außerordentlicher Dresscode (viele Richter am VG tragen auch nur Sneaker und Pulli). Allerdings hat sich hin und wieder das Vorurteil bestätigt, dass Verwaltungsrichter (in der Sache) etwas pingeliger sind als die Kollegen am ZivilgerichtAber das trainiert fürs Examen.
Warst du in den ersten beiden oder den letzten beiden Monaten der Verwaltungsstation beim VG? Wo hast du den übrigen Monat die Station gemacht und war es einfach, für lediglich einen Monat was zu finden? Kann man sich für diesen einen Monat auch einfach für irgendetwas (z.B. Rechtsamt Pusemuckel) zuteilen lassen?
Gerne auch an alle anderen, die die Verwaltungsstation beim VG gemacht haben (oder sicher machen werden)! Danke :)









