22.05.2026, 08:06
Hallo zusammen,
mich würde interessieren, ob ihr in eurem juristischen Arbeitsalltag bereits KI nutzt. Falls ja:
- Welche Tools verwendet ihr?
- Für welche Tätigkeiten setzt ihr KI konkret ein?
- Habt ihr das Gefühl, dass euch KI wirklich Zeit spart oder die Qualität verbessert?
Ich finde das Thema spannend und würde gerne erfahren, wie andere Juristinnen und Juristen damit umgehen und welche Erfahrungen ihr gemacht habt.
Vielen Dank vorab für eure Antworten.
mich würde interessieren, ob ihr in eurem juristischen Arbeitsalltag bereits KI nutzt. Falls ja:
- Welche Tools verwendet ihr?
- Für welche Tätigkeiten setzt ihr KI konkret ein?
- Habt ihr das Gefühl, dass euch KI wirklich Zeit spart oder die Qualität verbessert?
Ich finde das Thema spannend und würde gerne erfahren, wie andere Juristinnen und Juristen damit umgehen und welche Erfahrungen ihr gemacht habt.
Vielen Dank vorab für eure Antworten.
22.05.2026, 15:05
ich habe schon mehrere Sachen benutzt, v.a. Libra, ChatGPT. Fand ich jetzt nicht so bombe. Natürlich wirkt das super schlau, aber ich finde als Anwalt muss man den Inhalt der Akte kennen. Für ganze Akten also nach meiner Meinung nicht gut geeignet.
Bei Formulierungen kann das hingegen mal behilflich sein.
Was denkst du?
finde somit nicht, dass es mir wirklich Zeit spart, aber bei Formulierungen kann es schon hilfreich sein.
Bei Formulierungen kann das hingegen mal behilflich sein.
Was denkst du?
finde somit nicht, dass es mir wirklich Zeit spart, aber bei Formulierungen kann es schon hilfreich sein.
22.05.2026, 15:23
Ich nutze KI jeden Tag. Man muss immer alles gegenprüfen, aber es macht meine Arbeit besser und schneller.
KI hilft mir nicht mit "first drafts", sondern beim editieren und vervollständigen. Ich benutze sie insbesondere hierfür:
1. Emails an Mandanten klarer machen, besser strukturieren, Fehler finden
2. Argumentation mit dem Sachverhalt bei Abwägung und Subsumtion verbessern.
3. Klauseln in Verträgen umbauen und feilen, insbesondere bei deutschem Recht in englischer Sprache.
4. Als Suchmaschine, wenn ich bestimmte nicht-juristische Quellen mit Google nicht finden kann.
Ich kann mir KI inzwischen nicht mehr wegdenken. Erste Entwürfe mache ich aber wie gesagt immer noch selbst - alleine weil ich die Sache sonst nicht genug verstehe, um die KI Ergebnisse richtig zu prüfen. Man sollte das eigene Denken auch nicht verkümmern lassen - Stichwort cognitive offloading.
KI hilft mir nicht mit "first drafts", sondern beim editieren und vervollständigen. Ich benutze sie insbesondere hierfür:
1. Emails an Mandanten klarer machen, besser strukturieren, Fehler finden
2. Argumentation mit dem Sachverhalt bei Abwägung und Subsumtion verbessern.
3. Klauseln in Verträgen umbauen und feilen, insbesondere bei deutschem Recht in englischer Sprache.
4. Als Suchmaschine, wenn ich bestimmte nicht-juristische Quellen mit Google nicht finden kann.
Ich kann mir KI inzwischen nicht mehr wegdenken. Erste Entwürfe mache ich aber wie gesagt immer noch selbst - alleine weil ich die Sache sonst nicht genug verstehe, um die KI Ergebnisse richtig zu prüfen. Man sollte das eigene Denken auch nicht verkümmern lassen - Stichwort cognitive offloading.
25.05.2026, 09:08
Ich nutze KI auch täglich. Als Recherchetool schwächelt sie manchmal, da muss man vorsichtig sein. Aber es beschleunigt immens, wenn man den Inhalt eines Briefes an den Mandanten schnell mal in Stichpunkten ins Mikro reinnuschelt und du kurz darauf deine vier bis fünf Seiten Ausformulierung erhältst. Diese überarbeitet du noch circa 15 Minuten lang und hast am Ende ein super (effizientes) Ergebnis.
30.05.2026, 09:37
(25.05.2026, 09:08)KissingSpines schrieb: Ich nutze KI auch täglich. Als Recherchetool schwächelt sie manchmal, da muss man vorsichtig sein. Aber es beschleunigt immens, wenn man den Inhalt eines Briefes an den Mandanten schnell mal in Stichpunkten ins Mikro reinnuschelt und du kurz darauf deine vier bis fünf Seiten Ausformulierung erhältst. Diese überarbeitet du noch circa 15 Minuten lang und hast am Ende ein super (effizientes) Ergebnis.
Bei der Recherche kommt es wie immer auf die exakte "KI" an. Beck-Chat und Beck-Noxtua liefern z.B. sehr gute Ergebnisse, MS Copilot hingegen eher nicht.
30.05.2026, 16:16
(30.05.2026, 09:37)Ref0815 schrieb:(25.05.2026, 09:08)KissingSpines schrieb: Ich nutze KI auch täglich. Als Recherchetool schwächelt sie manchmal, da muss man vorsichtig sein. Aber es beschleunigt immens, wenn man den Inhalt eines Briefes an den Mandanten schnell mal in Stichpunkten ins Mikro reinnuschelt und du kurz darauf deine vier bis fünf Seiten Ausformulierung erhältst. Diese überarbeitet du noch circa 15 Minuten lang und hast am Ende ein super (effizientes) Ergebnis.
Bei der Recherche kommt es wie immer auf die exakte "KI" an. Beck-Chat und Beck-Noxtua liefern z.B. sehr gute Ergebnisse, MS Copilot hingegen eher nicht.
Das stimmt. Ich nutze Libra für rechtliche Fragen und Mandantendaten. Hier kann auch ein einzelnes Update einen riesigen Unterschied machen, das hat Libra erst gezeigt.
Es kommt aber auch auf das Rechtsgebiet an. Man merkt den KI an, dass sie auf GK-Sachen und Rechtsgebiete, die durch die Anzahl von Fällen lukrativ sind, ihren Schwerpunkt haben. In Nischenrechtsgebieten ist die Recherche damit manchmal schwierig.
30.05.2026, 20:05
Bei uns laufen derzeit Tests von Juris und Beck. Beides ist schon beeindruckend. Ich nutze es dennoch nicht so häufig, weil beide bei den Fundstellen stark halluzinieren. Wenn man sich die Nachweise ansieht, stimmen sie so gut wie nie mit den Aussagen der KI überein (auch wenn die Aussagen im Ergebnis richtig sind).
30.05.2026, 22:17
Ich mag mich irren aber der normale Weg der KI Nutzung als Anwalt (nicht wiss mit oder andere Juniors) ist doch: lesen der Anfrage / des Problems, alle Dokumente des Mandanten bei der KI (ChatGPt und Co als Bezahlversion für 20€ im Monat) hochladen und nach themen/sachverhaltsangaben und Problematik zusammenfassen lassen. Dann selbst bei Beck und co recherchieren und die gesamten Fundstellen aus Beck down und in der KI wieder hochladen verbunden mit dem prompt: Schreibe mir die Klage/erwiderung/schreiben an die Behörde was auch immer unter Auswertung der beigefügten Fundstellen… also einer meiner Freunde hat mir das so erzählt
31.05.2026, 20:28
Übertriebener Hype
02.06.2026, 09:42
(30.05.2026, 22:17)ÖffR123 schrieb: Ich mag mich irren aber der normale Weg der KI Nutzung als Anwalt (nicht wiss mit oder andere Juniors) ist doch: lesen der Anfrage / des Problems, alle Dokumente des Mandanten bei der KI (ChatGPt und Co als Bezahlversion für 20€ im Monat) hochladen und nach themen/sachverhaltsangaben und Problematik zusammenfassen lassen. Dann selbst bei Beck und co recherchieren und die gesamten Fundstellen aus Beck down und in der KI wieder hochladen verbunden mit dem prompt: Schreibe mir die Klage/erwiderung/schreiben an die Behörde was auch immer unter Auswertung der beigefügten Fundstellen… also einer meiner Freunde hat mir das so erzähltWenn man keinen sicheren Anbieter hat und einfach die Mandantendaten bei ChatGPT hochlädt freut sich die Datenschutzbehörde. Ich bin selbst kein großer Freund von großem Datenschutz, aber da hört der Spaß auf










