02.05.2026, 00:10
Hi Leute,
momentan bin ich dabei, mir eine neue Stelle zu suchen, und könnte eure Tipps gebrauchen. Ich habe ein Jahr in einer Großkanzlei gearbeitet und möchte nun gerne in eine kleinere Kanzlei wechseln. Außerdem möchte ich das Rechtsgebiet wechseln, da mein aktueller Bereich sehr speziell ist und ich das Gefühl habe, mich in eine Sackgasse manövriert zu haben. Mit meinem Rechtsgebiet kann man sich weder selbstständig machen, noch in ein Unternehmen. Dazu ist es extrem speziell (und für mich auch ziemlich langweilig).
Wichtig ist mir eine gute Work-Life-Balance (billable Vorgabe bis 1.500 h im Jahr, nicht mehr - auch für Seniors). Ich habe festgestellt, dass 1.600 Stunden plus im Jahr für mich nicht leistbar sind, da ich ab 40 Billables pro Woche keine gute Arbeit mehr mache.
Außerdem ist mir wichtig, dass die Leute nett sind. Eine „junge” Kanzlei ist für mich nicht unbedingt erforderlich. In der Großkanzlei habe ich mich ehrlich gesagt auch eher mit den Partnern und Counseln gut verstanden. Die Associates waren auch in Ordnung, ich hatte keine Probleme mit ihnen, die sind jetzt aber auch nicht gerade meine Freunde geworden.
Ich brauche auch keine „Kanzlei-Events”. Mir reicht, wenn die Leute höflich sind, wenn niemand einen anbrüllt, beleidigt oder Ähnliches tut. Meine Partner haben das nicht gemacht, es kommt bei uns aber doch öfter vor, als es unser Marketingmaterial vermuten lässt.
Ich würde mir auch wünschen, dass die Associates untereinander fair miteinander umgehen, aber ich weiß, dass sich das schwer einschätzen lässt. Irgendwer hat immer irgendetwas gegen irgendjemanden.
Darüber hinaus ist mir eine gute Ausbildung wichtig. Super wäre es für mich, wenn sich die Partner etwas Zeit für Feedback nehmen würden. Einige Partner in der Großkanzlei haben das auch gemacht, die meisten hatten aber leider keine Zeit. Das ist vollkommen verständlich, passt aber nicht zu meinen Plänen. Am liebsten würde ich mich nach ein paar Jahren als angestellter Anwalt selbstständig machen.
Als Standort kämen für mich Köln, Berlin, Hamburg oder Leipzig infrage. Düsseldorf, München und Frankfurt kommen für mich nicht infrage. Das Gehalt ist mir relativ egal, aber mehr als 60.000 Euro wären mir schon wichtig, 80.000 Euro wären toll. 100.000 Euro wären ein Traum, aber meiner Einschätzung nach für die billable Vorgabe, die ich gerne hätte, nicht realistisch.
Zu meinen Wunschrechtsgebieten zählen Erbrecht, Gesellschaftsrecht (kein M&A), Familienrecht, Steuerrecht und klassisches Handelsrecht. Litigation ist für mich nicht unbedingt notwendig, da ich lieber gestaltend tätig bin, ich mache das aber gerne.
Im ersten Examen habe ich ein hohes „Gut” und im zweiten ein gutes „vollbefriedigend”. Ich habe es schon über Headhunter versucht, aber die wollen mich immer an Großkanzleien vermitteln, obwohl ich das ausdrücklich nicht möchte. In zwei Vorstellungsgesprächen bei kleineren Kanzleien wurde ich plötzlich gefragt, ob ich nicht doch lieber mein bisheriges Rechtsgebiet machen möchte, was ich auf keinen Fall will.
Habt ihr Empfehlungen für mich?
Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße!
momentan bin ich dabei, mir eine neue Stelle zu suchen, und könnte eure Tipps gebrauchen. Ich habe ein Jahr in einer Großkanzlei gearbeitet und möchte nun gerne in eine kleinere Kanzlei wechseln. Außerdem möchte ich das Rechtsgebiet wechseln, da mein aktueller Bereich sehr speziell ist und ich das Gefühl habe, mich in eine Sackgasse manövriert zu haben. Mit meinem Rechtsgebiet kann man sich weder selbstständig machen, noch in ein Unternehmen. Dazu ist es extrem speziell (und für mich auch ziemlich langweilig).
Wichtig ist mir eine gute Work-Life-Balance (billable Vorgabe bis 1.500 h im Jahr, nicht mehr - auch für Seniors). Ich habe festgestellt, dass 1.600 Stunden plus im Jahr für mich nicht leistbar sind, da ich ab 40 Billables pro Woche keine gute Arbeit mehr mache.
Außerdem ist mir wichtig, dass die Leute nett sind. Eine „junge” Kanzlei ist für mich nicht unbedingt erforderlich. In der Großkanzlei habe ich mich ehrlich gesagt auch eher mit den Partnern und Counseln gut verstanden. Die Associates waren auch in Ordnung, ich hatte keine Probleme mit ihnen, die sind jetzt aber auch nicht gerade meine Freunde geworden.
Ich brauche auch keine „Kanzlei-Events”. Mir reicht, wenn die Leute höflich sind, wenn niemand einen anbrüllt, beleidigt oder Ähnliches tut. Meine Partner haben das nicht gemacht, es kommt bei uns aber doch öfter vor, als es unser Marketingmaterial vermuten lässt.
Ich würde mir auch wünschen, dass die Associates untereinander fair miteinander umgehen, aber ich weiß, dass sich das schwer einschätzen lässt. Irgendwer hat immer irgendetwas gegen irgendjemanden.
Darüber hinaus ist mir eine gute Ausbildung wichtig. Super wäre es für mich, wenn sich die Partner etwas Zeit für Feedback nehmen würden. Einige Partner in der Großkanzlei haben das auch gemacht, die meisten hatten aber leider keine Zeit. Das ist vollkommen verständlich, passt aber nicht zu meinen Plänen. Am liebsten würde ich mich nach ein paar Jahren als angestellter Anwalt selbstständig machen.
Als Standort kämen für mich Köln, Berlin, Hamburg oder Leipzig infrage. Düsseldorf, München und Frankfurt kommen für mich nicht infrage. Das Gehalt ist mir relativ egal, aber mehr als 60.000 Euro wären mir schon wichtig, 80.000 Euro wären toll. 100.000 Euro wären ein Traum, aber meiner Einschätzung nach für die billable Vorgabe, die ich gerne hätte, nicht realistisch.
Zu meinen Wunschrechtsgebieten zählen Erbrecht, Gesellschaftsrecht (kein M&A), Familienrecht, Steuerrecht und klassisches Handelsrecht. Litigation ist für mich nicht unbedingt notwendig, da ich lieber gestaltend tätig bin, ich mache das aber gerne.
Im ersten Examen habe ich ein hohes „Gut” und im zweiten ein gutes „vollbefriedigend”. Ich habe es schon über Headhunter versucht, aber die wollen mich immer an Großkanzleien vermitteln, obwohl ich das ausdrücklich nicht möchte. In zwei Vorstellungsgesprächen bei kleineren Kanzleien wurde ich plötzlich gefragt, ob ich nicht doch lieber mein bisheriges Rechtsgebiet machen möchte, was ich auf keinen Fall will.
Habt ihr Empfehlungen für mich?
Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße!
02.05.2026, 00:46
(02.05.2026, 00:10)GK-Knecht96 schrieb: Hi Leute,
momentan bin ich dabei, mir eine neue Stelle zu suchen, und könnte eure Tipps gebrauchen. Ich habe ein Jahr in einer Großkanzlei gearbeitet und möchte nun gerne in eine kleinere Kanzlei wechseln. Außerdem möchte ich das Rechtsgebiet wechseln, da mein aktueller Bereich sehr speziell ist und ich das Gefühl habe, mich in eine Sackgasse manövriert zu haben. Mit meinem Rechtsgebiet kann man sich weder selbstständig machen, noch in ein Unternehmen. Dazu ist es extrem speziell (und für mich auch ziemlich langweilig).
Wichtig ist mir eine gute Work-Life-Balance (billable Vorgabe bis 1.500 h im Jahr, nicht mehr - auch für Seniors). Ich habe festgestellt, dass 1.600 Stunden plus im Jahr für mich nicht leistbar sind, da ich ab 40 Billables pro Woche keine gute Arbeit mehr mache.
Außerdem ist mir wichtig, dass die Leute nett sind. Eine „junge” Kanzlei ist für mich nicht unbedingt erforderlich. In der Großkanzlei habe ich mich ehrlich gesagt auch eher mit den Partnern und Counseln gut verstanden. Die Associates waren auch in Ordnung, ich hatte keine Probleme mit ihnen, die sind jetzt aber auch nicht gerade meine Freunde geworden.
Ich brauche auch keine „Kanzlei-Events”. Mir reicht, wenn die Leute höflich sind, wenn niemand einen anbrüllt, beleidigt oder Ähnliches tut. Meine Partner haben das nicht gemacht, es kommt bei uns aber doch öfter vor, als es unser Marketingmaterial vermuten lässt.
Ich würde mir auch wünschen, dass die Associates untereinander fair miteinander umgehen, aber ich weiß, dass sich das schwer einschätzen lässt. Irgendwer hat immer irgendetwas gegen irgendjemanden.
Darüber hinaus ist mir eine gute Ausbildung wichtig. Super wäre es für mich, wenn sich die Partner etwas Zeit für Feedback nehmen würden. Einige Partner in der Großkanzlei haben das auch gemacht, die meisten hatten aber leider keine Zeit. Das ist vollkommen verständlich, passt aber nicht zu meinen Plänen. Am liebsten würde ich mich nach ein paar Jahren als angestellter Anwalt selbstständig machen.
Als Standort kämen für mich Köln, Berlin, Hamburg oder Leipzig infrage. Düsseldorf, München und Frankfurt kommen für mich nicht infrage. Das Gehalt ist mir relativ egal, aber mehr als 60.000 Euro wären mir schon wichtig, 80.000 Euro wären toll. 100.000 Euro wären ein Traum, aber meiner Einschätzung nach für die billable Vorgabe, die ich gerne hätte, nicht realistisch.
Zu meinen Wunschrechtsgebieten zählen Erbrecht, Gesellschaftsrecht (kein M&A), Familienrecht, Steuerrecht und klassisches Handelsrecht. Litigation ist für mich nicht unbedingt notwendig, da ich lieber gestaltend tätig bin, ich mache das aber gerne.
Im ersten Examen habe ich ein hohes „Gut” und im zweiten ein gutes „vollbefriedigend”. Ich habe es schon über Headhunter versucht, aber die wollen mich immer an Großkanzleien vermitteln, obwohl ich das ausdrücklich nicht möchte. In zwei Vorstellungsgesprächen bei kleineren Kanzleien wurde ich plötzlich gefragt, ob ich nicht doch lieber mein bisheriges Rechtsgebiet machen möchte, was ich auf keinen Fall will.
Habt ihr Empfehlungen für mich?
Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße!
ist jetzt nur ins Unreine gedacht, aber das klingt, als könnte eine Stelle mit Schwerpunkt Familienunternehmen / Nachfolge gut zu deinen Vorstellungen passen - passt zwar nicht genau zu deinen Ortswünschen, aber fachlich zb Hennerkes pp. Oder z.B. Flick Gocke Schaumburg?
04.05.2026, 10:59
(02.05.2026, 00:46)Sir Wilfrid Robarts schrieb:Ergänzend in diesem Rechtsgebiet werfe ich Poellath in den Raum. Da wirds aber mit den erwarteten Stunden eher schwierig(02.05.2026, 00:10)GK-Knecht96 schrieb: Hi Leute,
momentan bin ich dabei, mir eine neue Stelle zu suchen, und könnte eure Tipps gebrauchen. Ich habe ein Jahr in einer Großkanzlei gearbeitet und möchte nun gerne in eine kleinere Kanzlei wechseln. Außerdem möchte ich das Rechtsgebiet wechseln, da mein aktueller Bereich sehr speziell ist und ich das Gefühl habe, mich in eine Sackgasse manövriert zu haben. Mit meinem Rechtsgebiet kann man sich weder selbstständig machen, noch in ein Unternehmen. Dazu ist es extrem speziell (und für mich auch ziemlich langweilig).
Wichtig ist mir eine gute Work-Life-Balance (billable Vorgabe bis 1.500 h im Jahr, nicht mehr - auch für Seniors). Ich habe festgestellt, dass 1.600 Stunden plus im Jahr für mich nicht leistbar sind, da ich ab 40 Billables pro Woche keine gute Arbeit mehr mache.
Außerdem ist mir wichtig, dass die Leute nett sind. Eine „junge” Kanzlei ist für mich nicht unbedingt erforderlich. In der Großkanzlei habe ich mich ehrlich gesagt auch eher mit den Partnern und Counseln gut verstanden. Die Associates waren auch in Ordnung, ich hatte keine Probleme mit ihnen, die sind jetzt aber auch nicht gerade meine Freunde geworden.
Ich brauche auch keine „Kanzlei-Events”. Mir reicht, wenn die Leute höflich sind, wenn niemand einen anbrüllt, beleidigt oder Ähnliches tut. Meine Partner haben das nicht gemacht, es kommt bei uns aber doch öfter vor, als es unser Marketingmaterial vermuten lässt.
Ich würde mir auch wünschen, dass die Associates untereinander fair miteinander umgehen, aber ich weiß, dass sich das schwer einschätzen lässt. Irgendwer hat immer irgendetwas gegen irgendjemanden.
Darüber hinaus ist mir eine gute Ausbildung wichtig. Super wäre es für mich, wenn sich die Partner etwas Zeit für Feedback nehmen würden. Einige Partner in der Großkanzlei haben das auch gemacht, die meisten hatten aber leider keine Zeit. Das ist vollkommen verständlich, passt aber nicht zu meinen Plänen. Am liebsten würde ich mich nach ein paar Jahren als angestellter Anwalt selbstständig machen.
Als Standort kämen für mich Köln, Berlin, Hamburg oder Leipzig infrage. Düsseldorf, München und Frankfurt kommen für mich nicht infrage. Das Gehalt ist mir relativ egal, aber mehr als 60.000 Euro wären mir schon wichtig, 80.000 Euro wären toll. 100.000 Euro wären ein Traum, aber meiner Einschätzung nach für die billable Vorgabe, die ich gerne hätte, nicht realistisch.
Zu meinen Wunschrechtsgebieten zählen Erbrecht, Gesellschaftsrecht (kein M&A), Familienrecht, Steuerrecht und klassisches Handelsrecht. Litigation ist für mich nicht unbedingt notwendig, da ich lieber gestaltend tätig bin, ich mache das aber gerne.
Im ersten Examen habe ich ein hohes „Gut” und im zweiten ein gutes „vollbefriedigend”. Ich habe es schon über Headhunter versucht, aber die wollen mich immer an Großkanzleien vermitteln, obwohl ich das ausdrücklich nicht möchte. In zwei Vorstellungsgesprächen bei kleineren Kanzleien wurde ich plötzlich gefragt, ob ich nicht doch lieber mein bisheriges Rechtsgebiet machen möchte, was ich auf keinen Fall will.
Habt ihr Empfehlungen für mich?
Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße!
ist jetzt nur ins Unreine gedacht, aber das klingt, als könnte eine Stelle mit Schwerpunkt Familienunternehmen / Nachfolge gut zu deinen Vorstellungen passen - passt zwar nicht genau zu deinen Ortswünschen, aber fachlich zb Hennerkes pp. Oder z.B. Flick Gocke Schaumburg?


