23.04.2026, 18:15
(23.04.2026, 16:43)Engstirn Bräsigmann schrieb: Ich hab leider mit 8,5 (gesamt, staatlich nur unteres B) + 6,8 Pkten. und auf dem Papier guten Stationen (WissMit + Anwaltsstation GK, Großkonzern) bislang kein Glück gehabt. Suche in BaWü und dort gibt es ohnehin nur sehr wenige Ausschreibungen, wenn man Sachbearbeiter-Stellen (die auch für LL.B.-Absolventen oder BWLer ausgeschrieben werden) und "Ich bin 93 Jahre alt, mache alle Rechtsgebiete und keins richtig, willst du meine Kanzlei in Hintertupfingen haben?" abzieht.
Alles, was halbwegs spezialisiert ist (Fachanwälte und nicht 100 Rechtsgebiete auf fünf Anwälte verteilt), schreibt nicht aus oder sagt ab. Problem ist bei mir primär, dass ich bisher ausschließlich in Großkanzleien war (auch in den Praktika), auf diese weder Lust noch eine Chance auf Einstieg habe und zudem GK-typische Rechtsgebiete gemacht habe, auf die ich keine Lust habe. Trotz Hochglanz-CV (den ich bewusst runterspiele) bin ich halt schlechter qualifiziert als jemand mit vergleichbaren Noten, der im Schwerpunkt oder in den Stationen Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht oder sonstwas gemacht hat.
Mache mir langsam wirklich Gedanken, da ich nur noch ein halbes Jahr ALG bekomme und siegessicher vor kurzem erst mit dem Bewerben begonnen habe - selbst schuld.
Wer noch was verändern kann: Wenn das erste Examen staatlich nicht so top war, dann schaut euch lieber im Ref schonmal nach etwas Bodenständigerem um, um in diesem Arbeitsmarkt (fängt ja gerade erst an, Stichwort Hormus) einen Fuß in die Tür zu bekommen, statt - wie ich - vor allem auf Prestige und die Stationsvergütung zu schauen.
Ernstgemeinte Rückfrage: Warum warst du bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage und 2xb "siegessicher"?
23.04.2026, 18:37
(23.04.2026, 18:15)Greif schrieb:(23.04.2026, 16:43)Engstirn Bräsigmann schrieb: Ich hab leider mit 8,5 (gesamt, staatlich nur unteres B) + 6,8 Pkten. und auf dem Papier guten Stationen (WissMit + Anwaltsstation GK, Großkonzern) bislang kein Glück gehabt. Suche in BaWü und dort gibt es ohnehin nur sehr wenige Ausschreibungen, wenn man Sachbearbeiter-Stellen (die auch für LL.B.-Absolventen oder BWLer ausgeschrieben werden) und "Ich bin 93 Jahre alt, mache alle Rechtsgebiete und keins richtig, willst du meine Kanzlei in Hintertupfingen haben?" abzieht.
Alles, was halbwegs spezialisiert ist (Fachanwälte und nicht 100 Rechtsgebiete auf fünf Anwälte verteilt), schreibt nicht aus oder sagt ab. Problem ist bei mir primär, dass ich bisher ausschließlich in Großkanzleien war (auch in den Praktika), auf diese weder Lust noch eine Chance auf Einstieg habe und zudem GK-typische Rechtsgebiete gemacht habe, auf die ich keine Lust habe. Trotz Hochglanz-CV (den ich bewusst runterspiele) bin ich halt schlechter qualifiziert als jemand mit vergleichbaren Noten, der im Schwerpunkt oder in den Stationen Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht oder sonstwas gemacht hat.
Mache mir langsam wirklich Gedanken, da ich nur noch ein halbes Jahr ALG bekomme und siegessicher vor kurzem erst mit dem Bewerben begonnen habe - selbst schuld.
Wer noch was verändern kann: Wenn das erste Examen staatlich nicht so top war, dann schaut euch lieber im Ref schonmal nach etwas Bodenständigerem um, um in diesem Arbeitsmarkt (fängt ja gerade erst an, Stichwort Hormus) einen Fuß in die Tür zu bekommen, statt - wie ich - vor allem auf Prestige und die Stationsvergütung zu schauen.
Ernstgemeinte Rückfrage: Warum warst du bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage und 2xb "siegessicher"?
Weil außerhalb der dauernegativen Online-Bubble zig Leute solide Jobs mit 2x B finden.
E13 sollte damit bei etwas Flexibilität drin sein, bei vielen Behörden wird dann zeitnahe verbeamtet.
Kenne auch mehrere im Steuerrecht, bei denen ist der Arbeitsmarkt nach wie vor gut. Der Einstieg ist meist etwas schwächer, man arbeitet eben zu Beginn auf die Doppelqualifikation zum StB hin, aber danach bist du auch flott sechsstellig.
24.04.2026, 07:02
(23.04.2026, 18:15)Greif schrieb:(23.04.2026, 16:43)Engstirn Bräsigmann schrieb: Ich hab leider mit 8,5 (gesamt, staatlich nur unteres B) + 6,8 Pkten. und auf dem Papier guten Stationen (WissMit + Anwaltsstation GK, Großkonzern) bislang kein Glück gehabt. Suche in BaWü und dort gibt es ohnehin nur sehr wenige Ausschreibungen, wenn man Sachbearbeiter-Stellen (die auch für LL.B.-Absolventen oder BWLer ausgeschrieben werden) und "Ich bin 93 Jahre alt, mache alle Rechtsgebiete und keins richtig, willst du meine Kanzlei in Hintertupfingen haben?" abzieht.
Alles, was halbwegs spezialisiert ist (Fachanwälte und nicht 100 Rechtsgebiete auf fünf Anwälte verteilt), schreibt nicht aus oder sagt ab. Problem ist bei mir primär, dass ich bisher ausschließlich in Großkanzleien war (auch in den Praktika), auf diese weder Lust noch eine Chance auf Einstieg habe und zudem GK-typische Rechtsgebiete gemacht habe, auf die ich keine Lust habe. Trotz Hochglanz-CV (den ich bewusst runterspiele) bin ich halt schlechter qualifiziert als jemand mit vergleichbaren Noten, der im Schwerpunkt oder in den Stationen Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht oder sonstwas gemacht hat.
Mache mir langsam wirklich Gedanken, da ich nur noch ein halbes Jahr ALG bekomme und siegessicher vor kurzem erst mit dem Bewerben begonnen habe - selbst schuld.
Wer noch was verändern kann: Wenn das erste Examen staatlich nicht so top war, dann schaut euch lieber im Ref schonmal nach etwas Bodenständigerem um, um in diesem Arbeitsmarkt (fängt ja gerade erst an, Stichwort Hormus) einen Fuß in die Tür zu bekommen, statt - wie ich - vor allem auf Prestige und die Stationsvergütung zu schauen.
Ernstgemeinte Rückfrage: Warum warst du bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage und 2xb "siegessicher"?
Da muss ich aber sagen, dass überall weiterhin behauptet wird, man findet doch einen Job. Ich wurde tatsächlich schon in einem Vorstellungsgespräch gefragt, was ich seit September außer Klausuren zu korrigieren gemacht habe, da es ja aktuell nicht schwer sei eine Stelle zu finden. Also wird es eigentlich nach wie vor so vermittelt dass es an jeder Ecke Jobs für Volljuristen gäbe, was sich aber leider als falsch rausstellt. Dennoch wird es so signalisiert
24.04.2026, 07:40
(23.04.2026, 18:37)RRalf schrieb:(23.04.2026, 18:15)Greif schrieb:(23.04.2026, 16:43)Engstirn Bräsigmann schrieb: Ich hab leider mit 8,5 (gesamt, staatlich nur unteres B) + 6,8 Pkten. und auf dem Papier guten Stationen (WissMit + Anwaltsstation GK, Großkonzern) bislang kein Glück gehabt. Suche in BaWü und dort gibt es ohnehin nur sehr wenige Ausschreibungen, wenn man Sachbearbeiter-Stellen (die auch für LL.B.-Absolventen oder BWLer ausgeschrieben werden) und "Ich bin 93 Jahre alt, mache alle Rechtsgebiete und keins richtig, willst du meine Kanzlei in Hintertupfingen haben?" abzieht.
Alles, was halbwegs spezialisiert ist (Fachanwälte und nicht 100 Rechtsgebiete auf fünf Anwälte verteilt), schreibt nicht aus oder sagt ab. Problem ist bei mir primär, dass ich bisher ausschließlich in Großkanzleien war (auch in den Praktika), auf diese weder Lust noch eine Chance auf Einstieg habe und zudem GK-typische Rechtsgebiete gemacht habe, auf die ich keine Lust habe. Trotz Hochglanz-CV (den ich bewusst runterspiele) bin ich halt schlechter qualifiziert als jemand mit vergleichbaren Noten, der im Schwerpunkt oder in den Stationen Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht oder sonstwas gemacht hat.
Mache mir langsam wirklich Gedanken, da ich nur noch ein halbes Jahr ALG bekomme und siegessicher vor kurzem erst mit dem Bewerben begonnen habe - selbst schuld.
Wer noch was verändern kann: Wenn das erste Examen staatlich nicht so top war, dann schaut euch lieber im Ref schonmal nach etwas Bodenständigerem um, um in diesem Arbeitsmarkt (fängt ja gerade erst an, Stichwort Hormus) einen Fuß in die Tür zu bekommen, statt - wie ich - vor allem auf Prestige und die Stationsvergütung zu schauen.
Ernstgemeinte Rückfrage: Warum warst du bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage und 2xb "siegessicher"?
Weil außerhalb der dauernegativen Online-Bubble zig Leute solide Jobs mit 2x B finden.
E13 sollte damit bei etwas Flexibilität drin sein, bei vielen Behörden wird dann zeitnahe verbeamtet.
Kenne auch mehrere im Steuerrecht, bei denen ist der Arbeitsmarkt nach wie vor gut. Der Einstieg ist meist etwas schwächer, man arbeitet eben zu Beginn auf die Doppelqualifikation zum StB hin, aber danach bist du auch flott sechsstellig.
Was genau meinst du denn mit "flott"? Bis man dann mal sechsstellig ist wird das doch im Schnitt locker 5 Jahre ab Jobeinstieg dauern?
24.04.2026, 07:53
Ja ungefähr, ist natürlich ein Skandal, dass das wirklich dauert bis man mehr als 100k verdienen kann
24.04.2026, 08:18
(24.04.2026, 07:40)Ref0815 schrieb:(23.04.2026, 18:37)RRalf schrieb:(23.04.2026, 18:15)Greif schrieb:(23.04.2026, 16:43)Engstirn Bräsigmann schrieb: Ich hab leider mit 8,5 (gesamt, staatlich nur unteres B) + 6,8 Pkten. und auf dem Papier guten Stationen (WissMit + Anwaltsstation GK, Großkonzern) bislang kein Glück gehabt. Suche in BaWü und dort gibt es ohnehin nur sehr wenige Ausschreibungen, wenn man Sachbearbeiter-Stellen (die auch für LL.B.-Absolventen oder BWLer ausgeschrieben werden) und "Ich bin 93 Jahre alt, mache alle Rechtsgebiete und keins richtig, willst du meine Kanzlei in Hintertupfingen haben?" abzieht.
Alles, was halbwegs spezialisiert ist (Fachanwälte und nicht 100 Rechtsgebiete auf fünf Anwälte verteilt), schreibt nicht aus oder sagt ab. Problem ist bei mir primär, dass ich bisher ausschließlich in Großkanzleien war (auch in den Praktika), auf diese weder Lust noch eine Chance auf Einstieg habe und zudem GK-typische Rechtsgebiete gemacht habe, auf die ich keine Lust habe. Trotz Hochglanz-CV (den ich bewusst runterspiele) bin ich halt schlechter qualifiziert als jemand mit vergleichbaren Noten, der im Schwerpunkt oder in den Stationen Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht oder sonstwas gemacht hat.
Mache mir langsam wirklich Gedanken, da ich nur noch ein halbes Jahr ALG bekomme und siegessicher vor kurzem erst mit dem Bewerben begonnen habe - selbst schuld.
Wer noch was verändern kann: Wenn das erste Examen staatlich nicht so top war, dann schaut euch lieber im Ref schonmal nach etwas Bodenständigerem um, um in diesem Arbeitsmarkt (fängt ja gerade erst an, Stichwort Hormus) einen Fuß in die Tür zu bekommen, statt - wie ich - vor allem auf Prestige und die Stationsvergütung zu schauen.
Ernstgemeinte Rückfrage: Warum warst du bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage und 2xb "siegessicher"?
Weil außerhalb der dauernegativen Online-Bubble zig Leute solide Jobs mit 2x B finden.
E13 sollte damit bei etwas Flexibilität drin sein, bei vielen Behörden wird dann zeitnahe verbeamtet.
Kenne auch mehrere im Steuerrecht, bei denen ist der Arbeitsmarkt nach wie vor gut. Der Einstieg ist meist etwas schwächer, man arbeitet eben zu Beginn auf die Doppelqualifikation zum StB hin, aber danach bist du auch flott sechsstellig.
Was genau meinst du denn mit "flott"? Bis man dann mal sechsstellig ist wird das doch im Schnitt locker 5 Jahre ab Jobeinstieg dauern?
Er meint nach Erlangung der Doppelqualifikation, aber auch das stimmt nur zum Teil.
Insgesamt war es schon immer ein Risiko, auf ALG zu setzen und die Bewerbungsphase nach hinten zu verschieben, wenn mein kein Doppel-vb hat. Nicht nur für Juristen, sondern für alle Berufe. Mal geht es gut, mal nicht. Kurz vor knapp muss man dann das nehmen, was da ist, auch wenn es nicht dem Traumjob entspricht. RRalf sagt es selbst, wenn auch anders gemeint, man braucht Flexibilität. Ich denke nicht, dass jeder, der sofort einen Job gefunden hat, direkt im Traumjob gelandet ist.
Dennoch Kopf hoch. Es wird sich schon etwas finden und es muss auch noch nicht der Traumjob sein. Es ist nur der erste Job, der automatisch, allein durch die steigende Berufserfahrung, die Tür für nachfolgende Jobs öffnet.
24.04.2026, 10:43
(23.04.2026, 16:43)Engstirn Bräsigmann schrieb: Ich hab leider mit 8,5 (gesamt, staatlich nur unteres B) + 6,8 Pkten. und auf dem Papier guten Stationen (WissMit + Anwaltsstation GK, Großkonzern) bislang kein Glück gehabt. Suche in BaWü und dort gibt es ohnehin nur sehr wenige Ausschreibungen, wenn man Sachbearbeiter-Stellen (die auch für LL.B.-Absolventen oder BWLer ausgeschrieben werden) und "Ich bin 93 Jahre alt, mache alle Rechtsgebiete und keins richtig, willst du meine Kanzlei in Hintertupfingen haben?" abzieht.
Alles, was halbwegs spezialisiert ist (Fachanwälte und nicht 100 Rechtsgebiete auf fünf Anwälte verteilt), schreibt nicht aus oder sagt ab. Problem ist bei mir primär, dass ich bisher ausschließlich in Großkanzleien war (auch in den Praktika), auf diese weder Lust noch eine Chance auf Einstieg habe und zudem GK-typische Rechtsgebiete gemacht habe, auf die ich keine Lust habe. Trotz Hochglanz-CV (den ich bewusst runterspiele) bin ich halt schlechter qualifiziert als jemand mit vergleichbaren Noten, der im Schwerpunkt oder in den Stationen Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht oder sonstwas gemacht hat.
Mache mir langsam wirklich Gedanken, da ich nur noch ein halbes Jahr ALG bekomme und siegessicher vor kurzem erst mit dem Bewerben begonnen habe - selbst schuld.
Wer noch was verändern kann: Wenn das erste Examen staatlich nicht so top war, dann schaut euch lieber im Ref schonmal nach etwas Bodenständigerem um, um in diesem Arbeitsmarkt (fängt ja gerade erst an, Stichwort Hormus) einen Fuß in die Tür zu bekommen, statt - wie ich - vor allem auf Prestige und die Stationsvergütung zu schauen.
Bewirb dich über BaWü hinaus
24.04.2026, 12:26
(24.04.2026, 08:18)Egal_ schrieb:So ist es. Und selbst unter denjenigen, die direkt mit ihrem Traumjob gestartet sind, gibt es nicht wenige, die mit der Zeit aus dem Traum aufwachen und sich doch noch mal umorientieren ;-)(24.04.2026, 07:40)Ref0815 schrieb:(23.04.2026, 18:37)RRalf schrieb:(23.04.2026, 18:15)Greif schrieb:(23.04.2026, 16:43)Engstirn Bräsigmann schrieb: Ich hab leider mit 8,5 (gesamt, staatlich nur unteres B) + 6,8 Pkten. und auf dem Papier guten Stationen (WissMit + Anwaltsstation GK, Großkonzern) bislang kein Glück gehabt. Suche in BaWü und dort gibt es ohnehin nur sehr wenige Ausschreibungen, wenn man Sachbearbeiter-Stellen (die auch für LL.B.-Absolventen oder BWLer ausgeschrieben werden) und "Ich bin 93 Jahre alt, mache alle Rechtsgebiete und keins richtig, willst du meine Kanzlei in Hintertupfingen haben?" abzieht.
Alles, was halbwegs spezialisiert ist (Fachanwälte und nicht 100 Rechtsgebiete auf fünf Anwälte verteilt), schreibt nicht aus oder sagt ab. Problem ist bei mir primär, dass ich bisher ausschließlich in Großkanzleien war (auch in den Praktika), auf diese weder Lust noch eine Chance auf Einstieg habe und zudem GK-typische Rechtsgebiete gemacht habe, auf die ich keine Lust habe. Trotz Hochglanz-CV (den ich bewusst runterspiele) bin ich halt schlechter qualifiziert als jemand mit vergleichbaren Noten, der im Schwerpunkt oder in den Stationen Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht oder sonstwas gemacht hat.
Mache mir langsam wirklich Gedanken, da ich nur noch ein halbes Jahr ALG bekomme und siegessicher vor kurzem erst mit dem Bewerben begonnen habe - selbst schuld.
Wer noch was verändern kann: Wenn das erste Examen staatlich nicht so top war, dann schaut euch lieber im Ref schonmal nach etwas Bodenständigerem um, um in diesem Arbeitsmarkt (fängt ja gerade erst an, Stichwort Hormus) einen Fuß in die Tür zu bekommen, statt - wie ich - vor allem auf Prestige und die Stationsvergütung zu schauen.
Ernstgemeinte Rückfrage: Warum warst du bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage und 2xb "siegessicher"?
Weil außerhalb der dauernegativen Online-Bubble zig Leute solide Jobs mit 2x B finden.
E13 sollte damit bei etwas Flexibilität drin sein, bei vielen Behörden wird dann zeitnahe verbeamtet.
Kenne auch mehrere im Steuerrecht, bei denen ist der Arbeitsmarkt nach wie vor gut. Der Einstieg ist meist etwas schwächer, man arbeitet eben zu Beginn auf die Doppelqualifikation zum StB hin, aber danach bist du auch flott sechsstellig.
Was genau meinst du denn mit "flott"? Bis man dann mal sechsstellig ist wird das doch im Schnitt locker 5 Jahre ab Jobeinstieg dauern?
Er meint nach Erlangung der Doppelqualifikation, aber auch das stimmt nur zum Teil.
Insgesamt war es schon immer ein Risiko, auf ALG zu setzen und die Bewerbungsphase nach hinten zu verschieben, wenn mein kein Doppel-vb hat. Nicht nur für Juristen, sondern für alle Berufe. Mal geht es gut, mal nicht. Kurz vor knapp muss man dann das nehmen, was da ist, auch wenn es nicht dem Traumjob entspricht. RRalf sagt es selbst, wenn auch anders gemeint, man braucht Flexibilität. Ich denke nicht, dass jeder, der sofort einen Job gefunden hat, direkt im Traumjob gelandet ist.
Dennoch Kopf hoch. Es wird sich schon etwas finden und es muss auch noch nicht der Traumjob sein. Es ist nur der erste Job, der automatisch, allein durch die steigende Berufserfahrung, die Tür für nachfolgende Jobs öffnet.
Auch wenn es in der konkreten Bewerbungssituation leicht gesagt ist, hilft es, den Blick zu weiten. Was heute unvorstellbar weit weg scheint, ist in 5-10 Jahren vielleicht wieder greifbar. Bei mir war es zB die Richterstelle am VG, die ich erst nach 5 Jahren BE bekommen habe. Und nach einigen Jahren wieder aufgegeben habe, weil es am Ende doch nicht das war, was ich dauerhaft machen wollte.
24.04.2026, 19:38
(24.04.2026, 07:40)Ref0815 schrieb:(23.04.2026, 18:37)RRalf schrieb:(23.04.2026, 18:15)Greif schrieb:(23.04.2026, 16:43)Engstirn Bräsigmann schrieb: Ich hab leider mit 8,5 (gesamt, staatlich nur unteres B) + 6,8 Pkten. und auf dem Papier guten Stationen (WissMit + Anwaltsstation GK, Großkonzern) bislang kein Glück gehabt. Suche in BaWü und dort gibt es ohnehin nur sehr wenige Ausschreibungen, wenn man Sachbearbeiter-Stellen (die auch für LL.B.-Absolventen oder BWLer ausgeschrieben werden) und "Ich bin 93 Jahre alt, mache alle Rechtsgebiete und keins richtig, willst du meine Kanzlei in Hintertupfingen haben?" abzieht.
Alles, was halbwegs spezialisiert ist (Fachanwälte und nicht 100 Rechtsgebiete auf fünf Anwälte verteilt), schreibt nicht aus oder sagt ab. Problem ist bei mir primär, dass ich bisher ausschließlich in Großkanzleien war (auch in den Praktika), auf diese weder Lust noch eine Chance auf Einstieg habe und zudem GK-typische Rechtsgebiete gemacht habe, auf die ich keine Lust habe. Trotz Hochglanz-CV (den ich bewusst runterspiele) bin ich halt schlechter qualifiziert als jemand mit vergleichbaren Noten, der im Schwerpunkt oder in den Stationen Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht oder sonstwas gemacht hat.
Mache mir langsam wirklich Gedanken, da ich nur noch ein halbes Jahr ALG bekomme und siegessicher vor kurzem erst mit dem Bewerben begonnen habe - selbst schuld.
Wer noch was verändern kann: Wenn das erste Examen staatlich nicht so top war, dann schaut euch lieber im Ref schonmal nach etwas Bodenständigerem um, um in diesem Arbeitsmarkt (fängt ja gerade erst an, Stichwort Hormus) einen Fuß in die Tür zu bekommen, statt - wie ich - vor allem auf Prestige und die Stationsvergütung zu schauen.
Ernstgemeinte Rückfrage: Warum warst du bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage und 2xb "siegessicher"?
Weil außerhalb der dauernegativen Online-Bubble zig Leute solide Jobs mit 2x B finden.
E13 sollte damit bei etwas Flexibilität drin sein, bei vielen Behörden wird dann zeitnahe verbeamtet.
Kenne auch mehrere im Steuerrecht, bei denen ist der Arbeitsmarkt nach wie vor gut. Der Einstieg ist meist etwas schwächer, man arbeitet eben zu Beginn auf die Doppelqualifikation zum StB hin, aber danach bist du auch flott sechsstellig.
Was genau meinst du denn mit "flott"? Bis man dann mal sechsstellig ist wird das doch im Schnitt locker 5 Jahre ab Jobeinstieg dauern?
Der Großteil, auch sehr gut qualifizierter Menschen, in Deutschland wünscht sich überhaupt irgendwann mal 100k oder mehr zu verdienen und wird es nie erreichen. Aber hier im Forum ist es, jedenfalls, implizit ein Skandal, wenn es fünf Jahre Berufserfahrung dauert, bis man >100k hat.
Einige hier haben echt Ansichten von Gehalt, die ganz weit weg von der Realität der aller meisten ist.
25.04.2026, 14:48
Habe kürzlich meine zweite Bewerbungsrunde gestartet, nachdem die erste Runde (beginnend September letzten Jahres) nicht besonders gut lief (3 Interviews bei ca. 20 Bewerbungen). Habe mich jetzt auf ein anderes Rechtsgebiet beworben. In 3 von 3 Kanzleien wurde ich sofort eingeladen (Frankfurt).


