13.03.2026, 18:43
Ich schließe mich den vielen guten Hinweisen hier an; insbesondere sollte Dir bewusst sein, dass die Ausbildung zumeist länger dauert. Die meisten meiner Freunde wurden nicht nach 7, sondern eher 8 bis 9 Jahren fertig.
Trotzdem bin ich auch der Meinung, dass Du es ausprobieren solltest, wenn Du es später anderenfalls bereuen würdest und Dir leisten kannst und willst. Man geht mit 18 sicherlich anders an ein Studium heran als in Deinem Alter. Nichtsdestotrotz wird aber zumindest vor den Examen ein längerer Einsatz in Vollzeit (und ggf. darüber hinaus) nötig sein.
Ergänzend nur der kurze Hinweis, damit du wegen des "Arbeitens mit KI" keine falsche Vorstellung hast: Das spielt in der Ausbildung - zurecht - praktisch keine Rolle.
Und auch im Anschluss habe ich noch nicht sehen können, inwieweit KI bei der juristischen Arbeit hilft. Bei der Bewältigung großer Datenmengen vielleicht, aber im Übrigen ist das mE zumeist unbrauchbar und es dauert länger, den ganzen Output zu kontrollieren und zu korrigieren als den Sachverhalt einfach selbst zu prüfen / beurteilen. Ich weiß aber, dass hier im Forum mitunter andere Ansichten propagiert werden.
Trotzdem bin ich auch der Meinung, dass Du es ausprobieren solltest, wenn Du es später anderenfalls bereuen würdest und Dir leisten kannst und willst. Man geht mit 18 sicherlich anders an ein Studium heran als in Deinem Alter. Nichtsdestotrotz wird aber zumindest vor den Examen ein längerer Einsatz in Vollzeit (und ggf. darüber hinaus) nötig sein.
Ergänzend nur der kurze Hinweis, damit du wegen des "Arbeitens mit KI" keine falsche Vorstellung hast: Das spielt in der Ausbildung - zurecht - praktisch keine Rolle.
Und auch im Anschluss habe ich noch nicht sehen können, inwieweit KI bei der juristischen Arbeit hilft. Bei der Bewältigung großer Datenmengen vielleicht, aber im Übrigen ist das mE zumeist unbrauchbar und es dauert länger, den ganzen Output zu kontrollieren und zu korrigieren als den Sachverhalt einfach selbst zu prüfen / beurteilen. Ich weiß aber, dass hier im Forum mitunter andere Ansichten propagiert werden.
13.03.2026, 20:54
Wir hatten mehrere im Studium, die schon älter waren, deswegen sehe ich das Alter nicht als Hinderungsgrund.
Wie die anderen schon schrieben, dauert es allerdings ein paar Jahre, bis du mit allem durch bist. Bei uns haben die meisten bei Vollzeitstudium plus Nebenjob 11 Semester gebraucht. Anschließend kommt das Referendariat.
In der gesamten Zeit wirst du nur wenig Geld verdienen können. Du brauchst also einen Plan, wie du in der Zeit finanziell über die Runden kommst.
Die älteren Kommilitonen bei mir hatten keine Probleme, Kontakte zu knüpfen. Das hängt sicherlich davon ab, wie offen du auf Menschen zugehen kannst.
Ich würde dir aber ebenfalls raten, dich in ein paar Vorlesungen zu setzen, bevor deine Selbständigkeit(?) sofort auf ein Minimum runterfährst.
Wenn du dir "nur" etwas rechtliches Wissen anschaffen willst, wäre ein Bachelorstudiengang eine gute und vermutlich sogar bessere Alternative.
Wie die anderen schon schrieben, dauert es allerdings ein paar Jahre, bis du mit allem durch bist. Bei uns haben die meisten bei Vollzeitstudium plus Nebenjob 11 Semester gebraucht. Anschließend kommt das Referendariat.
In der gesamten Zeit wirst du nur wenig Geld verdienen können. Du brauchst also einen Plan, wie du in der Zeit finanziell über die Runden kommst.
Die älteren Kommilitonen bei mir hatten keine Probleme, Kontakte zu knüpfen. Das hängt sicherlich davon ab, wie offen du auf Menschen zugehen kannst.
Ich würde dir aber ebenfalls raten, dich in ein paar Vorlesungen zu setzen, bevor deine Selbständigkeit(?) sofort auf ein Minimum runterfährst.
Wenn du dir "nur" etwas rechtliches Wissen anschaffen willst, wäre ein Bachelorstudiengang eine gute und vermutlich sogar bessere Alternative.
14.03.2026, 13:15
Ich habe Repetitoren kennengelernt, die unabhängig voneinander behauptet haben, jeden Examenskandidaten innerhalb von einen Jahr egal ob 1. oder 2. Examen durch Examen zu bringen mit anständigen Noten .
Nach der neuen Studienordnung für Juristen in NRW muss man nicht mehr so viele Abschlussklausuren schreiben und nur wenige Hausarbeiten.
Schau dich Mal auf der Homepage der Fernuni Hagen um. Dort bist du bestens aufgehoben , inklusive Beratung. Du hättest viele Mitstreiter, die berufstätig sind. Evtl. Teilzeit.
Darüber hinaus kann man bei allen Repetitoren Probe hören, oft sogar online 2. Examen oder hybrid fürs 1.
Jeden 2. Donnerstag zB hemmer for free online.
Ich weiß nicht aus welchen Bundesland du kommst , aber NRW hat die examensfreundlichste JAG.
Vorlesungen sind m.E. überbewertet. Das ist nur Theorienscheiß. Für das Zweite zählt ausschließlich Rechtsprechung, Argumente und Technik.
Mein Tipp hör Probe, Fernuni Hagen , evtl Teilzeit und Rep.
Nach der neuen Studienordnung für Juristen in NRW muss man nicht mehr so viele Abschlussklausuren schreiben und nur wenige Hausarbeiten.
Schau dich Mal auf der Homepage der Fernuni Hagen um. Dort bist du bestens aufgehoben , inklusive Beratung. Du hättest viele Mitstreiter, die berufstätig sind. Evtl. Teilzeit.
Darüber hinaus kann man bei allen Repetitoren Probe hören, oft sogar online 2. Examen oder hybrid fürs 1.
Jeden 2. Donnerstag zB hemmer for free online.
Ich weiß nicht aus welchen Bundesland du kommst , aber NRW hat die examensfreundlichste JAG.
Vorlesungen sind m.E. überbewertet. Das ist nur Theorienscheiß. Für das Zweite zählt ausschließlich Rechtsprechung, Argumente und Technik.
Mein Tipp hör Probe, Fernuni Hagen , evtl Teilzeit und Rep.
20.03.2026, 17:55
Ich würde davon abraten. Anwalt ist am Ende auch nur ein Job. Kauf dir doch mal ein Lehrbuch BGB AT und lies das jeden Tag 4h. Ich vermute das ist weniger spannend als die Vorstellung ;)
Die 7 Jahre würde ich eher investieren um in deinem aktuellen Job Gas zu geben oder eine nützliche Zusatzqualifikation zu erwerben.
Selbst wenn du ein gutes Netzwerk hast, wärst du mit 50 Jahren als Anwalt außerdem wieder ein Anfänger. Auch das sollte man nicht unterschätzen.
Die 7 Jahre würde ich eher investieren um in deinem aktuellen Job Gas zu geben oder eine nützliche Zusatzqualifikation zu erwerben.
Selbst wenn du ein gutes Netzwerk hast, wärst du mit 50 Jahren als Anwalt außerdem wieder ein Anfänger. Auch das sollte man nicht unterschätzen.
20.03.2026, 19:27
(13.03.2026, 20:54)Egal_ schrieb: Wir hatten mehrere im Studium, die schon älter waren, deswegen sehe ich das Alter nicht als Hinderungsgrund.
Wie die anderen schon schrieben, dauert es allerdings ein paar Jahre, bis du mit allem durch bist. Bei uns haben die meisten bei Vollzeitstudium plus Nebenjob 11 Semester gebraucht. Anschließend kommt das Referendariat.
In der gesamten Zeit wirst du nur wenig Geld verdienen können. Du brauchst also einen Plan, wie du in der Zeit finanziell über die Runden kommst.
Die älteren Kommilitonen bei mir hatten keine Probleme, Kontakte zu knüpfen. Das hängt sicherlich davon ab, wie offen du auf Menschen zugehen kannst.
Ich würde dir aber ebenfalls raten, dich in ein paar Vorlesungen zu setzen, bevor deine Selbständigkeit(?) sofort auf ein Minimum runterfährst.
Wenn du dir "nur" etwas rechtliches Wissen anschaffen willst, wäre ein Bachelorstudiengang eine gute und vermutlich sogar bessere Alternative.
Ich bin total bei Dir, ich habe das Alter auch nicht als Hinderungsgrund beschreiben wollen. Bei uns gab es nur wenige "ältere" (d.h. Ü30 - Senioren sind eine gesonderte Gruppe) Kommilitonen im ersten Semester, die aber tatsächlich keinen Kontakt zu uns gesucht haben und auch in den AGs in kleineren Gruppen eher für sich geblieben sind. Das ist ja auch kein Problem, das ist grds. altersunabhängig und keiner muss sich miteinander anfreunden. Es gab aber gerade mehr in Richtung 1. Examen und Vorbereitungskursen in der Uni "ältere" KollegInnen - speziell sind da ein paar Ü40 Personen mir sehr negativ im Gedächtnis geblieben, weil sie wohl nicht gut damit klar kamen, dass jüngere Menschen ihnen als Kommilitonen auf Augenhöhe begegnen - das wurde vor allem in Diskussionen über verschiedene Meinungen deutlich, weil wir jüngeren ja "noch nichts vom Leben wissen" (wobei die Diskussionen selten besondere Lebenserfahrung erfordert haben). Das war für den Kurs insgesamt auch einfach nicht gut, weil so kein sachlicher Austausch stattfindet. Das heißt natürlich nicht, dass der Poster so ist oder alle anderen älteren Studenten. Uns fiel das damals nur immer wieder auf und auch im Berufsleben ist das nicht ungewöhnlich, dass ältere und jüngere KollegInnen diese Art von Reibereien haben. Gegenseitiger Respekt und Verständnis ist da die Basis und solange die gegeben ist, sollte das auch kein Thema sein.
21.03.2026, 20:02
(20.03.2026, 19:27)Ex-GK schrieb:(13.03.2026, 20:54)Egal_ schrieb: Wir hatten mehrere im Studium, die schon älter waren, deswegen sehe ich das Alter nicht als Hinderungsgrund.
Wie die anderen schon schrieben, dauert es allerdings ein paar Jahre, bis du mit allem durch bist. Bei uns haben die meisten bei Vollzeitstudium plus Nebenjob 11 Semester gebraucht. Anschließend kommt das Referendariat.
In der gesamten Zeit wirst du nur wenig Geld verdienen können. Du brauchst also einen Plan, wie du in der Zeit finanziell über die Runden kommst.
Die älteren Kommilitonen bei mir hatten keine Probleme, Kontakte zu knüpfen. Das hängt sicherlich davon ab, wie offen du auf Menschen zugehen kannst.
Ich würde dir aber ebenfalls raten, dich in ein paar Vorlesungen zu setzen, bevor deine Selbständigkeit(?) sofort auf ein Minimum runterfährst.
Wenn du dir "nur" etwas rechtliches Wissen anschaffen willst, wäre ein Bachelorstudiengang eine gute und vermutlich sogar bessere Alternative.
Ich bin total bei Dir, ich habe das Alter auch nicht als Hinderungsgrund beschreiben wollen. Bei uns gab es nur wenige "ältere" (d.h. Ü30 - Senioren sind eine gesonderte Gruppe) Kommilitonen im ersten Semester, die aber tatsächlich keinen Kontakt zu uns gesucht haben und auch in den AGs in kleineren Gruppen eher für sich geblieben sind. Das ist ja auch kein Problem, das ist grds. altersunabhängig und keiner muss sich miteinander anfreunden. Es gab aber gerade mehr in Richtung 1. Examen und Vorbereitungskursen in der Uni "ältere" KollegInnen - speziell sind da ein paar Ü40 Personen mir sehr negativ im Gedächtnis geblieben, weil sie wohl nicht gut damit klar kamen, dass jüngere Menschen ihnen als Kommilitonen auf Augenhöhe begegnen - das wurde vor allem in Diskussionen über verschiedene Meinungen deutlich, weil wir jüngeren ja "noch nichts vom Leben wissen" (wobei die Diskussionen selten besondere Lebenserfahrung erfordert haben). Das war für den Kurs insgesamt auch einfach nicht gut, weil so kein sachlicher Austausch stattfindet. Das heißt natürlich nicht, dass der Poster so ist oder alle anderen älteren Studenten. Uns fiel das damals nur immer wieder auf und auch im Berufsleben ist das nicht ungewöhnlich, dass ältere und jüngere KollegInnen diese Art von Reibereien haben. Gegenseitiger Respekt und Verständnis ist da die Basis und solange die gegeben ist, sollte das auch kein Thema sein.
Ja, in der Hinsicht sollte der TE sich einschätzen und ggf. anpassen können.
Bei mir damals haben sich diese Leute nicht als Gruppe zusammengetan, sondern sich zu uns jüngeren dazugesellt. Wenn man in der Unterzahl ist, hält man sich mit solchen Sprüchen vermutlich eher zurück, als wenn man aus einer Gruppe heraus agiert.
Aber in der Tat, wenn man nicht willens ist, sich zu integrieren und sich mit Sprüchen zurückzuhalten, wird man es schwerer haben.


