Referendarswelt
Juristen-
koffer
Ref-
Infoseiten
Stations-
börse
Buchladen Protokolle
& Co.
Richter-
Infoseiten
  • Suche
  • Deine Referendarswelt
    • Juristenkoffer.de - Kommentare mieten
    • RefNews - Das Blog zum Referendariat
    • Infoseiten zum Referendariat
    • Referendarbuchladen - Bücher für Rechtsreferendare
    • Stationsradar.de - Stationsangebote u. Nebenjobs
    • Protokolle-Assessorexamen.de - Protokolle für das 2. Examen
    • Referendarswelt - Die Stadt für Rechtsreferendare
    • Infoseiten: Richter / Staatsanwalt werden
Einloggen oder Registrieren » Hallo, Gast! Auch als Gast kannst Du Beiträge posten. Besser nutzbar ist das Forum aber, wenn Du Dich registrierst und einloggst.
Login
Benutzername/E-Mail:
Passwort: Passwort vergessen?
 
  1. Startseite
  2. Zur letzten Instanz - Das Forum für Rechtsreferendare
  3. Instanzen für Rechtsreferendare
  4. Berufseinstieg nach dem Referendariat
  5. Rückmeldung Bewerbung Justiz RLP
« 1 2 3
Antworten

 
Rückmeldung Bewerbung Justiz RLP
JurisRef
Senior Member
****
Beiträge: 356
Themen: 7
Registriert seit: Dec 2023
#21
25.02.2026, 10:27
(25.02.2026, 09:32)Spencer schrieb:  
(25.02.2026, 07:05)Boevenvanger schrieb:  
(24.02.2026, 14:50)Spencer schrieb:  (...)
Als ich nach fast 10 Jahren angekündigt hatte, die Justiz verlassen zu wollen, hieß es lapidar „Sie werden schon Ihre Gründe haben. Brauchen Sie überhaupt eine Beurteilung?“

Wertschätzung sieht anders aus.

Sorry, aber was erwartest Du? 

Wenn Du nach fast 10 Jahren zum P1 oder PLG gehst und mitteilst, dass Du die Justiz verlassen willst, muss ein Dich ernst nehmendes Gegenüber doch davon ausgehen, dass Du gute Gründe hast. Ich hielte da eher ein "Haben Sie sich das auch gut überlegt?" für verfehlt. 

Wenn man auf Wertschätzung Wert legt, ist man mE - ich kann indessen nur über NRW sprechen - als Richter in der Justiz (jedenfalls aber am AG) schon systembedingt nicht am richtigen Ort. Das ist dann eben die Kehrseite der richterlichen Unabhängigkeit. Und es ist eben auch, wie dieses Forum zeigt, so, dass genügend Bewerber zur Verfügung stehen. Ich meine,  man muss sich da schon ehrlich vor Augen führen,  dass die eigene Lebensentscheidung dem System egal ist (und sein muss).
Wenn gleich mehrere Lebenszeitrichter in kurzer Abfolge ein Gericht verlassen, sollten die Gründe hierfür die Hausspitze sehr wohl interessieren. Es könnte ja an Umständen liegen, die man ändern könnte.

Außerdem macht es einen Unterschied, ob zB 5 Lebenszeitrichter ihren Job machen oder 5 Probezeitrichter. Erstgenannte sind aufgrund jahrelanger Praxis und Fortbildung schon dort, wo die Proberichter erst in einigen Jahren sein werden.

Dass Wertschätzung in der Justiz mit Blick auf die richterliche Unabhängigkeit unangebracht sei, hört man leider öfter. Ich halte das, vorsichtig gesagt, für wenig überzeugend. Dann dürfte es auch keine Beurteilung durch die Verwaltung geben.

Hätte man nicht das Gericht auch wechseln können? Oder ist das schwierig? 🤔
Suchen
Zitieren
Spencer
Senior Member
****
Beiträge: 425
Themen: 0
Registriert seit: May 2023
#22
25.02.2026, 10:46
Hätte man wahrscheinlich. Aber irgendwann ist man a) familiär zu gesettelt, um 1,5h zum nächsten Gericht zu pendeln, b) weiss man von Kollegen, dass es dort ähnlich abläuft, c) hat man irgendwann einfach die Nase voll und d) hatte man dann irgendwann eine bessere Option ;-)
Suchen
Zitieren
KissingSpines
Junior Member
**
Beiträge: 48
Themen: 0
Registriert seit: Jun 2025
#23
25.02.2026, 10:53
(25.02.2026, 10:46)Spencer schrieb:  Hätte man wahrscheinlich. Aber irgendwann ist man a) familiär zu gesettelt, um 1,5h zum nächsten Gericht zu pendeln, b) weiss man von Kollegen, dass es dort ähnlich abläuft, c) hat man irgendwann einfach die Nase voll und d) hatte man dann irgendwann eine bessere Option ;-)

Zur Ergänzung an andere Vorposter:
Die hier beschriebene Abwägung ist recht typisch. Jegliche Gedanken in die Richtung "Was hast du sonst erwartet?" oder ähnlichem grenzen an Selbstgeißelung. Sie sind damit (gottseidank) nicht typisch. Wertschätzung ist für die meisten Menschen ein wesentlicher Faktor.
Suchen
Zitieren
Spencer
Senior Member
****
Beiträge: 425
Themen: 0
Registriert seit: May 2023
#24
25.02.2026, 11:39
(25.02.2026, 10:53)KissingSpines schrieb:  
(25.02.2026, 10:46)Spencer schrieb:  Hätte man wahrscheinlich. Aber irgendwann ist man a) familiär zu gesettelt, um 1,5h zum nächsten Gericht zu pendeln, b) weiss man von Kollegen, dass es dort ähnlich abläuft, c) hat man irgendwann einfach die Nase voll und d) hatte man dann irgendwann eine bessere Option ;-)

Zur Ergänzung an andere Vorposter:
Die hier beschriebene Abwägung ist recht typisch. Jegliche Gedanken in die Richtung "Was hast du sonst erwartet?" oder ähnlichem grenzen an Selbstgeißelung. Sie sind damit (gottseidank) nicht typisch. Wertschätzung ist für die meisten Menschen ein wesentlicher Faktor.
+1

Auch der Spruch „Wir haben es uns ausgesucht“ fällt an Kantinentischen des öfteren. Da musste ich immer an die Kantinen-Szene aus Das Leben der Anderen denken.

Leider auch eine meiner Erkenntnisse aus 10 Jahren Justiz: Nirgendwo habe ich angepasstere Kollegen getroffen als unter den richterlich Unabhängigen.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.02.2026, 11:42 von Spencer.)
Suchen
Zitieren
KissingSpines
Junior Member
**
Beiträge: 48
Themen: 0
Registriert seit: Jun 2025
#25
25.02.2026, 12:58
(25.02.2026, 11:39)Spencer schrieb:  
(25.02.2026, 10:53)KissingSpines schrieb:  
(25.02.2026, 10:46)Spencer schrieb:  Hätte man wahrscheinlich. Aber irgendwann ist man a) familiär zu gesettelt, um 1,5h zum nächsten Gericht zu pendeln, b) weiss man von Kollegen, dass es dort ähnlich abläuft, c) hat man irgendwann einfach die Nase voll und d) hatte man dann irgendwann eine bessere Option ;-)

Zur Ergänzung an andere Vorposter:
Die hier beschriebene Abwägung ist recht typisch. Jegliche Gedanken in die Richtung "Was hast du sonst erwartet?" oder ähnlichem grenzen an Selbstgeißelung. Sie sind damit (gottseidank) nicht typisch. Wertschätzung ist für die meisten Menschen ein wesentlicher Faktor.
+1

Auch der Spruch „Wir haben es uns ausgesucht“ fällt an Kantinentischen des öfteren. Da musste ich immer an die Kantinen-Szene aus Das Leben der Anderen denken.

Leider auch eine meiner Erkenntnisse aus 10 Jahren Justiz: Nirgendwo habe ich angepasstere Kollegen getroffen als unter den richterlich Unabhängigen.
Dystopische Szene
Suchen
Zitieren
Praktiker
Posting Freak
*****
Beiträge: 2.269
Themen: 0
Registriert seit: Apr 2021
#26
25.02.2026, 13:23
(25.02.2026, 07:05)Boevenvanger schrieb:  
(24.02.2026, 14:50)Spencer schrieb:  (...)
Als ich nach fast 10 Jahren angekündigt hatte, die Justiz verlassen zu wollen, hieß es lapidar „Sie werden schon Ihre Gründe haben. Brauchen Sie überhaupt eine Beurteilung?“

Wertschätzung sieht anders aus.

Sorry, aber was erwartest Du? 

Wenn Du nach fast 10 Jahren zum P1 oder PLG gehst und mitteilst, dass Du die Justiz verlassen willst, muss ein Dich ernst nehmendes Gegenüber doch davon ausgehen, dass Du gute Gründe hast. Ich hielte da eher ein "Haben Sie sich das auch gut überlegt?" für verfehlt. 

Wenn man auf Wertschätzung Wert legt, ist man mE - ich kann indessen nur über NRW sprechen - als Richter in der Justiz (jedenfalls aber am AG) schon systembedingt nicht am richtigen Ort. Das ist dann eben die Kehrseite der richterlichen Unabhängigkeit. Und es ist eben auch, wie dieses Forum zeigt, so, dass genügend Bewerber zur Verfügung stehen. Ich meine,  man muss sich da schon ehrlich vor Augen führen,  dass die eigene Lebensentscheidung dem System egal ist (und sein muss).

Ich würde unabhängig von Arbeitsmarkt und Umfeld jedenfalls Anstand und persönliches Interesse an den Gründen erwarten (so habe ich es bei mir auch erlebt). Und unabhängig davon ist es natürlich auch ein dienstliches Problem, wenn vermeidbar gute Leute gehen und eine hohe Fluktuation mit allen Folgen für Einarbeitungsaufwand und Qualität entsteht. Ein solches Verhalten ist also unter keinem Gesichtspunkt erwartbar (außer wenn ein Gericht bekanntermaßen vollkommen kaputt ist).
Suchen
Zitieren
RLP2026
Junior Member
**
Beiträge: 10
Themen: 0
Registriert seit: Mar 2026
#27
03.03.2026, 11:00
hat sich hier jemand mit den schriftlichen noten aus oktober beworben und schon rückmeldung?
Suchen
Zitieren
« Ein Thema zurück | Ein Thema vor »
« 1 2 3
Antworten



 

Zur letzten Instanz

Das Forum "Zur letzten Instanz" ist das einzige Forum speziell für Rechtsreferendare. Diskutiere mit bei Fragen Rund um den juristischen Vorbereitungsdienst und zum Zweiten Staatsexamen!

Quick Links



Kontaktiere uns

E-Mail an uns  Datenschutzhinweise

Impressum 

Linearer Modus
Baumstrukturmodus