31.01.2026, 14:10
Hier wird ja ziemlich viel leidig über die Schwierigkeiten des Berufseinstiegs gesprochen. Ich möchte dies auch niemanden absprechen, aber habe das in meinem Umfeld komplett anders (=viel positiver) erlebt. Darauf habe ich schon in einem anderen Thread rekurriert:
Bei mir in der Umgebung haben alle Menschen schnell einen Job gefunden (Alle in NRW bzw. Berlin, alle 2025 oder 2026).
Zwei in einer GK (Deutsche "Tier 1") (allerdings beide bekannt und bewährt und 2x VB; nehme es nur zur Vollständigkeit hier auf, da man so mAn ziemlich sicher noch in einer GK kommt)
Eine Bekannte in einer "kleineren GK" durch Initiativbewerbung (VB und 7,XX; 110k)
Ein Bekannter in einer kleinen Kanzlei als Strafverteidiger (Vermittlung durch einen Bekannten) (2x a; allerdings "nur" 45k; Leben eines angestellten Strafverteidigers, da gibt es nicht viel :D)
Einer hat in einem Unternehmen als Syndikus angefangen (B und B, 72K).
Eine ist jetzt Prüfungsassistentin in einer kleinen WP (52K, A und B).
Einer in einer kleinen, aber in ihrer Umgebung renommierten Kanzlei (Stadt mit 50k Einwohnern) (B und VB, 60k "Track" zum Notar).
Zwei in einer Bundesbehörde, A13 (jeweils 2x B).
Daher wollte ich euch mal fragen, was ihr denn so für positive Berichte über den Berufseinstieg habt?
Ich bin noch im Ref, habe allerdings selbst keine zu hohen Ansprüche an mein Gehalt. Ich würde gerne so nach 5 Jahren Berufserfahrung auf 60-80K kommen und dann mal schauen. Selbst wenn es nicht klappt, wäre es auch okay, da ich sehr genügsam lebe. Ich bin allerdings auch faktisch ohne Geld aufgewachsen.
Bei mir in der Umgebung haben alle Menschen schnell einen Job gefunden (Alle in NRW bzw. Berlin, alle 2025 oder 2026).
Zwei in einer GK (Deutsche "Tier 1") (allerdings beide bekannt und bewährt und 2x VB; nehme es nur zur Vollständigkeit hier auf, da man so mAn ziemlich sicher noch in einer GK kommt)
Eine Bekannte in einer "kleineren GK" durch Initiativbewerbung (VB und 7,XX; 110k)
Ein Bekannter in einer kleinen Kanzlei als Strafverteidiger (Vermittlung durch einen Bekannten) (2x a; allerdings "nur" 45k; Leben eines angestellten Strafverteidigers, da gibt es nicht viel :D)
Einer hat in einem Unternehmen als Syndikus angefangen (B und B, 72K).
Eine ist jetzt Prüfungsassistentin in einer kleinen WP (52K, A und B).
Einer in einer kleinen, aber in ihrer Umgebung renommierten Kanzlei (Stadt mit 50k Einwohnern) (B und VB, 60k "Track" zum Notar).
Zwei in einer Bundesbehörde, A13 (jeweils 2x B).
Daher wollte ich euch mal fragen, was ihr denn so für positive Berichte über den Berufseinstieg habt?
Ich bin noch im Ref, habe allerdings selbst keine zu hohen Ansprüche an mein Gehalt. Ich würde gerne so nach 5 Jahren Berufserfahrung auf 60-80K kommen und dann mal schauen. Selbst wenn es nicht klappt, wäre es auch okay, da ich sehr genügsam lebe. Ich bin allerdings auch faktisch ohne Geld aufgewachsen.
31.01.2026, 14:17
(31.01.2026, 14:10)Riecko schrieb: Hier wird ja ziemlich viel leidig über die Schwierigkeiten des Berufseinstiegs gesprochen. Ich möchte dies auch niemanden absprechen, aber habe das in meinem Umfeld komplett anders (=viel positiver) erlebt. Darauf habe ich schon in einem anderen Thread rekurriert:
Bei mir in der Umgebung haben alle Menschen schnell einen Job gefunden (Alle in NRW bzw. Berlin, alle 2025 oder 2026).
Zwei in einer GK (Deutsche "Tier 1") (allerdings beide bekannt und bewährt und 2x VB; nehme es nur zur Vollständigkeit hier auf, da man so mAn ziemlich sicher noch in einer GK kommt)
Eine Bekannte in einer "kleineren GK" durch Initiativbewerbung (VB und 7,XX; 110k)
Ein Bekannter in einer kleinen Kanzlei als Strafverteidiger (Vermittlung durch einen Bekannten) (2x a; allerdings "nur" 45k; Leben eines angestellten Strafverteidigers, da gibt es nicht viel :D)
Einer hat in einem Unternehmen als Syndikus angefangen (B und B, 72K).
Eine ist jetzt Prüfungsassistentin in einer kleinen WP (52K, A und B).
Einer in einer kleinen, aber in ihrer Umgebung renommierten Kanzlei (Stadt mit 50k Einwohnern) (B und VB, 60k "Track" zum Notar).
Zwei in einer Bundesbehörde, A13 (jeweils 2x B).
Daher wollte ich euch mal fragen, was ihr denn so für positive Berichte über den Berufseinstieg habt?
Ich bin noch im Ref, habe allerdings selbst keine zu hohen Ansprüche an mein Gehalt. Ich würde gerne so nach 5 Jahren Berufserfahrung auf 60-80K kommen und dann mal schauen. Selbst wenn es nicht klappt, wäre es auch okay, da ich sehr genügsam lebe. Ich bin allerdings auch faktisch ohne Geld aufgewachsen.
Die Frage ist was du unter keine hohen Ansprüche verstehst? In manchen Regionen steigen Anwälte bei 40K ein 😅
31.01.2026, 14:30
52.000 € ist keine besonders positive Geschichte. Auch wenn Überstunden vergütet werden. Das bekommt auch ein durchschnittler BA-Absolvent. Es sei denn natürlich die Person möchte mal was anderes machen, als klassisches Jura und ganz freiwillig dahin.
Zudem darf man bei bei “A13 ist ein gutes Gehalt” auch nicht vergessen, dass diese Besoldung bald jeder Grundschullehrer in NRW bekommt und zusätzlich dazu noch eine Menge Urlaub hat
Zudem darf man bei bei “A13 ist ein gutes Gehalt” auch nicht vergessen, dass diese Besoldung bald jeder Grundschullehrer in NRW bekommt und zusätzlich dazu noch eine Menge Urlaub hat
31.01.2026, 14:59
(31.01.2026, 14:30)REF.NRW schrieb: 52.000 € ist keine besonders positive Geschichte. Auch wenn Überstunden vergütet werden. Das bekommt auch ein durchschnittler BA-Absolvent. Es sei denn natürlich die Person möchte mal was anderes machen, als klassisches Jura und ganz freiwillig dahin.Also 52K ist ein ganz normales Gehalt für einen Prüfungsassistenten in einer WP-Gesellschaft. Man wird ja für den Job und nicht den Abschluss bezahlt. Man ist halt in dem Moment faktisch noch in der "Ausbildung" zum WP.
Zudem darf man bei bei “A13 ist ein gutes Gehalt” auch nicht vergessen, dass diese Besoldung bald jeder Grundschullehrer in NRW bekommt und zusätzlich dazu noch eine Menge Urlaub hat
Und wieso mein eigenes A13 Gehalt jetzt schlechter sein soll, weil Grundschullehrkräfte nun auch (mAn. endlich) A13 in NRW bekommen, erschließt sich mir nicht. A13 sind in NRW ca. 4K netto. Selbst wenn man die PKV abzieht, müsste man mit STK 1 in der privaten Wirtschaft ca 75-80K verdienen.
31.01.2026, 15:00
(31.01.2026, 14:30)REF.NRW schrieb: 52.000 € ist keine besonders positive Geschichte. Auch wenn Überstunden vergütet werden. Das bekommt auch ein durchschnittler BA-Absolvent. Es sei denn natürlich die Person möchte mal was anderes machen, als klassisches Jura und ganz freiwillig dahin.
Zudem darf man bei bei “A13 ist ein gutes Gehalt” auch nicht vergessen, dass diese Besoldung bald jeder Grundschullehrer in NRW bekommt und zusätzlich dazu noch eine Menge Urlaub hat
Was für eine herablassende Aussage über einen extrem stressigen Beruf, bei dem diese Besoldungsänderung der Anerkennung für diese elementaren Berufsträger dienen soll. Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass Lehrkäfte keinen Urlaubsanspruch außerhalb der Ferienzeiten haben, auch in diesen mitunter tätig sein müssen und Reisen durch diese feste Urlaubsplanung stets den erhöhten Buchungspreisen ausgesetzt sind. Ihrem Beruf ernst nehmende Lehrer - und nur solche eignen sich logischerweise als Vergleichsmasse - arbeiten deutlich über ihre reine Anwesenheitszeit im Schulgebäude hinaus. Ohne Lehrer und erst recht ohne Grundschullehrer, die eine ausgeprägte pädagogische Funktion wahrnehmen, geht unersetzbares Humankapital verloren und damit die Zukunft des Staates.
EDIT: Man beachte mal, dass Mediangehalt in Deutschland. Mit A13 ist man da gut bedient - das Forum ist mit wenigen bekannten Ausnahmen unfassbar illusioniert durch die GK-Bubble.
31.01.2026, 15:01
(31.01.2026, 14:17)JurisRef schrieb:Auch 40K würden mir zum Einstieg reichen. Hab da wie gesagt, insbesondere zum Einstieg, keine Ansprüche. Mein Ziel ist es nur irgendwann, hoffentlich nach 5 Berufsjahren, 60K zu verdienen. 80K wäre schon sehr cool.(31.01.2026, 14:10)Riecko schrieb: Hier wird ja ziemlich viel leidig über die Schwierigkeiten des Berufseinstiegs gesprochen. Ich möchte dies auch niemanden absprechen, aber habe das in meinem Umfeld komplett anders (=viel positiver) erlebt. Darauf habe ich schon in einem anderen Thread rekurriert:
Bei mir in der Umgebung haben alle Menschen schnell einen Job gefunden (Alle in NRW bzw. Berlin, alle 2025 oder 2026).
Zwei in einer GK (Deutsche "Tier 1") (allerdings beide bekannt und bewährt und 2x VB; nehme es nur zur Vollständigkeit hier auf, da man so mAn ziemlich sicher noch in einer GK kommt)
Eine Bekannte in einer "kleineren GK" durch Initiativbewerbung (VB und 7,XX; 110k)
Ein Bekannter in einer kleinen Kanzlei als Strafverteidiger (Vermittlung durch einen Bekannten) (2x a; allerdings "nur" 45k; Leben eines angestellten Strafverteidigers, da gibt es nicht viel :D)
Einer hat in einem Unternehmen als Syndikus angefangen (B und B, 72K).
Eine ist jetzt Prüfungsassistentin in einer kleinen WP (52K, A und B).
Einer in einer kleinen, aber in ihrer Umgebung renommierten Kanzlei (Stadt mit 50k Einwohnern) (B und VB, 60k "Track" zum Notar).
Zwei in einer Bundesbehörde, A13 (jeweils 2x B).
Daher wollte ich euch mal fragen, was ihr denn so für positive Berichte über den Berufseinstieg habt?
Ich bin noch im Ref, habe allerdings selbst keine zu hohen Ansprüche an mein Gehalt. Ich würde gerne so nach 5 Jahren Berufserfahrung auf 60-80K kommen und dann mal schauen. Selbst wenn es nicht klappt, wäre es auch okay, da ich sehr genügsam lebe. Ich bin allerdings auch faktisch ohne Geld aufgewachsen.
Die Frage ist was du unter keine hohen Ansprüche verstehst? In manchen Regionen steigen Anwälte bei 40K ein 😅
31.01.2026, 15:02
(31.01.2026, 15:00)RefNdsOL schrieb:(31.01.2026, 14:30)REF.NRW schrieb: 52.000 € ist keine besonders positive Geschichte. Auch wenn Überstunden vergütet werden. Das bekommt auch ein durchschnittler BA-Absolvent. Es sei denn natürlich die Person möchte mal was anderes machen, als klassisches Jura und ganz freiwillig dahin.
Zudem darf man bei bei “A13 ist ein gutes Gehalt” auch nicht vergessen, dass diese Besoldung bald jeder Grundschullehrer in NRW bekommt und zusätzlich dazu noch eine Menge Urlaub hat
Was für eine herablassende Aussage über einen extrem stressigen Beruf, bei dem diese Besoldungsänderung der Anerkennung für diese elementaren Berufsträger dienen soll. Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass Lehrkäfte keinen Urlaubsanspruch außerhalb der Ferienzeiten haben, auch in diesen mitunter tätig sein müssen und Reisen durch diese feste Urlaubsplanung stets den erhöhten Buchungspreisen ausgesetzt sind. Ihrem Beruf ernst nehmende Lehrer - und nur solche eignen sich logischerweise als Vergleichsmasse - arbeiten deutlich über ihre reine Anwesenheitszeit im Schulgebäude hinaus. Ohne Lehrer und erst recht ohne Grundschullehrer, die eine ausgeprägte pädagogische Funktion wahrnehmen, geht unersetzbares Humankapital verloren und damit die Zukunft des Staates.
+ 1, aber auf diese Diskussion wollte ich mich nicht herablassen, da ich nicht glaube, dass es was bringen wird. Aber danke für die Antwort!
31.01.2026, 15:20
(31.01.2026, 14:59)Riecko schrieb:(31.01.2026, 14:30)REF.NRW schrieb: 52.000 € ist keine besonders positive Geschichte. Auch wenn Überstunden vergütet werden. Das bekommt auch ein durchschnittler BA-Absolvent. Es sei denn natürlich die Person möchte mal was anderes machen, als klassisches Jura und ganz freiwillig dahin.Also 52K ist ein ganz normales Gehalt für einen Prüfungsassistenten in einer WP-Gesellschaft. Man wird ja für den Job und nicht den Abschluss bezahlt. Man ist halt in dem Moment faktisch noch in der "Ausbildung" zum WP.
Zudem darf man bei bei “A13 ist ein gutes Gehalt” auch nicht vergessen, dass diese Besoldung bald jeder Grundschullehrer in NRW bekommt und zusätzlich dazu noch eine Menge Urlaub hat
Und wieso mein eigenes A13 Gehalt jetzt schlechter sein soll, weil Grundschullehrkräfte nun auch (mAn. endlich) A13 in NRW bekommen, erschließt sich mir nicht. A13 sind in NRW ca. 4K netto. Selbst wenn man die PKV abzieht, müsste man mit STK 1 in der privaten Wirtschaft ca 75-80K verdienen.
Ist objektiv natürlich ein gutes und deutlich überdurchschnittliches Gehalt für junge Leute, aber fair ist es im Hinblick auf die Länge und Schwierigkeit der Ausbildung trotzdem nicht wirklich.
31.01.2026, 15:27
(31.01.2026, 15:00)RefNdsOL schrieb:(31.01.2026, 14:30)REF.NRW schrieb: 52.000 € ist keine besonders positive Geschichte. Auch wenn Überstunden vergütet werden. Das bekommt auch ein durchschnittler BA-Absolvent. Es sei denn natürlich die Person möchte mal was anderes machen, als klassisches Jura und ganz freiwillig dahin.
Zudem darf man bei bei “A13 ist ein gutes Gehalt” auch nicht vergessen, dass diese Besoldung bald jeder Grundschullehrer in NRW bekommt und zusätzlich dazu noch eine Menge Urlaub hat
Was für eine herablassende Aussage über einen extrem stressigen Beruf, bei dem diese Besoldungsänderung der Anerkennung für diese elementaren Berufsträger dienen soll. Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass Lehrkäfte keinen Urlaubsanspruch außerhalb der Ferienzeiten haben, auch in diesen mitunter tätig sein müssen und Reisen durch diese feste Urlaubsplanung stets den erhöhten Buchungspreisen ausgesetzt sind. Ihrem Beruf ernst nehmende Lehrer - und nur solche eignen sich logischerweise als Vergleichsmasse - arbeiten deutlich über ihre reine Anwesenheitszeit im Schulgebäude hinaus. Ohne Lehrer und erst recht ohne Grundschullehrer, die eine ausgeprägte pädagogische Funktion wahrnehmen, geht unersetzbares Humankapital verloren und damit die Zukunft des Staates.
EDIT: Man beachte mal, dass Mediangehalt in Deutschland. Mit A13 ist man da gut bedient - das Forum ist mit wenigen bekannten Ausnahmen unfassbar illusioniert durch die GK-Bubble.
Das deutsche Mediangehalt zu vergleichen bringt rein gar nichts, da die meisten Deutschen keinen Hochschulabschluss haben und dazu noch viele Menschen im Niedriglohnsektor malochen.
Vergleichsgruppe sollten schon Akademiker mit Diplom, Master uä sein.
31.01.2026, 16:26
Ich habe mich letztes Jahr mit VB und hohem B (+ Dr., aber das ist ja eher irrelevant) in einer Reihe von Bundesländern beworben und überall das Angebot zur Einstellung bekommen. Hat mich persönlich überrascht.










