08.12.2025, 20:57
38k ist schon sehr wenig. Problem ist aber halt auch, je länger du arbeitslos bleibst, um so schwieriger wird es zu erklären. Vielleicht mal den räumlichen und fachlichen Suchradius erweitern?
09.12.2025, 10:10
Eine Stelle, bei der ich 38k brutto verdienen würde, käme für mich absolut nicht in Betracht. Da würde ich lieber etwas länger suchen. Die einzige Ausnahme wäre für mich, wenn es in meinem Umkreis einfach nichts gibt und ich auch nicht wegziehen möchte.
Ich habe auch Freunde, die erst nach langer Suche (>1 Jahr nach dem StE) den für sie passenden Job gefunden haben. War wohl nie ein großes Thema in den Bewerbungsgesprächen. Die Arbeitgeber wissen selbst am Besten, wie die Marktsituation ist.
Ich habe auch Freunde, die erst nach langer Suche (>1 Jahr nach dem StE) den für sie passenden Job gefunden haben. War wohl nie ein großes Thema in den Bewerbungsgesprächen. Die Arbeitgeber wissen selbst am Besten, wie die Marktsituation ist.
09.12.2025, 19:29
Bei mir waren es vom zweiten Staatsexamen bis zur Einstellung 7 Monate. Aktiv beworben habe ich mich in ca. 3-4 Monaten davon aufgrund von Reisen/keine passsenden Stellen gesehen. Ich war relativ schnell an einem Punkt wo ich auf neue Stellenanzeigen warten musste, da Innitiativbewerbungen bei mir nie erfolgreich waren, dazu ist der Markt viel zu schlecht und das Profil von mir noch dazu. Das ständige anpasssen der Anschreiben war nach dem 50. Mal dann auch eine kleine Qual, zum Glück macht das heute alles ChatGPT. Ich hatte MEHRERE Gespräch indenen der Personaler oder HR-Mitarbeiter mein Anschreiben im Gespräch positiv erwähnt oder zitiert hat und mir dafür Komplimente gemacht hat :D Noch dazu dauerte es oftmals echt lange, ich bekomme heute noch E-Mails mit Einladungen für Stellen auf die ich mich vor 4 Monaten beworben hatte, das ist natürlich besonders ärgerlich, wenn die attraktiv sind, da ich mittlerweile umgezogen bin. Meine persönliche Gehaltsuntergrenze waren 60k brutto Jahresgehalt (bei 40 Stunden), darunter habe ich die Verfahren abgebrochen oder gar nicht an einem Gespräch teilgenommen. Dies haben aber fast alle Stellen ohnehin übertroffen, wenn auch nicht besonders viel.. Leider gab es für mich kaum Möglichkeiten in mittelständischen Kanzleien einzusteigen, da hätte ich mir mehr Angebote erhofft. Weiter zu suchen halte ich allerdings in meiner Situation (und in denen von einigen Vorpostern geschilderten ebenso) für nicht unbedingt zielführend, ich erhoffe mir durch meine Berufserfahrung in ein paar Jahren dann Gehaltssprünge machen zu können oder entsprechend den Job zu wechseln.
10.12.2025, 13:08
(07.12.2025, 12:00)HüttenAndi schrieb:(06.12.2025, 21:57)KT95 schrieb:(06.12.2025, 21:08)JurisRef schrieb: Ich bin auch seit ein 4 Monate fertig, knapp am Prädikat gescheitert und seitdem auf der Suche. Es wird zwar überall behauptet, man hätte heutzutage freie Auswahl und es wird überall gesucht, aber es scheint doch mehr Bewerber als Stellen zu geben 😅 Habe jetzt ein Angebot als Rechtsanwältin, obwohl ich eigentlich lieber zur Justiz will (die Bewerbung steht noch aus). Die bieten mir 3.200€ brutto an. Würde das Angebot gerne ablehnen, habe aber Angst, dass es dann kein besseres mehr geben wird
3.200 brutto ist schon hart, wenn man nicht gerade aufm Land lebt…
Ganz ehrlich, wenn Du schon seit mehreren Monaten suchst, dann nimm die Stelle doch erstmal an. Es ist besser, jetzt einen Job zu haben als arbeitslos zu sein. Und ob sich der Arbeitsmarkt in Zukunft wieder verbessert weißt du auch nicht. Wenn du jetzt weitere 5 Monate suchst, wirst Du dich ärgern, die Stelle damals nicht angenommen zu haben. Und ich glaube es gibt viele andere Juristen, die sich mit 3.200 wohl zufrieden geben würden.
würde diese Juristen die sich mit 3.200 Brutto zufrieden geben gerne mal sehen....
10.12.2025, 15:41
Ich habe im April mein Examen gemacht und dann im Juni/Juli angefangen aktiv Bewerbungen zu schreiben. Habe am ersten Tag zwei geschrieben und noch am selben Tag für beide Stellen eine Einladung zum Gespräch erhalten. Waren aber auch eher kleine bis mittlere Kanzleien, Gehalt war mit knapp 50T ok bei festen 40 Stunden pro Woche. Habe dann in einer der Kanzleien angefangen in einem Rechtsgebiet war eher stiefmütterlich im Examen behandelt wird. Habe dann schnell gemerkt, dass es nichts für mich ist (nachdem die versprochene Einarbeitung kein Stück vorhanden war).
Habe mich dann bei Versicherungen und im ÖD beworben, bei 10 Bewerbungen wurde ich 8 Mal eingeladen, davon dann zwei Absagen und für die dritte Stelle habe ich mich dann entscheiden bei einer Rechtsschutzversicherung mit 100% Home Office und Zahlung nach Tarifvertrag bei einer 38h Woche und Gleitzeit. Die anderen Bewerbungsverfahren habe ich dann abgebrochen.
Meine Noten sind mit zweimal Befriedigend nicht die besten. Ich habe aber auch das Feedback bekommen, dass momentan deutlich mehr Bewerber pro Stelle sind als früher. Für mich persönlich war die Work Life Balance wichtiger als ein hohes Gehalt.
Habe mich dann bei Versicherungen und im ÖD beworben, bei 10 Bewerbungen wurde ich 8 Mal eingeladen, davon dann zwei Absagen und für die dritte Stelle habe ich mich dann entscheiden bei einer Rechtsschutzversicherung mit 100% Home Office und Zahlung nach Tarifvertrag bei einer 38h Woche und Gleitzeit. Die anderen Bewerbungsverfahren habe ich dann abgebrochen.
Meine Noten sind mit zweimal Befriedigend nicht die besten. Ich habe aber auch das Feedback bekommen, dass momentan deutlich mehr Bewerber pro Stelle sind als früher. Für mich persönlich war die Work Life Balance wichtiger als ein hohes Gehalt.
10.12.2025, 18:10
(10.12.2025, 15:41)Sabrina96 schrieb: Ich habe im April mein Examen gemacht und dann im Juni/Juli angefangen aktiv Bewerbungen zu schreiben. Habe am ersten Tag zwei geschrieben und noch am selben Tag für beide Stellen eine Einladung zum Gespräch erhalten. Waren aber auch eher kleine bis mittlere Kanzleien, Gehalt war mit knapp 50T ok bei festen 40 Stunden pro Woche. Habe dann in einer der Kanzleien angefangen in einem Rechtsgebiet war eher stiefmütterlich im Examen behandelt wird. Habe dann schnell gemerkt, dass es nichts für mich ist (nachdem die versprochene Einarbeitung kein Stück vorhanden war).
Habe mich dann bei Versicherungen und im ÖD beworben, bei 10 Bewerbungen wurde ich 8 Mal eingeladen, davon dann zwei Absagen und für die dritte Stelle habe ich mich dann entscheiden bei einer Rechtsschutzversicherung mit 100% Home Office und Zahlung nach Tarifvertrag bei einer 38h Woche und Gleitzeit. Die anderen Bewerbungsverfahren habe ich dann abgebrochen.
Meine Noten sind mit zweimal Befriedigend nicht die besten. Ich habe aber auch das Feedback bekommen, dass momentan deutlich mehr Bewerber pro Stelle sind als früher. Für mich persönlich war die Work Life Balance wichtiger als ein hohes Gehalt.
möchtest du verraten, was du jetzt mit 2xb bei der versicherung verdienst?
11.12.2025, 21:13
(10.12.2025, 18:10)kumpelanton schrieb:Falls es dich von mir interessiert, ich bin in dem gleichen Notenbereich und habe verschiedene Angebote von Versicherungen bekommen bei 38h oder 40h je nach Versicherung für meist +/- 60k brutto all in also inkl. Weihnachtsgeld. Je nach Erfahrungsstufe und Anrechnung der Nebentätigkeiten kam auch mal 64k raus und Steigerungen nach Alter + Stufensprünge möglich durch Erfahrung und Aufgaben/Karriere.(10.12.2025, 15:41)Sabrina96 schrieb: Ich habe im April mein Examen gemacht und dann im Juni/Juli angefangen aktiv Bewerbungen zu schreiben. Habe am ersten Tag zwei geschrieben und noch am selben Tag für beide Stellen eine Einladung zum Gespräch erhalten. Waren aber auch eher kleine bis mittlere Kanzleien, Gehalt war mit knapp 50T ok bei festen 40 Stunden pro Woche. Habe dann in einer der Kanzleien angefangen in einem Rechtsgebiet war eher stiefmütterlich im Examen behandelt wird. Habe dann schnell gemerkt, dass es nichts für mich ist (nachdem die versprochene Einarbeitung kein Stück vorhanden war).
Habe mich dann bei Versicherungen und im ÖD beworben, bei 10 Bewerbungen wurde ich 8 Mal eingeladen, davon dann zwei Absagen und für die dritte Stelle habe ich mich dann entscheiden bei einer Rechtsschutzversicherung mit 100% Home Office und Zahlung nach Tarifvertrag bei einer 38h Woche und Gleitzeit. Die anderen Bewerbungsverfahren habe ich dann abgebrochen.
Meine Noten sind mit zweimal Befriedigend nicht die besten. Ich habe aber auch das Feedback bekommen, dass momentan deutlich mehr Bewerber pro Stelle sind als früher. Für mich persönlich war die Work Life Balance wichtiger als ein hohes Gehalt.
möchtest du verraten, was du jetzt mit 2xb bei der versicherung verdienst?
Insgesamt hat mir das aber nicht zugesagt, weil man bei Leitungsaufgaben eben mit vielen Nichtjuristen "konkurriert". Da gibt es eben Leute die haben 3 Jahre Ausbildung, 3 Jahre Dual Studiert und dann eben 5-10 Jahre BE in der Versicherung, da zieht man eher den Kürzeren, zumal Juristen ja fachlich nicht an sich für Leitungsaufgaben gemacht sind in Richtung Management (Head of Legal mal ausgenommen, den gab es aber dort wo ich war z.B. gar nicht). Die hält man lieber als fachliche Mitarbeiter für Bereich Schaden, Revision, what ever. Insgesamt war es bei mir aber nicht das Gehalt was mich gestört hat, da dies in Kombination mit 3-5 Tagen Home Office recht solide war, aber die Rechtsgebiete interessieren mich eben so gar nicht.
12.12.2025, 09:13
(10.12.2025, 13:08)wroxbalker schrieb:(07.12.2025, 12:00)HüttenAndi schrieb:(06.12.2025, 21:57)KT95 schrieb:(06.12.2025, 21:08)JurisRef schrieb: Ich bin auch seit ein 4 Monate fertig, knapp am Prädikat gescheitert und seitdem auf der Suche. Es wird zwar überall behauptet, man hätte heutzutage freie Auswahl und es wird überall gesucht, aber es scheint doch mehr Bewerber als Stellen zu geben 😅 Habe jetzt ein Angebot als Rechtsanwältin, obwohl ich eigentlich lieber zur Justiz will (die Bewerbung steht noch aus). Die bieten mir 3.200€ brutto an. Würde das Angebot gerne ablehnen, habe aber Angst, dass es dann kein besseres mehr geben wird
3.200 brutto ist schon hart, wenn man nicht gerade aufm Land lebt…
Ganz ehrlich, wenn Du schon seit mehreren Monaten suchst, dann nimm die Stelle doch erstmal an. Es ist besser, jetzt einen Job zu haben als arbeitslos zu sein. Und ob sich der Arbeitsmarkt in Zukunft wieder verbessert weißt du auch nicht. Wenn du jetzt weitere 5 Monate suchst, wirst Du dich ärgern, die Stelle damals nicht angenommen zu haben. Und ich glaube es gibt viele andere Juristen, die sich mit 3.200 wohl zufrieden geben würden.
würde diese Juristen die sich mit 3.200 Brutto zufrieden geben gerne mal sehen....
Zufrieden geben auf Dauer wird es wohl nicht viele geben, aber es gibt Situationen bei denen es Sinn macht. Ein Studienfreund von mir hat genau das in einer spezialisierten Kanzlei mit einem Chef mit bundesweit bekannten Ruf gemacht. Das ist eine 3-4-Mann-Kanzlei die keine besseren Gehälter zahlt, für ihn gelohnt hat es sich trotzdem, denn damit kam er in dieses Gebiet rein, an hochkarätige Mandate und hat sich nach 2 Jahren als „Partner“ dort selbstständig gemacht. Jetzt verdient er deutlich mehr und profitiert von dem guten Ruf der Kanzlei. Hätte er auf 4k Einstiegsgehalt bestanden am Anfang, wäre er nie eingestellt worden.
13.12.2025, 15:24
(03.12.2025, 20:56)Absolvent2025 schrieb: Ich habe dieses Jahr meine juristische Ausbildung abgeschlossen und in beiden Examen solide Ergebnisse gezielt (insgesamt mehr als 16 Punkte). Trotzdem erhalte ich seit Monaten nur Absagen, egal wo ich mich bewerbe. Der Arbeitsmarkt wirkt extrem angespannt und es ist schwer einzuschätzen ob sich das bald ändern wird wenn jeden Monat neue Absolventen hinzukommen. Auch in meinem Umfeld haben viele mit denselben Problemen zu kämpfen. Ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet, so lange ohne passende Stelle dazustehen, und es wird zunehmend belastend. Wie erlebt ihr die Situation und wie geht ihr damit um?Darf ich fragen welches Rechtsgebiet und was deine Gehaltsvorstellung ist?
13.12.2025, 15:33
(06.12.2025, 21:08)JurisRef schrieb: Ich bin auch seit ein 4 Monate fertig, knapp am Prädikat gescheitert und seitdem auf der Suche. Es wird zwar überall behauptet, man hätte heutzutage freie Auswahl und es wird überall gesucht, aber es scheint doch mehr Bewerber als Stellen zu geben 😅 Habe jetzt ein Angebot als Rechtsanwältin, obwohl ich eigentlich lieber zur Justiz will (die Bewerbung steht noch aus). Die bieten mir 3.200€ brutto an. Würde das Angebot gerne ablehnen, habe aber Angst, dass es dann kein besseres mehr geben wird
Welches Rechtsgebiet willst du machen? Was ist dein Wunschgehalt?



