29.07.2024, 14:57
Hallo zusammen,
ich habe mich als bezirksfremde Person für einen Refplatz in Aachen beworben und habe jetzt eine Wartezeit von ca. 2 Jahren prognostiziert bekommen.
So lange wäre ich jedoch auf keinen Fall bereit zu warten! Hat jemand Erfahrungen damit, um wie viel sich die tatsächliche Wartezeit dann verkürzt?
Viele Grüße
ich habe mich als bezirksfremde Person für einen Refplatz in Aachen beworben und habe jetzt eine Wartezeit von ca. 2 Jahren prognostiziert bekommen.
So lange wäre ich jedoch auf keinen Fall bereit zu warten! Hat jemand Erfahrungen damit, um wie viel sich die tatsächliche Wartezeit dann verkürzt?
Viele Grüße
29.07.2024, 17:24
Was 2 Jahre? Nimmt NRW primär nur noch VBler oder liegt das tatsächlich an der Haushaltslage? Vor allem Aachen....hätte jetzt gedacht, dass bspw Aachen im Vergleich zu Köln, Bonn usw eher unbeliebt sei.
30.07.2024, 22:02
(29.07.2024, 17:24)nachdenklich schrieb: Was 2 Jahre? Nimmt NRW primär nur noch VBler oder liegt das tatsächlich an der Haushaltslage? Vor allem Aachen....hätte jetzt gedacht, dass bspw Aachen im Vergleich zu Köln, Bonn usw eher unbeliebt sei.
Nein, also aktuell bekommt man tatsächlich im OLG Bezirk Köln nirgendwo einen Platz in unter 18 Monaten. Die Wartezeiten lagen ja bereits bei 8-10 Monaten, bevor dann nochmal um 1/3 gekürzt wurde. Viele Kölner/Bonner weichen daher auch nach Aachen aus, Hauptsache den Wegzug vermeiden.
Weil du es ansprichst: Die Noten spielen in NRW tatsächlich gar keine Rolle für die Dauer der Wartezeit. Da sind wir egalitär.
31.07.2024, 18:59
Aber von einem Ausweichen nach Aachen hat man doch garnichts ( Wartezeit ist im OLG Bezirk überall gleich). Ich habe letztes Jahr Anfang November mich um einen Refplatz beworben. Erwarteter Einstellungstermin war bei mir (wie auch bei einer Kollegin) Juli. Bei mir ist es März in Köln geworden bei meiner Kollegin Mai in Aachen. Die Wege des OLGs sind diesbezüglich unergründlich ist wohl kaum vorherzusagen.
31.07.2024, 19:23
Es ist doch beim Olg Köln letztlich egal wo man sich bewirbt, die Wartezeit bestimmt sich nach der Liste, die bei Bewegung vor einem ist. Dann bekommt man den Monat und da wird dann erst der Wunsch relevant, wenn in dem auserwählten Monat die Wunschstadt einstellt.
Ich kann mir aber vorstellen, dass die Wartezeit bei externen noch länger ist. In Köln gibt es ja zusätzliche Kriterien wie Studium vor Ort, Familie vor Ort, langfristiger Wohnsitz vor Ort. Das gilt meines Wissens nach für den gesamten OLG Bezirk, nicht ausschließlich fürs LG Köln (auch wenn da natürlich die meistens letztlich hin wollen)
Ich kann mir aber vorstellen, dass die Wartezeit bei externen noch länger ist. In Köln gibt es ja zusätzliche Kriterien wie Studium vor Ort, Familie vor Ort, langfristiger Wohnsitz vor Ort. Das gilt meines Wissens nach für den gesamten OLG Bezirk, nicht ausschließlich fürs LG Köln (auch wenn da natürlich die meistens letztlich hin wollen)
31.07.2024, 23:48
(31.07.2024, 19:23)Okt2022 schrieb: Ich kann mir aber vorstellen, dass die Wartezeit bei externen noch länger ist. In Köln gibt es ja zusätzliche Kriterien wie Studium vor Ort, Familie vor Ort, langfristiger Wohnsitz vor Ort. Das gilt meines Wissens nach für den gesamten OLG Bezirk, nicht ausschließlich fürs LG Köln
Ja und Nein: dieser Bezug zum OLG-Bezirk ist eine Einstellungsvoraussetzung, ohne eine dieser Voraussetzungen kann man sich gar nicht bewerben. Für das LG Aachen gibt es eine Rückausnahme. Dort werden "externe" dann aber von der Wartezeit aber identisch behandelt. Eine Anrechnung von "Sozialpunkten" o.ä., die man aus anderen Bundesländern kennt, findet dann nicht statt.
31.07.2024, 23:55
(31.07.2024, 18:59)Greg1234 schrieb: Aber von einem Ausweichen nach Aachen hat man doch garnichts ( Wartezeit ist im OLG Bezirk überall gleich).
Ich kenne einige, die früher Aachen-Plätze abgelehnt hätten und dafür dann ein paar Monate länger gewartet haben. Und bei uns zumindest war es üblich, sich auf die geraden Monate zu bewerben - dort wird am LG Köln und am LG Bonn eingestellt, sodass man Aachen vermeidet. Das funktioniert sehr zuverlässig, sodass man in Aachen häufig kurzfristig nachgerückt ist oder Restplätze angeboten bekommt. Das schenken sich jetzt viele Kölner/Bonner jetzt natürlich, weil man einfach nimmt was man bekommt.
05.08.2024, 16:49
Hat denn noch jemand weitere Infos bzgl. der aktuellen Wartezeiten in Köln und Aachen?
07.08.2024, 14:49
(31.07.2024, 23:55)s3of24 schrieb:(31.07.2024, 18:59)Greg1234 schrieb: Aber von einem Ausweichen nach Aachen hat man doch garnichts ( Wartezeit ist im OLG Bezirk überall gleich).
Ich kenne einige, die früher Aachen-Plätze abgelehnt hätten und dafür dann ein paar Monate länger gewartet haben. Und bei uns zumindest war es üblich, sich auf die geraden Monate zu bewerben - dort wird am LG Köln und am LG Bonn eingestellt, sodass man Aachen vermeidet. Das funktioniert sehr zuverlässig, sodass man in Aachen häufig kurzfristig nachgerückt ist oder Restplätze angeboten bekommt. Das schenken sich jetzt viele Kölner/Bonner jetzt natürlich, weil man einfach nimmt was man bekommt.
Ja moment, die haben den Platz in Aachen dann abgelehnt und waren dann wieder ganz hinten auf der Warteliste. Die haben sich also praktisch einfach zweimal beworben. Dann macht das natürlich einen Unterschied. Aber zum einen dürfte das bei 18 Monaten Wartezeit ja wohl niemand ernsthaft in betracht ziehen, oder? Und zum anderen war die Wartezeit in Aachen und Köln deswegen trotzdem grundsätzlich gleich lang.
07.08.2024, 20:03
(07.08.2024, 14:49)Greg1234 schrieb:(31.07.2024, 23:55)s3of24 schrieb:(31.07.2024, 18:59)Greg1234 schrieb: Aber von einem Ausweichen nach Aachen hat man doch garnichts ( Wartezeit ist im OLG Bezirk überall gleich).
Ich kenne einige, die früher Aachen-Plätze abgelehnt hätten und dafür dann ein paar Monate länger gewartet haben. Und bei uns zumindest war es üblich, sich auf die geraden Monate zu bewerben - dort wird am LG Köln und am LG Bonn eingestellt, sodass man Aachen vermeidet. Das funktioniert sehr zuverlässig, sodass man in Aachen häufig kurzfristig nachgerückt ist oder Restplätze angeboten bekommt. Das schenken sich jetzt viele Kölner/Bonner jetzt natürlich, weil man einfach nimmt was man bekommt.
Ja moment, die haben den Platz in Aachen dann abgelehnt und waren dann wieder ganz hinten auf der Warteliste. Die haben sich also praktisch einfach zweimal beworben. Dann macht das natürlich einen Unterschied. Aber zum einen dürfte das bei 18 Monaten Wartezeit ja wohl niemand ernsthaft in betracht ziehen, oder? Und zum anderen war die Wartezeit in Aachen und Köln deswegen trotzdem grundsätzlich gleich lang.
Es wird zwar eine gemeinsame Warteliste geführt, aber faktisch waren (früher) die Wartezeiten in Aachen eben dadurch kürzer, dass viele Leute sich gezielt auf die geraden Monate beworben haben, um Aachen auszuweichen. Zumindest in meinem Bekanntenkreis ist das auch unter Kölnern üblich, da es für die geraden Monate genug Bonner Absolventen gab, die ans LG Bonn wollten, sodass die Chancen, ans LG Köln zu kommen, da am höchsten waren. Man rief eben am OLG an, fragte den aktuellen Stand der Warteliste ab und rundete auf den nächsten geraden Monat auf. Dadurch landet(e) man mit hoher Wahrscheinlichkeit in Aachen, wenn man eine Einstellung zum "nächstmöglichen" Termin wählte. Wenn man ausdrücklich darum bat, möglichst zeitnah anfangen zu dürfen, wurde einem stets geraten, bei den Ortswünschen nur Aachen anzugeben. Aber wie du richtig sagst: Das macht bei einer so langen Wartezeit niemand mehr.