19.10.2023, 20:55
Hey, hast du mittlerweile einen Weg gefunden, damit umzugehen? Bin über jeden Tipp dankbar und hoffe, dass die Zeit alles regelt..
Während meine mündlichen Prüfungen im ersten Examen und im ersten Versuch meines zweiten Examens wirklich angenehm waren, hatte ich gestern ein wirklich traumatisches Erlebnis aufgrund der mündlichen Prüfung im Rahmen meines Verbesserungsversuchs. Dass ich mich nicht verbessert habe und die verbesserten schriftlichen Klausuren für die Tonne sind ist das eine, aber ich zweifele seit dem sehr an meinen Fähigkeiten und meinem Selbstwert. Und das obwohl ich schon seit 4 Monaten einen tollen Job habe und die Note aus dem ersten Versuch völlig okay ist. Ich hatte also nichts zu verlieren, aber dass es so läuft .. auf die Einzelheiten will ich auch nicht näher eingehen, bringt eh nichts mehr. Mir wurde quasi mit auf den Weg gegeben, dass ich nichts kann. Leider nehme ich mir sowas sehr zu Herzen ?
Du bist also nicht alleine. Aber - nie wieder Examen ?
Während meine mündlichen Prüfungen im ersten Examen und im ersten Versuch meines zweiten Examens wirklich angenehm waren, hatte ich gestern ein wirklich traumatisches Erlebnis aufgrund der mündlichen Prüfung im Rahmen meines Verbesserungsversuchs. Dass ich mich nicht verbessert habe und die verbesserten schriftlichen Klausuren für die Tonne sind ist das eine, aber ich zweifele seit dem sehr an meinen Fähigkeiten und meinem Selbstwert. Und das obwohl ich schon seit 4 Monaten einen tollen Job habe und die Note aus dem ersten Versuch völlig okay ist. Ich hatte also nichts zu verlieren, aber dass es so läuft .. auf die Einzelheiten will ich auch nicht näher eingehen, bringt eh nichts mehr. Mir wurde quasi mit auf den Weg gegeben, dass ich nichts kann. Leider nehme ich mir sowas sehr zu Herzen ?
Du bist also nicht alleine. Aber - nie wieder Examen ?
23.04.2026, 13:46
.
24.04.2026, 07:05
(08.09.2023, 16:12)Almöhi schrieb: Guten Nachmittag,
ich wollte einmal in die Runde fragen, wer in seiner mündlichen Prüfung ebenfalls (extrem) schlechte Erfahrungen machen musste und wie ihr dann letztlich einen guten Umgang bzw Abschluss damit gefunden habt.
Hier soll es überhaupt nicht darum gehen, Prüfer abzuwerten oder Verantwortung abzuwälzen - aber insbesondere in der mündlichen Prüfung findet man sich schnell in Situationen wieder, die von Glück/ Pech, Willkür und unglücklichen ersten Eindrücken geprägt sind - und letztlich relativ wenig durch die eigene Leistung. Insbesondere wenn die schriftlichen Ergebnisse erstmal passen, man dann aber trotz kaum erkennbaren Lücken im Gespräch bewertet wird, wie es insbesondere im Vergleich zur Bewertung der Mitprüflinge nur ganz schwer nachvollziehbar erscheint, fällt es schwer, das Ergebnis nicht auf sich selbst zu beziehen. Und dann beginnt die Fehlersuche nach dem unsympathischen Auftreten, dem mangelhaften Lebenslauf oder schlicht der mangelnden Fähigkeit, andere von sich zielsicher einnehmen zu können. Persönlich kann ich mich von einer grundlegenden Verunsicherung meiner Person kaum frei machen - insbesondere im Vergleich zur Notengebung insgesamt, wo ein einheitlicher Maßstab hinsichtlich der Gewichtung von Fehlern bzw Großzügigkeit nicht erkennbar wird. Es hilft natürlich nichts, man muss sich irgendwie davon frei machen und das abhaken- daher die Frage an euch, inwieweit ihr solche Situationen erlebt habt und ob bzw wie euch langfristig ein soveräner Umgang damit gelungen ist.
Vielen Dank schon mal
Mein VV im 1. Examen war der Horror. Der ÖR Prüfer hatte sich richtig auf mich eingeschossen (so empfanden das auch meine Mitprüflinge). Das war auch der Grund warum ich panische Angst vor der mündlichen Prüfung im 2. hatte (die aber zum Glück sehr gut ausging). Ich würde sagen, versuch das einfach abzuhaken und zu vergessen, auch wenn es schwer ist.
24.04.2026, 09:49
I feel you!
Ich hasse dieses Konzept der mündlichen Prüfung, da sie aufgrund der zig Prüfungskommissionen völlig unterschiedlich ablaufen und auch unterschiedlich komplex sind.
Im zweiten Examen hatten wir zB einen Richter, der jeden erstmal 15 Minuten berichten ließ, welche aktuellen Themen es im Strafrecht so gibt, bevor irgendwas gefragt wurde. In anderen Gruppen gab es das gar nicht.
Eine Kollegin, die mit mir drin war,war die Tochter eines Kollegen des besagten Richters. Die hat man dann von 5,x Punkten auf 9,x gehoben, damit sie in den Staatsdienst kann. Ihre Antworten waren gut, aber auch nicht herausragend besser als bei anderen Mitprüflingen, die max.um 2 Punkte gehoben wurden.
So ungerecht läuft es leider nun mal.
Die diversen Traumata aus dem Studium/Examen kann man meines Erachtens ganz gut überwinden, in dem man sich mal eine Weile gar nicht! mehr damit beschäftigt und mal über den Tellerrand hinausschaut. Ich habe zwischen meinen beiden Examen zB in einer ganz anderen Branche (zwar teilweise auch mit Rechtsbezug, aber eben ganz anders als wir es kennen) gearbeitet. Die Jura -Bubble ist eine eigene Welt und es tut gut sich auch mal mit Menschen außerhalb auszutauschen.
Jetzt bin ich seit ein paar Jahren als Anwalt tätig und das hat mir auch sehr geholfen, weil ich gemerkt habe, dass die echte Arbeit am Fall ganz anders ist, als unsere absurden Klausuren. In der Praxis kommt es neben der fachlichen Expertise noch auf ganz viel mehr an. Insbesondere ist es zB relevant, wie gut man rechtliche Themen erklären kann oder schlicht wie sympathisch man ist. Mandanten sind da relativ picky - niemand möchte mit unsympathischen Menschen arbeiten.
Also Kopf hoch: Es wird besser!!!
Ich hasse dieses Konzept der mündlichen Prüfung, da sie aufgrund der zig Prüfungskommissionen völlig unterschiedlich ablaufen und auch unterschiedlich komplex sind.
Im zweiten Examen hatten wir zB einen Richter, der jeden erstmal 15 Minuten berichten ließ, welche aktuellen Themen es im Strafrecht so gibt, bevor irgendwas gefragt wurde. In anderen Gruppen gab es das gar nicht.
Eine Kollegin, die mit mir drin war,war die Tochter eines Kollegen des besagten Richters. Die hat man dann von 5,x Punkten auf 9,x gehoben, damit sie in den Staatsdienst kann. Ihre Antworten waren gut, aber auch nicht herausragend besser als bei anderen Mitprüflingen, die max.um 2 Punkte gehoben wurden.
So ungerecht läuft es leider nun mal.
Die diversen Traumata aus dem Studium/Examen kann man meines Erachtens ganz gut überwinden, in dem man sich mal eine Weile gar nicht! mehr damit beschäftigt und mal über den Tellerrand hinausschaut. Ich habe zwischen meinen beiden Examen zB in einer ganz anderen Branche (zwar teilweise auch mit Rechtsbezug, aber eben ganz anders als wir es kennen) gearbeitet. Die Jura -Bubble ist eine eigene Welt und es tut gut sich auch mal mit Menschen außerhalb auszutauschen.
Jetzt bin ich seit ein paar Jahren als Anwalt tätig und das hat mir auch sehr geholfen, weil ich gemerkt habe, dass die echte Arbeit am Fall ganz anders ist, als unsere absurden Klausuren. In der Praxis kommt es neben der fachlichen Expertise noch auf ganz viel mehr an. Insbesondere ist es zB relevant, wie gut man rechtliche Themen erklären kann oder schlicht wie sympathisch man ist. Mandanten sind da relativ picky - niemand möchte mit unsympathischen Menschen arbeiten.
Also Kopf hoch: Es wird besser!!!


