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Nachwuchssorgen Arbeitgeber
Die Spitze der Sozialkompetenz
Member
***
Beiträge: 169
Themen: 2
Registriert seit: Dec 2021
#21
11.05.2022, 17:30
(11.05.2022, 17:12)Gast schrieb:  
(11.05.2022, 16:41)Die Spitze der Sozialkompetenz schrieb:  
(11.05.2022, 16:37)Gast schrieb:  
(11.05.2022, 15:16)Gast schrieb:  Vielleicht einfach mal ganz konkrete Angaben zu Gehalt und Wochenarbeitszeit machen? Dann können die Interessierten selbst sehen, ob es für sie ein guter Deal ist (ob man zB lieber 80k € bei 45 h/Woche nimmt als 120k bei 55h/Woche).

Wenn wir das machen, nölen alle wieder rum, dass sie woanders doch für "ein wenig mehr Arbeit" viel mehr Geld bekommen. Übersehen aber, dass sie bei uns am Anfang keinen Billing Druck haben und wir auch fein sind, wenn sie nur 100k Umsatz im ersten Jahr machen, wir sie dafür aber vernünftig ausgebildet bekommen. Während sie in der GK am Ende jeden BS Job machen müssen, um ihre 500k Umsatz irgendwie zu schaffen. So etwas erzählen wir auch gerne detailliert im VG, nur die Einsteiger bewerben sich oftmals gar nicht erst.

Hintenraus, mit ein paar Jahren BE verdienen sie bei uns dann auch sehr gut und als Partner haben sie alle Entscheidungsfreiheiten, ohne dass ihnen von New York oder London reingeredet (oder Umsatzvorgaben) gemacht werden. Das wäre dann aber doch alles etwas lang für eine Stellenanzeige... die Partnerperspektive steht aber drin.


Dann werbt doch genau damit?
Je weniger man sich als Berufsanfänger um sowas Sorgen machen muss, desto besser.

Das muss ja nicht alles in die konkrete Stellenanzeige, aber im allgemeinen Kanzleiprofil kann man doch damit werben.
Tun zig Kanzleien genauso.

Schreiben wir doch. Da steht, dass es uns wichtig ist, dass wir unsere Neueinsteiger intensiv ausbilden und dass wir auch Leute später zu Partnern ernennen bzw. dass das Ziel ist...

Wie detailliert habt ihr das genau beschrieben?
Die hier zitierte Beschreibung klingt einfach nur floskelhaft und nichtssagend, das kann man in der Art auf fast jeder Kanzleihomepage lesen.

Wie sieht denn die Ausbildung aus? Mitarbeit am Mandat, eigenständige Bearbeitung des Mandats mit Rückmeldung vom Partner, interne Fortbildungen etc.? 
Gibt es einen festen Partnertrack oder ist die Kanzlei da lockerer? Wenn letzteres, dann kann man das ja ebenfalls verdeutlichen und hier zumindest die soften Faktoren benennen.

Eine detaillierte Beschreibung der Ausbildung und des möglichen Karrierewegs würde mich als Bewerber immer hellhörig machen, nebulöse und floskelhafte Aussagen schrecken mich eher ab, da würde ich als Bewerber lieber in die GK buckeln gehen und weiß dafür, was mich erwartet.  Smile
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Gast
Unregistered
 
#22
11.05.2022, 17:39
(11.05.2022, 16:37)Gast schrieb:  
(11.05.2022, 15:16)Gast schrieb:  Vielleicht einfach mal ganz konkrete Angaben zu Gehalt und Wochenarbeitszeit machen? Dann können die Interessierten selbst sehen, ob es für sie ein guter Deal ist (ob man zB lieber 80k € bei 45 h/Woche nimmt als 120k bei 55h/Woche).

Wenn wir das machen, nölen alle wieder rum, dass sie woanders doch für "ein wenig mehr Arbeit" viel mehr Geld bekommen. Übersehen aber, dass sie bei uns am Anfang keinen Billing Druck haben und wir auch fein sind, wenn sie nur 100k Umsatz im ersten Jahr machen, wir sie dafür aber vernünftig ausgebildet bekommen. Während sie in der GK am Ende jeden BS Job machen müssen, um ihre 500k Umsatz irgendwie zu schaffen. So etwas erzählen wir auch gerne detailliert im VG, nur die Einsteiger bewerben sich oftmals gar nicht erst.

Hintenraus, mit ein paar Jahren BE verdienen sie bei uns dann auch sehr gut und als Partner haben sie alle Entscheidungsfreiheiten, ohne dass ihnen von New York oder London reingeredet (oder Umsatzvorgaben) gemacht werden. Das wäre dann aber doch alles etwas lang für eine Stellenanzeige... die Partnerperspektive steht aber drin.

Aus Interesse mal die Frage: was heißt denn (grob) gut verdienen bei euch? Das fänd ich als Perspektive nämlich auch sehr wichtig. Auch ohne zu erwarten dann Millionen zu scheffeln. Natürlich wird das auch wohl weit auseinander gehen zwischen den Partnern bzw im Vergleich zu anderen Kanzleien des Zuschnitts. Aber wo ist denn der Mittelwert in etwa in der Regel?
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Ex-Berufsanfänger
Unregistered
 
#23
11.05.2022, 17:49
Gibt es die Möglichkeit einer Spezialisierung? Mich schrecken kleinere Kanzleien oft ab, da man vor allem als Berufsanfänger auf allen Rechtsgebieten tätig sein muss. Gerade als Berufsanfänger fühlt man sich eh schon oft total unwissend und hat null Ahnung. Die Aussicht sich jeden Tag sich dann wieder mit einem komplett neuen und unbekannten Rechtsgebiet beschäftigen zu müssen, hat mich zumindest immer von einer Bewerbung abgehalten.
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guga
Unregistered
 
#24
11.05.2022, 17:53
Dann lass doch die Hosen runter und sag, was ihr Einsteigern zahlt und bei welcher Arbeitszeit
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Provinzanwalt
Junior Member
**
Beiträge: 2
Themen: 1
Registriert seit: May 2022
#25
11.05.2022, 18:07
Hallo zusammen,

ich glaube wir machen nicht alles falsch, einige Vorschläge werde ich auf jeden Fall umsetzen.

Die Möglichkeit hier relativ schnell Partner zu werden stellen wir in der Anzeige schon heraus und suchen auch gerade Leute, die darauf Lust haben. Es klang aber ja auch schon an, dass das gerade nicht auf alle Berufsanfänger zutrifft. Bisher war das Modell hier so, dass nur Leute gesucht wurden, die schnell Partner werden wollen und sich dann aufgrund der eigenen Beteiligung an der Kanzlei (und deren Umsatz) für diese auch entsprechend einsetzen. Vielleicht müssen wir dieses Modell mal überdenken, genauso wie das Thema Work-Life-Balance, die ist bei uns auch noch ausbaufähig. Ich schätze wir arbeiten hier alle im Schnitt so um die 50 Stunden (verdienen dafür natürlich auch ziemlich gut), das ist mittlerweile vielleicht ein Arbeitszeitmodell, was viele nicht mehr wollen. Das betrifft uns auch sicherlich besonders, weil wir mit GK-Gehältern ja erst nach 3-4 Jahren mithalten können. Zumindest die hier auch praktizierte Möglichkeit mobil und im Homeoffice zu arbeiten werde ich aber noch etwas mehr in den Fokus stellen. Konkrete Arbeitszeiten und Gehalt haben wir bisher immer erst im Gespräch kommunziert, ich muss mal mit den Kollegen sprechen, ob wir das wie hier mehrfach vorgeschlagen nicht auch schon in der Ausschreibung mitteilen sollten.


Ansonsten schon mal vielen Dank für die ganzen Anregungen und Tipps Smile
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Gast
Unregistered
 
#26
11.05.2022, 18:20
(11.05.2022, 17:30)Die Spitze der Sozialkompetenz schrieb:  
(11.05.2022, 17:12)Gast schrieb:  
(11.05.2022, 16:41)Die Spitze der Sozialkompetenz schrieb:  
(11.05.2022, 16:37)Gast schrieb:  
(11.05.2022, 15:16)Gast schrieb:  Vielleicht einfach mal ganz konkrete Angaben zu Gehalt und Wochenarbeitszeit machen? Dann können die Interessierten selbst sehen, ob es für sie ein guter Deal ist (ob man zB lieber 80k € bei 45 h/Woche nimmt als 120k bei 55h/Woche).

Wenn wir das machen, nölen alle wieder rum, dass sie woanders doch für "ein wenig mehr Arbeit" viel mehr Geld bekommen. Übersehen aber, dass sie bei uns am Anfang keinen Billing Druck haben und wir auch fein sind, wenn sie nur 100k Umsatz im ersten Jahr machen, wir sie dafür aber vernünftig ausgebildet bekommen. Während sie in der GK am Ende jeden BS Job machen müssen, um ihre 500k Umsatz irgendwie zu schaffen. So etwas erzählen wir auch gerne detailliert im VG, nur die Einsteiger bewerben sich oftmals gar nicht erst.

Hintenraus, mit ein paar Jahren BE verdienen sie bei uns dann auch sehr gut und als Partner haben sie alle Entscheidungsfreiheiten, ohne dass ihnen von New York oder London reingeredet (oder Umsatzvorgaben) gemacht werden. Das wäre dann aber doch alles etwas lang für eine Stellenanzeige... die Partnerperspektive steht aber drin.


Dann werbt doch genau damit?
Je weniger man sich als Berufsanfänger um sowas Sorgen machen muss, desto besser.

Das muss ja nicht alles in die konkrete Stellenanzeige, aber im allgemeinen Kanzleiprofil kann man doch damit werben.
Tun zig Kanzleien genauso.

Schreiben wir doch. Da steht, dass es uns wichtig ist, dass wir unsere Neueinsteiger intensiv ausbilden und dass wir auch Leute später zu Partnern ernennen bzw. dass das Ziel ist...

Wie detailliert habt ihr das genau beschrieben?
Die hier zitierte Beschreibung klingt einfach nur floskelhaft und nichtssagend, das kann man in der Art auf fast jeder Kanzleihomepage lesen.

Wie sieht denn die Ausbildung aus? Mitarbeit am Mandat, eigenständige Bearbeitung des Mandats mit Rückmeldung vom Partner, interne Fortbildungen etc.? 
Gibt es einen festen Partnertrack oder ist die Kanzlei da lockerer? Wenn letzteres, dann kann man das ja ebenfalls verdeutlichen und hier zumindest die soften Faktoren benennen.

Eine detaillierte Beschreibung der Ausbildung und des möglichen Karrierewegs würde mich als Bewerber immer hellhörig machen, nebulöse und floskelhafte Aussagen schrecken mich eher ab, da würde ich als Bewerber lieber in die GK buckeln gehen und weiß dafür, was mich erwartet.  Smile

Sowas gibt's dann auch gerne im Bewerbungsgespräch aber vielleicht können wir noch etwas ergänzen bei der Stellenausschreibung. Es gibt keinen festen Partnertrack, es kommt vielmehr darauf an, wann jemand bereit dazu ist. Das kann schneller gehen oder länger dauern. Auch bei der Ausbildung, es ist "einfach" eine intensive Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern, die dich an Fällen mitarbeiten lassen, die für deine Ausbildung sinnvoll sind. Nicht weil man darauf gut abrechnen kann oder weil da gerade viele BS Aufgaben warten.

Zur Sache floskelhaft... man kann halt sehen, dass bei uns immer wieder Eigengewächse zu Partnern ernannt werden und wir so gut wie keine Abgänge haben. Anders als in den GKs. Wenn ich in meinen alten GK Jahrgang schaue, sind inzwischen 90% nicht mehr dort. Der spätere Verdienst ist gut, hängt aber wieder von der eigenen Leistung ab. Als angestellter Anwalt mit Berufserfahrung kann es sich auf MC GK Niveau bewegen, also Partner ist man im mittleren sechsstelligen Bereich unterwegs. 

Ich find es eben schade, dass sich viele Berufseinsteiger lieber bei fünf generischen GKs bewerben statt auch mal das Gespräch mit einer Boutique in dem Bereich zu suchen. Wenn einer am Ende sagt, er will lieber erstmal richtig viel Kohle verdienen, das ist ok. Nur lerne ich regelmäßig Associates aus GKs kennen, die sich über fehlende Perspektive und WLB beschweren und ich mir dann denke, dass sie genau das bei uns bekommen hätten.
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Gast
Unregistered
 
#27
11.05.2022, 18:53
Habe mal eine Stellenanzeige gelesen, in der wirklich drin stand, dass es in den ersten Jahren nur um die Ausbildung geht und keine Billable-Vorgaben gemacht werden. Das hat schon positiv herausgestochen.
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Gast
Unregistered
 
#28
11.05.2022, 18:55
Ich hätte sehr gerne in einer kleineren Kanzlei angefangen, aber mich haben am Ende die Konditionen abgeschreckt und habe in einem Unternehmen angefangen. Meistens wurde kommuniziert man bekomme nur 2800-3300 Euro und soll aber bis 21, 22 Uhr bleiben. Man hat keine flexiblen Arbeitszeiten. Ich kann gut morgens arbeiten. Ich würde gerne gegen 7 Uhr anfangen und dementsprechend früher Feierabend machen, wenn man zB keine Mandantengespräche mehr hat. Wird nicht gern gesehen. Begründet wurde das damit, woher sollen wir wissen, ob Sie um 7 Uhr tatsächlich arbeiten. So viel zu Vertrauen. Zumal ich auch um 10 Uhr im Büro auch einfach über mein Essen  nachdenken könnte, obwohl ich auf dem Bildschirm schaue. Ich wäre bereit abends länger zu bleiben, aber dementsprechend möchte ich entlohnt werden bzw. einen Ausgleich haben. Das ist leider in Kanzleien nicht gerne gesehen.
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Gast
Unregistered
 
#29
11.05.2022, 19:12
(11.05.2022, 18:20)Gast schrieb:  
(11.05.2022, 17:30)Die Spitze der Sozialkompetenz schrieb:  
(11.05.2022, 17:12)Gast schrieb:  
(11.05.2022, 16:41)Die Spitze der Sozialkompetenz schrieb:  
(11.05.2022, 16:37)Gast schrieb:  Wenn wir das machen, nölen alle wieder rum, dass sie woanders doch für "ein wenig mehr Arbeit" viel mehr Geld bekommen. Übersehen aber, dass sie bei uns am Anfang keinen Billing Druck haben und wir auch fein sind, wenn sie nur 100k Umsatz im ersten Jahr machen, wir sie dafür aber vernünftig ausgebildet bekommen. Während sie in der GK am Ende jeden BS Job machen müssen, um ihre 500k Umsatz irgendwie zu schaffen. So etwas erzählen wir auch gerne detailliert im VG, nur die Einsteiger bewerben sich oftmals gar nicht erst.

Hintenraus, mit ein paar Jahren BE verdienen sie bei uns dann auch sehr gut und als Partner haben sie alle Entscheidungsfreiheiten, ohne dass ihnen von New York oder London reingeredet (oder Umsatzvorgaben) gemacht werden. Das wäre dann aber doch alles etwas lang für eine Stellenanzeige... die Partnerperspektive steht aber drin.


Dann werbt doch genau damit?
Je weniger man sich als Berufsanfänger um sowas Sorgen machen muss, desto besser.

Das muss ja nicht alles in die konkrete Stellenanzeige, aber im allgemeinen Kanzleiprofil kann man doch damit werben.
Tun zig Kanzleien genauso.

Schreiben wir doch. Da steht, dass es uns wichtig ist, dass wir unsere Neueinsteiger intensiv ausbilden und dass wir auch Leute später zu Partnern ernennen bzw. dass das Ziel ist...

Wie detailliert habt ihr das genau beschrieben?
Die hier zitierte Beschreibung klingt einfach nur floskelhaft und nichtssagend, das kann man in der Art auf fast jeder Kanzleihomepage lesen.

Wie sieht denn die Ausbildung aus? Mitarbeit am Mandat, eigenständige Bearbeitung des Mandats mit Rückmeldung vom Partner, interne Fortbildungen etc.? 
Gibt es einen festen Partnertrack oder ist die Kanzlei da lockerer? Wenn letzteres, dann kann man das ja ebenfalls verdeutlichen und hier zumindest die soften Faktoren benennen.

Eine detaillierte Beschreibung der Ausbildung und des möglichen Karrierewegs würde mich als Bewerber immer hellhörig machen, nebulöse und floskelhafte Aussagen schrecken mich eher ab, da würde ich als Bewerber lieber in die GK buckeln gehen und weiß dafür, was mich erwartet.  Smile

Sowas gibt's dann auch gerne im Bewerbungsgespräch aber vielleicht können wir noch etwas ergänzen bei der Stellenausschreibung. Es gibt keinen festen Partnertrack, es kommt vielmehr darauf an, wann jemand bereit dazu ist. Das kann schneller gehen oder länger dauern. Auch bei der Ausbildung, es ist "einfach" eine intensive Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern, die dich an Fällen mitarbeiten lassen, die für deine Ausbildung sinnvoll sind. Nicht weil man darauf gut abrechnen kann oder weil da gerade viele BS Aufgaben warten.

Zur Sache floskelhaft... man kann halt sehen, dass bei uns immer wieder Eigengewächse zu Partnern ernannt werden und wir so gut wie keine Abgänge haben. Anders als in den GKs. Wenn ich in meinen alten GK Jahrgang schaue, sind inzwischen 90% nicht mehr dort. Der spätere Verdienst ist gut, hängt aber wieder von der eigenen Leistung ab. Als angestellter Anwalt mit Berufserfahrung kann es sich auf MC GK Niveau bewegen, also Partner ist man im mittleren sechsstelligen Bereich unterwegs. 

Ich find es eben schade, dass sich viele Berufseinsteiger lieber bei fünf generischen GKs bewerben statt auch mal das Gespräch mit einer Boutique in dem Bereich zu suchen. Wenn einer am Ende sagt, er will lieber erstmal richtig viel Kohle verdienen, das ist ok. Nur lerne ich regelmäßig Associates aus GKs kennen, die sich über fehlende Perspektive und WLB beschweren und ich mir dann denke, dass sie genau das bei uns bekommen hätten.

Ich bin so ein Associate. Als ich mich beworben habe, stand ich auch vor der Wahl: In der Provinz bleiben oder in die Stadt ziehen und bei einer GK anfangen. Rein vom persönlichen Lifestyle her, wäre ich echt gern in der Provinz geblieben. Aber der Stellenmarkt war und ist auf der Provinz eine Katastrophe.
Woher soll ich als Außenseiter wissen, ob die Kanzlei "Müller, Meier, Schulz + Coll." tatsächlich für Berufseinsteiger attraktiv ist und mich am Ende nicht doch einfach ins kalte Wasser schmeißt und sagt "Herr Gast, Sie sind jetzt Anwalt, machen Sie mal". Sämtliche Provinz-Kanzleien, die ich im Ref erlebt habe, waren nämlich genau so.
In der GK weiß ich wenigstens was ich bekomme. Ich bekomme eine ordentliche Ausbildung, ich bekomme eine vernünftige Ausstattung (IT+Assistenz) und ich weiß, was ich an Arbeitszeit+Gehalt zu erwarten habe. Entweder das gefällt mir, dann häng ich mich rein, oder ich merke dass GK nichts für mich ist, nehme die Ausbildung mit und gehe dann ins Unternehmen/in eine Boutique.

Geh ich aber zu Müller, Meier, Schulz + Coll., hab ich keine Ahnung worauf ich mich einlasse. Mit Pech ist die Ausbildung non-existent, das Gehalt mies und die Partner unfreundlich. Dann muss ich mich flott wieder umschauen, hab aber nichts im Lebenslauf stehen, das mich für andere Arbeitgeber attraktiv macht.

Wenn ihr also nicht Müller, Meier, Schulz + Coll. seid, dann vermittelt das. Für mich persönlich geht das schon auf der Website los. Wenn das ein liebloser Auftritt ist, der das letzte mal 2009 aktualisiert wurde, ist die Kanzlei bei mir raus. Zur Stellenanzeige selbst wurde hier ja schon viel geschrieben, da kann ich mich nur anschließen.
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HerrKules
Posting Freak
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Beiträge: 1.104
Themen: 7
Registriert seit: Mar 2021
#30
11.05.2022, 19:40
Was zahlt ihr denn? 50h (ohne Mittagspausen) sind ja schonmal nicht so toll, dafür kann man mit etwas Glück ja schon 110-140k kriegen!?

Mag sein, dass euer Deal besonders gut ist. Meiner Erfahrung nach glauben das aber fast alle Kanzleien und wundern sich dann, warum die Leute für dasselbe Geld lieber 41h im ÖD machen oder für das doppelte 5h mehr die Woche arbeiten.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.05.2022, 19:42 von HerrKules.)
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