Referendarswelt
Juristen-
koffer
Ref-
Infoseiten
Stations-
börse
Buchladen Protokolle
& Co.
Richter-
Infoseiten
  • Suche
  • Deine Referendarswelt
    • Juristenkoffer.de - Kommentare mieten
    • RefNews - Das Blog zum Referendariat
    • Infoseiten zum Referendariat
    • Referendarbuchladen - Bücher für Rechtsreferendare
    • Stationsradar.de - Stationsangebote u. Nebenjobs
    • Protokolle-Assessorexamen.de - Protokolle für das 2. Examen
    • Referendarswelt - Die Stadt für Rechtsreferendare
    • Infoseiten: Richter / Staatsanwalt werden
Einloggen oder Registrieren » Hallo, Gast! Auch als Gast kannst Du Beiträge posten. Besser nutzbar ist das Forum aber, wenn Du Dich registrierst und einloggst.
Login
Benutzername/E-Mail:
Passwort: Passwort vergessen?
 
  1. Startseite
  2. Zur letzten Instanz - Das Forum für Rechtsreferendare
  3. Instanzen für Rechtsreferendare
  4. Berufseinstieg nach dem Referendariat
  5. Gehaltsentwicklung Syndikusanwalt
« 1 ... 3 4 5 6 7 8 »
 
Antworten

 
Gehaltsentwicklung Syndikusanwalt
Gast
Unregistered
 
#41
15.12.2021, 10:03
(14.12.2021, 16:19)Gast schrieb:  
(14.12.2021, 16:16)Gast schrieb:  Das Unternehmen ist global gesehen schon relativ groß, in Deutschland aber überschaubar. Ich bin mit 70.000 in die Verhandlung reingegangen, viel mehr wäre da als Berufseinsteiger auch nicht drin gewesen. Die Anzahl an Unternehmen, die einem ohne Erfahrung signifikant mehr zahlen, kann man da aber auch an zwei Händen abzählen, denke ich.
Man sollte da auch aufpassen, sich nicht zu verpokern.

So ist es. Deshalb ist es m.E. empfehlenswert, erst 2 oder 3 Jahre GK zu machen und sich dann mit Berufserfahrung zu bewerben. Da kann man dann immer schön sagen: ich verdiene jetzt XX, klar wird es hier jetzt nicht das gleiche geben, aber unter xy mache ich es nicht  Wink

Kannst Du natürlich machen, das heißt aber nicht, dass man darauf eingeht. Bei mir in der Rechtsabteilung (DAX-Unternehmen im Technikbereich) gibt es ohne Personalverantwortung als Jurist keine 100k, die einzige Ausnahme ist letztes Jahr in den Ruhestand gegangen, d.h. wenn Du lange genug dabei bist, kannst Du durch die tariflichen Steigerungen, die auch ATler bekommen, natürlich auf mehr kommen. Aber es ist völlig egal, woher Du kommst (ich war auch vier Jahre in Tier 1 und hab einen Dr. ), aber es gibt außer dem unmittelbaren Gehalt durchaus andere Gründe, warum Leute zu einem bestimmten Unternehmen kommen. Darum gibt es hier z.B. selbst ohne Ausschreibung fast immer Initiativbewerbungen. Hinsichtlich des Gehaltsgefüges: Bei uns achtet zum einen der Betriebsrat sehr stark darauf und im Technikbereich ist der Jurist auch nicht die Kröne der Schöpfung, zum anderen gibt es hier immer genug Bewerber. Wem das Gehalt nicht passt, kommt dann eben nicht. Aber wenn Du sagst "Ich habe bei Freshfields 140k verdient und unter 110k mache ich es nicht", dann lautet die Antwort "Dann machen Sie es eben nicht." I.Ü. wird hier die Bedeutung von irgendwelchen Tier-Rankings stark überschätzt. Vielen Team- und Abteilungsleitern sagt das nichts, weil es völlig irrelevant ist. Mandatiert wird tw. GK, aber auch MK oder Boutique, je nach Bereich. 

Ich habe als Abteilungsleiter jemanden, der 8 Jahre in einer MK Partner war. Der bekommt selbstverständlich als Leiter deutlich mehr als jemand mit 3-4 Jahre GK. Man sollte hier nicht größenwahnsinnig werden. Klar, es gibt vereinzelt Unternehmen, die auch dem gewöhnlichen, unbedeutenden GK-Associate ein sechsstelliges Gehalt zahlen. Aber verglichen mit der Anzahl an Associates, die sich alle den hochdotierten Sprung ins Unternehmen vorstellen, sind das ziemlich wenige Posten.
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#42
15.12.2021, 10:26
(15.12.2021, 09:00)Gast Gast schrieb:  
(15.12.2021, 08:36)Gast schrieb:  Dann lieber einen MBA. Was soll zu diesem Zeitpunkt ein Sprachnachweis?

Es gibt auch deutsche LL.M., die eine fachliche Fortbildung bieten. Die ausländischen Masterprogramme sind oftmals vor allem der Sprachnachweis ;-)


Genau. Vor allem wird es keinen berufsbegleitenden LLM im Ausland geben :D
Wahrscheinlich zu voreilig gelesen.
Typischerweise wäre doch ein LLM zum Compliance ganz attraktiv fürs Unternehmen.
Das heißt ja nicht, dass man gleich Compliance machen muss. Aber sich mal zumindest weitergebildet hat.
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#43
15.12.2021, 10:30
(15.12.2021, 10:03)Gast schrieb:  
(14.12.2021, 16:19)Gast schrieb:  
(14.12.2021, 16:16)Gast schrieb:  Das Unternehmen ist global gesehen schon relativ groß, in Deutschland aber überschaubar. Ich bin mit 70.000 in die Verhandlung reingegangen, viel mehr wäre da als Berufseinsteiger auch nicht drin gewesen. Die Anzahl an Unternehmen, die einem ohne Erfahrung signifikant mehr zahlen, kann man da aber auch an zwei Händen abzählen, denke ich.
Man sollte da auch aufpassen, sich nicht zu verpokern.

So ist es. Deshalb ist es m.E. empfehlenswert, erst 2 oder 3 Jahre GK zu machen und sich dann mit Berufserfahrung zu bewerben. Da kann man dann immer schön sagen: ich verdiene jetzt XX, klar wird es hier jetzt nicht das gleiche geben, aber unter xy mache ich es nicht  Wink

Kannst Du natürlich machen, das heißt aber nicht, dass man darauf eingeht. Bei mir in der Rechtsabteilung (DAX-Unternehmen im Technikbereich) gibt es ohne Personalverantwortung als Jurist keine 100k, die einzige Ausnahme ist letztes Jahr in den Ruhestand gegangen, d.h. wenn Du lange genug dabei bist, kannst Du durch die tariflichen Steigerungen, die auch ATler bekommen, natürlich auf mehr kommen. Aber es ist völlig egal, woher Du kommst (ich war auch vier Jahre in Tier 1 und hab einen Dr. ), aber es gibt außer dem unmittelbaren Gehalt durchaus andere Gründe, warum Leute zu einem bestimmten Unternehmen kommen. Darum gibt es hier z.B. selbst ohne Ausschreibung fast immer Initiativbewerbungen. Hinsichtlich des Gehaltsgefüges: Bei uns achtet zum einen der Betriebsrat sehr stark darauf und im Technikbereich ist der Jurist auch nicht die Kröne der Schöpfung, zum anderen gibt es hier immer genug Bewerber. Wem das Gehalt nicht passt, kommt dann eben nicht. Aber wenn Du sagst "Ich habe bei Freshfields 140k verdient und unter 110k mache ich es nicht", dann lautet die Antwort "Dann machen Sie es eben nicht." I.Ü. wird hier die Bedeutung von irgendwelchen Tier-Rankings stark überschätzt. Vielen Team- und Abteilungsleitern sagt das nichts, weil es völlig irrelevant ist. Mandatiert wird tw. GK, aber auch MK oder Boutique, je nach Bereich. 

Ich habe als Abteilungsleiter jemanden, der 8 Jahre in einer MK Partner war. Der bekommt selbstverständlich als Leiter deutlich mehr als jemand mit 3-4 Jahre GK. Man sollte hier nicht größenwahnsinnig werden. Klar, es gibt vereinzelt Unternehmen, die auch dem gewöhnlichen, unbedeutenden GK-Associate ein sechsstelliges Gehalt zahlen. Aber verglichen mit der Anzahl an Associates, die sich alle den hochdotierten Sprung ins Unternehmen vorstellen, sind das ziemlich wenige Posten.

Danke für Deine Einblicke. Klar, wenn man nun beim Daimler o.ä. arbeitet, dann ist da nichts mit verhandeln. Da wollen sicher am Tag 20 Juristen anfangen und Deine Verhandlungsposition ist quasi null. Ich habe aber auch ein Gegenbeispiel: Man hat mir z.B. mal 150k angeboten bei einem der größten Massentierhalter in Deutschland. Das habe ich dankend abgelehnt, da würde ich eher bei der Waffenlobby anheuern  Cheese . Aber es gibt sicher auch viel in der Mitte, unbekannte aber auf ihrem Gebiet führende Unternehmen ("Hidden Champions"), da ist es sicher einfacher ein ordentliches Gehalt zu verhandeln.
Zitieren
Gast Gast
Unregistered
 
#44
15.12.2021, 10:46
(15.12.2021, 10:30)Gast schrieb:  
(15.12.2021, 10:03)Gast schrieb:  
(14.12.2021, 16:19)Gast schrieb:  
(14.12.2021, 16:16)Gast schrieb:  Das Unternehmen ist global gesehen schon relativ groß, in Deutschland aber überschaubar. Ich bin mit 70.000 in die Verhandlung reingegangen, viel mehr wäre da als Berufseinsteiger auch nicht drin gewesen. Die Anzahl an Unternehmen, die einem ohne Erfahrung signifikant mehr zahlen, kann man da aber auch an zwei Händen abzählen, denke ich.
Man sollte da auch aufpassen, sich nicht zu verpokern.

So ist es. Deshalb ist es m.E. empfehlenswert, erst 2 oder 3 Jahre GK zu machen und sich dann mit Berufserfahrung zu bewerben. Da kann man dann immer schön sagen: ich verdiene jetzt XX, klar wird es hier jetzt nicht das gleiche geben, aber unter xy mache ich es nicht  Wink

Kannst Du natürlich machen, das heißt aber nicht, dass man darauf eingeht. Bei mir in der Rechtsabteilung (DAX-Unternehmen im Technikbereich) gibt es ohne Personalverantwortung als Jurist keine 100k, die einzige Ausnahme ist letztes Jahr in den Ruhestand gegangen, d.h. wenn Du lange genug dabei bist, kannst Du durch die tariflichen Steigerungen, die auch ATler bekommen, natürlich auf mehr kommen. Aber es ist völlig egal, woher Du kommst (ich war auch vier Jahre in Tier 1 und hab einen Dr. ), aber es gibt außer dem unmittelbaren Gehalt durchaus andere Gründe, warum Leute zu einem bestimmten Unternehmen kommen. Darum gibt es hier z.B. selbst ohne Ausschreibung fast immer Initiativbewerbungen. Hinsichtlich des Gehaltsgefüges: Bei uns achtet zum einen der Betriebsrat sehr stark darauf und im Technikbereich ist der Jurist auch nicht die Kröne der Schöpfung, zum anderen gibt es hier immer genug Bewerber. Wem das Gehalt nicht passt, kommt dann eben nicht. Aber wenn Du sagst "Ich habe bei Freshfields 140k verdient und unter 110k mache ich es nicht", dann lautet die Antwort "Dann machen Sie es eben nicht." I.Ü. wird hier die Bedeutung von irgendwelchen Tier-Rankings stark überschätzt. Vielen Team- und Abteilungsleitern sagt das nichts, weil es völlig irrelevant ist. Mandatiert wird tw. GK, aber auch MK oder Boutique, je nach Bereich. 

Ich habe als Abteilungsleiter jemanden, der 8 Jahre in einer MK Partner war. Der bekommt selbstverständlich als Leiter deutlich mehr als jemand mit 3-4 Jahre GK. Man sollte hier nicht größenwahnsinnig werden. Klar, es gibt vereinzelt Unternehmen, die auch dem gewöhnlichen, unbedeutenden GK-Associate ein sechsstelliges Gehalt zahlen. Aber verglichen mit der Anzahl an Associates, die sich alle den hochdotierten Sprung ins Unternehmen vorstellen, sind das ziemlich wenige Posten.

Danke für Deine Einblicke. Klar, wenn man nun beim Daimler o.ä. arbeitet, dann ist da nichts mit verhandeln. Da wollen sicher am Tag 20 Juristen anfangen und Deine Verhandlungsposition ist quasi null. Ich habe aber auch ein Gegenbeispiel: Man hat mir z.B. mal 150k angeboten bei einem der größten Massentierhalter in Deutschland. Das habe ich dankend abgelehnt, da würde ich eher bei der Waffenlobby anheuern  Cheese . Aber es gibt sicher auch viel in der Mitte, unbekannte aber auf ihrem Gebiet führende Unternehmen ("Hidden Champions"), da ist es sicher einfacher ein ordentliches Gehalt zu verhandeln.

Es geht ja mehr darum, was der Kollege darüber auch gut dargestellt hat, dass es ein unternehmensinternes Gehaltsgefüge gibt. Natürlich kann man auch bei Hidden Champions gut verdienen. So richtig sportlich kann man aber erst verhandeln, wenn es in Leitungspositionen geht, denn am Ende sind Juristen in Unternehmen oftmals nur die nervigen Anhängsel. Da möchte man auch nicht die großen Summen für raushauen bzw. diese im Verhältnis zu den anderen (wichtigen) Abteilungen überbezahlen.

Und die letzte Gehaltserhöhungsrunde hat den Abstand zwischen GK und Unternehmen eher noch vergrößert, weil die Unternehmen keinen Grund haben dabei mitzuziehen. Das ist ein wenig wie für jemanden, der in der HR arbeitet und von Big Pharma zu Lebensmittel wechseln will. Dort wird einfach weniger gezahlt und natürlich gibt es einen Wechselaufschlag im Vergleich zur Bestandsmannschaft aber man kann nicht einfach sein Big Pharma Gehalt in den Lebensmittelbereich tragen.
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#45
15.12.2021, 11:16
(15.12.2021, 08:25)Gast schrieb:  Aber schau doch mal, welche Argumente du jetzt schon für ne Gehaltserhöhung sammeln kannst.

Spezialisierung, Fortbildungen oder ein berufsbegleitenden LLM.

Hier kann es auch von Vorteil sein, sich den finanzieren zu lassen. Das hat ja einen erheblichen finanziellen Mehrwert.
Natürlich wird dich dann dein AG vertraglich an sich binden lassen. Aber so einen LLM hast du ja ein Leben lang.

Hier TE: Englischsprachigen LL.M. habe ich schon. War letztlich auch der Hauptgrund, warum ich die Stelle bekomme habe, da viel Rechtsbezug zu Angloamerikanischem Recht im Unternehmen gegeben ist. 
MBA peile ich derzeit nicht an. Ist meiner Meinung nach auch eher nützlich, wenn man vom Juristen Richtung Management gehen möchte oder?
Zitieren
Anon
Member
***
Beiträge: 142
Themen: 0
Registriert seit: Dec 2021
#46
15.12.2021, 12:24
(15.12.2021, 10:46)Gast Gast schrieb:  
(15.12.2021, 10:30)Gast schrieb:  
(15.12.2021, 10:03)Gast schrieb:  
(14.12.2021, 16:19)Gast schrieb:  
(14.12.2021, 16:16)Gast schrieb:  Das Unternehmen ist global gesehen schon relativ groß, in Deutschland aber überschaubar. Ich bin mit 70.000 in die Verhandlung reingegangen, viel mehr wäre da als Berufseinsteiger auch nicht drin gewesen. Die Anzahl an Unternehmen, die einem ohne Erfahrung signifikant mehr zahlen, kann man da aber auch an zwei Händen abzählen, denke ich.
Man sollte da auch aufpassen, sich nicht zu verpokern.

So ist es. Deshalb ist es m.E. empfehlenswert, erst 2 oder 3 Jahre GK zu machen und sich dann mit Berufserfahrung zu bewerben. Da kann man dann immer schön sagen: ich verdiene jetzt XX, klar wird es hier jetzt nicht das gleiche geben, aber unter xy mache ich es nicht  Wink

Kannst Du natürlich machen, das heißt aber nicht, dass man darauf eingeht. Bei mir in der Rechtsabteilung (DAX-Unternehmen im Technikbereich) gibt es ohne Personalverantwortung als Jurist keine 100k, die einzige Ausnahme ist letztes Jahr in den Ruhestand gegangen, d.h. wenn Du lange genug dabei bist, kannst Du durch die tariflichen Steigerungen, die auch ATler bekommen, natürlich auf mehr kommen. Aber es ist völlig egal, woher Du kommst (ich war auch vier Jahre in Tier 1 und hab einen Dr. ), aber es gibt außer dem unmittelbaren Gehalt durchaus andere Gründe, warum Leute zu einem bestimmten Unternehmen kommen. Darum gibt es hier z.B. selbst ohne Ausschreibung fast immer Initiativbewerbungen. Hinsichtlich des Gehaltsgefüges: Bei uns achtet zum einen der Betriebsrat sehr stark darauf und im Technikbereich ist der Jurist auch nicht die Kröne der Schöpfung, zum anderen gibt es hier immer genug Bewerber. Wem das Gehalt nicht passt, kommt dann eben nicht. Aber wenn Du sagst "Ich habe bei Freshfields 140k verdient und unter 110k mache ich es nicht", dann lautet die Antwort "Dann machen Sie es eben nicht." I.Ü. wird hier die Bedeutung von irgendwelchen Tier-Rankings stark überschätzt. Vielen Team- und Abteilungsleitern sagt das nichts, weil es völlig irrelevant ist. Mandatiert wird tw. GK, aber auch MK oder Boutique, je nach Bereich. 

Ich habe als Abteilungsleiter jemanden, der 8 Jahre in einer MK Partner war. Der bekommt selbstverständlich als Leiter deutlich mehr als jemand mit 3-4 Jahre GK. Man sollte hier nicht größenwahnsinnig werden. Klar, es gibt vereinzelt Unternehmen, die auch dem gewöhnlichen, unbedeutenden GK-Associate ein sechsstelliges Gehalt zahlen. Aber verglichen mit der Anzahl an Associates, die sich alle den hochdotierten Sprung ins Unternehmen vorstellen, sind das ziemlich wenige Posten.

Danke für Deine Einblicke. Klar, wenn man nun beim Daimler o.ä. arbeitet, dann ist da nichts mit verhandeln. Da wollen sicher am Tag 20 Juristen anfangen und Deine Verhandlungsposition ist quasi null. Ich habe aber auch ein Gegenbeispiel: Man hat mir z.B. mal 150k angeboten bei einem der größten Massentierhalter in Deutschland. Das habe ich dankend abgelehnt, da würde ich eher bei der Waffenlobby anheuern  Cheese . Aber es gibt sicher auch viel in der Mitte, unbekannte aber auf ihrem Gebiet führende Unternehmen ("Hidden Champions"), da ist es sicher einfacher ein ordentliches Gehalt zu verhandeln.

Es geht ja mehr darum, was der Kollege darüber auch gut dargestellt hat, dass es ein unternehmensinternes Gehaltsgefüge gibt. Natürlich kann man auch bei Hidden Champions gut verdienen. So richtig sportlich kann man aber erst verhandeln, wenn es in Leitungspositionen geht, denn am Ende sind Juristen in Unternehmen oftmals nur die nervigen Anhängsel. Da möchte man auch nicht die großen Summen für raushauen bzw. diese im Verhältnis zu den anderen (wichtigen) Abteilungen überbezahlen.

Und die letzte Gehaltserhöhungsrunde hat den Abstand zwischen GK und Unternehmen eher noch vergrößert, weil die Unternehmen keinen Grund haben dabei mitzuziehen. Das ist ein wenig wie für jemanden, der in der HR arbeitet und von Big Pharma zu Lebensmittel wechseln will. Dort wird einfach weniger gezahlt und natürlich gibt es einen Wechselaufschlag im Vergleich zur Bestandsmannschaft aber man kann nicht einfach sein Big Pharma Gehalt in den Lebensmittelbereich tragen.


Das ist der springende Punkt. Juristen in Unternehmen sind in der Regel Kostenfaktoren, die keinen originären Umsatz generieren. Man hat quasi keinen eigenen Business-Case, was es sehr schwer macht, signifikante Gehaltsentwicklungen zu rechtfertigen. Anders als z.B. der Vertriebsleiter im selben Unternehmen, der durch seine Kundenakquise Umsatz ohne Ende reinschaufelt und deshalb über Umsatzbeteiligungen das 3-fache des Unternehmensjuristen verdient.

Wer wirklich viel verdienen möchte, der muss entweder absolut unverzichtbar sein oder eben Wertschöpfung betreiben. Andernfalls ist jeder Gehalts-Euro ein Euro, der den Gewinn des Unternehmens schmälert.
Suchen
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#47
15.12.2021, 12:44
(15.12.2021, 12:24)Anon schrieb:  
(15.12.2021, 10:46)Gast Gast schrieb:  
(15.12.2021, 10:30)Gast schrieb:  
(15.12.2021, 10:03)Gast schrieb:  
(14.12.2021, 16:19)Gast schrieb:  So ist es. Deshalb ist es m.E. empfehlenswert, erst 2 oder 3 Jahre GK zu machen und sich dann mit Berufserfahrung zu bewerben. Da kann man dann immer schön sagen: ich verdiene jetzt XX, klar wird es hier jetzt nicht das gleiche geben, aber unter xy mache ich es nicht  Wink

Kannst Du natürlich machen, das heißt aber nicht, dass man darauf eingeht. Bei mir in der Rechtsabteilung (DAX-Unternehmen im Technikbereich) gibt es ohne Personalverantwortung als Jurist keine 100k, die einzige Ausnahme ist letztes Jahr in den Ruhestand gegangen, d.h. wenn Du lange genug dabei bist, kannst Du durch die tariflichen Steigerungen, die auch ATler bekommen, natürlich auf mehr kommen. Aber es ist völlig egal, woher Du kommst (ich war auch vier Jahre in Tier 1 und hab einen Dr. ), aber es gibt außer dem unmittelbaren Gehalt durchaus andere Gründe, warum Leute zu einem bestimmten Unternehmen kommen. Darum gibt es hier z.B. selbst ohne Ausschreibung fast immer Initiativbewerbungen. Hinsichtlich des Gehaltsgefüges: Bei uns achtet zum einen der Betriebsrat sehr stark darauf und im Technikbereich ist der Jurist auch nicht die Kröne der Schöpfung, zum anderen gibt es hier immer genug Bewerber. Wem das Gehalt nicht passt, kommt dann eben nicht. Aber wenn Du sagst "Ich habe bei Freshfields 140k verdient und unter 110k mache ich es nicht", dann lautet die Antwort "Dann machen Sie es eben nicht." I.Ü. wird hier die Bedeutung von irgendwelchen Tier-Rankings stark überschätzt. Vielen Team- und Abteilungsleitern sagt das nichts, weil es völlig irrelevant ist. Mandatiert wird tw. GK, aber auch MK oder Boutique, je nach Bereich. 

Ich habe als Abteilungsleiter jemanden, der 8 Jahre in einer MK Partner war. Der bekommt selbstverständlich als Leiter deutlich mehr als jemand mit 3-4 Jahre GK. Man sollte hier nicht größenwahnsinnig werden. Klar, es gibt vereinzelt Unternehmen, die auch dem gewöhnlichen, unbedeutenden GK-Associate ein sechsstelliges Gehalt zahlen. Aber verglichen mit der Anzahl an Associates, die sich alle den hochdotierten Sprung ins Unternehmen vorstellen, sind das ziemlich wenige Posten.

Danke für Deine Einblicke. Klar, wenn man nun beim Daimler o.ä. arbeitet, dann ist da nichts mit verhandeln. Da wollen sicher am Tag 20 Juristen anfangen und Deine Verhandlungsposition ist quasi null. Ich habe aber auch ein Gegenbeispiel: Man hat mir z.B. mal 150k angeboten bei einem der größten Massentierhalter in Deutschland. Das habe ich dankend abgelehnt, da würde ich eher bei der Waffenlobby anheuern  Cheese . Aber es gibt sicher auch viel in der Mitte, unbekannte aber auf ihrem Gebiet führende Unternehmen ("Hidden Champions"), da ist es sicher einfacher ein ordentliches Gehalt zu verhandeln.

Es geht ja mehr darum, was der Kollege darüber auch gut dargestellt hat, dass es ein unternehmensinternes Gehaltsgefüge gibt. Natürlich kann man auch bei Hidden Champions gut verdienen. So richtig sportlich kann man aber erst verhandeln, wenn es in Leitungspositionen geht, denn am Ende sind Juristen in Unternehmen oftmals nur die nervigen Anhängsel. Da möchte man auch nicht die großen Summen für raushauen bzw. diese im Verhältnis zu den anderen (wichtigen) Abteilungen überbezahlen.

Und die letzte Gehaltserhöhungsrunde hat den Abstand zwischen GK und Unternehmen eher noch vergrößert, weil die Unternehmen keinen Grund haben dabei mitzuziehen. Das ist ein wenig wie für jemanden, der in der HR arbeitet und von Big Pharma zu Lebensmittel wechseln will. Dort wird einfach weniger gezahlt und natürlich gibt es einen Wechselaufschlag im Vergleich zur Bestandsmannschaft aber man kann nicht einfach sein Big Pharma Gehalt in den Lebensmittelbereich tragen.


Das ist der springende Punkt. Juristen in Unternehmen sind in der Regel Kostenfaktoren, die keinen originären Umsatz generieren. Man hat quasi keinen eigenen Business-Case, was es sehr schwer macht, signifikante Gehaltsentwicklungen zu rechtfertigen. Anders als z.B. der Vertriebsleiter im selben Unternehmen, der durch seine Kundenakquise Umsatz ohne Ende reinschaufelt und deshalb über Umsatzbeteiligungen das 3-fache des Unternehmensjuristen verdient.

Wer wirklich viel verdienen möchte, der muss entweder absolut unverzichtbar sein oder eben Wertschöpfung betreiben. Andernfalls ist jeder Gehalts-Euro ein Euro, der den Gewinn des Unternehmens schmälert.


Man hat zwar keinen eigenen Business-Case, aber ein Unternehmen ohne vernünftige In-house Juristen endet schnell im Desaster, wenn Verträge, NDAs und sonstige Vereinbarungen abgeschlossen werden, die das Unternehmen hundertausende oder gar Millionen von Euros kosten oder in der Entwicklung behindern, weil man Vereinbarungen abschließt, die einen in bestimmten Bereichen am Wettbewerb hindern.
Ganz ehrlich, wenn man sich anguckt, was einem da teilweise für Dokumentenentwürfe vorgelegt werden... 
Es ist defintiv teurer für ein Unternehmen, wenn es sich keine solide Rechtsabteilung leisten will.
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#48
15.12.2021, 12:54
Solide, ja. Aber das rechtfertigt eben nicht die exorbitanten Gehälter, die in GK's gezahlt werden. Juristen sind aus den genannten Gründen wichtig, aber eben nicht die "rainmaker". Deshalb wird es immer weniger Geld im Unternehmen geben und so schön die Gehaltserhöhung für uns alle ist, so heftiger wird dann der exit.
Zitieren
Gast Gast
Unregistered
 
#49
15.12.2021, 13:01
(15.12.2021, 12:44)Gast schrieb:  
(15.12.2021, 12:24)Anon schrieb:  
(15.12.2021, 10:46)Gast Gast schrieb:  
(15.12.2021, 10:30)Gast schrieb:  
(15.12.2021, 10:03)Gast schrieb:  Kannst Du natürlich machen, das heißt aber nicht, dass man darauf eingeht. Bei mir in der Rechtsabteilung (DAX-Unternehmen im Technikbereich) gibt es ohne Personalverantwortung als Jurist keine 100k, die einzige Ausnahme ist letztes Jahr in den Ruhestand gegangen, d.h. wenn Du lange genug dabei bist, kannst Du durch die tariflichen Steigerungen, die auch ATler bekommen, natürlich auf mehr kommen. Aber es ist völlig egal, woher Du kommst (ich war auch vier Jahre in Tier 1 und hab einen Dr. ), aber es gibt außer dem unmittelbaren Gehalt durchaus andere Gründe, warum Leute zu einem bestimmten Unternehmen kommen. Darum gibt es hier z.B. selbst ohne Ausschreibung fast immer Initiativbewerbungen. Hinsichtlich des Gehaltsgefüges: Bei uns achtet zum einen der Betriebsrat sehr stark darauf und im Technikbereich ist der Jurist auch nicht die Kröne der Schöpfung, zum anderen gibt es hier immer genug Bewerber. Wem das Gehalt nicht passt, kommt dann eben nicht. Aber wenn Du sagst "Ich habe bei Freshfields 140k verdient und unter 110k mache ich es nicht", dann lautet die Antwort "Dann machen Sie es eben nicht." I.Ü. wird hier die Bedeutung von irgendwelchen Tier-Rankings stark überschätzt. Vielen Team- und Abteilungsleitern sagt das nichts, weil es völlig irrelevant ist. Mandatiert wird tw. GK, aber auch MK oder Boutique, je nach Bereich. 

Ich habe als Abteilungsleiter jemanden, der 8 Jahre in einer MK Partner war. Der bekommt selbstverständlich als Leiter deutlich mehr als jemand mit 3-4 Jahre GK. Man sollte hier nicht größenwahnsinnig werden. Klar, es gibt vereinzelt Unternehmen, die auch dem gewöhnlichen, unbedeutenden GK-Associate ein sechsstelliges Gehalt zahlen. Aber verglichen mit der Anzahl an Associates, die sich alle den hochdotierten Sprung ins Unternehmen vorstellen, sind das ziemlich wenige Posten.

Danke für Deine Einblicke. Klar, wenn man nun beim Daimler o.ä. arbeitet, dann ist da nichts mit verhandeln. Da wollen sicher am Tag 20 Juristen anfangen und Deine Verhandlungsposition ist quasi null. Ich habe aber auch ein Gegenbeispiel: Man hat mir z.B. mal 150k angeboten bei einem der größten Massentierhalter in Deutschland. Das habe ich dankend abgelehnt, da würde ich eher bei der Waffenlobby anheuern  Cheese . Aber es gibt sicher auch viel in der Mitte, unbekannte aber auf ihrem Gebiet führende Unternehmen ("Hidden Champions"), da ist es sicher einfacher ein ordentliches Gehalt zu verhandeln.

Es geht ja mehr darum, was der Kollege darüber auch gut dargestellt hat, dass es ein unternehmensinternes Gehaltsgefüge gibt. Natürlich kann man auch bei Hidden Champions gut verdienen. So richtig sportlich kann man aber erst verhandeln, wenn es in Leitungspositionen geht, denn am Ende sind Juristen in Unternehmen oftmals nur die nervigen Anhängsel. Da möchte man auch nicht die großen Summen für raushauen bzw. diese im Verhältnis zu den anderen (wichtigen) Abteilungen überbezahlen.

Und die letzte Gehaltserhöhungsrunde hat den Abstand zwischen GK und Unternehmen eher noch vergrößert, weil die Unternehmen keinen Grund haben dabei mitzuziehen. Das ist ein wenig wie für jemanden, der in der HR arbeitet und von Big Pharma zu Lebensmittel wechseln will. Dort wird einfach weniger gezahlt und natürlich gibt es einen Wechselaufschlag im Vergleich zur Bestandsmannschaft aber man kann nicht einfach sein Big Pharma Gehalt in den Lebensmittelbereich tragen.


Das ist der springende Punkt. Juristen in Unternehmen sind in der Regel Kostenfaktoren, die keinen originären Umsatz generieren. Man hat quasi keinen eigenen Business-Case, was es sehr schwer macht, signifikante Gehaltsentwicklungen zu rechtfertigen. Anders als z.B. der Vertriebsleiter im selben Unternehmen, der durch seine Kundenakquise Umsatz ohne Ende reinschaufelt und deshalb über Umsatzbeteiligungen das 3-fache des Unternehmensjuristen verdient.

Wer wirklich viel verdienen möchte, der muss entweder absolut unverzichtbar sein oder eben Wertschöpfung betreiben. Andernfalls ist jeder Gehalts-Euro ein Euro, der den Gewinn des Unternehmens schmälert.


Man hat zwar keinen eigenen Business-Case, aber ein Unternehmen ohne vernünftige In-house Juristen endet schnell im Desaster, wenn Verträge, NDAs und sonstige Vereinbarungen abgeschlossen werden, die das Unternehmen hundertausende oder gar Millionen von Euros kosten oder in der Entwicklung behindern, weil man Vereinbarungen abschließt, die einen in bestimmten Bereichen am Wettbewerb hindern.
Ganz ehrlich, wenn man sich anguckt, was einem da teilweise für Dokumentenentwürfe vorgelegt werden... 
Es ist defintiv teurer für ein Unternehmen, wenn es sich keine solide Rechtsabteilung leisten will.

Ich habe mehrere Freunde, die als BWLer im Einkauf tätig sind. Die verantworten jeweils ein jährliches Einkaufsvolumen von 80-100 Mio. Nach diesem Argument müsste man denen ja hunderttausende zahlen, weil das Schadenspotential sehr groß ist; schon 2% schlecht verhandelt können schnell Millionen ausmachen. Die verdienen aber alle im Bereich 70-100k.

Und ein Inhouse-Jurist, der bei jedem NDA und jedem Vertrag wieder nur bedenken äußert, wird eben intern nicht als der große Heilsbringer anerkannt. Oder sagen wir es so, viele Dinge, bei denen man als Jurist schon einen Herzinfarkt bekommt, laufen in der Praxis trotzdem, weil es keinen der Beteiligten kümmert.
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#50
15.12.2021, 13:31
(15.12.2021, 13:01)Gast Gast schrieb:  
(15.12.2021, 12:44)Gast schrieb:  
(15.12.2021, 12:24)Anon schrieb:  
(15.12.2021, 10:46)Gast Gast schrieb:  
(15.12.2021, 10:30)Gast schrieb:  Danke für Deine Einblicke. Klar, wenn man nun beim Daimler o.ä. arbeitet, dann ist da nichts mit verhandeln. Da wollen sicher am Tag 20 Juristen anfangen und Deine Verhandlungsposition ist quasi null. Ich habe aber auch ein Gegenbeispiel: Man hat mir z.B. mal 150k angeboten bei einem der größten Massentierhalter in Deutschland. Das habe ich dankend abgelehnt, da würde ich eher bei der Waffenlobby anheuern  Cheese . Aber es gibt sicher auch viel in der Mitte, unbekannte aber auf ihrem Gebiet führende Unternehmen ("Hidden Champions"), da ist es sicher einfacher ein ordentliches Gehalt zu verhandeln.

Es geht ja mehr darum, was der Kollege darüber auch gut dargestellt hat, dass es ein unternehmensinternes Gehaltsgefüge gibt. Natürlich kann man auch bei Hidden Champions gut verdienen. So richtig sportlich kann man aber erst verhandeln, wenn es in Leitungspositionen geht, denn am Ende sind Juristen in Unternehmen oftmals nur die nervigen Anhängsel. Da möchte man auch nicht die großen Summen für raushauen bzw. diese im Verhältnis zu den anderen (wichtigen) Abteilungen überbezahlen.

Und die letzte Gehaltserhöhungsrunde hat den Abstand zwischen GK und Unternehmen eher noch vergrößert, weil die Unternehmen keinen Grund haben dabei mitzuziehen. Das ist ein wenig wie für jemanden, der in der HR arbeitet und von Big Pharma zu Lebensmittel wechseln will. Dort wird einfach weniger gezahlt und natürlich gibt es einen Wechselaufschlag im Vergleich zur Bestandsmannschaft aber man kann nicht einfach sein Big Pharma Gehalt in den Lebensmittelbereich tragen.


Das ist der springende Punkt. Juristen in Unternehmen sind in der Regel Kostenfaktoren, die keinen originären Umsatz generieren. Man hat quasi keinen eigenen Business-Case, was es sehr schwer macht, signifikante Gehaltsentwicklungen zu rechtfertigen. Anders als z.B. der Vertriebsleiter im selben Unternehmen, der durch seine Kundenakquise Umsatz ohne Ende reinschaufelt und deshalb über Umsatzbeteiligungen das 3-fache des Unternehmensjuristen verdient.

Wer wirklich viel verdienen möchte, der muss entweder absolut unverzichtbar sein oder eben Wertschöpfung betreiben. Andernfalls ist jeder Gehalts-Euro ein Euro, der den Gewinn des Unternehmens schmälert.


Man hat zwar keinen eigenen Business-Case, aber ein Unternehmen ohne vernünftige In-house Juristen endet schnell im Desaster, wenn Verträge, NDAs und sonstige Vereinbarungen abgeschlossen werden, die das Unternehmen hundertausende oder gar Millionen von Euros kosten oder in der Entwicklung behindern, weil man Vereinbarungen abschließt, die einen in bestimmten Bereichen am Wettbewerb hindern.
Ganz ehrlich, wenn man sich anguckt, was einem da teilweise für Dokumentenentwürfe vorgelegt werden... 
Es ist defintiv teurer für ein Unternehmen, wenn es sich keine solide Rechtsabteilung leisten will.

Ich habe mehrere Freunde, die als BWLer im Einkauf tätig sind. Die verantworten jeweils ein jährliches Einkaufsvolumen von 80-100 Mio. Nach diesem Argument müsste man denen ja hunderttausende zahlen, weil das Schadenspotential sehr groß ist; schon 2% schlecht verhandelt können schnell Millionen ausmachen. Die verdienen aber alle im Bereich 70-100k.

Und ein Inhouse-Jurist, der bei jedem NDA und jedem Vertrag wieder nur bedenken äußert, wird eben intern nicht als der große Heilsbringer anerkannt. Oder sagen wir es so, viele Dinge, bei denen man als Jurist schon einen Herzinfarkt bekommt, laufen in der Praxis trotzdem, weil es keinen der Beteiligten kümmert.

Ein Mann der Praxis  Cheese . Ich kriege echt oft Herzinfarkte wenn ich als Jurist die Gepflogenheiten in der Geschäftswelt sehe. So lange alles gut geht, denken die ich bin der Bremser und Nerver. Geht es schief, bin ich der Dumme, weil ich sie vorher nicht gewarnt habe. Lose-Lose
Zitieren
« Ein Thema zurück | Ein Thema vor »
« 1 ... 3 4 5 6 7 8 »
 
Antworten



 

Zur letzten Instanz

Das Forum "Zur letzten Instanz" ist das einzige Forum speziell für Rechtsreferendare. Diskutiere mit bei Fragen Rund um den juristischen Vorbereitungsdienst und zum Zweiten Staatsexamen!

Quick Links



Kontaktiere uns

E-Mail an uns  Datenschutzhinweise

Impressum 

Linearer Modus
Baumstrukturmodus