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Gehaltsentwicklung Syndikusanwalt
Gast
Unregistered
 
#21
14.12.2021, 17:30
(14.12.2021, 16:58)Gast schrieb:  
(14.12.2021, 16:44)Gast schrieb:  Vielleicht findest Du Dich einfach damit ab, dass man nicht alles haben kann? Und: Geld ist nicht alles.



Geld ist sicher nicht alles, aber schon der Hauptgrund, warum ich einer beruflichen Tätigkeit nachgehe. Deswegen bin ich auch daran interessiert, da immer ein zufriedenstellendes Maß an Geld für zu erhalten, auch wenn ich meine derzeitige berufliche Lage sehr zu schätzen weiß.

Naja, dann musst du halt zum Geschäftsführer aufsteigen. Das ist nicht ganz unüblich, dass aus der Rechtsabteilung eines Unternehmens am Ende Führungskräfte rekrutiert werden. Ja, bei vielen passiert das nicht.

Ich hatte mich auch mal auf einen Stelle im Unternehmen beworben. Sofort eine Absage bekommen, da keine Berufserfahrung. Da hattest du eine glückliche Hand. Aber: Dieses Unternehmen lässt sich nun mehr von mir in einigen komplizierten Projekte  beraten und ja, ich bin ziemlich glücklich, dass ich damals eine Absage bekommen habe. Denn die Möglichkeiten, die ich jetzt habe, hätte ich niemals als Syndikusanwalt gehabt. Was ich sagen will: Es gehört leider zum Schicksal eines Syndikusanwalt im gleichen Lohnspektrum zu verharren. Das ist halt der Nachteil. Aber dafür hast du einen sicheren Job und chillige Arbeitszeiten. Das ist Lebensqualität, was viele unterschätzen.
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Gast
Unregistered
 
#22
14.12.2021, 17:33
Naja, die Krankenschwester würde auch gerne mehr verdienen und hätte es sicher Markt verdient, als jeder Jurist. Sie bekommt dennoch nicht mehr, da sich die Dotierung der Stelle im Tarifvertrag immer an der Art der Tätigkeit orientiert. 

Ist deine Tätigkeit dieselbe, wie vor 10 Jahren, wirst du zurecht auch nicht viel mehr bekommen.
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Gast
Unregistered
 
#23
14.12.2021, 17:38
(14.12.2021, 17:33)Gast schrieb:  Naja, die Krankenschwester würde auch gerne mehr verdienen und hätte es sicher Markt verdient, als jeder Jurist. Sie bekommt dennoch nicht mehr, da sich die Dotierung der Stelle im Tarifvertrag immer an der Art der Tätigkeit orientiert. 

Ist deine Tätigkeit dieselbe, wie vor 10 Jahren, wirst du zurecht auch nicht viel mehr bekommen.

Immer dieses Beispiel mit Krankenschwestern in diesem Forum  LolLolLol 
Wer legt den fest, ob eine Krankenschwester mehr verdient als sie bekommt? Kein Disrespect, das ist eine wichtige Tätigkeit.
Diejenigen, die ich kenne, verdienen nicht überragend, aber okay und die betreiben nun mal keine Quantenphysik, sondern haben einen Job, der zwar manchmal anstrengend, aber auch sehr leicht zu erlernen ist.
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Gast
Unregistered
 
#24
14.12.2021, 17:41
Sehr leicht zu erlernen? Dein Ernst?

Und was hat das mit der Gehaltserhöhung zu tun? Wir reden hier nicht über die abstrakte Höhe der Gehälter.
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Gast
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#25
14.12.2021, 17:43
(14.12.2021, 17:41)Gast schrieb:  Sehr leicht zu erlernen? Dein Ernst?

Und was hat das mit der Gehaltserhöhung zu tun? Wir reden hier nicht über die abstrakte Höhe der Gehälter.


Jo, 2,5 Jahre Ausbildung nach der Realschule sind für mich keine besonders krassen Zugangsvoraussetzungen. Arzt werden ist schwer, das erfordert 10 Jahre+ an Ausbildung.
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Gast
Unregistered
 
#26
14.12.2021, 17:52
Immer dieser bullshit Vergleich mit den Krankenschwestern... Hier nochmal das Zitat eines Unbekannten von S. 94 der GK-Erhöhungsrubrik (dem nichts hinzuzufügen ist): 

"Naja das ist immer diese Milchmädchenrechnung, dass Leute in sozialen Berufen (Krankenschwester, Kindergarten, Pfleger) für eine Gesellschaft besonders wichtig sind, während die wirtschaftlichen Berufe (Banker, Anwälte, Manager, Unternehmensberater) ja nur Papiere hin und shufflen... Erstens muss auch jemand den Sozialstaat bezahlen und zweitens kommt fast die gesamte technologische (also auch medizinische) Innovation und Entwicklung aus den reichen Ländern mit funktionierenden Kapitalmärkten und Rechtssystemen, die geistiges Eigentum, Investorenrechte und die Durchsetzbarkeit von Verträgen bei adäquaten Transaktionskosten garantieren. Deutschland/USA sind nicht reicher als Bulgarien oder die Philippinen, weil wir die besseren Krankenschwestern/Pfleger haben.

Völlig fair zu sagen, dass man den Einsatz der medizinischen Berufe würdigt, die sicherlich regelmäßig auch häufiger eine altruistische Motivation in ihren Beruf reinbringen, als ein Großkanzleianwalt. Und natürlich ist der Impact eines GK-Anwalts in einer großen due diligence sehr viel abstrakter als wenn jemand eine Spritze setzt oder eine Bettpfanne wechselt. Aber das Argument von den gut bezahlten ,,bullshit jobs" in der Wirtschaft, die der Gesellschaft überhaupt keinen Nutzen bringen sollen, ist weltfremder Unsinn aus der Elfenbeinturmwelt der Geisteswissenschaften."
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omnimodo
Senior Member
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Beiträge: 725
Themen: 6
Registriert seit: Apr 2021
#27
14.12.2021, 17:53
Die meisten Krankenschwestern wären allerdings auch nicht in der Lage Juristin zu werden mit dem Erfolg, dann auch vorgenannte Gehälter zu kassieren.

Insofern fehlt da völlig die Vergleichbarkeit.

Meine ganzen ehemaligen Schulkameraden sind auch nach der Schule in Ausbildungen gegangen und haben nach spätestens 3 Jahren voll verdient. Manche auch nicht schlecht. 

Ich erst mal Abitur gemacht, Jura Studium und mit Anfang 30 im Job, während die anderen kontinuierlich verdient haben. Dabei hatte ich nie eine Garantie am Ende so gut zu verdienen, um die Zeit zu kompensieren bzw überhaupt einen schönen Job zu kriegen.

Insofern: Wagnis und Gewinn.

Im Übrigen verdient die Krankenschwester ja auch keinen Cent mehr, wenn ich weniger verdiene. Das ist so eine typische deutsche Stellvertreterneiddebatte. Und das ist schon erstaunlich. Ich unterstelle mal hier sind keine Krankenschwestern unterwegs. Dennoch kommen oft genug solche Vergleiche. Als könne man es nicht aushalten, nicht aus persönlicher Betroffenheit heraus neidisch zu sein. Dann muss man eben Schwester Ulla vorschieben.
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Gast
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#28
14.12.2021, 18:57
Bringt doch nix das zu diskutieren. Am Ende des Tages gibt es Krankenpfleger, die mit Nacht- und Feiertagzuschlägen auf 3k netto kommen und Anwälte, die bei 50 Stunden 1.8 netto bekommen. Und anders rum gibt es Anwälte, die die Reichen noch reicher machen und sich selbst auch.

Bla bla bla, das Leben war noch nie fair, ist nicht fair und wird nicht fair werden. Sozialismusversuche hat es ja einige gegeben. Kenn aber kein erfolgreiches Beispiel.

Back to topic. Ich bin in einer ähnlichen Situation wie der Thread-Ersteller.

2,5 Jahre Berufserfahrung in ner MK und jetzt im M-Dax Konzern für 85k all in bei 40 Stunden/Woche.

Hab mir natürlich bei den aktuell angehobenen Einstiegsgehältern schon meine Gedanken gemacht, ob das gut/schlecht bezahlt ist. Am Ende des Tages hab ich ehrlicherweise keinen Bock in 5, 10, 20 oder in 30 Jahren noch jeden Tag bis 8 oder 9 zu ackern. 

Ich habe die Möglichkeit nun wahrgenommen. Dass es nicht die Gehaltseröhungen wie in Kanzleien zu Beginn gibt ist klar. Klar muss einem auch sein, dass es im Unternehmen keinen Bonus für eigenen Umsatz gibt. Wie auch?
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Gast
Unregistered
 
#29
14.12.2021, 19:50
Die Vor- und Nachteile sind ja vorher klar. Man kann nicht alles haben. Im Unternehmen steigt das Gehalt fast immer langsamer als in Kanzleien
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Gast
Unregistered
 
#30
14.12.2021, 22:09
(14.12.2021, 18:57)Gast schrieb:  Bringt doch nix das zu diskutieren. Am Ende des Tages gibt es Krankenpfleger, die mit Nacht- und Feiertagzuschlägen auf 3k netto kommen und Anwälte, die bei 50 Stunden 1.8 netto bekommen. Und anders rum gibt es Anwälte, die die Reichen noch reicher machen und sich selbst auch.

Bla bla bla, das Leben war noch nie fair, ist nicht fair und wird nicht fair werden. Sozialismusversuche hat es ja einige gegeben. Kenn aber kein erfolgreiches Beispiel.

Back to topic. Ich bin in einer ähnlichen Situation wie der Thread-Ersteller.

2,5 Jahre Berufserfahrung in ner MK und jetzt im M-Dax Konzern für 85k all in bei 40 Stunden/Woche.

Hab mir natürlich bei den aktuell angehobenen Einstiegsgehältern schon meine Gedanken gemacht, ob das gut/schlecht bezahlt ist. Am Ende des Tages hab ich ehrlicherweise keinen Bock in 5, 10, 20 oder in 30 Jahren noch jeden Tag bis 8 oder 9 zu ackern. 

Ich habe die Möglichkeit nun wahrgenommen. Dass es nicht die Gehaltseröhungen wie in Kanzleien zu Beginn gibt ist klar. Klar muss einem auch sein, dass es im Unternehmen keinen Bonus für eigenen Umsatz gibt. Wie auch?


Danke dir für deinen Erfahrungsbericht. 85k nach 2,5 Jahren ist doch super. Mit einer 8 vorne nach 3 Jahren wäre ich sehr zufrieden. Es war mir natürlich vorher schon klar, dass man in einer Kanzlei einen rasanteren Anstieg schaffen kann, aber habe mich aufgrund der entspannteren Work-Life-Balance für das Unternehmen entschieden. Ganz ohne merkbare Erhöhungen möchte man ja trotzdem nicht.
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