27.10.2021, 23:11
Hallo liebes Forum,
ich erhoffe mir von diesem Post ein bisschen Input für eine wichtige Entscheidung. Oder mehrere
Ich habe zwei gute Examina hingelegt und stehe jetzt vor der Entscheidung, was ich in Zukunft so mit mir anfangen will. Im Moment arbeite ich bei einer größeren Kanzlei mit der guten Aussicht auf einen unbefristeten Vertrag und ein tolles Gehalt. Andererseits wollte ich eigentlich schon immer etwas "sinnvolles" machen. In Anführungszeichen, weil natürlich alles irgendwo sinnvoll und gut ist... Aber ich habe mir vorgestellt, bei der Staatsanwaltschaft für Recht und Gesetz zu kämpfen, beim BKA etwas gegen Kriminalität zu tun oder bei einer Behörde für Katastrophenschutz oder der Bundeswehr eine Führungsrolle einzunehmen. Ich will nicht lügen: natürlich finde ich das Gehalt bei der Kanzlei geil. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie ich beides irgendwie verbinden kann? Oder kann mich desillusionieren? Ich habe das Gefühl, ich habe so lange darauf hingearbeitet, dass mir alles offen steht... Und jetzt habe ich kein Ziel mehr und weiß nicht, was ich wirklich will.
Ich freue mich auf einen Gedankenaustausch. Und gerne ohne die übliche "gk vs Staat, wer hat die dicksten Eier" Debatte.
Liebe Grüße
ich erhoffe mir von diesem Post ein bisschen Input für eine wichtige Entscheidung. Oder mehrere
Ich habe zwei gute Examina hingelegt und stehe jetzt vor der Entscheidung, was ich in Zukunft so mit mir anfangen will. Im Moment arbeite ich bei einer größeren Kanzlei mit der guten Aussicht auf einen unbefristeten Vertrag und ein tolles Gehalt. Andererseits wollte ich eigentlich schon immer etwas "sinnvolles" machen. In Anführungszeichen, weil natürlich alles irgendwo sinnvoll und gut ist... Aber ich habe mir vorgestellt, bei der Staatsanwaltschaft für Recht und Gesetz zu kämpfen, beim BKA etwas gegen Kriminalität zu tun oder bei einer Behörde für Katastrophenschutz oder der Bundeswehr eine Führungsrolle einzunehmen. Ich will nicht lügen: natürlich finde ich das Gehalt bei der Kanzlei geil. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie ich beides irgendwie verbinden kann? Oder kann mich desillusionieren? Ich habe das Gefühl, ich habe so lange darauf hingearbeitet, dass mir alles offen steht... Und jetzt habe ich kein Ziel mehr und weiß nicht, was ich wirklich will.
Ich freue mich auf einen Gedankenaustausch. Und gerne ohne die übliche "gk vs Staat, wer hat die dicksten Eier" Debatte.
Liebe Grüße
27.10.2021, 23:26
(27.10.2021, 23:11)Gast2go schrieb: Hallo liebes Forum,Wer vor allem eine Tätigkeit mit "Sinn" sucht, wird wohl in jedem Beruf nach spätestens 6 Monaten desillusioniert und frustriert sein. Ich würde den Job auswählen, der mir am meisten Spaß macht und angemessene Konditionen bietet. Zugegeben, fast jeder Jurastudent wollte zu Studienbeginn für "Gerechtigkeit" (was auch immer das sein mag) kämpfen. Aber irgendwann muss man auch mal erwachsen werden.
ich erhoffe mir von diesem Post ein bisschen Input für eine wichtige Entscheidung. Oder mehrere![]()
Ich habe zwei gute Examina hingelegt und stehe jetzt vor der Entscheidung, was ich in Zukunft so mit mir anfangen will. Im Moment arbeite ich bei einer größeren Kanzlei mit der guten Aussicht auf einen unbefristeten Vertrag und ein tolles Gehalt. Andererseits wollte ich eigentlich schon immer etwas "sinnvolles" machen. In Anführungszeichen, weil natürlich alles irgendwo sinnvoll und gut ist... Aber ich habe mir vorgestellt, bei der Staatsanwaltschaft für Recht und Gesetz zu kämpfen, beim BKA etwas gegen Kriminalität zu tun oder bei einer Behörde für Katastrophenschutz oder der Bundeswehr eine Führungsrolle einzunehmen. Ich will nicht lügen: natürlich finde ich das Gehalt bei der Kanzlei geil. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie ich beides irgendwie verbinden kann? Oder kann mich desillusionieren? Ich habe das Gefühl, ich habe so lange darauf hingearbeitet, dass mir alles offen steht... Und jetzt habe ich kein Ziel mehr und weiß nicht, was ich wirklich will.
Ich freue mich auf einen Gedankenaustausch. Und gerne ohne die übliche "gk vs Staat, wer hat die dicksten Eier" Debatte.
Liebe Grüße
27.10.2021, 23:56
(27.10.2021, 23:26)Gast schrieb:(27.10.2021, 23:11)Gast2go schrieb: Hallo liebes Forum,Wer vor allem eine Tätigkeit mit "Sinn" sucht, wird wohl in jedem Beruf nach spätestens 6 Monaten desillusioniert und frustriert sein. Ich würde den Job auswählen, der mir am meisten Spaß macht und angemessene Konditionen bietet. Zugegeben, fast jeder Jurastudent wollte zu Studienbeginn für "Gerechtigkeit" (was auch immer das sein mag) kämpfen. Aber irgendwann muss man auch mal erwachsen werden.
ich erhoffe mir von diesem Post ein bisschen Input für eine wichtige Entscheidung. Oder mehrere![]()
Ich habe zwei gute Examina hingelegt und stehe jetzt vor der Entscheidung, was ich in Zukunft so mit mir anfangen will. Im Moment arbeite ich bei einer größeren Kanzlei mit der guten Aussicht auf einen unbefristeten Vertrag und ein tolles Gehalt. Andererseits wollte ich eigentlich schon immer etwas "sinnvolles" machen. In Anführungszeichen, weil natürlich alles irgendwo sinnvoll und gut ist... Aber ich habe mir vorgestellt, bei der Staatsanwaltschaft für Recht und Gesetz zu kämpfen, beim BKA etwas gegen Kriminalität zu tun oder bei einer Behörde für Katastrophenschutz oder der Bundeswehr eine Führungsrolle einzunehmen. Ich will nicht lügen: natürlich finde ich das Gehalt bei der Kanzlei geil. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie ich beides irgendwie verbinden kann? Oder kann mich desillusionieren? Ich habe das Gefühl, ich habe so lange darauf hingearbeitet, dass mir alles offen steht... Und jetzt habe ich kein Ziel mehr und weiß nicht, was ich wirklich will.
Ich freue mich auf einen Gedankenaustausch. Und gerne ohne die übliche "gk vs Staat, wer hat die dicksten Eier" Debatte.
Liebe Grüße
Fast jeder? Ich würde Mal sagen so gut wie keiner ?
28.10.2021, 00:16
(27.10.2021, 23:11)Gast2go schrieb: Hallo liebes Forum,
ich erhoffe mir von diesem Post ein bisschen Input für eine wichtige Entscheidung. Oder mehrere![]()
Ich habe zwei gute Examina hingelegt und stehe jetzt vor der Entscheidung, was ich in Zukunft so mit mir anfangen will. Im Moment arbeite ich bei einer größeren Kanzlei mit der guten Aussicht auf einen unbefristeten Vertrag und ein tolles Gehalt. Andererseits wollte ich eigentlich schon immer etwas "sinnvolles" machen. In Anführungszeichen, weil natürlich alles irgendwo sinnvoll und gut ist... Aber ich habe mir vorgestellt, bei der Staatsanwaltschaft für Recht und Gesetz zu kämpfen, beim BKA etwas gegen Kriminalität zu tun oder bei einer Behörde für Katastrophenschutz oder der Bundeswehr eine Führungsrolle einzunehmen. Ich will nicht lügen: natürlich finde ich das Gehalt bei der Kanzlei geil. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie ich beides irgendwie verbinden kann? Oder kann mich desillusionieren? Ich habe das Gefühl, ich habe so lange darauf hingearbeitet, dass mir alles offen steht... Und jetzt habe ich kein Ziel mehr und weiß nicht, was ich wirklich will.
Ich freue mich auf einen Gedankenaustausch. Und gerne ohne die übliche "gk vs Staat, wer hat die dicksten Eier" Debatte.
Liebe Grüße
Einen ziemlich wichtigen Punkt hast du nicht aufgeführt, dein Verhältnis zu den typischen GK Arbeitszeiten.
Dürfte eventuell ein ziemlich großer Pluspunkt für den Staatsdienst sein.
An sich bin ich ein Freund von dem Weg erstmal die GK anzutesten und ein wenig Erfahrung zu sammeln.
Eventuell bist du absolut glücklich und kannst dich richtig in die Arbeit reinsteigern, oder du wechselt ins Unternehmen / den Staatsdienst, hast aber ne Weile sehr gut verdient und bist für den Arbeitsmarkt noch attraktiver geworden.
28.10.2021, 07:20
(28.10.2021, 00:16)Nballer schrieb:(27.10.2021, 23:11)Gast2go schrieb: Hallo liebes Forum,
ich erhoffe mir von diesem Post ein bisschen Input für eine wichtige Entscheidung. Oder mehrere![]()
Ich habe zwei gute Examina hingelegt und stehe jetzt vor der Entscheidung, was ich in Zukunft so mit mir anfangen will. Im Moment arbeite ich bei einer größeren Kanzlei mit der guten Aussicht auf einen unbefristeten Vertrag und ein tolles Gehalt. Andererseits wollte ich eigentlich schon immer etwas "sinnvolles" machen. In Anführungszeichen, weil natürlich alles irgendwo sinnvoll und gut ist... Aber ich habe mir vorgestellt, bei der Staatsanwaltschaft für Recht und Gesetz zu kämpfen, beim BKA etwas gegen Kriminalität zu tun oder bei einer Behörde für Katastrophenschutz oder der Bundeswehr eine Führungsrolle einzunehmen. Ich will nicht lügen: natürlich finde ich das Gehalt bei der Kanzlei geil. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie ich beides irgendwie verbinden kann? Oder kann mich desillusionieren? Ich habe das Gefühl, ich habe so lange darauf hingearbeitet, dass mir alles offen steht... Und jetzt habe ich kein Ziel mehr und weiß nicht, was ich wirklich will.
Ich freue mich auf einen Gedankenaustausch. Und gerne ohne die übliche "gk vs Staat, wer hat die dicksten Eier" Debatte.
Liebe Grüße
Einen ziemlich wichtigen Punkt hast du nicht aufgeführt, dein Verhältnis zu den typischen GK Arbeitszeiten.
Dürfte eventuell ein ziemlich großer Pluspunkt für den Staatsdienst sein.
An sich bin ich ein Freund von dem Weg erstmal die GK anzutesten und ein wenig Erfahrung zu sammeln.
Eventuell bist du absolut glücklich und kannst dich richtig in die Arbeit reinsteigern, oder du wechselt ins Unternehmen / den Staatsdienst, hast aber ne Weile sehr gut verdient und bist für den Arbeitsmarkt noch attraktiver geworden.
Danke für deinen Input! Die Arbeitszeiten sind sicher nicht super, aber schrecken mich, für eine begrenzte Zeit bis Familie da ist, auch nicht. Ist es denn so, dass man nach der gk auch für den Staatsdienst attraktiver ist? Das wäre ja ein riesen Pluspunkt für diesen Plan. Andererseits fängt man dann in den Erfahrungsstufen doch wieder ganz von vorne an
28.10.2021, 08:08
Jedenfalls BW stellt gern ehemalige Rechtsanwälte ein, weil die eben schon Erfahrungen mitbringen. Bist Du sicher, dass die Vortätigkeit für die Erfahrungsstufe keine Rolle spielt?
Gegen zuerst GK ist also nichts zu sagen.
Ansonsten würde ich im öffentlichen Dienst immer die Justiz empfehlen, weil sie mit dem Wechsel StA/Gericht, verschiedenen Gerichtszweigen und der Möglichkeit von Sonderverwendungen bei Bundesgerichten oder in Ministerien ausgesprochen vielfältige Möglichkeiten bietet.
Gegen zuerst GK ist also nichts zu sagen.
Ansonsten würde ich im öffentlichen Dienst immer die Justiz empfehlen, weil sie mit dem Wechsel StA/Gericht, verschiedenen Gerichtszweigen und der Möglichkeit von Sonderverwendungen bei Bundesgerichten oder in Ministerien ausgesprochen vielfältige Möglichkeiten bietet.
28.10.2021, 13:47
(28.10.2021, 08:08)Praktiker schrieb: Jedenfalls BW stellt gern ehemalige Rechtsanwälte ein, weil die eben schon Erfahrungen mitbringen. Bist Du sicher, dass die Vortätigkeit für die Erfahrungsstufe keine Rolle spielt?
Gegen zuerst GK ist also nichts zu sagen.
Ansonsten würde ich im öffentlichen Dienst immer die Justiz empfehlen, weil sie mit dem Wechsel StA/Gericht, verschiedenen Gerichtszweigen und der Möglichkeit von Sonderverwendungen bei Bundesgerichten oder in Ministerien ausgesprochen vielfältige Möglichkeiten bietet.
Mit einem Start in der Anwaltschaft macht man sicher nichts falsch, da man sich so auch an die Arbeitszeiten in der Justiz gewöhnen kann.
28.10.2021, 16:34
Das mit den Erfahrungsstufen ist je nach Behörde meines Wissens nicht richtig, teilweise steht das ja in den Ausschreibungen auch drin, wieviel angerechnet werden kann.
Ich verstehe auch den Hintergrund nicht ganz - geht es ums Geld oder um die Beförderungschancen in der Behörde?
Wenn es ums Geld geht: In 2-3 Jahren Großkanzlei verdient man gegenüber dem Staat so viel mehr, dass man - wenn man eine normale Sparquote zugrunde legt - bei späterem Wechsel in den Staatsdienst allein aus den Zinsen den Nachteil einer niederigeren Erfahrungsstufe locker kompensiert.
Wahrscheinlich wird man nach 5 Jahren Anwalt und 10 Jahren Behörde nicht so weit stehen wie jemand, der 15 Jahre in der Behörde war. Aber auch da kommt es doch langfristig viel mehr auf die eigenen Fähigkeiten und natürlich auch jeweilige die Behörde an. Kandidat A steigt mit 26 Jahren im Rechtsamt Posemuckel ein, Kandidatin B mit 34 Jahren nach paar Jahren Großkanzlei in Bundesministerium... Wer hat die höheren Chancen, mit 60 Jahren in der B-Besoldung zu stecken? Ich sage Kandidatin B.
Ich verstehe auch den Hintergrund nicht ganz - geht es ums Geld oder um die Beförderungschancen in der Behörde?
Wenn es ums Geld geht: In 2-3 Jahren Großkanzlei verdient man gegenüber dem Staat so viel mehr, dass man - wenn man eine normale Sparquote zugrunde legt - bei späterem Wechsel in den Staatsdienst allein aus den Zinsen den Nachteil einer niederigeren Erfahrungsstufe locker kompensiert.
Wahrscheinlich wird man nach 5 Jahren Anwalt und 10 Jahren Behörde nicht so weit stehen wie jemand, der 15 Jahre in der Behörde war. Aber auch da kommt es doch langfristig viel mehr auf die eigenen Fähigkeiten und natürlich auch jeweilige die Behörde an. Kandidat A steigt mit 26 Jahren im Rechtsamt Posemuckel ein, Kandidatin B mit 34 Jahren nach paar Jahren Großkanzlei in Bundesministerium... Wer hat die höheren Chancen, mit 60 Jahren in der B-Besoldung zu stecken? Ich sage Kandidatin B.
28.10.2021, 16:47
Was wäre mit EU-Institutionen? Finanziell soweit ich weiß deutlich attraktiver als beim Deutschen Staat und Du kannst trotzdem was im öffentlichen Sektor "für die Allgemeinheit" tun, wenn Dir das wichtig ist.
28.10.2021, 18:01
(27.10.2021, 23:11)Gast2go schrieb: Hallo liebes Forum,
ich erhoffe mir von diesem Post ein bisschen Input für eine wichtige Entscheidung. Oder mehrere![]()
Ich habe zwei gute Examina hingelegt und stehe jetzt vor der Entscheidung, was ich in Zukunft so mit mir anfangen will. Im Moment arbeite ich bei einer größeren Kanzlei mit der guten Aussicht auf einen unbefristeten Vertrag und ein tolles Gehalt. Andererseits wollte ich eigentlich schon immer etwas "sinnvolles" machen. In Anführungszeichen, weil natürlich alles irgendwo sinnvoll und gut ist... Aber ich habe mir vorgestellt, bei der Staatsanwaltschaft für Recht und Gesetz zu kämpfen, beim BKA etwas gegen Kriminalität zu tun oder bei einer Behörde für Katastrophenschutz oder der Bundeswehr eine Führungsrolle einzunehmen. Ich will nicht lügen: natürlich finde ich das Gehalt bei der Kanzlei geil. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie ich beides irgendwie verbinden kann? Oder kann mich desillusionieren? Ich habe das Gefühl, ich habe so lange darauf hingearbeitet, dass mir alles offen steht... Und jetzt habe ich kein Ziel mehr und weiß nicht, was ich wirklich will.
Ich freue mich auf einen Gedankenaustausch. Und gerne ohne die übliche "gk vs Staat, wer hat die dicksten Eier" Debatte.
Liebe Grüße
Reichen dir denn 3200 netto nach Abzug der PKV zum Einstieg nicht? Das hast ungefähr du bei A13/ R1. Ich finde, dass das sehr viel ist.
Es ist enorm wichtig einen Beruf zu haben, den man gerne macht. Unterschätz das nicht.










