30.09.2021, 08:45
(30.09.2021, 07:30)Gast schrieb:(29.09.2021, 21:46)Berhördion87 schrieb:(29.09.2021, 21:17)Gast schrieb:(29.09.2021, 17:59)Gasto schrieb:(29.09.2021, 17:24)HerrKules schrieb: Naja, Anwälte sind doch aber auch nicht dafür bekannt, früh anzufangen. Grade in GK geht es doch eher um 9:30 los, bringen also kein Problem. Abholen kann man die Kinder auch mit "normaler" Stelle nicht.
Bei einer offenen Ganztagsschule oder auch normalen Kita um 16-16:30 Uhr kein Problem.
Mag sich für viele Anwälte verrückt anhören, aber zahlreiche Menschen machen um 16 Uhr Feierabend. Auch Richter.
Erlebt man gerne auch auf den Autobahnen vor Corona. Die Feierabend Rushour ging da so ab 15:30 Uhr los...
Gibt so viele Richter hier, die drauf schwören, dass sie nicht regelmäßig im 16 uhr Feierabend machen, sondern auch ganz ganz viel arbeiten, wie die richtigen anderen Juristen. Aber dachte mir schon, dass die sich nur aufspielen wollen.
R1/R2 für die 25-35h Wochen, die hier regelmäßig von den Richtern genannt werden, ist doch mega. Weiß gar nicht, wieso sich alle darüber beschweren.
Seh das auch so. Bei uns im Sprengel gehen die alle um 16 Uhr spätestens heim. Und freitags ab 12 wird ausgestempelt. Dafür ist R1 schon fast wieder ne Frechheit
Wo seid ihr bitte alle? Nicht mal die Planrichter gehen hier vor 17 Uhr, die Proberichter sitzen locker bis 18 oder 19 Uhr hier.
Für ein mittelgroßes AG in NRW kann ich diese Zeiten voll bestätigen, zumindest was die Anwesenheit angeht. Ab 16 Uhr trifft man fast nur noch Proberichter an. Plus 1 bis 2 Tage Home-Office, diejenigen mit eAkte in Zivil auch teilweise mehr. Ich selbst bin 3 Tage die Woche da, jeweils zwischen 5 und 8 Stunden, je nachdem wie viel halt anfällt. Was ich Zuhause machen kann, mach ich Zuhause. So komme ich auf ~ 30 bis 35 Stunden/ Woche, manchmal mehr (zB bei Eildienst am Wochenende).
Am Landgericht läuft es anders. Zivilkammer eigentlich immer viel zu tun, Strafkammer wellenförmig, mal (sehr) viel zu tun, mal (sehr) wenig, was man kaum bis gar nicht beeinflussen kann.
30.09.2021, 11:19
Ich bin jetzt seit 10 Jahren Richter und frage mich, wo die Kollegen sind, die angeblich dauerhaft 50h++ arbeiten.
In der Proberichterzeit kommt sowas mal vor. Das liegt aber insbesondere einfach in der Natur der Sache (weniger Erfahrungen, vieles neu, keine Routine etc.).
Meine Station in der Baurechtskammer war durchaus zeitintensiver als am AG.
Mittlerweile bin ich aber tatsächlich bei 35-40h als Regelarbeitszeit und soweit ich das überblicken kann, läuft das bei Kollegen am LG und meiner Frau am AG ähnlich.
Ich fang gegen 8 Uhr zuhause oder Vorort an und bin in der Regel gegen 16/17 Uhr fertig inklusive Mittagspause, die mal kürzer, zuhause mit den Kindern aber auch etwas länger ausfallen kann. An Sitzungstagen kann es mal länger werden, was jedoch nicht immer planbar ist. Teilweise ist es auch schneller vorbei als erwartet (spontaner Vergleich u.ä.).
Arbeite ich nun nie länger? Natürlich tue ich das. Ab und an sind Fälle einfach rechtlich oder tatsächlich komplexer und erfordern mehr Zeit. Auch kommen neue Entwicklungen (zB Dieselklagen), wo es zeitweise länger dauert in die Materie und den Fall reinzukommen als beim 1000. Verkehrsunfall. Dann sitzt man vereinzelt abends mal paar Stunden länger oder man setzt sich am Wochenende nochmal hin. Aber auch die Phasen finden ein Ende.
Im Gegenzug gibt's aber auch Zeiten, wo man durchaus früher geht, weil viele Akten sich schnell erledigen lassen. Da kann es auch mal um 14 Uhr ins Wochenende gehen.
All dies ist nicht die Regel, kommt aber in beide Richtungen vor und insgesamt ist die work-life balance mMn eigentlich unschlagbar (solange man die Tätigkeit als Richter mag :)....).
Auch die Besoldung ist vollkommen ausreichend (mehr würde ich natürlich nehmen). Die Frage ist eher, was der Anspruch ist. In einer Großstadt leben und sich ein schickes Haus leisten? So etwas können selbst Leute aus der Wirtschaft nicht, die mehr verdienen und mehr arbeiten. Großstadt ist kostentechnisch einfach eine andere Liga. Auch für (GK-)Anwälte.
In der Umgebung, in einer Kleinstadt oder auf dem Land lässt es sich super leben. Der Partner kann auch arbeiten und dann ist das Haushaltseinkommen durchaus bei 7-10k. Statistisch Oberschichteinkommen (bereits ab ca 4k netto glaube ich).
Aber auch vorher kann man mit 3-4k gut zurecht kommen. Wer unbedingt mit dem Geld einen Porsche finanzieren muss, hat es natürlich schwierig.
Die Meisten haben wegen der GK-Gehälter (die überhaupt nicht verglichen werden können mit der Besoldung) komplett falsche Vorstellungen.
Glaubt ihr denn ihr kriegt in der Wirtschaft überall mehr? R1 entspricht in meinem Bundesland beim Einstieg ca. 70k in der Wirtschaft, um aufs gleiche Netto zu kommen (wobei meine Zahlen da etwas älter sein mögen). Und reich wird man unterhalb der Partner / Chefebene auch nicht, was aber wiederum ganz andere Nachteile bringt.
Außerhalb der großen Kanzleien wird es schwierig. Und auch da bleiben viele nicht für immer. Ob man danach mehr verdient (als parallel in der Justiz) ist unterhalb der General Counsel / Chefebene auch nicht garantiert. Arbeitszeiten sind selbst dann häufig auch schlimmer. Pension und ähnliches müsste man auch noch berücksichtigen...
Wer tatsächlich in der Justiz als Richter findet, er würde für die gleiche "horrende" Arbeitszeit deutlich mehr verdienen, sollte vielleicht einen Wechsel überlegen. Die Unzufriedenheit im eigenen Job ist schlecht für alle Beteiligten.
Möglicherweise wird aber auch erkannt, dass in der freien Wirtschaft eine entsprechende Arbeitszeit, ein entsprechendes Gehalt, Sicherheit oder Freiheit doch nicht möglich sind.
Vielleicht sind viele auch einfach zu lange raus (falls man früher überhaupt drin war) aus der Kanzleiwelt und haben eine viel zu romantische Vorstellung...
Also ich persönlich vermisse meine Zeit als Anwalt nicht und würde auch nicht wieder wechseln wollen.
In der Proberichterzeit kommt sowas mal vor. Das liegt aber insbesondere einfach in der Natur der Sache (weniger Erfahrungen, vieles neu, keine Routine etc.).
Meine Station in der Baurechtskammer war durchaus zeitintensiver als am AG.
Mittlerweile bin ich aber tatsächlich bei 35-40h als Regelarbeitszeit und soweit ich das überblicken kann, läuft das bei Kollegen am LG und meiner Frau am AG ähnlich.
Ich fang gegen 8 Uhr zuhause oder Vorort an und bin in der Regel gegen 16/17 Uhr fertig inklusive Mittagspause, die mal kürzer, zuhause mit den Kindern aber auch etwas länger ausfallen kann. An Sitzungstagen kann es mal länger werden, was jedoch nicht immer planbar ist. Teilweise ist es auch schneller vorbei als erwartet (spontaner Vergleich u.ä.).
Arbeite ich nun nie länger? Natürlich tue ich das. Ab und an sind Fälle einfach rechtlich oder tatsächlich komplexer und erfordern mehr Zeit. Auch kommen neue Entwicklungen (zB Dieselklagen), wo es zeitweise länger dauert in die Materie und den Fall reinzukommen als beim 1000. Verkehrsunfall. Dann sitzt man vereinzelt abends mal paar Stunden länger oder man setzt sich am Wochenende nochmal hin. Aber auch die Phasen finden ein Ende.
Im Gegenzug gibt's aber auch Zeiten, wo man durchaus früher geht, weil viele Akten sich schnell erledigen lassen. Da kann es auch mal um 14 Uhr ins Wochenende gehen.
All dies ist nicht die Regel, kommt aber in beide Richtungen vor und insgesamt ist die work-life balance mMn eigentlich unschlagbar (solange man die Tätigkeit als Richter mag :)....).
Auch die Besoldung ist vollkommen ausreichend (mehr würde ich natürlich nehmen). Die Frage ist eher, was der Anspruch ist. In einer Großstadt leben und sich ein schickes Haus leisten? So etwas können selbst Leute aus der Wirtschaft nicht, die mehr verdienen und mehr arbeiten. Großstadt ist kostentechnisch einfach eine andere Liga. Auch für (GK-)Anwälte.
In der Umgebung, in einer Kleinstadt oder auf dem Land lässt es sich super leben. Der Partner kann auch arbeiten und dann ist das Haushaltseinkommen durchaus bei 7-10k. Statistisch Oberschichteinkommen (bereits ab ca 4k netto glaube ich).
Aber auch vorher kann man mit 3-4k gut zurecht kommen. Wer unbedingt mit dem Geld einen Porsche finanzieren muss, hat es natürlich schwierig.
Die Meisten haben wegen der GK-Gehälter (die überhaupt nicht verglichen werden können mit der Besoldung) komplett falsche Vorstellungen.
Glaubt ihr denn ihr kriegt in der Wirtschaft überall mehr? R1 entspricht in meinem Bundesland beim Einstieg ca. 70k in der Wirtschaft, um aufs gleiche Netto zu kommen (wobei meine Zahlen da etwas älter sein mögen). Und reich wird man unterhalb der Partner / Chefebene auch nicht, was aber wiederum ganz andere Nachteile bringt.
Außerhalb der großen Kanzleien wird es schwierig. Und auch da bleiben viele nicht für immer. Ob man danach mehr verdient (als parallel in der Justiz) ist unterhalb der General Counsel / Chefebene auch nicht garantiert. Arbeitszeiten sind selbst dann häufig auch schlimmer. Pension und ähnliches müsste man auch noch berücksichtigen...
Wer tatsächlich in der Justiz als Richter findet, er würde für die gleiche "horrende" Arbeitszeit deutlich mehr verdienen, sollte vielleicht einen Wechsel überlegen. Die Unzufriedenheit im eigenen Job ist schlecht für alle Beteiligten.
Möglicherweise wird aber auch erkannt, dass in der freien Wirtschaft eine entsprechende Arbeitszeit, ein entsprechendes Gehalt, Sicherheit oder Freiheit doch nicht möglich sind.
Vielleicht sind viele auch einfach zu lange raus (falls man früher überhaupt drin war) aus der Kanzleiwelt und haben eine viel zu romantische Vorstellung...
Also ich persönlich vermisse meine Zeit als Anwalt nicht und würde auch nicht wieder wechseln wollen.
30.09.2021, 12:33
(30.09.2021, 11:19)Gast schrieb: Ich bin jetzt seit 10 Jahren Richter und frage mich, wo die Kollegen sind, die angeblich dauerhaft 50h++ arbeiten.
In der Proberichterzeit kommt sowas mal vor. Das liegt aber insbesondere einfach in der Natur der Sache (weniger Erfahrungen, vieles neu, keine Routine etc.).
Meine Station in der Baurechtskammer war durchaus zeitintensiver als am AG.
Mittlerweile bin ich aber tatsächlich bei 35-40h als Regelarbeitszeit und soweit ich das überblicken kann, läuft das bei Kollegen am LG und meiner Frau am AG ähnlich.
Ich fang gegen 8 Uhr zuhause oder Vorort an und bin in der Regel gegen 16/17 Uhr fertig inklusive Mittagspause, die mal kürzer, zuhause mit den Kindern aber auch etwas länger ausfallen kann. An Sitzungstagen kann es mal länger werden, was jedoch nicht immer planbar ist. Teilweise ist es auch schneller vorbei als erwartet (spontaner Vergleich u.ä.).
Arbeite ich nun nie länger? Natürlich tue ich das. Ab und an sind Fälle einfach rechtlich oder tatsächlich komplexer und erfordern mehr Zeit. Auch kommen neue Entwicklungen (zB Dieselklagen), wo es zeitweise länger dauert in die Materie und den Fall reinzukommen als beim 1000. Verkehrsunfall. Dann sitzt man vereinzelt abends mal paar Stunden länger oder man setzt sich am Wochenende nochmal hin. Aber auch die Phasen finden ein Ende.
Im Gegenzug gibt's aber auch Zeiten, wo man durchaus früher geht, weil viele Akten sich schnell erledigen lassen. Da kann es auch mal um 14 Uhr ins Wochenende gehen.
All dies ist nicht die Regel, kommt aber in beide Richtungen vor und insgesamt ist die work-life balance mMn eigentlich unschlagbar (solange man die Tätigkeit als Richter mag :)....).
Auch die Besoldung ist vollkommen ausreichend (mehr würde ich natürlich nehmen). Die Frage ist eher, was der Anspruch ist. In einer Großstadt leben und sich ein schickes Haus leisten? So etwas können selbst Leute aus der Wirtschaft nicht, die mehr verdienen und mehr arbeiten. Großstadt ist kostentechnisch einfach eine andere Liga. Auch für (GK-)Anwälte.
In der Umgebung, in einer Kleinstadt oder auf dem Land lässt es sich super leben. Der Partner kann auch arbeiten und dann ist das Haushaltseinkommen durchaus bei 7-10k. Statistisch Oberschichteinkommen (bereits ab ca 4k netto glaube ich).
Aber auch vorher kann man mit 3-4k gut zurecht kommen. Wer unbedingt mit dem Geld einen Porsche finanzieren muss, hat es natürlich schwierig.
Die Meisten haben wegen der GK-Gehälter (die überhaupt nicht verglichen werden können mit der Besoldung) komplett falsche Vorstellungen.
Glaubt ihr denn ihr kriegt in der Wirtschaft überall mehr? R1 entspricht in meinem Bundesland beim Einstieg ca. 70k in der Wirtschaft, um aufs gleiche Netto zu kommen (wobei meine Zahlen da etwas älter sein mögen). Und reich wird man unterhalb der Partner / Chefebene auch nicht, was aber wiederum ganz andere Nachteile bringt.
Außerhalb der großen Kanzleien wird es schwierig. Und auch da bleiben viele nicht für immer. Ob man danach mehr verdient (als parallel in der Justiz) ist unterhalb der General Counsel / Chefebene auch nicht garantiert. Arbeitszeiten sind selbst dann häufig auch schlimmer. Pension und ähnliches müsste man auch noch berücksichtigen...
Wer tatsächlich in der Justiz als Richter findet, er würde für die gleiche "horrende" Arbeitszeit deutlich mehr verdienen, sollte vielleicht einen Wechsel überlegen. Die Unzufriedenheit im eigenen Job ist schlecht für alle Beteiligten.
Möglicherweise wird aber auch erkannt, dass in der freien Wirtschaft eine entsprechende Arbeitszeit, ein entsprechendes Gehalt, Sicherheit oder Freiheit doch nicht möglich sind.
Vielleicht sind viele auch einfach zu lange raus (falls man früher überhaupt drin war) aus der Kanzleiwelt und haben eine viel zu romantische Vorstellung...
Also ich persönlich vermisse meine Zeit als Anwalt nicht und würde auch nicht wieder wechseln wollen.
Dein Richterleben scheint tatsächlich gechillt zu sein. Was machst Du konkret?
30.09.2021, 18:47
(30.09.2021, 11:19)Gast schrieb: Ich bin jetzt seit 10 Jahren Richter und frage mich, wo die Kollegen sind, die angeblich dauerhaft 50h++ arbeiten.
In der Proberichterzeit kommt sowas mal vor. Das liegt aber insbesondere einfach in der Natur der Sache (weniger Erfahrungen, vieles neu, keine Routine etc.).
Meine Station in der Baurechtskammer war durchaus zeitintensiver als am AG.
Mittlerweile bin ich aber tatsächlich bei 35-40h als Regelarbeitszeit und soweit ich das überblicken kann, läuft das bei Kollegen am LG und meiner Frau am AG ähnlich.
Ich fang gegen 8 Uhr zuhause oder Vorort an und bin in der Regel gegen 16/17 Uhr fertig inklusive Mittagspause, die mal kürzer, zuhause mit den Kindern aber auch etwas länger ausfallen kann. An Sitzungstagen kann es mal länger werden, was jedoch nicht immer planbar ist. Teilweise ist es auch schneller vorbei als erwartet (spontaner Vergleich u.ä.).
Arbeite ich nun nie länger? Natürlich tue ich das. Ab und an sind Fälle einfach rechtlich oder tatsächlich komplexer und erfordern mehr Zeit. Auch kommen neue Entwicklungen (zB Dieselklagen), wo es zeitweise länger dauert in die Materie und den Fall reinzukommen als beim 1000. Verkehrsunfall. Dann sitzt man vereinzelt abends mal paar Stunden länger oder man setzt sich am Wochenende nochmal hin. Aber auch die Phasen finden ein Ende.
Im Gegenzug gibt's aber auch Zeiten, wo man durchaus früher geht, weil viele Akten sich schnell erledigen lassen. Da kann es auch mal um 14 Uhr ins Wochenende gehen.
All dies ist nicht die Regel, kommt aber in beide Richtungen vor und insgesamt ist die work-life balance mMn eigentlich unschlagbar (solange man die Tätigkeit als Richter mag :)....).
Auch die Besoldung ist vollkommen ausreichend (mehr würde ich natürlich nehmen). Die Frage ist eher, was der Anspruch ist. In einer Großstadt leben und sich ein schickes Haus leisten? So etwas können selbst Leute aus der Wirtschaft nicht, die mehr verdienen und mehr arbeiten. Großstadt ist kostentechnisch einfach eine andere Liga. Auch für (GK-)Anwälte.
In der Umgebung, in einer Kleinstadt oder auf dem Land lässt es sich super leben. Der Partner kann auch arbeiten und dann ist das Haushaltseinkommen durchaus bei 7-10k. Statistisch Oberschichteinkommen (bereits ab ca 4k netto glaube ich).
Aber auch vorher kann man mit 3-4k gut zurecht kommen. Wer unbedingt mit dem Geld einen Porsche finanzieren muss, hat es natürlich schwierig.
Die Meisten haben wegen der GK-Gehälter (die überhaupt nicht verglichen werden können mit der Besoldung) komplett falsche Vorstellungen.
Glaubt ihr denn ihr kriegt in der Wirtschaft überall mehr? R1 entspricht in meinem Bundesland beim Einstieg ca. 70k in der Wirtschaft, um aufs gleiche Netto zu kommen (wobei meine Zahlen da etwas älter sein mögen). Und reich wird man unterhalb der Partner / Chefebene auch nicht, was aber wiederum ganz andere Nachteile bringt.
Außerhalb der großen Kanzleien wird es schwierig. Und auch da bleiben viele nicht für immer. Ob man danach mehr verdient (als parallel in der Justiz) ist unterhalb der General Counsel / Chefebene auch nicht garantiert. Arbeitszeiten sind selbst dann häufig auch schlimmer. Pension und ähnliches müsste man auch noch berücksichtigen...
Wer tatsächlich in der Justiz als Richter findet, er würde für die gleiche "horrende" Arbeitszeit deutlich mehr verdienen, sollte vielleicht einen Wechsel überlegen. Die Unzufriedenheit im eigenen Job ist schlecht für alle Beteiligten.
Möglicherweise wird aber auch erkannt, dass in der freien Wirtschaft eine entsprechende Arbeitszeit, ein entsprechendes Gehalt, Sicherheit oder Freiheit doch nicht möglich sind.
Vielleicht sind viele auch einfach zu lange raus (falls man früher überhaupt drin war) aus der Kanzleiwelt und haben eine viel zu romantische Vorstellung...
Also ich persönlich vermisse meine Zeit als Anwalt nicht und würde auch nicht wieder wechseln wollen.
+++++++1!!!!!!!!
30.09.2021, 20:11
Bin nicht der mit dem langen Post, aber kann dem beipflichten. 14 Uhr ist selten Schluss. 15/16 Uhr kommt aber mal hin (Ausschlag nach "unten") . Ab da wirds auch im Kollegenkreis stündlich leerer.
Aber länger als 17 Uhr kommt eigentlich auch selten vor. Ausnahmen gibt's für paar Tage oder ne Woche natürlich mal.
Bin aber auch jemand, der gern einen klaren cut hat. Gibt Kollegen, die gehen tatsächlich früher und holen dann abends / am nächsten Tag / am Wochenende die paar Stunden nach.
Bin Beisitzer am LG für Banken-/Finanzsachen.
Aber schön zu sehen, wie eine normale Arbeitswoche (ca 40h) als sehr gechillt wahrgenommen wird. Da haben einige Leute wohl zu extreme Vorstellungen.
Aber länger als 17 Uhr kommt eigentlich auch selten vor. Ausnahmen gibt's für paar Tage oder ne Woche natürlich mal.
Bin aber auch jemand, der gern einen klaren cut hat. Gibt Kollegen, die gehen tatsächlich früher und holen dann abends / am nächsten Tag / am Wochenende die paar Stunden nach.
Bin Beisitzer am LG für Banken-/Finanzsachen.
Aber schön zu sehen, wie eine normale Arbeitswoche (ca 40h) als sehr gechillt wahrgenommen wird. Da haben einige Leute wohl zu extreme Vorstellungen.
30.09.2021, 21:36
(30.09.2021, 20:11)Gast schrieb: Bin nicht der mit dem langen Post, aber kann dem beipflichten. 14 Uhr ist selten Schluss. 15/16 Uhr kommt aber mal hin (Ausschlag nach "unten") . Ab da wirds auch im Kollegenkreis stündlich leerer.
Aber länger als 17 Uhr kommt eigentlich auch selten vor. Ausnahmen gibt's für paar Tage oder ne Woche natürlich mal.
Bin aber auch jemand, der gern einen klaren cut hat. Gibt Kollegen, die gehen tatsächlich früher und holen dann abends / am nächsten Tag / am Wochenende die paar Stunden nach.
Bin Beisitzer am LG für Banken-/Finanzsachen.
Aber schön zu sehen, wie eine normale Arbeitswoche (ca 40h) als sehr gechillt wahrgenommen wird. Da haben einige Leute wohl zu extreme Vorstellungen.
Beamtenleben halt.
30.09.2021, 21:52
(30.09.2021, 21:36)Gast schrieb:(30.09.2021, 20:11)Gast schrieb: Bin nicht der mit dem langen Post, aber kann dem beipflichten. 14 Uhr ist selten Schluss. 15/16 Uhr kommt aber mal hin (Ausschlag nach "unten") . Ab da wirds auch im Kollegenkreis stündlich leerer.
Aber länger als 17 Uhr kommt eigentlich auch selten vor. Ausnahmen gibt's für paar Tage oder ne Woche natürlich mal.
Bin aber auch jemand, der gern einen klaren cut hat. Gibt Kollegen, die gehen tatsächlich früher und holen dann abends / am nächsten Tag / am Wochenende die paar Stunden nach.
Bin Beisitzer am LG für Banken-/Finanzsachen.
Aber schön zu sehen, wie eine normale Arbeitswoche (ca 40h) als sehr gechillt wahrgenommen wird. Da haben einige Leute wohl zu extreme Vorstellungen.
Beamtenleben halt.
Richter sind keine Beamte.
30.09.2021, 21:56
(30.09.2021, 21:52)Gast007 schrieb:(30.09.2021, 21:36)Gast schrieb:(30.09.2021, 20:11)Gast schrieb: Bin nicht der mit dem langen Post, aber kann dem beipflichten. 14 Uhr ist selten Schluss. 15/16 Uhr kommt aber mal hin (Ausschlag nach "unten") . Ab da wirds auch im Kollegenkreis stündlich leerer.
Aber länger als 17 Uhr kommt eigentlich auch selten vor. Ausnahmen gibt's für paar Tage oder ne Woche natürlich mal.
Bin aber auch jemand, der gern einen klaren cut hat. Gibt Kollegen, die gehen tatsächlich früher und holen dann abends / am nächsten Tag / am Wochenende die paar Stunden nach.
Bin Beisitzer am LG für Banken-/Finanzsachen.
Aber schön zu sehen, wie eine normale Arbeitswoche (ca 40h) als sehr gechillt wahrgenommen wird. Da haben einige Leute wohl zu extreme Vorstellungen.
Beamtenleben halt.
Richter sind keine Beamte.
"...werden aber als solche behandelt"
30.09.2021, 22:06
(30.09.2021, 21:56)Gast schrieb:(30.09.2021, 21:52)Gast007 schrieb:(30.09.2021, 21:36)Gast schrieb:(30.09.2021, 20:11)Gast schrieb: Bin nicht der mit dem langen Post, aber kann dem beipflichten. 14 Uhr ist selten Schluss. 15/16 Uhr kommt aber mal hin (Ausschlag nach "unten") . Ab da wirds auch im Kollegenkreis stündlich leerer.
Aber länger als 17 Uhr kommt eigentlich auch selten vor. Ausnahmen gibt's für paar Tage oder ne Woche natürlich mal.
Bin aber auch jemand, der gern einen klaren cut hat. Gibt Kollegen, die gehen tatsächlich früher und holen dann abends / am nächsten Tag / am Wochenende die paar Stunden nach.
Bin Beisitzer am LG für Banken-/Finanzsachen.
Aber schön zu sehen, wie eine normale Arbeitswoche (ca 40h) als sehr gechillt wahrgenommen wird. Da haben einige Leute wohl zu extreme Vorstellungen.
Beamtenleben halt.
Richter sind keine Beamte.
"...werden aber als solche behandelt"
Beamte sind nicht unabhängig.
30.09.2021, 22:11
(30.09.2021, 21:52)Gast007 schrieb:(30.09.2021, 21:36)Gast schrieb:(30.09.2021, 20:11)Gast schrieb: Bin nicht der mit dem langen Post, aber kann dem beipflichten. 14 Uhr ist selten Schluss. 15/16 Uhr kommt aber mal hin (Ausschlag nach "unten") . Ab da wirds auch im Kollegenkreis stündlich leerer.
Aber länger als 17 Uhr kommt eigentlich auch selten vor. Ausnahmen gibt's für paar Tage oder ne Woche natürlich mal.
Bin aber auch jemand, der gern einen klaren cut hat. Gibt Kollegen, die gehen tatsächlich früher und holen dann abends / am nächsten Tag / am Wochenende die paar Stunden nach.
Bin Beisitzer am LG für Banken-/Finanzsachen.
Aber schön zu sehen, wie eine normale Arbeitswoche (ca 40h) als sehr gechillt wahrgenommen wird. Da haben einige Leute wohl zu extreme Vorstellungen.
Beamtenleben halt.
Richter sind keine Beamte.








