29.09.2021, 20:52
Bei mir kommen 3.400 Euro raus. Und man muss schon sagen als Single kann man davon mehr als gut leben. Ich lege jeden Monat mehrere Scheine zurück und kann mir trotzdem ziemlich viel leisten ohne mir groß Gedanken machen zu müssen. Und auch ich wohne in einer Stadt, in der die Mieten nicht gerade niedrig sind. Wie es als Familie ist, kann ich nicht beurteilen, ich kann nur eins sagen. Kaum einer meiner Freunde verdient - auch trotz Studium - so viel wie ich, vor allem direkt im ersten Jahr. Meine Eltern haben beide nicht studiert und haben auch nie mehr als A13 verdient. Aber sie haben ein Haus gebaut, wir haben viele Urlaube auf der ganzen Welt gemacht und sie haben uns alles ermöglicht. Ich denke mit R1 sollte man sich - vor allem am Anfang der Karriere - nicht beschweren. Man kann ja auch was draus machen mit Aktien etc.
29.09.2021, 21:16
(29.09.2021, 20:52)GastStA schrieb: Bei mir kommen 3.400 Euro raus. Und man muss schon sagen als Single kann man davon mehr als gut leben. Ich lege jeden Monat mehrere Scheine zurück und kann mir trotzdem ziemlich viel leisten ohne mir groß Gedanken machen zu müssen. Und auch ich wohne in einer Stadt, in der die Mieten nicht gerade niedrig sind. Wie es als Familie ist, kann ich nicht beurteilen, ich kann nur eins sagen. Kaum einer meiner Freunde verdient - auch trotz Studium - so viel wie ich, vor allem direkt im ersten Jahr. Meine Eltern haben beide nicht studiert und haben auch nie mehr als A13 verdient. Aber sie haben ein Haus gebaut, wir haben viele Urlaube auf der ganzen Welt gemacht und sie haben uns alles ermöglicht. Ich denke mit R1 sollte man sich - vor allem am Anfang der Karriere - nicht beschweren. Man kann ja auch was draus machen mit Aktien etc.
Das mag sein. Mit Familie inklusive Kind in der Nähe von Stuttgart oder München wird es auch zum Leben reichen, mehr aber auch nicht.
29.09.2021, 21:17
(29.09.2021, 17:59)Gasto schrieb:(29.09.2021, 17:24)HerrKules schrieb: Naja, Anwälte sind doch aber auch nicht dafür bekannt, früh anzufangen. Grade in GK geht es doch eher um 9:30 los, bringen also kein Problem. Abholen kann man die Kinder auch mit "normaler" Stelle nicht.
Bei einer offenen Ganztagsschule oder auch normalen Kita um 16-16:30 Uhr kein Problem.
Mag sich für viele Anwälte verrückt anhören, aber zahlreiche Menschen machen um 16 Uhr Feierabend. Auch Richter.
Erlebt man gerne auch auf den Autobahnen vor Corona. Die Feierabend Rushour ging da so ab 15:30 Uhr los...
Gibt so viele Richter hier, die drauf schwören, dass sie nicht regelmäßig im 16 uhr Feierabend machen, sondern auch ganz ganz viel arbeiten, wie die richtigen anderen Juristen. Aber dachte mir schon, dass die sich nur aufspielen wollen.
R1/R2 für die 25-35h Wochen, die hier regelmäßig von den Richtern genannt werden, ist doch mega. Weiß gar nicht, wieso sich alle darüber beschweren.
29.09.2021, 21:46
(29.09.2021, 21:17)Gast schrieb:(29.09.2021, 17:59)Gasto schrieb:(29.09.2021, 17:24)HerrKules schrieb: Naja, Anwälte sind doch aber auch nicht dafür bekannt, früh anzufangen. Grade in GK geht es doch eher um 9:30 los, bringen also kein Problem. Abholen kann man die Kinder auch mit "normaler" Stelle nicht.
Bei einer offenen Ganztagsschule oder auch normalen Kita um 16-16:30 Uhr kein Problem.
Mag sich für viele Anwälte verrückt anhören, aber zahlreiche Menschen machen um 16 Uhr Feierabend. Auch Richter.
Erlebt man gerne auch auf den Autobahnen vor Corona. Die Feierabend Rushour ging da so ab 15:30 Uhr los...
Gibt so viele Richter hier, die drauf schwören, dass sie nicht regelmäßig im 16 uhr Feierabend machen, sondern auch ganz ganz viel arbeiten, wie die richtigen anderen Juristen. Aber dachte mir schon, dass die sich nur aufspielen wollen.
R1/R2 für die 25-35h Wochen, die hier regelmäßig von den Richtern genannt werden, ist doch mega. Weiß gar nicht, wieso sich alle darüber beschweren.
Seh das auch so. Bei uns im Sprengel gehen die alle um 16 Uhr spätestens heim. Und freitags ab 12 wird ausgestempelt. Dafür ist R1 schon fast wieder ne Frechheit
29.09.2021, 21:48
Mit Ende 30 und zwei Kindern komme ich mit R1 auf 4400 Netto zzgl schwankender Nebenverdienste von ca 200. Wenn die Frau nach Elternzeit auch wieder voll- oder teilzeit arbeitet, kommt man schon ganz gut über die Runden: großes Haus, zwei Autos, zwei Urlaube pro Jahr und es bleibt immer noch genug zum "Leben" und ab und zu bleiben auch mal ein paar Hunderter am Ende des Monats übrig.
Als GK-Anwalt wäre natürlich deutlich mehr drin. Aber da kann ich halt (mit der entsprechenden Berufserfahrung, Effektivität und einem aufgeräumten Dezernat) nicht um 14/15 Uhr nach Hause, hätte nicht jedes Wochenende frei und würde meine Kinder nicht nur morgens und im Jahresurlaub sehen. Von daher will ich nicht tauschen.
Als GK-Anwalt wäre natürlich deutlich mehr drin. Aber da kann ich halt (mit der entsprechenden Berufserfahrung, Effektivität und einem aufgeräumten Dezernat) nicht um 14/15 Uhr nach Hause, hätte nicht jedes Wochenende frei und würde meine Kinder nicht nur morgens und im Jahresurlaub sehen. Von daher will ich nicht tauschen.
29.09.2021, 21:54
Ist das denn wirklich so, dass die Richter alle um 14/15 Uhr nach Hause gehen?
29.09.2021, 21:57
R1 in der Großstadt ist als Single voll okay, gerade, wenn das Dezernat iO ist und man vielleicht sogar noch Zeit für ne Nebentätigkeit hat. Ich hab jetzt zu Beginn so 3500 netto nach PKV und lege 1500 an. Aber ich hab hier viele Kollegen mit Familie, deren Partner (sind dann halt doch immer die Frauen) halb oder gar nicht arbeiten, die sind richtig gestresst und das nicht wegen der Arbeit sondern wegen der Immobilienpreise. Einige setzen auf die eAkte, auch, damit sie dann remote arbeiten können und vielleicht irgendwo günstiger aufs Land ziehen können.
29.09.2021, 22:00
(29.09.2021, 21:54)Gast schrieb: Ist das denn wirklich so, dass die Richter alle um 14/15 Uhr nach Hause gehen?
Nein, das hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- das Rechtsgebiet bzw der Zustand des Dezernat, wobei man letzteren beeinflussen kann und wenn ein im schlechten Zustand übernommenes Dezernat erstmal aufgeräumt ist, kann man selbst bestimmen, wie es weiter geht
- die persönliche Arbeitsweise: effektives Arbeiten oder wissenschaftliche Abhandlungen, die niemanden interessieren? Ellenlange Hinweisbeschlüsse oder verfahrensfördernde Maßnahmen? Verhandlungsgeschick bei Vergleichserörterungen oder lieber schnell nachgeben und ein langes Urteil schreiben? Strukturiert und geordnet arbeiten oder chaotisch?
- persönliche Charaktereigenschaften: hat jemand Angst vor Fehlern oder traut man sich, schnell und zügig eine Entscheidung zu treffen?
29.09.2021, 22:01
Die Bezahlung ist an der Grenze zur Verfassungswidrigkeit, siehe BVerfG. Sagt doch alles.
29.09.2021, 22:04








