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Besoldung Justiz - wirklich so kacke?
Gast
Unregistered
 
#1
29.09.2021, 13:49
Hallo,

denke drüber nach in die Justiz zu gehen, mich schreckt aber das Gehalt irgendwie ab. In NRW bleiben nach Abzug PKV nur noch irgendwie 3200 EUR übrig, das ist nicht wirklich üppig. Ob sich das dann langfristig ausgleicht, wage ich irgendwie zu bezweifeln..


Wie steht ihr dazu? Insbesondere die Leute aus der Justiz?
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Erste Infos zum Bewerbungsverfahren für den Justizdienst findest Du auf den Richter-Infoseiten von Juristenkoffer.de:
https://www.juristenkoffer.de/richter/

Darüber hinaus sollte man sich dann mit dem Karriere-Dossier über die Einstellungschancen und Bewerbungsvoraussetzungen informieren. Optional besteht zudem die Möglichkeit, auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zuzugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben:

https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
 
Gast
Unregistered
 
#2
29.09.2021, 14:08
was soll man dazu jetzt sagen...du weißt ja selbst was man verdient. ob es "wirklich so kacke ist" musst du schon selbst beurteilen. Für den einen ja, für den anderen nein, kommt auf den eigenen Lebensstil und Prioritäten an. Verhungern muss man nicht.
Gasto
Unregistered
 
#3
29.09.2021, 14:08
(29.09.2021, 13:49)Gast schrieb:  Hallo,

denke drüber nach in die Justiz zu gehen, mich schreckt aber das Gehalt irgendwie ab. In NRW bleiben nach Abzug PKV nur noch irgendwie 3200 EUR übrig, das ist nicht wirklich üppig. Ob sich das dann langfristig ausgleicht, wage ich irgendwie zu bezweifeln..


Wie steht ihr dazu? Insbesondere die Leute aus der Justiz?

Wenn du mit R1 alleine eine Familie in einer Großstadt finanzieren willst, hast du ein Problem.

Wenn du dich hingegen in einer normalen Kleinstadt niederlässt, deine Frau/Mann ähnlich arbeitet, sieht die Welt ganz anders aus. Dann habt ihr nach ein paar Jahren so 6-8k netto Haushaltseinkommen (abhängig von Teilzeit wegen Kindern), keinen Stress mit Altersvorsorge wegen Pension, eine am Ende doch halbwegs entspannte Tätigkeit und könnt euch ein schönes Häuschen leisten.
Gast
Unregistered
 
#4
29.09.2021, 14:12
Ich arbeite in NRW als Richterin und lebe mit den 3200€ wie ein König. Lege jeden Monat 1.000€ zurück und kann von dem Rest immer noch total großzügig leben inklusive teurer Hobbys.

Bin aber auch Single. Als Alleinverdiener einer Großfamilie wird’s vielleicht knapp. In München auch.

Ansonsten sind 3200€ netto super viel, keine Ahnung wie Leute immer denken, dass wäre wenig. Man macht halt keine großen Gehaltssprünge.
Gast
Unregistered
 
#5
29.09.2021, 14:21
(29.09.2021, 14:12)Gast schrieb:  Ich arbeite in NRW als Richterin und lebe mit den 3200€ wie ein König. Lege jeden Monat 1.000€ zurück und kann von dem Rest immer noch total großzügig leben inklusive teurer Hobbys.

Bin aber auch Single. Als Alleinverdiener einer Großfamilie wird’s vielleicht knapp. In München auch.

Ansonsten sind 3200€ netto super viel, keine Ahnung wie Leute immer denken, dass wäre wenig. Man macht halt keine großen Gehaltssprünge.

Wenn man nen Haus in einer schönen Gegend finanzieren will und ggf noch Kinder in die Welt setzt, bleibt halt wirklich nicht so viel übrig. Man arbeitet dann halt für Haus und Family.
DMOWMYH
Member
***
Beiträge: 171
Themen: 4
Registriert seit: Jun 2021
#6
29.09.2021, 14:25
(29.09.2021, 13:49)Gast schrieb:  Hallo,

denke drüber nach in die Justiz zu gehen, mich schreckt aber das Gehalt irgendwie ab. In NRW bleiben nach Abzug PKV nur noch irgendwie 3200 EUR übrig, das ist nicht wirklich üppig. Ob sich das dann langfristig ausgleicht, wage ich irgendwie zu bezweifeln..


Wie steht ihr dazu? Insbesondere die Leute aus der Justiz?

Auch wenn es immer schöner ist mehr zu verdienen muss man doch einfach mal feststellen, dass jemand der mit 3200 netto, 2 jährlichen Steigerungen, Pension, PKV, ohne Schichtdienst und ohne regelmäßige Arbeit am Wochenende andere Probleme hat, wenn das Glücklichsein am Ende am Geld scheitert.
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guga
Unregistered
 
#7
29.09.2021, 14:25
Entscheidend ist ja auch das Familieneinkommen. Der Mann mit R1 und die Ehefrau auf 50% mit 1,5k netto plus 2 Kinder wird einfach eng. Zwei Mal R1 oder A13 und die Welt sieht schon ganz anders aus.
Gasto
Unregistered
 
#8
29.09.2021, 14:26
(29.09.2021, 14:21)Gast schrieb:  
(29.09.2021, 14:12)Gast schrieb:  Ich arbeite in NRW als Richterin und lebe mit den 3200€ wie ein König. Lege jeden Monat 1.000€ zurück und kann von dem Rest immer noch total großzügig leben inklusive teurer Hobbys.

Bin aber auch Single. Als Alleinverdiener einer Großfamilie wird’s vielleicht knapp. In München auch.

Ansonsten sind 3200€ netto super viel, keine Ahnung wie Leute immer denken, dass wäre wenig. Man macht halt keine großen Gehaltssprünge.

Wenn man nen Haus in einer schönen Gegend finanzieren will und ggf noch Kinder in die Welt setzt, bleibt halt wirklich nicht so viel übrig. Man arbeitet dann halt für Haus und Family.

Was halt genauso für die GKler gilt  Upside_down mit Kids kann der Partner kaum noch arbeiten, weil man selbst ja gar nicht da ist. Und das Haus muss im Dunstkreis einer der GK-Großstädte stehen und ist entsprechend teuer dadurch. 

Wer natürlich unbedingt in MUC, FFFM, DUS oder HH leben will, der kann es sich dort gut nur über die GK o.ä. finanzieren. Wer aber eher den Ansatz hat, ein Haus mit etwas Grün drumherum zu besitzen, der kann es sich in einer Kleinstadt oft besser finanzieren als in einer der obigen Städte. Selbst wenn man in der Kleinstadt als Richter deutlich weniger verdient als ein GK Anwalt in FFM.
Gasto
Unregistered
 
#9
29.09.2021, 14:28
(29.09.2021, 14:25)guga schrieb:  Entscheidend ist ja auch das Familieneinkommen. Der Mann mit R1 und die Ehefrau auf 50% mit 1,5k netto plus 2 Kinder wird einfach eng. Zwei Mal R1 oder A13 und die Welt sieht schon ganz anders aus.


Also wer - wie in diesem Fall - 6k netto nach Hause bringt (plus eine Pension im Rücken fürs Alter) und damit nicht zu Rande kommt, der hat wohl ein anderes Problem.  Smile

Disclaimer: Außer man lebt in MUC, FFM oder HH.
HerrKules
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Registriert seit: Mar 2021
#10
29.09.2021, 15:53
Tja, schwierig. Bei 2 Kindern hätte man ja gerne auch 2 Kinderzimmer, also mindestens 4-Zimmer-Wohnung - und das ohne home office. 4 Zimmer kriegst du im Süden auch in kleineren Großstädten nicht unter 1,7-2,2k warm. Mit Kita und ner alten Schrottgurke vor der Tür bleibt da nicht viel für Luxus übrig. Verdient die PartnerIn auch R1, ist es sehr angenehm. Verdient die nur 1000€, wird es echt knapp.

Die Behauptung, dass neben GK eben nur ein sehr geringes und sonst ein volles Gehalt möglich sei, teile ich nicht. Ob einer jetzt um 18 oder um 20 Uhr abends heimkommt, spielt für die mögliche Arbeitszeit des anderen doch keine Rolle. Zwei volle Jobs mit Kindern gehen sowieso kaum, auch wenn es A13 ist. Hat man bspw. 1x A13 voll und einmal halb, liegt man vernutlich eher unter Großkanzlei+kleinerer Teilzeitjob. Insbesondere kriegt man den Kinderzuschlag nur einmal.
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