19.09.2021, 17:09
Hallo zusammen,
ich werde in paar Wochen in einer kleinen Kanzlei (10 Anwälte) primär im Bereich Arbeitsrecht anfangen. Auf Dauer möchte ich aber in Unternehmen arbeiten. Ich habe jetzt mehrfach gelesen, dass Unternehmen eher Juristen bevorzugen, die relevante Berufserfahrung in größeren Kanzleien gemacht haben. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Würdet ihr sagen, der Wechsel von einer kleinen Kanzlei in ein Unternehmen oder auch in eine mittelständische Kanzlei ist möglich?
ich werde in paar Wochen in einer kleinen Kanzlei (10 Anwälte) primär im Bereich Arbeitsrecht anfangen. Auf Dauer möchte ich aber in Unternehmen arbeiten. Ich habe jetzt mehrfach gelesen, dass Unternehmen eher Juristen bevorzugen, die relevante Berufserfahrung in größeren Kanzleien gemacht haben. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Würdet ihr sagen, der Wechsel von einer kleinen Kanzlei in ein Unternehmen oder auch in eine mittelständische Kanzlei ist möglich?
19.09.2021, 17:30
Die großen Kanzleien machen halt Arbeitsrecht auf der Arbeitgeberseite und die kleinen auf der Arbeitnehmerseite. Die Unternehmen brauchen das AG Seite Arbeitsrecht, deshalb wahrscheinlich. Kannst ja einen FA Arbeitsrecht machen.
19.09.2021, 17:47
Was hier wieder ein Unsinn geschrieben wird.
Wenn du in deiner KK Arbeitsrecht im KMU Bereich machst, bist du schon interessant für eben diese KMUs. Du planst ja wohl nicht den Wechsel in einen Dax Konzern ;-) und natürlich suchen Unternehmen den bestmöglichen Kandidaten. Da die Aussteiger aus großen Einheiten aber nun auch recht viel Gehalt verlangen, kommen diese für viele KMUs gar nicht in Frage.
Wenn du in deiner KK Arbeitsrecht im KMU Bereich machst, bist du schon interessant für eben diese KMUs. Du planst ja wohl nicht den Wechsel in einen Dax Konzern ;-) und natürlich suchen Unternehmen den bestmöglichen Kandidaten. Da die Aussteiger aus großen Einheiten aber nun auch recht viel Gehalt verlangen, kommen diese für viele KMUs gar nicht in Frage.
20.09.2021, 17:38
Also in der Kanzlei werden hauptsächlich Arbeitnehmer vertreten. Ich will mir halt nix verbauen für die Zukunft. Weiß nicht wie sinnvoll es ist am Anfang in einer kleinen Kanzlei einzusteigen. Andererseits habe ich im Moment auch keine andere Alternative in Aussicht
höre immer wieder von Leuten, dass der Wechsel von einer KK in eine mittelständische Kanzlei/Unternehmen schwierig ist. Verstehe auch nicht wieso. Die Erfahrung die man in einer KK macht ist ja besser als gar keine Erfahrung
höre immer wieder von Leuten, dass der Wechsel von einer KK in eine mittelständische Kanzlei/Unternehmen schwierig ist. Verstehe auch nicht wieso. Die Erfahrung die man in einer KK macht ist ja besser als gar keine Erfahrung
17.07.2026, 22:15
Würde den Thread gerne pushen
18.07.2026, 11:32
Was willst du denn wissen?
Ich habe in einer kleinen, auf ArbR spezialisierten Kanzlei angefangen, bin nach 1 1/2 Jahren in eine mittelständische WPG gewechselt und von dort aus nach weiteren 7 Jahren in eine Tochtergesellschaft eines DAX Konzerns.
Tatsächlich ist es so, dass ArbR auf Arbeitnehmerseite eher hinderlich ist, wenn du im Anschluss auf die Arbeitgeberseite wechseln willst. Es kommt aber darauf an,
Es ist also kein grundsätzliches Hindernis, in einer KK oder auf AN-Seite angefangen zu haben, aber das ArbR ist oftmals sehr politisch gefärbt. Viele Kanzleien vertreten entweder nur AN oder AG, nicht beide Seiten und treten dementsprechend auf. Mein Chef in der KK war regelrecht linksradikal, hat das nach außen dargestellt und ich habe mich im nachfolgenden Berufsleben in Bewerbungsphasen mehrfach dafür rechtfertigen müssen, für "so eine" Kanzlei gearbeitet zu haben. Viel mehr als 1 1/2 Jahre hätten es daher nicht sein dürfen, um noch für die Arbeitgeberseite interessant zu sein.
DAX-Konzerne haben meistens auch bestimmte Notenvorgaben, kleinere und mittlere Unternehmen weniger.
Ich habe in einer kleinen, auf ArbR spezialisierten Kanzlei angefangen, bin nach 1 1/2 Jahren in eine mittelständische WPG gewechselt und von dort aus nach weiteren 7 Jahren in eine Tochtergesellschaft eines DAX Konzerns.
Tatsächlich ist es so, dass ArbR auf Arbeitnehmerseite eher hinderlich ist, wenn du im Anschluss auf die Arbeitgeberseite wechseln willst. Es kommt aber darauf an,
- wie lange du auf Arbeitnehmerseite tätig warst,
- wie aggressiv die Kanzlei aufgetreten ist
- ob die Kanzlei ausschließlich AN und Gewerkschaft oder auch Arbeitgeber vertreten hat
- wie viel Erfahrungen im kollektiven ArbR du sammeln konntest
- ob du in ein großes oder mittelständisches/kleines Unternehmen willst
Es ist also kein grundsätzliches Hindernis, in einer KK oder auf AN-Seite angefangen zu haben, aber das ArbR ist oftmals sehr politisch gefärbt. Viele Kanzleien vertreten entweder nur AN oder AG, nicht beide Seiten und treten dementsprechend auf. Mein Chef in der KK war regelrecht linksradikal, hat das nach außen dargestellt und ich habe mich im nachfolgenden Berufsleben in Bewerbungsphasen mehrfach dafür rechtfertigen müssen, für "so eine" Kanzlei gearbeitet zu haben. Viel mehr als 1 1/2 Jahre hätten es daher nicht sein dürfen, um noch für die Arbeitgeberseite interessant zu sein.
DAX-Konzerne haben meistens auch bestimmte Notenvorgaben, kleinere und mittlere Unternehmen weniger.









