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Stressresistenz Realtalk
Gast
Unregistered
 
#11
21.07.2021, 20:34
Empfehlung: 

alle auffindbaren Videos von Jordan B. Peterson anschauen und verinnerlichen.
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Gast
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#12
21.07.2021, 22:46
(21.07.2021, 20:34)Gast schrieb:  Empfehlung: 

alle auffindbaren Videos von Jordan B. Peterson anschauen und verinnerlichen.

das wär ein halbes Studium lmao
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Gast
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#13
23.07.2021, 11:41
Keine Ahnung, ich weiß doch, dass ich alles regeln kann, warum dann stressen?

Vor dem Examen hatte ich permanent das Examen im Hinterkopf, das noch kommen wird, das hat dann schon gestresst, aber jetzt gibt es sowas ja nicht mehr. Ich mache halt meine Arbeit. Wenn was dringend ist, mache ich das zuerst und was nicht so dringend ist, mache ich dann, wenn es reinpasst. Wenn mehr anfällt, arbeite ich schneller, wenn weniger anfällt, etwas ruhiger.

Wenn ich meine Arbeit schlecht machen würde, würde ich irgendwann vom Chef Bescheid kriegen und müsste mich mehr anstrengen. Wenn es dann immer noch nicht reicht, fliege ich raus und bekomme eine Weile gut Arbeitslosengeld, suche mir einen neuen Job und verdiene wieder Geld.  Gleiches passiert, wenn ich keinen Bock mehr auf den Job, Chef oder Kollegen haben. Solange das aber nicht passiert, kommt ohnehin jeden Monat das Geld sicher rein. Insofern gibt es gar keinen Grund, mich zu stressen.

Die ersten Monate gingen mir die Akten allerdings abends nicht aus dem Kopf. Auch Gespräche bei der Arbeit haben mich beschäftigt. Das legt sich aber, wenn die Eindrücke nicht mehr so neu sind. Außerdem habe ich angefangen zwischen zwei Akten kurz zu surfen, das lenkt mich ab und hilft dabei, dass der Kopf sich nicht immer voller anfühlt. Ist ein kleines Abschalten zwischendurch.

Keine Ahnung, ob das hilft. Aber generell hilft mir immer, mir die Konsequenzen von einem Scheitern o.Ä. vor Augen zu führen. Und die sind regelmäßig recht irrelevant. Vor allem wenn ich daran denke, wie ich in 20 Jahren auf die Situation zurückschauen würde. Das ist meistens so ein "haha, war echt n Griff ins Klo damals. Aber grundsätzliche Bedeutung für mein Leben danach hatte es nicht."
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Gast HN
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#14
23.07.2021, 12:05
If it's not terminal or criminal, don't worry about it!
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Gast
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#15
29.07.2021, 08:18
Ich kann Abends nicht abschalten, kann nachts kaum schlafen. Wenn ich sehr gestresst bin, muss ich mich übergeben. Manchmal weine ich auch. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Sad
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omnimodo
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Beiträge: 725
Themen: 6
Registriert seit: Apr 2021
#16
29.07.2021, 08:34
(29.07.2021, 08:18)Gast schrieb:  Ich kann Abends nicht abschalten, kann nachts kaum schlafen. Wenn ich sehr gestresst bin, muss ich mich übergeben. Manchmal weine ich auch. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Sad

Zum Hausarzt und Überweisung für eine Therapie holen. Bei akuter Überlastung krankschreiben lassen bei der Gelegenheit.

Oder steckst du in der Examensvorbereitung?
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Gast
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#17
29.07.2021, 09:22
Nein, bin Berufsanfänger und noch in der Probezeit, weshalb ich eigentlich ungern krank machen möchte.
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omnimodo
Senior Member
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Beiträge: 725
Themen: 6
Registriert seit: Apr 2021
#18
29.07.2021, 10:52
Verständlich. Aber deine Gesundheit ist wichtiger. Das klingt wirklich richtig übel und nach einem grundsätzlichen Problem. Irgendwann erreichst du den Punkt, an dem du nicht mehr kannst. Will sagen: wenn es so weitergeht kannst du den Berufsstart halt ganz versauen. 

Nimm dir erst mal eine Woche per Krankschreibung Zeit, um klarzukommen.
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Gast
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#19
29.07.2021, 11:07
(29.07.2021, 09:22)Gast schrieb:  Nein, bin Berufsanfänger und noch in der Probezeit, weshalb ich eigentlich ungern krank machen möchte.



Bei mir ging das mit dem Abschalten am Anfang auch schwerer. So extrem wie bei dir war es zwar nicht, aber vielleicht bessert es sich ja, wenn du dich an die Belastung gewöhnt hast.
Dass du dich einfach durchbeißen sollst, will ich damit aber nicht sagen. Hört sich schon heftig an, da solltest du auf dich und deine mentale Gesundheit achten. Wollte nur sagen, dass es möglicherweise noch an deiner Anfängereigenschaft liegt und sich das mit der Zeit bessert.
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Gast
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#20
29.07.2021, 11:53
(21.07.2021, 11:01)Gast 123 schrieb:  Als ich noch ganz klein war, hat mir ein erfolgreicher GK Partner mal erzählt (der Verfahren im Mrd Bereich betreut hat):

"Es ist doch nur Geld. Und es ist nicht mal meins..."

Kann dadurch den Stress auch relativ gut von mir wegschieben, weil es am Ende doch nur ein Job ist. Weder stirbt jemand, wenn ich einen Fehler mache, noch werde ich direkt gekündigt oder obdachlos. Der aller größte Stress ist doch nur selbst gemacht, weil man XY unbedingt noch schaffen will statt einfach zu sagen, dass XY eben noch länger dauert (oder jemand dabei unterstützen soll).


Habe zu Beginn meiner Karriere auch Steuerstrafrecht gemacht. Man muss dazu sagen, dass ich Strafrecht nie leiden konnte und Steuerstraftrecht nur deshalb gemacht habe, weil es irgendwie dazu gehörte.

Als dann aber tatsächlich mal eine Freiheitsstrafe gewunken hat und ich mir tatsächlich unsicher war, ob mein Mandant nicht doch unschuldig ist, habe ich gemerkt, dass mir die Verantwortung im Strafrecht einfach zu groß ist, zumindest, wenn es tatsächlich um was geht. Seit dem mache ich kein Strafrecht mehr.

In den anderen Gebieten verfahren ich nach dem zitierten Motto. Es ist nur Geld. Sollte ich wirklich mal extrem Kacke bauen und komm nicht irgendwie aus der Haftung, dann hab ich dafür eine Versicherung. Daher habe ich kaum Verantwortungsdruck bzw. Stress.
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