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  5. Eure Erwartungen an einen Arbeitgeber
1 2 »
Antworten

 
Eure Erwartungen an einen Arbeitgeber
Gaston
Unregistered
 
#1
15.06.2021, 10:39
Hallo zusammen,

Was sind Eure Erwartungen an einen Arbeitgeber? 

Ich starte demnächst in die Bewerbungsphase - ich bin grds für alles (außer Justiz) offen, Behörde, Anwalt, Unternehmen, Verband…

Welche Erwartungen sollte man an einen Arbeitgeber stellen dürfen? (Ich meine nicht im Bewerbungsgespräch, sondern generell).

Meine bisherigen Wünsche und Überlegungen:

- Klare Strukturen (wer ist wofür/für mich zuständig?; Wo finde ich was?; wie funktioniert die technische Infrastruktur?) und klare Arbeitsanweisungen (insbesondere bei Standardsachen, die in der Regel gleich ablaufen);

- keine Vereinsamung im Büro, sondern regelmäßiger fachlicher Austausch mit Kollegen über Projekte/Mandate;

- Genaue Arbeitszeiterfassung und geregelte maximale Arbeitszeiten (Maximum für mich wären 45 Std/Woche) /Kernarbeitszeiten;

- halbwegs kollegiales Umfeld, ohne Ellbogenmentalität, sondern „Teamspirit“ (ggf. sogar 4-Augen-Prinzip bei sehr wichtigen Angelegenheiten);

- vernünftige Einarbeitung und Onboarding; keine volle Verantwortung vom ersten Tag an, sondern Entwicklung einer solchen innerhalb eines Zeitraums (zB 1-2 Jahre)

- regelmäßiges Feedback für eigene Leistungen;

- Fortbildungen/Schulungen;

- festgelegte Vertretungsregelung bei Erkrankung/Urlaub;

- ausgiebige Kommunikationsmöglichkeiten, zur Vermeidung von Missverständnissen (zB direkter Draht zum Vorgesetzten);

- Beachtung der Mitarbeitergesundheit, um lange Leistungsfähigkeit zu gewährleisten



Findet ihr das zu utopisch? Sollte man irgendwo Abstriche machen, wenn ja, wo? 

Fehlt vielleicht sogar was auf der Liste? (Gehalt ist für mich eher Nebensache, wenn die og Aspekte erfüllt würden).

Gibt’s vielleicht sogar Arbeitgeber, die das halbwegs gewährleisten können?

Würde mich über Infos freuen! 

Grüße!
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Gast Gast
Unregistered
 
#2
15.06.2021, 11:02
Das ist ein Wunscharbeitgeber, den es so nicht gibt. Wahrscheinlich findest du am ehesten noch in großen Konzernen so etwas. Mit den dortigen Nachteilen eben, dass es oft sehr strikte Hierarchien gibt und der Laden wenig dynamisch ist.

Gerade in Kanzleien fällt das Thema Arbeitszeit und geregeltes Onboarding/klare Strukturen oft hinten runter, weil selbst große Läden dort am Ende klein sind (wirtschaftlich gesehen). Dort gibt es eben eine starke "kümmer dich selbst drum" Mentalität und es ist stark Team abhängig, wie die Eingliederung abläuft.
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Gast
Unregistered
 
#3
15.06.2021, 11:20
Liest sich wie jemand, der frisch von der Uni lebenslang sorgen-, stress- und verantwortungsfrei arbeiten will.

Rechtsberatung ist ausgeschlossen, da naturgemäß risikobehaftet. Es kommen letztlich ausschließlich Tätigkeiten eines legal counsels auf maximal mittlerer Stufe in Betracht, zB Compliance, Schadenssachbearbeiter, Assistent der GF. Ggf. kommt auch der öffentliche Dienst im Betracht, zB Leitung Finanzamt. 

Ich finde es auch nicht verkehrt, dass sowas klar geäußert wird, da man nicht selten Kollegen und Kolleginnen sieht, die sich ohne jegliche Risikoaffinität (juristisch aber auch bezogen auf unternehmerische Entscheidungen) durch das Berufsleben als Anwalt schleppen.

Wenn man eher Bedenkenträger als Macher ist, wird man sich als RA langfristig aufreiben.
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Gast
Unregistered
 
#4
15.06.2021, 11:28
lol Traumwelt? Verabschiede dich von allen Punkten.
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Gaston
Unregistered
 
#5
15.06.2021, 11:31
Danke für die bisherigen Meldungen - ich habe in der Tat wenig Vorstellung davon, was so abgeht in der Arbeitswelt - es ist schwer darüber ausreichend aktuelle Informationen zu bekommen. Ich hatte während des Studiums viele Nebenjobs (Einzelhandel, Uni, Büro, Gastro), da ich nur den vollen Satz Bafög zur Verfügung hatte, der zu meiner Zeit für die Miete knapp ausreichte. In meinen Nebenjobs waren die Wünsche aus meinem Ausgangspost in der Regel erfüllt. 

Ich frage mich halt, ob man das in der „höheren Liga“ der Jobs so fortsetzen kann. 

ich komme aus einer geringverdienenden Arbeiter-Familie, da waren solche Fragen nie Thema und können mir auch jetzt nicht (mehr) beantwortet werden.
Daher wende ich mich an das Forum.

Auf jeden Fall möchte ich nicht mit 35/40 wegen Burnout aus dem Berufsleben scheiden - daher ist es mir einfach wichtig, dass möglichst viele Basissachen halbwegs erfüllt sind. 

Gut zu wissen, dass die Anwaltschaft eher wenig davon erfüllt (habe in der Tat von niemandem bisher gehört, dass man da halbwegs stressfrei arbeiten kann, eher im Gegenteil).
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Gast
Unregistered
 
#6
15.06.2021, 11:32
(15.06.2021, 11:20)Gast schrieb:   Ggf. kommt auch der öffentliche Dienst im Betracht, zB Leitung Finanzamt. 

Im Finanzamt ist beim Berufseinstieg als Regierungsrat sicher einiges von dem gegeben, was der OP sich wünscht, aber Vorsteher wird man nicht, wenn man zu dem Zeitpunkt immer noch will, dass die eigenen Entscheidungen 4-Augen-Prinzip-mäßig kontrolliert werden und mit kollegialem Umfeld ist es auch nicht so weit her, weil man eben nur "untergebene" hat und keine gleich geordneten oder übergeordneten Kollegen bei denen man sich Rat holen könnte. Alle Finanzbehörden geben bei ihren Stellenausschreibungen für Volljuristen an, dass sie explizit Führungskräfte (auch vom Charakter her) suchen.
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Gast
Unregistered
 
#7
15.06.2021, 11:35
(15.06.2021, 10:39)Gaston schrieb:  Hallo zusammen,

Was sind Eure Erwartungen an einen Arbeitgeber? 

Ich starte demnächst in die Bewerbungsphase - ich bin grds für alles (außer Justiz) offen, Behörde, Anwalt, Unternehmen, Verband…

Welche Erwartungen sollte man an einen Arbeitgeber stellen dürfen? (Ich meine nicht im Bewerbungsgespräch, sondern generell).

Meine bisherigen Wünsche und Überlegungen:

- Klare Strukturen (wer ist wofür/für mich zuständig?; Wo finde ich was?; wie funktioniert die technische Infrastruktur?) und klare Arbeitsanweisungen (insbesondere bei Standardsachen, die in der Regel gleich ablaufen);

- keine Vereinsamung im Büro, sondern regelmäßiger fachlicher Austausch mit Kollegen über Projekte/Mandate;

- Genaue Arbeitszeiterfassung und geregelte maximale Arbeitszeiten (Maximum für mich wären 45 Std/Woche) /Kernarbeitszeiten;

- halbwegs kollegiales Umfeld, ohne Ellbogenmentalität, sondern „Teamspirit“ (ggf. sogar 4-Augen-Prinzip bei sehr wichtigen Angelegenheiten);

- vernünftige Einarbeitung und Onboarding; keine volle Verantwortung vom ersten Tag an, sondern Entwicklung einer solchen innerhalb eines Zeitraums (zB 1-2 Jahre)

- regelmäßiges Feedback für eigene Leistungen;

- Fortbildungen/Schulungen;

- festgelegte Vertretungsregelung bei Erkrankung/Urlaub;

- ausgiebige Kommunikationsmöglichkeiten, zur Vermeidung von Missverständnissen (zB direkter Draht zum Vorgesetzten);

- Beachtung der Mitarbeitergesundheit, um lange Leistungsfähigkeit zu gewährleisten



Findet ihr das zu utopisch? Sollte man irgendwo Abstriche machen, wenn ja, wo? 

Fehlt vielleicht sogar was auf der Liste? (Gehalt ist für mich eher Nebensache, wenn die og Aspekte erfüllt würden).

Gibt’s vielleicht sogar Arbeitgeber, die das halbwegs gewährleisten können?

Würde mich über Infos freuen! 

Grüße!

Wenn ich Mandant wäre, würde ich übrigens gerne eine Kanzlei mandatieren, die so arbeitet, weil das so klingt, als könnten auf diese Weise gute Arbeitsergebnisse erzielt werden...

Eigentlich seltsam, dass es das nicht gibt.
Zitieren
Gast
Unregistered
 
#8
15.06.2021, 11:38
(15.06.2021, 11:35)Gast schrieb:  
(15.06.2021, 10:39)Gaston schrieb:  Hallo zusammen,

Was sind Eure Erwartungen an einen Arbeitgeber? 

Ich starte demnächst in die Bewerbungsphase - ich bin grds für alles (außer Justiz) offen, Behörde, Anwalt, Unternehmen, Verband…

Welche Erwartungen sollte man an einen Arbeitgeber stellen dürfen? (Ich meine nicht im Bewerbungsgespräch, sondern generell).

Meine bisherigen Wünsche und Überlegungen:

- Klare Strukturen (wer ist wofür/für mich zuständig?; Wo finde ich was?; wie funktioniert die technische Infrastruktur?) und klare Arbeitsanweisungen (insbesondere bei Standardsachen, die in der Regel gleich ablaufen);

- keine Vereinsamung im Büro, sondern regelmäßiger fachlicher Austausch mit Kollegen über Projekte/Mandate;

- Genaue Arbeitszeiterfassung und geregelte maximale Arbeitszeiten (Maximum für mich wären 45 Std/Woche) /Kernarbeitszeiten;

- halbwegs kollegiales Umfeld, ohne Ellbogenmentalität, sondern „Teamspirit“ (ggf. sogar 4-Augen-Prinzip bei sehr wichtigen Angelegenheiten);

- vernünftige Einarbeitung und Onboarding; keine volle Verantwortung vom ersten Tag an, sondern Entwicklung einer solchen innerhalb eines Zeitraums (zB 1-2 Jahre)

- regelmäßiges Feedback für eigene Leistungen;

- Fortbildungen/Schulungen;

- festgelegte Vertretungsregelung bei Erkrankung/Urlaub;

- ausgiebige Kommunikationsmöglichkeiten, zur Vermeidung von Missverständnissen (zB direkter Draht zum Vorgesetzten);

- Beachtung der Mitarbeitergesundheit, um lange Leistungsfähigkeit zu gewährleisten



Findet ihr das zu utopisch? Sollte man irgendwo Abstriche machen, wenn ja, wo? 

Fehlt vielleicht sogar was auf der Liste? (Gehalt ist für mich eher Nebensache, wenn die og Aspekte erfüllt würden).

Gibt’s vielleicht sogar Arbeitgeber, die das halbwegs gewährleisten können?

Würde mich über Infos freuen! 

Grüße!

Wenn ich Mandant wäre, würde ich übrigens gerne eine Kanzlei mandatieren, die so arbeitet, weil das so klingt, als könnten auf diese Weise gute Arbeitsergebnisse erzielt werden...

Eigentlich seltsam, dass es das nicht gibt.

Weil du dich dann freust wenn du 40h zahlen musst statt 20h weil Anwalt „wenigselbstbewusstsein“ noch einen Kollegen drüber schauen ließ und 40 mal im Team besprechen musste bevor er es fertig hatte. Mandanten mögen hohe Rechnungen!
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Gast Gast
Unregistered
 
#9
15.06.2021, 11:40
(15.06.2021, 11:35)Gast schrieb:  Wenn ich Mandant wäre, würde ich übrigens gerne eine Kanzlei mandatieren, die so arbeitet, weil das so klingt, als könnten auf diese Weise gute Arbeitsergebnisse erzielt werden...

Eigentlich seltsam, dass es das nicht gibt.


Naja, wir würden das sofort anbieten, wenn du bereit bist, mehr zu bezahlen (4-Augen-Prinzip kostet, regelmäßige Fortbildungen kosten, zusätzliche Mitarbeiter für Urlaubsvertretung und geregelte Arbeitszeiten kosten) und im Zweifel bereit bist, dass die Antwort auf deine Frage halt länger dauert (weil der Mitarbeiter seine 8 Stunden am Tag schon voll hat).

Prost In der Regel will der Mandant seine Antwort aber zügig und nicht zu teuer haben.
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Gast
Unregistered
 
#10
15.06.2021, 11:40
Für mich war zusätzlich die Arbeitsplatzausstattung relevant. Also Einzelbüros, vernünftiger Schreibtisch + Stuhl, aber auch beck-online Zugang etc. Solche Dinge können einem den Arbeitsalltag erheblich erleichtern oder zur Qual machen. 

Ich finde es gut, dass du dir darüber Gedanken machst, was dir wichtig ist. Besser als die Leute, die in die GK gehen und dann rumheulen, weil sie 60 Stunden + arbeiten müssen oder in einer Mini-Kanzlei von Tag 1 vollkommen auf sich gestellt sind. Alles wirst du nicht bekommen und was für dich essentiell ist, zeigt sich erst, wenn du in einem Umfeld arbeitest das gar nicht passt. 

In einer Behörde könntest du mit deinen Anforderungen fündig werden. In einem großen Unternehmen vermutlich auch. Kanzlei stelle ich mir aufgrund deiner Arbeitszeitvorstellung und der vernünftigen Einarbeitung + langsames Heranführen an Verantwortung schwierig vor.
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