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  5. Justiz BW - Abweichung von Mindestnote
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Justiz BW - Abweichung von Mindestnote
Gast
Unregistered
 
#31
16.04.2021, 10:48
(16.04.2021, 09:41)Gast schrieb:  Ich bin Ende letzten Jahres mit 10,8 (Staatsteil) im ersten Examen und 7,9 im zweiten Examen eingestellt worden.

Allerdings habe ich mich bereits mit der Vornote (8,7) beworben und mich in der mündlichen sehr unglücklich verschlechtert. Denke mithin, dass das gute erste Examen und die guten Klausuren ausschlaggebend für eine Einstellung waren. 

Also eher ein Ausnahmefall.

Entscheidend ist die Gesamtnote, die Angabe Staatsteil ist irrelevant. Aber ich gehe davon aus, dass Du dann bei 10,5-11 warst. D.h. insgesamt über 18 (im Durchschnitt 2x9) und 7,9/7,8 sind natürlich das, was man als "knapp" versteht. Bei der TE oder auch bei anderen bin ich manchmal irritiert, wie man bei 7,5 oder gar unter 7 tatsächlich noch ein Verständnis von "knapp" in Erwägung zieht.
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Jolanda
Unregistered
 
#32
16.04.2021, 11:51
(16.04.2021, 10:48)Gast schrieb:  
(16.04.2021, 09:41)Gast schrieb:  Ich bin Ende letzten Jahres mit 10,8 (Staatsteil) im ersten Examen und 7,9 im zweiten Examen eingestellt worden.

Allerdings habe ich mich bereits mit der Vornote (8,7) beworben und mich in der mündlichen sehr unglücklich verschlechtert. Denke mithin, dass das gute erste Examen und die guten Klausuren ausschlaggebend für eine Einstellung waren. 

Also eher ein Ausnahmefall.

Entscheidend ist die Gesamtnote, die Angabe Staatsteil ist irrelevant. Aber ich gehe davon aus, dass Du dann bei 10,5-11 warst. D.h. insgesamt über 18 (im Durchschnitt 2x9) und 7,9/7,8 sind natürlich das, was man als "knapp" versteht. Bei der TE oder auch bei anderen bin ich manchmal irritiert, wie man bei 7,5 oder gar unter 7 tatsächlich noch ein Verständnis von "knapp" in Erwägung zieht.

Wie man das in Erwägung zieht? Tut man ja nicht zwingend, man fragt halt interessehalber nach, ob jemand Erfahrungen hat oder was vom Hörensagen erzählen kann. Uns persönlich sagte der Ausbildungsleiter am Landgericht, dass die Justiz schon Leute mit 7,4 im zweiten eingestellt hat (vermutlich war das erste dann gut). Wenn man sowas hört und bei den Mindestanforderungen "nur knapp darunter" liest, was schon so formuliert Raum für Überlegungen zulässt, ist es nicht gerade fernliegend, sich genauer informieren zu wollen, wie sehr man denn maximal da runtergeht, welche Rolle es spielt ob die Unterschreitung im ersten oder zweiten vorlag, welche sonstigen Pluspunkte wie Stationszeugnisse vielleicht helfen etc. etc.

Nichts gegen deinen Kommentar und deine Irritation konkret, aber mich wundert in diesem Forum immer wieder, wie gereizt manche Menschen doch auf solche Fragen reagieren.
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Gast
Unregistered
 
#33
16.04.2021, 12:10
Ich kann schon verstehen, dass man sich damit beschäftigt. Letztlich ist es zum jetzigen Zeitpunkt aber ja vollkommen egal. Reinhauen und ein möglichst gutes zweites schreiben dürfte sich in jedem Fall lohnen. Auch wenn du also zu dem Ergebnis kämst, dass es - jedenfalls in BaWü - unabhängig vom zweiten mit der Justiz nix mehr wird, würdest du vermutlich ja trotzdem nicht weniger tun. Das auch vor dem Hintergrund, dass niemand sagen kann, wie sich die Notenanforderungen in BaWü in den nächsten Jahren gestalten und es Bundesländer gibt, wo die Note im ersten für die Justizeinstellung egal ist. Wer weiß, wohin es dich in 5 Jahren verschlägt...
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Erste Infos zum Bewerbungsverfahren für den Justizdienst findest Du auf den Richter-Infoseiten von Juristenkoffer.de:
https://www.juristenkoffer.de/richter/

Darüber hinaus sollte man sich dann mit dem Karriere-Dossier über die Einstellungschancen und Bewerbungsvoraussetzungen informieren. Optional besteht zudem die Möglichkeit, auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zuzugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben:

https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
 
Jolanda
Unregistered
 
#34
16.04.2021, 12:49
(16.04.2021, 12:10)Gast schrieb:  Ich kann schon verstehen, dass man sich damit beschäftigt. Letztlich ist es zum jetzigen Zeitpunkt aber ja vollkommen egal. Reinhauen und ein möglichst gutes zweites schreiben dürfte sich in jedem Fall lohnen. Auch wenn du also zu dem Ergebnis kämst, dass es - jedenfalls in BaWü - unabhängig vom zweiten mit der Justiz nix mehr wird, würdest du vermutlich ja trotzdem nicht weniger tun. Das auch vor dem Hintergrund, dass niemand sagen kann, wie sich die Notenanforderungen in BaWü in den nächsten Jahren gestalten und es Bundesländer gibt, wo die Note im ersten für die Justizeinstellung egal ist. Wer weiß, wohin es dich in 5 Jahren verschlägt...


Da hast du absolut Recht, ob Justiz oder nicht, ob BW oder woanders, das zweite muss ohnehin besser werden.
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Gast
Unregistered
 
#35
16.04.2021, 13:54
(16.04.2021, 12:49)Jolanda schrieb:  
(16.04.2021, 12:10)Gast schrieb:  Ich kann schon verstehen, dass man sich damit beschäftigt. Letztlich ist es zum jetzigen Zeitpunkt aber ja vollkommen egal. Reinhauen und ein möglichst gutes zweites schreiben dürfte sich in jedem Fall lohnen. Auch wenn du also zu dem Ergebnis kämst, dass es - jedenfalls in BaWü - unabhängig vom zweiten mit der Justiz nix mehr wird, würdest du vermutlich ja trotzdem nicht weniger tun. Das auch vor dem Hintergrund, dass niemand sagen kann, wie sich die Notenanforderungen in BaWü in den nächsten Jahren gestalten und es Bundesländer gibt, wo die Note im ersten für die Justizeinstellung egal ist. Wer weiß, wohin es dich in 5 Jahren verschlägt...


Da hast du absolut Recht, ob Justiz oder nicht, ob BW oder woanders, das zweite muss ohnehin besser werden.

Naja, ob es das "muss", weiß ich nicht. Ist jetzt nicht so, als gäbe es mit zweimal knapp 7 keine interessanten Jobs. Schaden täte es aber natürlich nicht.
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Gast3
Unregistered
 
#36
24.05.2021, 17:43
Hier reagieren wirklich einige ziemlich gereizt, scheinbar fühlt man sich dann im eigenen Ego angegriffen bei dieser Frage...

Also wie man bei durchschnittlich 10-20 % Abweichungen von den Regelvoraussetzungen noch von Einzelfällen sprechen kann, ist mir schleierhaft. Das sind jedes Jahr bei ca. 200 vergebenen Stellen zwischen mind. 20 und max. 40 Bewerbern, die erfolgreich waren. Dass man da mit beispielsweise mit 7,4 und 8,2 eine Chance hat, liegt m.E. auf der Hand.

Mit 6,9 wird es zwar schwierig, aber mit ziemlicher Sicherheit ist der Kollege hier mit 10,x im Ersten und 7,9 im Zweiten mit Blick auf die Zahlen NICHT der absolute Ausnahmefall (zumal ich bezweifle, dass jede abweichende erfolgreiche Bewerbung solche Notenvoraussetzungen aufweist).

Und Leute: Justiz ist jetzt auch nicht so geil, dass sich alle Prädikatsjuristen drum reißen. Ehrlich gesagt kannte ich aus den AG's kaum einen, der mit entsprechenden Noten in die Justiz wollte. Also bleibt mal auf dem Boden.
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Gast
Unregistered
 
#37
25.05.2021, 12:40
(24.05.2021, 17:43)Gast3 schrieb:  Hier reagieren wirklich einige ziemlich gereizt, scheinbar fühlt man sich dann im eigenen Ego angegriffen bei dieser Frage...

Also wie man bei durchschnittlich 10-20 % Abweichungen von den Regelvoraussetzungen noch von Einzelfällen sprechen kann, ist mir schleierhaft. Das sind jedes Jahr bei ca. 200 vergebenen Stellen zwischen mind. 20 und max. 40 Bewerbern, die erfolgreich waren. Dass man da mit beispielsweise mit 7,4 und 8,2 eine Chance hat, liegt m.E. auf der Hand.

Mit 6,9 wird es zwar schwierig, aber mit ziemlicher Sicherheit ist der Kollege hier mit 10,x im Ersten und 7,9 im Zweiten mit Blick auf die Zahlen NICHT der absolute Ausnahmefall (zumal ich bezweifle, dass jede abweichende erfolgreiche Bewerbung solche Notenvoraussetzungen aufweist).

Und Leute: Justiz ist jetzt auch nicht so geil, dass sich alle Prädikatsjuristen drum reißen. Ehrlich gesagt kannte ich aus den AG's kaum einen, der mit entsprechenden Noten in die Justiz wollte. Also bleibt mal auf dem Boden.

Was aber das kann doch nicht sein. Die Justiz ist doch der Hort und Quell brillanter Juristen! Ohne 2x 11,5 hat man doch keine Chancen, nur dort wird Jura gemacht! Alles unter 9 kann doch schwerlich als Jurist bezeichnet werden. Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten.

Stimme dem Vorposter zu.
Ka, warum alle immer so gereizt sind.
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Sky
Senior Member
****
Beiträge: 347
Themen: 10
Registriert seit: Nov 2018
#38
26.05.2021, 11:02
in BW also ca 10% chance als abweichler.

naja, gibt auch noch genug andere BL, bei denen das zweite allein zählt. man muss ohne idealnoten eben da hin wo bedarf ist
Suchen
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Gast
Unregistered
 
#39
27.05.2021, 10:19
(15.04.2021, 14:45)GastBW schrieb:  Gibt eine kleine Anfrage im Landtag zu dem Thema, da findet man die hard facts aufgeschlüsselt:

https://www.landtag-bw.de/files/live/sit...9950_D.pdf

Sehr interessantes Dokument, danke dafür! Das zeigt ja z.B., dass im Jahr 2020 die Zahl der Bewerber trotz Corona gar nicht gestiegen ist, allerdings dass die Bewerber besser als sonst waren. Interessant ist auch der deutliche Anstieg der Pensionierungen in den kommenden Jahren, was sich natürlich auch auf die Einstellungspolitik auswirken wird.

Da wir ja eh schon über Bayern gesprochen haben (ja ich weiß, buh) - weiß jemand, ob es da auch irgendwo ähnliche Auskünfte gibt?
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guga
Unregistered
 
#40
27.05.2021, 11:33
7%! hatten einmal unter 8 im Ersten oder Zweiten im Jahr 2020. Wieso macht ihr euch überhaupt große Hoffnungen mit der Abweichung? 93% hatten zwei mal über 8
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