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  5. In der Justiz beginnen oder auf Verwaltung hoffen?
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In der Justiz beginnen oder auf Verwaltung hoffen?
Gast
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#11
24.03.2021, 10:09
(24.03.2021, 08:44)Gast schrieb:  
(24.03.2021, 08:21)Hustiz schrieb:  Ja in der Justiz beginnen. Aber: Die Arbeit ist um 500% anspruchsvoller, du hast keine Stechkarte und 50 Stunden Wochen sind in den ersten 1-2 Jahren ganz normal. Genauso wie kurzfristige Wechsel des Dienstortes und/oder des Dezernats. Achso: natürlich auch WE-Arbeit. Ist auch ganz klar. 5 Tage reichen bei so manchen Dezernat nicht aus. Wenn die Probezeit rum ist, ist es ein ganz netter Job. Davor musst du vieles entbehren. Meine Ehe wäre fast in die Brüche gegangen und meine Kinder haben mich nur abends 15 Minuten gesehen und dann teilweise am Sonntag.


Muss ja jeder selbst wissen, aber das würde ich für das Gehalt nicht mit mir machen lassen. Montags bis freitags jeweils zehn Stunden wären okay, aber ansonsten keine Sekunde länger. Wäre mir dann herzlich egal, ob der aktenberg noch weiter anwächst. Verstehe um ehrlich zu sein eh nicht, warum manche Leute meinen, sich so in der Justiz zerreißen zu müssen. Vor einer Kündigung oder ähnlichem muss man doch keine Angst haben, wenn man die Noten für Justiz mitbringt, da man ansonsten überall einen besser bezahlten Job bekommt

Also erstens ist diese Stundenzahl ja nur in den ersten Jahren so hoch. Das ist auch ganz normal, weil du gleich zu Beginn nicht alles sofort routiniert kannst und für alles erstmal noch länger brauchst. Ist doch klar, dass du dann noch keine 40 Stunden die Woche schaffst. Und wenn man nicht die schlechtesten Bewertungen haben will, muss man ggf. am Anfang eben etwas reinhauen und etwas mehr machen. Dafür hat man ja die Aussicht darauf, dass es später besser wird.

Und im Übrigen: Klar kannst du um 16 Uhr gehen und alles liegen lassen. Nur wird der Aktenberg dann auch nicht weniger. Man muss nun mal X Erledigungen im Monat schaffen, damit sich das Dezernat minimal abbaut, jedenfalls nicht mehr wird. Kann dir natürlich auch wieder egal sein - mir ist es das nicht. Ich habe nämlich auch keine Lust meinem Nachfolger ein völlig abgesoffenes Dezernat zu überlassen.
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Gast
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#12
24.03.2021, 10:46
Wieso muss es das? Wieso wird das akzeptiert? Wieso muss der neue Proberichter genau so viele Akten bearbeiten wie der erfahrene Richter, der auch noch mehr Geld bekommt?

Das System ist einfach krank. In keinem anderen Job wird von einem Neuling 100% Output wie bei einem erfahrenen Kollegen erwartet.
Vllt sollte die Justiz mal ihre Einstellung zu Berufseinsteigern überdenken.
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Gast
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#13
24.03.2021, 10:50
(24.03.2021, 10:46)Gast schrieb:  Wieso muss es das? Wieso wird das akzeptiert? Wieso muss der neue Proberichter genau so viele Akten bearbeiten wie der erfahrene Richter, der auch noch mehr Geld bekommt?

Das System ist einfach krank. In keinem anderen Job wird von einem Neuling 100% Output wie bei einem erfahrenen Kollegen erwartet.
Vllt sollte die Justiz mal ihre Einstellung zu Berufseinsteigern überdenken.

Beispiel: Kanzlei verlangt von 1st year den gleichen Umsatz wie vom 10th year ohne gleichwertigem Gehalt. Wenn er nicht klar kommt, muss er halt mehr und länger arbeiten. 

Wenn er sich weigert dann fliegt er in der Probezeit. Und weil die Kanzlei so geil ist macht sie noch 4 Jahre Probezeit damit der Neuling auch schön lange buckelt. 

Super System
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Gast
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#14
24.03.2021, 11:00
(24.03.2021, 10:46)Gast schrieb:  Wieso muss es das? Wieso wird das akzeptiert? Wieso muss der neue Proberichter genau so viele Akten bearbeiten wie der erfahrene Richter, der auch noch mehr Geld bekommt?

Das System ist einfach krank. In keinem anderen Job wird von einem Neuling 100% Output wie bei einem erfahrenen Kollegen erwartet.
Vllt sollte die Justiz mal ihre Einstellung zu Berufseinsteigern überdenken.

Viele Gerichte machen eine 1 bis 2 monatige Eingangssperre. Es ist ja auch nicht so, dass von Tag 1 auf deine Zahlen geguckt wird. Viel üblicher ist, erst nach 3 Monaten erstmalig zu gucken, wie es überhaupt läuft. 

In Berlin beim Start am Strafgericht läuft man erstmal ein paar Wochen eher mit, insbesondere als Beisitzer eines Schöffengerichts. 

Es kann dem Präsidium eben schlecht jemand vorschreiben, wie sie die Geschäftsverteilung machen.

Als Richter trägst du naturgemäß eben nicht die Verantwortung eines Berufseinsteigers, sondern bist in fachlicher Hinsicht vollständig unabhängiger Richter.
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Gast
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#15
24.03.2021, 11:18
Redet es euch nur schön. Gehalt eines Lehrers mit der dreifachen Arbeitszeit ?.
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Gast
Unregistered
 
#16
24.03.2021, 11:23
(24.03.2021, 11:00)Gast schrieb:  
(24.03.2021, 10:46)Gast schrieb:  Wieso muss es das? Wieso wird das akzeptiert? Wieso muss der neue Proberichter genau so viele Akten bearbeiten wie der erfahrene Richter, der auch noch mehr Geld bekommt?

Das System ist einfach krank. In keinem anderen Job wird von einem Neuling 100% Output wie bei einem erfahrenen Kollegen erwartet.
Vllt sollte die Justiz mal ihre Einstellung zu Berufseinsteigern überdenken.

Viele Gerichte machen eine 1 bis 2 monatige Eingangssperre. Es ist ja auch nicht so, dass von Tag 1 auf deine Zahlen geguckt wird. Viel üblicher ist, erst nach 3 Monaten erstmalig zu gucken, wie es überhaupt läuft. 

In Berlin beim Start am Strafgericht läuft man erstmal ein paar Wochen eher mit, insbesondere als Beisitzer eines Schöffengerichts. 

Es kann dem Präsidium eben schlecht jemand vorschreiben, wie sie die Geschäftsverteilung machen.

Als Richter trägst du naturgemäß eben nicht die Verantwortung eines Berufseinsteigers, sondern bist in fachlicher Hinsicht vollständig unabhängiger Richter.

Kenne niemanden, der als Richter zum Einstieg eine Eingangssperre bekommen hat. Das ist ja auch total hirnrissig
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Erste Infos zum Bewerbungsverfahren für den Justizdienst findest Du auf den Richter-Infoseiten von Juristenkoffer.de:
https://www.juristenkoffer.de/richter/

Darüber hinaus sollte man sich dann mit dem Karriere-Dossier über die Einstellungschancen und Bewerbungsvoraussetzungen informieren. Optional besteht zudem die Möglichkeit, auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zuzugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben:

https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
 
Gast
Unregistered
 
#17
24.03.2021, 11:30
Wieso muss eigentlich jeder Thread hier gekapert werden für völlig sinnloses Richter-Bashing?
Das war nicht die Frage des Threads. Bitte bleibt doch bei der Ausgangsfrage.
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gastaushessen
Junior Member
**
Beiträge: 18
Themen: 2
Registriert seit: Mar 2021
#18
24.03.2021, 11:44
(24.03.2021, 11:30)Gast schrieb:  Wieso muss eigentlich jeder Thread hier gekapert werden für völlig sinnloses Richter-Bashing?
Das war nicht die Frage des Threads. Bitte bleibt doch bei der Ausgangsfrage.


so isses!
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Gast
Unregistered
 
#19
24.03.2021, 11:52
Das Proberichter System wurde kritisiert. Wo wurde ein einzelner Richter kritisiert? Wo wurden Richter allgemein kritisiert?
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Noho
Unregistered
 
#20
24.03.2021, 14:40
(24.03.2021, 11:23)Gast schrieb:  
(24.03.2021, 11:00)Gast schrieb:  
(24.03.2021, 10:46)Gast schrieb:  Wieso muss es das? Wieso wird das akzeptiert? Wieso muss der neue Proberichter genau so viele Akten bearbeiten wie der erfahrene Richter, der auch noch mehr Geld bekommt?

Das System ist einfach krank. In keinem anderen Job wird von einem Neuling 100% Output wie bei einem erfahrenen Kollegen erwartet.
Vllt sollte die Justiz mal ihre Einstellung zu Berufseinsteigern überdenken.

Viele Gerichte machen eine 1 bis 2 monatige Eingangssperre. Es ist ja auch nicht so, dass von Tag 1 auf deine Zahlen geguckt wird. Viel üblicher ist, erst nach 3 Monaten erstmalig zu gucken, wie es überhaupt läuft. 

In Berlin beim Start am Strafgericht läuft man erstmal ein paar Wochen eher mit, insbesondere als Beisitzer eines Schöffengerichts. 

Es kann dem Präsidium eben schlecht jemand vorschreiben, wie sie die Geschäftsverteilung machen.

Als Richter trägst du naturgemäß eben nicht die Verantwortung eines Berufseinsteigers, sondern bist in fachlicher Hinsicht vollständig unabhängiger Richter.

Kenne niemanden, der als Richter zum Einstieg eine Eingangssperre bekommen hat. Das ist ja auch total hirnrissig


70% Dezernat für 2-3 Monate das kenne ich. Wo gibts denn ne Sperre? Kann ich mir eigentlich nur. Bei den Freunden aus NRW vorstellen. Im 4. Monat dann 5 Akten und dann jeden Monat 5 mehr oder so ähnlich?!
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