24.01.2021, 21:11
Guten Abend!
In Hamburg gibt es von der Stadt ein Führungskräfteprogramm. Einstellung mit A 13 und man wird anderthalb Jahre zwischen den Behörden rumgeschickt und kriegt dann eine Planstelle und soll deizidiert später Führungskraft werden mit entsprechender Besoldung. Klingt ja erstmal ganz gut. Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Bewerbungsprozess gemacht bzw. arbeitet dort und kann aus erster Hand berichten?
Vielen Dank im Voraus!
In Hamburg gibt es von der Stadt ein Führungskräfteprogramm. Einstellung mit A 13 und man wird anderthalb Jahre zwischen den Behörden rumgeschickt und kriegt dann eine Planstelle und soll deizidiert später Führungskraft werden mit entsprechender Besoldung. Klingt ja erstmal ganz gut. Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Bewerbungsprozess gemacht bzw. arbeitet dort und kann aus erster Hand berichten?
Vielen Dank im Voraus!
29.01.2021, 14:04
Wirklich niemand?
30.01.2021, 08:52
Bin mir grad nicht sicher, ob das nicht vielleicht wesentlich für das Programm spricht, dass keiner mit diesbezüglicher Erfahrung in diesem Forum abhängt
30.01.2021, 12:42
Na gut:
Bewerbungsverfahren
1. Unterlagen einreichen
2. Online Logik-KombinationTtest
3. Vorstellungsgespräch bei dem es ausschließlich um Motivation und Führung geht.
3. AC im Rathaus vor einer Kommission, die aus ehemaligen Mitgliedern des Führungskräfteprogramms besteht. Bei mir unter Leitung eines Staatsrats. Erst Selbstpräsentation, dann Fallaufgabe (nichtjuristisch) und anschließende Präsentation und am Ende das übliche Mitarbeitergespräch. Rückmeldung noch am selben Tag.
Einführungsphase
Sofort Verbeamtung und am Anfang hast du die erwähnte 1 1/2 jährige Einführungsphase. Als Jurist musst du einmal zum Bezirksamt, aber die anderen beiden Stationen sind frei auswählbar. Von mir und meinen Kollegen weiß ich, dass neben den üblichen Referentenstellen auch Dinge wie persönlicher Referent eines Senators, Brüssel, Berlin oder Elbphilharmonie möglich war.en
Planstelle
Danach Wechsel auf die erste Planstelle idR als Referent. Ich kenne aber auch zwei Kolleginnen, die direkt nach der Einführungsphase ihre erste Führungsaufgabe wahrgenommen haben. Wenn du Engagement in die Richtung zeigst, geht also auch das. Ansonsten bist du ca. 4 Jahre auf der Planstelle und musst dann nochmal die Behörde wechseln. Spätestens ab dann beginnt aber die Vorbereitung auf A15 durch spezielle Fortbildungsprogramme.
Netzwerk
Alle Leute, die dieses Programm absolvieren, sind Teil eines speziellen Netzwerks innerhalb der Verwaltung. Neben den üblichen Seminaren und Ausflügen gehören dazu auch Freizeitveranstaltungen oder Reisen dazu. Vor Corona ging es z.B. knapp 2 Wochen nach Südkorea. Generell ist dieses Netzwerk sehr hilfreich, da du in allen Behördenbereichen immer Leute kennst, die dir schnell und unbürokratisch weiterhelfen können und mit denen man sofort per du bist.
Wenn du also weißt, dass du in die Verwaltung möchtest - und das ist nicht unbedingt für jeden was - ist das eine der besten Möglichkeiten in Deutschland. Sofortige Verbeamtung mit Erwartung, dass du nach einiger Zeit A15 ausübst, die Vielfalt eines Stadtstaates mit 1,8 Millionen Einwohnern und ein Netzwerk mit gleichaltrigen Leuten, von denen einige - wie im Referendariat mit den AGs - tatsächlich Freunde geworden sind.
Bewerbungsverfahren
1. Unterlagen einreichen
2. Online Logik-KombinationTtest
3. Vorstellungsgespräch bei dem es ausschließlich um Motivation und Führung geht.
3. AC im Rathaus vor einer Kommission, die aus ehemaligen Mitgliedern des Führungskräfteprogramms besteht. Bei mir unter Leitung eines Staatsrats. Erst Selbstpräsentation, dann Fallaufgabe (nichtjuristisch) und anschließende Präsentation und am Ende das übliche Mitarbeitergespräch. Rückmeldung noch am selben Tag.
Einführungsphase
Sofort Verbeamtung und am Anfang hast du die erwähnte 1 1/2 jährige Einführungsphase. Als Jurist musst du einmal zum Bezirksamt, aber die anderen beiden Stationen sind frei auswählbar. Von mir und meinen Kollegen weiß ich, dass neben den üblichen Referentenstellen auch Dinge wie persönlicher Referent eines Senators, Brüssel, Berlin oder Elbphilharmonie möglich war.en
Planstelle
Danach Wechsel auf die erste Planstelle idR als Referent. Ich kenne aber auch zwei Kolleginnen, die direkt nach der Einführungsphase ihre erste Führungsaufgabe wahrgenommen haben. Wenn du Engagement in die Richtung zeigst, geht also auch das. Ansonsten bist du ca. 4 Jahre auf der Planstelle und musst dann nochmal die Behörde wechseln. Spätestens ab dann beginnt aber die Vorbereitung auf A15 durch spezielle Fortbildungsprogramme.
Netzwerk
Alle Leute, die dieses Programm absolvieren, sind Teil eines speziellen Netzwerks innerhalb der Verwaltung. Neben den üblichen Seminaren und Ausflügen gehören dazu auch Freizeitveranstaltungen oder Reisen dazu. Vor Corona ging es z.B. knapp 2 Wochen nach Südkorea. Generell ist dieses Netzwerk sehr hilfreich, da du in allen Behördenbereichen immer Leute kennst, die dir schnell und unbürokratisch weiterhelfen können und mit denen man sofort per du bist.
Wenn du also weißt, dass du in die Verwaltung möchtest - und das ist nicht unbedingt für jeden was - ist das eine der besten Möglichkeiten in Deutschland. Sofortige Verbeamtung mit Erwartung, dass du nach einiger Zeit A15 ausübst, die Vielfalt eines Stadtstaates mit 1,8 Millionen Einwohnern und ein Netzwerk mit gleichaltrigen Leuten, von denen einige - wie im Referendariat mit den AGs - tatsächlich Freunde geworden sind.
30.01.2021, 17:00
(30.01.2021, 12:42)Gast9 schrieb: Na gut:
Bewerbungsverfahren
1. Unterlagen einreichen
2. Online Logik-KombinationTtest
3. Vorstellungsgespräch bei dem es ausschließlich um Motivation und Führung geht.
3. AC im Rathaus vor einer Kommission, die aus ehemaligen Mitgliedern des Führungskräfteprogramms besteht. Bei mir unter Leitung eines Staatsrats. Erst Selbstpräsentation, dann Fallaufgabe (nichtjuristisch) und anschließende Präsentation und am Ende das übliche Mitarbeitergespräch. Rückmeldung noch am selben Tag.
Einführungsphase
Sofort Verbeamtung und am Anfang hast du die erwähnte 1 1/2 jährige Einführungsphase. Als Jurist musst du einmal zum Bezirksamt, aber die anderen beiden Stationen sind frei auswählbar. Von mir und meinen Kollegen weiß ich, dass neben den üblichen Referentenstellen auch Dinge wie persönlicher Referent eines Senators, Brüssel, Berlin oder Elbphilharmonie möglich war.en
Planstelle
Danach Wechsel auf die erste Planstelle idR als Referent. Ich kenne aber auch zwei Kolleginnen, die direkt nach der Einführungsphase ihre erste Führungsaufgabe wahrgenommen haben. Wenn du Engagement in die Richtung zeigst, geht also auch das. Ansonsten bist du ca. 4 Jahre auf der Planstelle und musst dann nochmal die Behörde wechseln. Spätestens ab dann beginnt aber die Vorbereitung auf A15 durch spezielle Fortbildungsprogramme.
Netzwerk
Alle Leute, die dieses Programm absolvieren, sind Teil eines speziellen Netzwerks innerhalb der Verwaltung. Neben den üblichen Seminaren und Ausflügen gehören dazu auch Freizeitveranstaltungen oder Reisen dazu. Vor Corona ging es z.B. knapp 2 Wochen nach Südkorea. Generell ist dieses Netzwerk sehr hilfreich, da du in allen Behördenbereichen immer Leute kennst, die dir schnell und unbürokratisch weiterhelfen können und mit denen man sofort per du bist.
Wenn du also weißt, dass du in die Verwaltung möchtest - und das ist nicht unbedingt für jeden was - ist das eine der besten Möglichkeiten in Deutschland. Sofortige Verbeamtung mit Erwartung, dass du nach einiger Zeit A15 ausübst, die Vielfalt eines Stadtstaates mit 1,8 Millionen Einwohnern und ein Netzwerk mit gleichaltrigen Leuten, von denen einige - wie im Referendariat mit den AGs - tatsächlich Freunde geworden sind.
Danke für den Einblick - ich kenne mich wirklich gar nicht aus, daher die vielleicht dumme Frage: Meines Wissens nach steigt man mit A13 ein - wieso wird man dann für A15 vorbereitet? Müsste man nicht erstmal auf A14 klettern?
30.01.2021, 17:06
A15 bedeutet Führungsaufgabe. A14 nimmst du nach einiger Zeit automatisch mit, je nach Planstelle ggf. auch nach der Einführungszeit.
30.01.2021, 17:20
Vielen Dank für die Antwort!
Wie sieht es denn eigentlich generell mit Beförderungsmöglichkeiten in der Verwaltung von HH aus? Also auch in die B Gruppe? Ist das einigermaßen planbar?
Und wie sieht es mit der propagierten 40-Stunden Woche aus?
Wie sieht es denn eigentlich generell mit Beförderungsmöglichkeiten in der Verwaltung von HH aus? Also auch in die B Gruppe? Ist das einigermaßen planbar?
Und wie sieht es mit der propagierten 40-Stunden Woche aus?
30.01.2021, 18:08
02.02.2021, 16:48
Wie schaut es für Kandidaten aus, die ihren Stationsschwerpunkt im Referendariat in Großkanzleien/Unternehmen gemacht haben und daher in Behörden bzw. im öffentlichen Recht noch keine großen Vorerfahrungen haben?
Hat man beim Vorliegen der anderen Voraussetzungen (1. VB, 2. gehobenes B) trotzdem Chancen?
Hat man beim Vorliegen der anderen Voraussetzungen (1. VB, 2. gehobenes B) trotzdem Chancen?
02.02.2021, 16:55
(02.02.2021, 16:48)Gast schrieb: Wie schaut es für Kandidaten aus, die ihren Stationsschwerpunkt im Referendariat in Großkanzleien/Unternehmen gemacht haben und daher in Behörden bzw. im öffentlichen Recht noch keine großen Vorerfahrungen haben?
Hat man beim Vorliegen der anderen Voraussetzungen (1. VB, 2. gehobenes B) trotzdem Chancen?
Hä, wieso trotzdem? GK und generell Berufserfahrung als Anwalt sind sehr gerne gesehen und verbessern Deine Chancen.









