01.02.2026, 14:46
(01.02.2026, 10:22)Patenter Gast schrieb:Das verwundert mich doch sehr. In meiner Station war ich bei einer "unbeliebteren" GK irgendwo T3/4, welche zum Einstieg 90-100k zahlt und in der Vergangenheit ab 7,5P eingestellt hat. Dort hatte ich sehr engen Kontakt mit HR, da wir uns gut verstanden hatten. Dort gingen (Zeitpunkt Mitte 2025) ungelogen sehr, sehr viele Bewerbungen ein, da es einfach wirtschaftlich im Land nicht gut läuft und wenig eingestellt wurde unter frischen Absolventen. Die dortige Kollegin sprach auch von sehr, sehr vielen Bewerbungen täglich, welche man dort so gar nicht gewohnt war, unter anderem auch von Kandidaten mit vb usw. welche sonst eher nur bei T1 rein wollten. Ob es täglich hunderte waren glaube ich nicht, aber wöchentlich auf jeden Fall und das ohne ausgeschriebenen Stellen. Solche Kanzleien profitieren natürlich sehr stark von der wirtschaftlichen Lage und man konnte Leute mit deutlich besseren Noten als üblich einstellen bei gleichem Gehalt, so hatte man mir damals mit befr. noch Hoffnung gemacht, jedoch natürlich nicht wenn plötzlich Leute mit 10,x und Dr. kommen und für 90k den Job wollen. Da nützte dann auch bekannt und bewährt nicht mehr weiter. Wobei ich ohnehin froh bin, den Deal nicht eingegangen zu sein, da die Arbeitszeiten (US-Bezug) utopisch waren und mir das Gehalt dafür zu gering im Vergleich zu den großen Namen :D(31.01.2026, 20:37)RRalf schrieb:(31.01.2026, 11:59)Bro schrieb: Der HR-Partner in meiner jetzigen Kanzlei ("kleine GK") hat mir gesagt, dass sie derzeit täglich über 50 (Initiativ-)Bewerbungen erhalten und regelmäßig Doppel-VB Kandidaten absagen müssen. Nur Doppel-Gut und aufwärts werden überhaupt in Betracht gezogen.
Nirgendwo wird so viel Scheiße über Noten erzählt wie unter Juristen. Auch 50+ tägliche (Initiativ-)Bewerbungen sind völlig utopisch bei 8-9k Absolventen im Jahr deutschlandweit.
50 Bewerbungen pro Tagaußerdem macht er alleine 10 Mio Umsatz, ne?
50 Bewerbungen am Tag = 250 Bewerbungen die Woche = 13.000 Bewerbungen im Jahr
Bei knapp unter 9.000 neuen Volljuristen pro Jahr, bewirbt sich also nicht nur jeder Absolvent bei denen, sondern on top kommen noch 4.000 wechselwillige Associates aus anderen Kanzleien.
Mal der Gegencheck: Wir sind eine kleinere Kanzlei und in unserem Bereich Tier 1/2. Stehen in allen Rankings drin. Wir bekommen knapp 10 ernsthafte Bewerbungen pro Jahr. Doppel-vb haben davon vielleicht zwei. Und wir zahlen auch sechsstellig zum Einstieg.
Edit: Was ist bei euch keine ernstzunehmende Bewerbung? Die Noten zu niedrig, oder wie qualifiziert sich eine Bewerbung als ohnenicht nicht ernstzunehmend?
02.02.2026, 11:49
(01.02.2026, 10:22)Patenter Gast schrieb:(31.01.2026, 20:37)RRalf schrieb:(31.01.2026, 11:59)Bro schrieb: Der HR-Partner in meiner jetzigen Kanzlei ("kleine GK") hat mir gesagt, dass sie derzeit täglich über 50 (Initiativ-)Bewerbungen erhalten und regelmäßig Doppel-VB Kandidaten absagen müssen. Nur Doppel-Gut und aufwärts werden überhaupt in Betracht gezogen.
Nirgendwo wird so viel Scheiße über Noten erzählt wie unter Juristen. Auch 50+ tägliche (Initiativ-)Bewerbungen sind völlig utopisch bei 8-9k Absolventen im Jahr deutschlandweit.
50 Bewerbungen pro Tagaußerdem macht er alleine 10 Mio Umsatz, ne?
50 Bewerbungen am Tag = 250 Bewerbungen die Woche = 13.000 Bewerbungen im Jahr
Bei knapp unter 9.000 neuen Volljuristen pro Jahr, bewirbt sich also nicht nur jeder Absolvent bei denen, sondern on top kommen noch 4.000 wechselwillige Associates aus anderen Kanzleien.
Mal der Gegencheck: Wir sind eine kleinere Kanzlei und in unserem Bereich Tier 1/2. Stehen in allen Rankings drin. Wir bekommen knapp 10 ernsthafte Bewerbungen pro Jahr. Doppel-vb haben davon vielleicht zwei. Und wir zahlen auch sechsstellig zum Einstieg.
Ich selbst kann das natürlich nicht beurteilen und weiß auch nicht, weshalb er mich anlügen sollte. Ich war selbst auch erstaunt, da ich von max. 5 Bewerbungen pro Tag ausgegangen bin. Jedenfalls wenn man nach den Einstellungen geht, könnte es aber schon passen, denn in den letzten sechs Monaten ist lediglich ein neuer Associate eingestellt worden, im Insolvenzrecht.
Außerdem muss ich auch meinem Vorredner zustimmen. Was ist denn eine ernstzunehmende Bewerbung? Eine Ausschreibung gibts ja meistens nicht für Initiativbewerbungen. Ist die Bewerbung eines Kandidaten mit VB + B ernstzunehmen?
02.02.2026, 11:57
(01.02.2026, 14:46)ForumBenutzer schrieb:(01.02.2026, 10:22)Patenter Gast schrieb:Das verwundert mich doch sehr. In meiner Station war ich bei einer "unbeliebteren" GK irgendwo T3/4, welche zum Einstieg 90-100k zahlt und in der Vergangenheit ab 7,5P eingestellt hat. Dort hatte ich sehr engen Kontakt mit HR, da wir uns gut verstanden hatten. Dort gingen (Zeitpunkt Mitte 2025) ungelogen sehr, sehr viele Bewerbungen ein, da es einfach wirtschaftlich im Land nicht gut läuft und wenig eingestellt wurde unter frischen Absolventen. Die dortige Kollegin sprach auch von sehr, sehr vielen Bewerbungen täglich, welche man dort so gar nicht gewohnt war, unter anderem auch von Kandidaten mit vb usw. welche sonst eher nur bei T1 rein wollten. Ob es täglich hunderte waren glaube ich nicht, aber wöchentlich auf jeden Fall und das ohne ausgeschriebenen Stellen. Solche Kanzleien profitieren natürlich sehr stark von der wirtschaftlichen Lage und man konnte Leute mit deutlich besseren Noten als üblich einstellen bei gleichem Gehalt, so hatte man mir damals mit befr. noch Hoffnung gemacht, jedoch natürlich nicht wenn plötzlich Leute mit 10,x und Dr. kommen und für 90k den Job wollen. Da nützte dann auch bekannt und bewährt nicht mehr weiter. Wobei ich ohnehin froh bin, den Deal nicht eingegangen zu sein, da die Arbeitszeiten (US-Bezug) utopisch waren und mir das Gehalt dafür zu gering im Vergleich zu den großen Namen :D(31.01.2026, 20:37)RRalf schrieb:(31.01.2026, 11:59)Bro schrieb: Der HR-Partner in meiner jetzigen Kanzlei ("kleine GK") hat mir gesagt, dass sie derzeit täglich über 50 (Initiativ-)Bewerbungen erhalten und regelmäßig Doppel-VB Kandidaten absagen müssen. Nur Doppel-Gut und aufwärts werden überhaupt in Betracht gezogen.
Nirgendwo wird so viel Scheiße über Noten erzählt wie unter Juristen. Auch 50+ tägliche (Initiativ-)Bewerbungen sind völlig utopisch bei 8-9k Absolventen im Jahr deutschlandweit.
50 Bewerbungen pro Tagaußerdem macht er alleine 10 Mio Umsatz, ne?
50 Bewerbungen am Tag = 250 Bewerbungen die Woche = 13.000 Bewerbungen im Jahr
Bei knapp unter 9.000 neuen Volljuristen pro Jahr, bewirbt sich also nicht nur jeder Absolvent bei denen, sondern on top kommen noch 4.000 wechselwillige Associates aus anderen Kanzleien.
Mal der Gegencheck: Wir sind eine kleinere Kanzlei und in unserem Bereich Tier 1/2. Stehen in allen Rankings drin. Wir bekommen knapp 10 ernsthafte Bewerbungen pro Jahr. Doppel-vb haben davon vielleicht zwei. Und wir zahlen auch sechsstellig zum Einstieg.
Edit: Was ist bei euch keine ernstzunehmende Bewerbung? Die Noten zu niedrig, oder wie qualifiziert sich eine Bewerbung als ohnenicht nicht ernstzunehmend?
Also wir bekommen wirklich nur knapp 10 Bewerbungen pro Jahr. Mit ernstzunehmend meine ich, dass es keine AGG-Hopper Bewerbung ist oder von jemand, der seit vier Jahren arbeitslos ist, oder irgendwelche random Headhunter-Bewerbungen, bei denen uns ein fachfremder Associate aus einer GK angeboten wird.
Ernstzunehmend ist alles ab 6 Punkten in den Examen und ein Anschreiben, das irgendwie zu uns und unserem Bereich passt. Wie gesagt, wir sind spezialisierte Kanzlei, Tier 1/2, sechsstelliges Einstiegsgehalt, vernünftige Arbeitszeiten (unter GK-Niveau). Ich kann es mir nur so erklären, dass unser Bereich nicht so bekannt/beliebt ist und dann viele Bewerber nun einmal die GKs abklappern, weil sie uns gar nicht kennen. Da bewirbt man sich lieber auf die ganzen Azur Top 100 statt bei den Top 20 der Legal 500 in dem Fachbereich.
02.02.2026, 12:11
(02.02.2026, 11:57)Patenter Gast schrieb:(01.02.2026, 14:46)ForumBenutzer schrieb:(01.02.2026, 10:22)Patenter Gast schrieb:Das verwundert mich doch sehr. In meiner Station war ich bei einer "unbeliebteren" GK irgendwo T3/4, welche zum Einstieg 90-100k zahlt und in der Vergangenheit ab 7,5P eingestellt hat. Dort hatte ich sehr engen Kontakt mit HR, da wir uns gut verstanden hatten. Dort gingen (Zeitpunkt Mitte 2025) ungelogen sehr, sehr viele Bewerbungen ein, da es einfach wirtschaftlich im Land nicht gut läuft und wenig eingestellt wurde unter frischen Absolventen. Die dortige Kollegin sprach auch von sehr, sehr vielen Bewerbungen täglich, welche man dort so gar nicht gewohnt war, unter anderem auch von Kandidaten mit vb usw. welche sonst eher nur bei T1 rein wollten. Ob es täglich hunderte waren glaube ich nicht, aber wöchentlich auf jeden Fall und das ohne ausgeschriebenen Stellen. Solche Kanzleien profitieren natürlich sehr stark von der wirtschaftlichen Lage und man konnte Leute mit deutlich besseren Noten als üblich einstellen bei gleichem Gehalt, so hatte man mir damals mit befr. noch Hoffnung gemacht, jedoch natürlich nicht wenn plötzlich Leute mit 10,x und Dr. kommen und für 90k den Job wollen. Da nützte dann auch bekannt und bewährt nicht mehr weiter. Wobei ich ohnehin froh bin, den Deal nicht eingegangen zu sein, da die Arbeitszeiten (US-Bezug) utopisch waren und mir das Gehalt dafür zu gering im Vergleich zu den großen Namen :D(31.01.2026, 20:37)RRalf schrieb:(31.01.2026, 11:59)Bro schrieb: Der HR-Partner in meiner jetzigen Kanzlei ("kleine GK") hat mir gesagt, dass sie derzeit täglich über 50 (Initiativ-)Bewerbungen erhalten und regelmäßig Doppel-VB Kandidaten absagen müssen. Nur Doppel-Gut und aufwärts werden überhaupt in Betracht gezogen.
Nirgendwo wird so viel Scheiße über Noten erzählt wie unter Juristen. Auch 50+ tägliche (Initiativ-)Bewerbungen sind völlig utopisch bei 8-9k Absolventen im Jahr deutschlandweit.
50 Bewerbungen pro Tagaußerdem macht er alleine 10 Mio Umsatz, ne?
50 Bewerbungen am Tag = 250 Bewerbungen die Woche = 13.000 Bewerbungen im Jahr
Bei knapp unter 9.000 neuen Volljuristen pro Jahr, bewirbt sich also nicht nur jeder Absolvent bei denen, sondern on top kommen noch 4.000 wechselwillige Associates aus anderen Kanzleien.
Mal der Gegencheck: Wir sind eine kleinere Kanzlei und in unserem Bereich Tier 1/2. Stehen in allen Rankings drin. Wir bekommen knapp 10 ernsthafte Bewerbungen pro Jahr. Doppel-vb haben davon vielleicht zwei. Und wir zahlen auch sechsstellig zum Einstieg.
Edit: Was ist bei euch keine ernstzunehmende Bewerbung? Die Noten zu niedrig, oder wie qualifiziert sich eine Bewerbung als ohnenicht nicht ernstzunehmend?
Also wir bekommen wirklich nur knapp 10 Bewerbungen pro Jahr. Mit ernstzunehmend meine ich, dass es keine AGG-Hopper Bewerbung ist oder von jemand, der seit vier Jahren arbeitslos ist, oder irgendwelche random Headhunter-Bewerbungen, bei denen uns ein fachfremder Associate aus einer GK angeboten wird.
Ernstzunehmend ist alles ab 6 Punkten in den Examen und ein Anschreiben, das irgendwie zu uns und unserem Bereich passt. Wie gesagt, wir sind spezialisierte Kanzlei, Tier 1/2, sechsstelliges Einstiegsgehalt, vernünftige Arbeitszeiten (unter GK-Niveau). Ich kann es mir nur so erklären, dass unser Bereich nicht so bekannt/beliebt ist und dann viele Bewerber nun einmal die GKs abklappern, weil sie uns gar nicht kennen. Da bewirbt man sich lieber auf die ganzen Azur Top 100 statt bei den Top 20 der Legal 500 in dem Fachbereich.
Wären doch endlich nur die Gehälter in den Stellenausschreiben, dann wäre das sicher auch mehr im Fokus von Bewerbern. 😔
02.02.2026, 12:21
(02.02.2026, 12:11)Reichsexekution schrieb:(02.02.2026, 11:57)Patenter Gast schrieb:(01.02.2026, 14:46)ForumBenutzer schrieb:(01.02.2026, 10:22)Patenter Gast schrieb:Das verwundert mich doch sehr. In meiner Station war ich bei einer "unbeliebteren" GK irgendwo T3/4, welche zum Einstieg 90-100k zahlt und in der Vergangenheit ab 7,5P eingestellt hat. Dort hatte ich sehr engen Kontakt mit HR, da wir uns gut verstanden hatten. Dort gingen (Zeitpunkt Mitte 2025) ungelogen sehr, sehr viele Bewerbungen ein, da es einfach wirtschaftlich im Land nicht gut läuft und wenig eingestellt wurde unter frischen Absolventen. Die dortige Kollegin sprach auch von sehr, sehr vielen Bewerbungen täglich, welche man dort so gar nicht gewohnt war, unter anderem auch von Kandidaten mit vb usw. welche sonst eher nur bei T1 rein wollten. Ob es täglich hunderte waren glaube ich nicht, aber wöchentlich auf jeden Fall und das ohne ausgeschriebenen Stellen. Solche Kanzleien profitieren natürlich sehr stark von der wirtschaftlichen Lage und man konnte Leute mit deutlich besseren Noten als üblich einstellen bei gleichem Gehalt, so hatte man mir damals mit befr. noch Hoffnung gemacht, jedoch natürlich nicht wenn plötzlich Leute mit 10,x und Dr. kommen und für 90k den Job wollen. Da nützte dann auch bekannt und bewährt nicht mehr weiter. Wobei ich ohnehin froh bin, den Deal nicht eingegangen zu sein, da die Arbeitszeiten (US-Bezug) utopisch waren und mir das Gehalt dafür zu gering im Vergleich zu den großen Namen :D(31.01.2026, 20:37)RRalf schrieb: Nirgendwo wird so viel Scheiße über Noten erzählt wie unter Juristen. Auch 50+ tägliche (Initiativ-)Bewerbungen sind völlig utopisch bei 8-9k Absolventen im Jahr deutschlandweit.
50 Bewerbungen pro Tagaußerdem macht er alleine 10 Mio Umsatz, ne?
50 Bewerbungen am Tag = 250 Bewerbungen die Woche = 13.000 Bewerbungen im Jahr
Bei knapp unter 9.000 neuen Volljuristen pro Jahr, bewirbt sich also nicht nur jeder Absolvent bei denen, sondern on top kommen noch 4.000 wechselwillige Associates aus anderen Kanzleien.
Mal der Gegencheck: Wir sind eine kleinere Kanzlei und in unserem Bereich Tier 1/2. Stehen in allen Rankings drin. Wir bekommen knapp 10 ernsthafte Bewerbungen pro Jahr. Doppel-vb haben davon vielleicht zwei. Und wir zahlen auch sechsstellig zum Einstieg.
Edit: Was ist bei euch keine ernstzunehmende Bewerbung? Die Noten zu niedrig, oder wie qualifiziert sich eine Bewerbung als ohnenicht nicht ernstzunehmend?
Also wir bekommen wirklich nur knapp 10 Bewerbungen pro Jahr. Mit ernstzunehmend meine ich, dass es keine AGG-Hopper Bewerbung ist oder von jemand, der seit vier Jahren arbeitslos ist, oder irgendwelche random Headhunter-Bewerbungen, bei denen uns ein fachfremder Associate aus einer GK angeboten wird.
Ernstzunehmend ist alles ab 6 Punkten in den Examen und ein Anschreiben, das irgendwie zu uns und unserem Bereich passt. Wie gesagt, wir sind spezialisierte Kanzlei, Tier 1/2, sechsstelliges Einstiegsgehalt, vernünftige Arbeitszeiten (unter GK-Niveau). Ich kann es mir nur so erklären, dass unser Bereich nicht so bekannt/beliebt ist und dann viele Bewerber nun einmal die GKs abklappern, weil sie uns gar nicht kennen. Da bewirbt man sich lieber auf die ganzen Azur Top 100 statt bei den Top 20 der Legal 500 in dem Fachbereich.
Wären doch endlich nur die Gehälter in den Stellenausschreiben, dann wäre das sicher auch mehr im Fokus von Bewerbern. 😔
Würden die uns dadurch auf einmal finden? Ich wundere mich eben, weil hier im Forum der große Weltuntergang heraufbeschworen wird, vermeintlich >10.000 Bewerbungen pro Jahr bei einer mid-GK, ohne doppel-gut keine Chancen mehr, stattdessen 50k bei irgendeinem kleinen Laden im nirgendwo. Aber bei uns bewirbt sich dann keiner, weil auf der Homepage nicht fett das Einstiegsgehalt steht?
02.02.2026, 12:26
Kann PatenterGast nur vollumfänglich zustimmen. Ist bei uns sehr ähnlich, ebenfalls Boutique und vieles übertragbar. Allerdings fordern wir idR auch Doppel-VB.
Ist sicherlich auch ein Visibilitäts-Thema, da wir (anders als die GKs und MKs) kein großes Marketing-Budget haben und es sich aber auch schlicht nicht lohnt. Die Kosten für ein Profil z.B. bei Azur sind für eine GK, die 50 Berufseinsteiger pro Jahr sucht, und uns exakt dieselben. Da lohnt sich das Invest für die kleine Einheit häufig nicht. Bei passenden Bewerbern/Bewerberinnen würden wir dieses Jahr auch zwei Neueinstellungen vornehmen.
Ist sicherlich auch ein Visibilitäts-Thema, da wir (anders als die GKs und MKs) kein großes Marketing-Budget haben und es sich aber auch schlicht nicht lohnt. Die Kosten für ein Profil z.B. bei Azur sind für eine GK, die 50 Berufseinsteiger pro Jahr sucht, und uns exakt dieselben. Da lohnt sich das Invest für die kleine Einheit häufig nicht. Bei passenden Bewerbern/Bewerberinnen würden wir dieses Jahr auch zwei Neueinstellungen vornehmen.
02.02.2026, 12:27
(02.02.2026, 12:21)Patenter Gast schrieb:(02.02.2026, 12:11)Reichsexekution schrieb:(02.02.2026, 11:57)Patenter Gast schrieb:(01.02.2026, 14:46)ForumBenutzer schrieb:(01.02.2026, 10:22)Patenter Gast schrieb: 50 Bewerbungen pro TagDas verwundert mich doch sehr. In meiner Station war ich bei einer "unbeliebteren" GK irgendwo T3/4, welche zum Einstieg 90-100k zahlt und in der Vergangenheit ab 7,5P eingestellt hat. Dort hatte ich sehr engen Kontakt mit HR, da wir uns gut verstanden hatten. Dort gingen (Zeitpunkt Mitte 2025) ungelogen sehr, sehr viele Bewerbungen ein, da es einfach wirtschaftlich im Land nicht gut läuft und wenig eingestellt wurde unter frischen Absolventen. Die dortige Kollegin sprach auch von sehr, sehr vielen Bewerbungen täglich, welche man dort so gar nicht gewohnt war, unter anderem auch von Kandidaten mit vb usw. welche sonst eher nur bei T1 rein wollten. Ob es täglich hunderte waren glaube ich nicht, aber wöchentlich auf jeden Fall und das ohne ausgeschriebenen Stellen. Solche Kanzleien profitieren natürlich sehr stark von der wirtschaftlichen Lage und man konnte Leute mit deutlich besseren Noten als üblich einstellen bei gleichem Gehalt, so hatte man mir damals mit befr. noch Hoffnung gemacht, jedoch natürlich nicht wenn plötzlich Leute mit 10,x und Dr. kommen und für 90k den Job wollen. Da nützte dann auch bekannt und bewährt nicht mehr weiter. Wobei ich ohnehin froh bin, den Deal nicht eingegangen zu sein, da die Arbeitszeiten (US-Bezug) utopisch waren und mir das Gehalt dafür zu gering im Vergleich zu den großen Namen :Daußerdem macht er alleine 10 Mio Umsatz, ne?
50 Bewerbungen am Tag = 250 Bewerbungen die Woche = 13.000 Bewerbungen im Jahr
Bei knapp unter 9.000 neuen Volljuristen pro Jahr, bewirbt sich also nicht nur jeder Absolvent bei denen, sondern on top kommen noch 4.000 wechselwillige Associates aus anderen Kanzleien.
Mal der Gegencheck: Wir sind eine kleinere Kanzlei und in unserem Bereich Tier 1/2. Stehen in allen Rankings drin. Wir bekommen knapp 10 ernsthafte Bewerbungen pro Jahr. Doppel-vb haben davon vielleicht zwei. Und wir zahlen auch sechsstellig zum Einstieg.
Edit: Was ist bei euch keine ernstzunehmende Bewerbung? Die Noten zu niedrig, oder wie qualifiziert sich eine Bewerbung als ohnenicht nicht ernstzunehmend?
Also wir bekommen wirklich nur knapp 10 Bewerbungen pro Jahr. Mit ernstzunehmend meine ich, dass es keine AGG-Hopper Bewerbung ist oder von jemand, der seit vier Jahren arbeitslos ist, oder irgendwelche random Headhunter-Bewerbungen, bei denen uns ein fachfremder Associate aus einer GK angeboten wird.
Ernstzunehmend ist alles ab 6 Punkten in den Examen und ein Anschreiben, das irgendwie zu uns und unserem Bereich passt. Wie gesagt, wir sind spezialisierte Kanzlei, Tier 1/2, sechsstelliges Einstiegsgehalt, vernünftige Arbeitszeiten (unter GK-Niveau). Ich kann es mir nur so erklären, dass unser Bereich nicht so bekannt/beliebt ist und dann viele Bewerber nun einmal die GKs abklappern, weil sie uns gar nicht kennen. Da bewirbt man sich lieber auf die ganzen Azur Top 100 statt bei den Top 20 der Legal 500 in dem Fachbereich.
Wären doch endlich nur die Gehälter in den Stellenausschreiben, dann wäre das sicher auch mehr im Fokus von Bewerbern. 😔
Würden die uns dadurch auf einmal finden? Ich wundere mich eben, weil hier im Forum der große Weltuntergang heraufbeschworen wird, vermeintlich >10.000 Bewerbungen pro Jahr bei einer mid-GK, ohne doppel-gut keine Chancen mehr, stattdessen 50k bei irgendeinem kleinen Laden im nirgendwo. Aber bei uns bewirbt sich dann keiner, weil auf der Homepage nicht fett das Einstiegsgehalt steht?
Das dürfte schon ziemlich viel ausmachen. Viele Bewerber machen sich nicht die Mühe, sich auf eine Blackbox zu bewerben. Und das Gehalt ist mit der wichtigste Faktor bei der Jobwahl.
02.02.2026, 13:58
(02.02.2026, 12:27)Die Spitze der Sozialkompetenz schrieb:(02.02.2026, 12:21)Patenter Gast schrieb: Würden die uns dadurch auf einmal finden? Ich wundere mich eben, weil hier im Forum der große Weltuntergang heraufbeschworen wird, vermeintlich >10.000 Bewerbungen pro Jahr bei einer mid-GK, ohne doppel-gut keine Chancen mehr, stattdessen 50k bei irgendeinem kleinen Laden im nirgendwo. Aber bei uns bewirbt sich dann keiner, weil auf der Homepage nicht fett das Einstiegsgehalt steht?
Das dürfte schon ziemlich viel ausmachen. Viele Bewerber machen sich nicht die Mühe, sich auf eine Blackbox zu bewerben. Und das Gehalt ist mit der wichtigste Faktor bei der Jobwahl.
Na dann kann der Markt auch nicht so schlimm für Bewerber sein, wenn man sich deswegen nicht bei uns bewirbt, sondern lieber die x-te Bewerbung an eine GK abschickt. Abgesehen davon dreht sich der ganze Thread doch darum, was man in kleineren Einheiten verdient, die ihre Gehälter nicht offenlegen... und irgendeine Mid-GK soll >10.000 Bewerbungen pro Jahr erhalten, aber wir gerade mal 10, weil unser Gehalt nicht auf Azur steht?
Ich verstehe den Punkt, dass man als Bewerber gerne vorab das Gehalt schon wissen würde, aber so ganz wirkt es auf mich inkonsistent. Wenn einerseits rumgejammert wird, dass es keine Jobs mehr gibt und dann andererseits keine Bewerbungen verschickt werden, wenn die Gehälter nicht offenliegen (was am Rande vollkommen normal ist, ganz viele legen ihre Gehälter nicht offen).
PS: Wenn du eine Bewerbung fertig hast, ist der Aufwand für die Anpassung auf andere Kanzleien vielleicht 30 Minuten pro Bewerbung.
02.02.2026, 18:55
(02.02.2026, 13:58)Patenter Gast schrieb:Es gibt schlicht wenige Kanzleien die sie so gut bezahlen und dann nicht irgendwie bekannt sind durch Anzeigen oder schlicht durch den Namen, welcher sich rumspricht. Du glaubst gar nicht wie viele ehemalige Refs-/Wismitkollegen oder gar Associates mir damals erzählt haben, dass ja nun Sullivan Cromwall 180k zahlt und Noerr oder Hogan ja nur 140k und dass das ja das non plus ultra wäre dort zu arbeiten und Skaaden den höchsten WAT für Wismits zahlt. Juristen sind da schon sehr eigen... das läuft überwiegend über Mundpropaganda. Ohne jemals bei den Kanzleien gewesen zu sein, weiß man alleine durch sein Netzwerk was dort gezahlt wird und weil es sowieso bei azur steht. Und selbst wenn nicht: wieso sollte sich der ideale Bewerber mit Topnoten die Mühe machen mit der Legal500 Liste, wenn es Azur gibt wo man sogar nach Gehalt sortieren kann.(02.02.2026, 12:27)Die Spitze der Sozialkompetenz schrieb:(02.02.2026, 12:21)Patenter Gast schrieb: Würden die uns dadurch auf einmal finden? Ich wundere mich eben, weil hier im Forum der große Weltuntergang heraufbeschworen wird, vermeintlich >10.000 Bewerbungen pro Jahr bei einer mid-GK, ohne doppel-gut keine Chancen mehr, stattdessen 50k bei irgendeinem kleinen Laden im nirgendwo. Aber bei uns bewirbt sich dann keiner, weil auf der Homepage nicht fett das Einstiegsgehalt steht?
Das dürfte schon ziemlich viel ausmachen. Viele Bewerber machen sich nicht die Mühe, sich auf eine Blackbox zu bewerben. Und das Gehalt ist mit der wichtigste Faktor bei der Jobwahl.
Na dann kann der Markt auch nicht so schlimm für Bewerber sein, wenn man sich deswegen nicht bei uns bewirbt, sondern lieber die x-te Bewerbung an eine GK abschickt. Abgesehen davon dreht sich der ganze Thread doch darum, was man in kleineren Einheiten verdient, die ihre Gehälter nicht offenlegen... und irgendeine Mid-GK soll >10.000 Bewerbungen pro Jahr erhalten, aber wir gerade mal 10, weil unser Gehalt nicht auf Azur steht?
Ich verstehe den Punkt, dass man als Bewerber gerne vorab das Gehalt schon wissen würde, aber so ganz wirkt es auf mich inkonsistent. Wenn einerseits rumgejammert wird, dass es keine Jobs mehr gibt und dann andererseits keine Bewerbungen verschickt werden, wenn die Gehälter nicht offenliegen (was am Rande vollkommen normal ist, ganz viele legen ihre Gehälter nicht offen).
PS: Wenn du eine Bewerbung fertig hast, ist der Aufwand für die Anpassung auf andere Kanzleien vielleicht 30 Minuten pro Bewerbung.
02.02.2026, 19:17
(02.02.2026, 13:58)Patenter Gast schrieb:(02.02.2026, 12:27)Die Spitze der Sozialkompetenz schrieb:(02.02.2026, 12:21)Patenter Gast schrieb: Würden die uns dadurch auf einmal finden? Ich wundere mich eben, weil hier im Forum der große Weltuntergang heraufbeschworen wird, vermeintlich >10.000 Bewerbungen pro Jahr bei einer mid-GK, ohne doppel-gut keine Chancen mehr, stattdessen 50k bei irgendeinem kleinen Laden im nirgendwo. Aber bei uns bewirbt sich dann keiner, weil auf der Homepage nicht fett das Einstiegsgehalt steht?
Das dürfte schon ziemlich viel ausmachen. Viele Bewerber machen sich nicht die Mühe, sich auf eine Blackbox zu bewerben. Und das Gehalt ist mit der wichtigste Faktor bei der Jobwahl.
Na dann kann der Markt auch nicht so schlimm für Bewerber sein, wenn man sich deswegen nicht bei uns bewirbt, sondern lieber die x-te Bewerbung an eine GK abschickt. Abgesehen davon dreht sich der ganze Thread doch darum, was man in kleineren Einheiten verdient, die ihre Gehälter nicht offenlegen... und irgendeine Mid-GK soll >10.000 Bewerbungen pro Jahr erhalten, aber wir gerade mal 10, weil unser Gehalt nicht auf Azur steht?
Ich verstehe den Punkt, dass man als Bewerber gerne vorab das Gehalt schon wissen würde, aber so ganz wirkt es auf mich inkonsistent. Wenn einerseits rumgejammert wird, dass es keine Jobs mehr gibt und dann andererseits keine Bewerbungen verschickt werden, wenn die Gehälter nicht offenliegen (was am Rande vollkommen normal ist, ganz viele legen ihre Gehälter nicht offen).
PS: Wenn du eine Bewerbung fertig hast, ist der Aufwand für die Anpassung auf andere Kanzleien vielleicht 30 Minuten pro Bewerbung.
Also eine Bewerbung sind schon mehr als nur 30 Minuten Aufwand. An meinem letzten Anschreiben saß ich ca. 90 Minuten. Hinzu kommen das Vorstellungsgespräch und die ggf. mehrstündige Anreise zu diesem. Es können deutlich mehr als 5 Stunden werden. Und dann um am Ende eine Zahl zu hören, die fernab der eigenen Vorstellungen liegt? Das schreckt viele Bewerber ab, ob du es glaubst oder nicht.
Von fast allen bekannten Arbeitgebern kursiert das Gehalt irgendwo im Internet. Dann gehen Bewerber doch lieber dort hin, als sich so viel Mühe zu machen, die man sich bei Vorkenntnis hätte sparen können.
Zumal 100.000 EUR eine Zahl sind, die viele Bewerber anziehen wird. Wenn das Gehalt für jeden Bewerber und insbesondere Berufseinsteiger klar vorgegeben ist, kann ich die Geheimniskrämerei nicht nachvollziehen.



außerdem macht er alleine 10 Mio Umsatz, ne? 