22.04.2026, 18:55
(22.04.2026, 17:22)Bro schrieb:(22.04.2026, 15:19)Almöhi schrieb:(22.04.2026, 13:56)Negatives Tatbestandsmerkmal schrieb: Das ist auch ein in-sich-Argument
Womit hängen denn die hohen Kosten maßgeblich zusammen?
Mit den Gehältern und den sich auch dort widerspiegelnden Steuern und Versicherungsabgaben.
Ein höheres Netto lässt sich bekanntlich auf zwei Wegen erreichen: Entweder durch geringere Abgaben oder eben durch ein höheres Brutto. Dabei ist ein höheres Brutto für den Staat natürlich viel interessanter, da so entsprechend auch wieder mehr Geld eingenommen werden kann und zur Verfügung steht. Rund die Hälfte jeder Bruttolohnerhöhung wird bekanntlich von Abgaben und vom Staat konsumiert
Das gesamte Steuer- und Abgabensystem ist ein riesiger Verschiebebahnhof, wobei am Ende die einfachen Bürger da draußen diejenigen sind, die immer weniger übrig haben.
Bürokratieabbau schön und gut bin ich auch für, aber nicht zu Lasten unseres Rechtsstaates. Das Einhalten von Normen und Regeln bringt nun einmal Bürokratie mit sich. Ich glaube, inzwischen wünscht sich niemand mehr argentinische Verhältnisse.
Genau diese Einstellung ist das Problem. "Diese Normen sind nunmal da und dafür brauchen wir halt Stellen". Nein, Gesetze können tatsächlich auch wieder aufgehoben werden. Und dass das ziemlich sinnvoll sein kann, zeigt gerade das von dir gescholtene Argentinien. Dort wurden seit Ende 2023 fast 20% der Stellen im ÖD gestrichen. Aber gut, dort haben ja zuletzt mittelbar ca. 1/3 im ÖD gearbeitet. Welche Erfolge hatte das? Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft sind um stark gestiegen (ca. 400k), insbesondere Industriearbeitsplätze. Insgesamt ist die Wirtschaft seit Ende 2023 um über 10% gewachsen (davor jahrelang geschrumpft). Prognosen sehen auch für die nächsten Jahre Wachstum im Bereich von 5%. Private Investitionen steigen. Die Armutsquote wurde halbiert. Lohne sind real um ca. 15% gestiegen. Es gibt einen Haushaltsüberschuss. Die Verschuldung sank von 99,4% des BIP auf 43,1% des BIP. So viel zum Thema "keiner will argentinische Verhältnisse" (außer, wenn du die Verhältnisse vor Milei meintest).
Glaube ihr habt beide recht. Das viele Normen für unser tägliches Leben wichtig sind stellt glaube ich niemand in Frage. Aber es gibt auch viele unsinnige Vorschriften, allein in meinem Rechtsgebiet fallen mir auf Anhieb zahlreiche Vorschriften ein die sofort weg könnten, weil sie zu 95% nicht kontrolliert werden, zudem fehlt uns auch zunehmendend die Fähigkeit einfache/verständliche Normen zu schreiben.
Möchte es am Ende aber auch nicht entscheiden müssen. Lässte es laufen und fünf gerade sein, beschweren sich die einen, regelst du alles, die anderen...
22.04.2026, 22:44
(22.04.2026, 17:22)Bro schrieb:(22.04.2026, 15:19)Almöhi schrieb:(22.04.2026, 13:56)Negatives Tatbestandsmerkmal schrieb: Das ist auch ein in-sich-Argument
Womit hängen denn die hohen Kosten maßgeblich zusammen?
Mit den Gehältern und den sich auch dort widerspiegelnden Steuern und Versicherungsabgaben.
Ein höheres Netto lässt sich bekanntlich auf zwei Wegen erreichen: Entweder durch geringere Abgaben oder eben durch ein höheres Brutto. Dabei ist ein höheres Brutto für den Staat natürlich viel interessanter, da so entsprechend auch wieder mehr Geld eingenommen werden kann und zur Verfügung steht. Rund die Hälfte jeder Bruttolohnerhöhung wird bekanntlich von Abgaben und vom Staat konsumiert
Das gesamte Steuer- und Abgabensystem ist ein riesiger Verschiebebahnhof, wobei am Ende die einfachen Bürger da draußen diejenigen sind, die immer weniger übrig haben.
Bürokratieabbau schön und gut bin ich auch für, aber nicht zu Lasten unseres Rechtsstaates. Das Einhalten von Normen und Regeln bringt nun einmal Bürokratie mit sich. Ich glaube, inzwischen wünscht sich niemand mehr argentinische Verhältnisse.
Genau diese Einstellung ist das Problem. "Diese Normen sind nunmal da und dafür brauchen wir halt Stellen". Nein, Gesetze können tatsächlich auch wieder aufgehoben werden. Und dass das ziemlich sinnvoll sein kann, zeigt gerade das von dir gescholtene Argentinien. Dort wurden seit Ende 2023 fast 20% der Stellen im ÖD gestrichen. Aber gut, dort haben ja zuletzt mittelbar ca. 1/3 im ÖD gearbeitet. Welche Erfolge hatte das? Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft sind um stark gestiegen (ca. 400k), insbesondere Industriearbeitsplätze. Insgesamt ist die Wirtschaft seit Ende 2023 um über 10% gewachsen (davor jahrelang geschrumpft). Prognosen sehen auch für die nächsten Jahre Wachstum im Bereich von 5%. Private Investitionen steigen. Die Armutsquote wurde halbiert. Lohne sind real um ca. 15% gestiegen. Es gibt einen Haushaltsüberschuss. Die Verschuldung sank von 99,4% des BIP auf 43,1% des BIP. So viel zum Thema "keiner will argentinische Verhältnisse" (außer, wenn du die Verhältnisse vor Milei meintest).
Lil' Bro ist echt zerfressen von Hass auf alles staatliche lmao.
Bin froh dass wir solche Macher wie dich im Land haben 👍🏻
22.04.2026, 23:50
(22.04.2026, 22:44)PaulePanther schrieb:(22.04.2026, 17:22)Bro schrieb:(22.04.2026, 15:19)Almöhi schrieb:(22.04.2026, 13:56)Negatives Tatbestandsmerkmal schrieb: Das ist auch ein in-sich-Argument
Womit hängen denn die hohen Kosten maßgeblich zusammen?
Mit den Gehältern und den sich auch dort widerspiegelnden Steuern und Versicherungsabgaben.
Ein höheres Netto lässt sich bekanntlich auf zwei Wegen erreichen: Entweder durch geringere Abgaben oder eben durch ein höheres Brutto. Dabei ist ein höheres Brutto für den Staat natürlich viel interessanter, da so entsprechend auch wieder mehr Geld eingenommen werden kann und zur Verfügung steht. Rund die Hälfte jeder Bruttolohnerhöhung wird bekanntlich von Abgaben und vom Staat konsumiert
Das gesamte Steuer- und Abgabensystem ist ein riesiger Verschiebebahnhof, wobei am Ende die einfachen Bürger da draußen diejenigen sind, die immer weniger übrig haben.
Bürokratieabbau schön und gut bin ich auch für, aber nicht zu Lasten unseres Rechtsstaates. Das Einhalten von Normen und Regeln bringt nun einmal Bürokratie mit sich. Ich glaube, inzwischen wünscht sich niemand mehr argentinische Verhältnisse.
Genau diese Einstellung ist das Problem. "Diese Normen sind nunmal da und dafür brauchen wir halt Stellen". Nein, Gesetze können tatsächlich auch wieder aufgehoben werden. Und dass das ziemlich sinnvoll sein kann, zeigt gerade das von dir gescholtene Argentinien. Dort wurden seit Ende 2023 fast 20% der Stellen im ÖD gestrichen. Aber gut, dort haben ja zuletzt mittelbar ca. 1/3 im ÖD gearbeitet. Welche Erfolge hatte das? Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft sind um stark gestiegen (ca. 400k), insbesondere Industriearbeitsplätze. Insgesamt ist die Wirtschaft seit Ende 2023 um über 10% gewachsen (davor jahrelang geschrumpft). Prognosen sehen auch für die nächsten Jahre Wachstum im Bereich von 5%. Private Investitionen steigen. Die Armutsquote wurde halbiert. Lohne sind real um ca. 15% gestiegen. Es gibt einen Haushaltsüberschuss. Die Verschuldung sank von 99,4% des BIP auf 43,1% des BIP. So viel zum Thema "keiner will argentinische Verhältnisse" (außer, wenn du die Verhältnisse vor Milei meintest).
Lil' Bro ist echt zerfressen von Hass auf alles staatliche lmao.
Bin froh dass wir solche Macher wie dich im Land haben 👍🏻
Immerhin war er in der Lage einen sachlichen Beitrag zu formulieren.
Die allermeisten Juristen sind fast täglich irgendwo mit sinnloser Bürokratie befasst. Und die Abgabenquote ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Dass da erhebliche Reformen erforderlich sind ist offenkundig.
23.04.2026, 06:56
(22.04.2026, 23:50)Paul Klee schrieb:(22.04.2026, 22:44)PaulePanther schrieb:(22.04.2026, 17:22)Bro schrieb:(22.04.2026, 15:19)Almöhi schrieb:(22.04.2026, 13:56)Negatives Tatbestandsmerkmal schrieb: Das ist auch ein in-sich-Argument
Womit hängen denn die hohen Kosten maßgeblich zusammen?
Mit den Gehältern und den sich auch dort widerspiegelnden Steuern und Versicherungsabgaben.
Ein höheres Netto lässt sich bekanntlich auf zwei Wegen erreichen: Entweder durch geringere Abgaben oder eben durch ein höheres Brutto. Dabei ist ein höheres Brutto für den Staat natürlich viel interessanter, da so entsprechend auch wieder mehr Geld eingenommen werden kann und zur Verfügung steht. Rund die Hälfte jeder Bruttolohnerhöhung wird bekanntlich von Abgaben und vom Staat konsumiert
Das gesamte Steuer- und Abgabensystem ist ein riesiger Verschiebebahnhof, wobei am Ende die einfachen Bürger da draußen diejenigen sind, die immer weniger übrig haben.
Bürokratieabbau schön und gut bin ich auch für, aber nicht zu Lasten unseres Rechtsstaates. Das Einhalten von Normen und Regeln bringt nun einmal Bürokratie mit sich. Ich glaube, inzwischen wünscht sich niemand mehr argentinische Verhältnisse.
Genau diese Einstellung ist das Problem. "Diese Normen sind nunmal da und dafür brauchen wir halt Stellen". Nein, Gesetze können tatsächlich auch wieder aufgehoben werden. Und dass das ziemlich sinnvoll sein kann, zeigt gerade das von dir gescholtene Argentinien. Dort wurden seit Ende 2023 fast 20% der Stellen im ÖD gestrichen. Aber gut, dort haben ja zuletzt mittelbar ca. 1/3 im ÖD gearbeitet. Welche Erfolge hatte das? Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft sind um stark gestiegen (ca. 400k), insbesondere Industriearbeitsplätze. Insgesamt ist die Wirtschaft seit Ende 2023 um über 10% gewachsen (davor jahrelang geschrumpft). Prognosen sehen auch für die nächsten Jahre Wachstum im Bereich von 5%. Private Investitionen steigen. Die Armutsquote wurde halbiert. Lohne sind real um ca. 15% gestiegen. Es gibt einen Haushaltsüberschuss. Die Verschuldung sank von 99,4% des BIP auf 43,1% des BIP. So viel zum Thema "keiner will argentinische Verhältnisse" (außer, wenn du die Verhältnisse vor Milei meintest).
Lil' Bro ist echt zerfressen von Hass auf alles staatliche lmao.
Bin froh dass wir solche Macher wie dich im Land haben 👍🏻
Immerhin war er in der Lage einen sachlichen Beitrag zu formulieren.
Die allermeisten Juristen sind fast täglich irgendwo mit sinnloser Bürokratie befasst. Und die Abgabenquote ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Dass da erhebliche Reformen erforderlich sind ist offenkundig.
Der Teufel liegt da leider im Detail: dass vereinfacht werden muss, meint fast jeder, aber jeder hat andere Normen im Blick. Und kaum will man etwas ändern, schreit eine Interessengruppe auf, dass diese Regelung auf gar keinen Fall unnötig ist. Und kaum passiert etwas - Brand, Unfall usw. -, fragt die Öffentlichkeit als allererstes, welche Regeln hier vielleicht fehlen, nicht eingehalten oder kontrolliert worden sind. Ich habe auch schon erlebt, dass sich die Betroffenen gegen Vereinfachung gewandt haben: man lasse sie jetzt ratlos im Regen stehen ohne Hilfe von oben... Und in jedem Wahlprogramm werden Verbesserungen versprochen, die in neuen Normen münden. Das Schlimmste ist, dass sie im Ausgang alle sinnvoll sind (es soll niemand verbrennen, kein Kulturgut zerstört werden, keine Daten missbraucht, ...), nur in der Summe ist es halt zu viel, und das macht den Rückbau viel schwieriger als wenn der Zweck an sich schon verkehrt wäre. Kurz: jeder, der mit Normsetzung und Verwaltungsvereinfachung befasst ist, merkt sofort, dass es hochmühsam und eine Daueraufgabe ist. Aber das wäre ein eigenes Thema...
23.04.2026, 08:31
(23.04.2026, 06:56)Praktiker schrieb:(22.04.2026, 23:50)Paul Klee schrieb:(22.04.2026, 22:44)PaulePanther schrieb:(22.04.2026, 17:22)Bro schrieb:(22.04.2026, 15:19)Almöhi schrieb: Bürokratieabbau schön und gut bin ich auch für, aber nicht zu Lasten unseres Rechtsstaates. Das Einhalten von Normen und Regeln bringt nun einmal Bürokratie mit sich. Ich glaube, inzwischen wünscht sich niemand mehr argentinische Verhältnisse.
Genau diese Einstellung ist das Problem. "Diese Normen sind nunmal da und dafür brauchen wir halt Stellen". Nein, Gesetze können tatsächlich auch wieder aufgehoben werden. Und dass das ziemlich sinnvoll sein kann, zeigt gerade das von dir gescholtene Argentinien. Dort wurden seit Ende 2023 fast 20% der Stellen im ÖD gestrichen. Aber gut, dort haben ja zuletzt mittelbar ca. 1/3 im ÖD gearbeitet. Welche Erfolge hatte das? Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft sind um stark gestiegen (ca. 400k), insbesondere Industriearbeitsplätze. Insgesamt ist die Wirtschaft seit Ende 2023 um über 10% gewachsen (davor jahrelang geschrumpft). Prognosen sehen auch für die nächsten Jahre Wachstum im Bereich von 5%. Private Investitionen steigen. Die Armutsquote wurde halbiert. Lohne sind real um ca. 15% gestiegen. Es gibt einen Haushaltsüberschuss. Die Verschuldung sank von 99,4% des BIP auf 43,1% des BIP. So viel zum Thema "keiner will argentinische Verhältnisse" (außer, wenn du die Verhältnisse vor Milei meintest).
Lil' Bro ist echt zerfressen von Hass auf alles staatliche lmao.
Bin froh dass wir solche Macher wie dich im Land haben 👍🏻
Immerhin war er in der Lage einen sachlichen Beitrag zu formulieren.
Die allermeisten Juristen sind fast täglich irgendwo mit sinnloser Bürokratie befasst. Und die Abgabenquote ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Dass da erhebliche Reformen erforderlich sind ist offenkundig.
Der Teufel liegt da leider im Detail: dass vereinfacht werden muss, meint fast jeder, aber jeder hat andere Normen im Blick. Und kaum will man etwas ändern, schreit eine Interessengruppe auf, dass diese Regelung auf gar keinen Fall unnötig ist. Und kaum passiert etwas - Brand, Unfall usw. -, fragt die Öffentlichkeit als allererstes, welche Regeln hier vielleicht fehlen, nicht eingehalten oder kontrolliert worden sind. Ich habe auch schon erlebt, dass sich die Betroffenen gegen Vereinfachung gewandt haben: man lasse sie jetzt ratlos im Regen stehen ohne Hilfe von oben... Und in jedem Wahlprogramm werden Verbesserungen versprochen, die in neuen Normen münden. Das Schlimmste ist, dass sie im Ausgang alle sinnvoll sind (es soll niemand verbrennen, kein Kulturgut zerstört werden, keine Daten missbraucht, ...), nur in der Summe ist es halt zu viel, und das macht den Rückbau viel schwieriger als wenn der Zweck an sich schon verkehrt wäre. Kurz: jeder, der mit Normsetzung und Verwaltungsvereinfachung befasst ist, merkt sofort, dass es hochmühsam und eine Daueraufgabe ist. Aber das wäre ein eigenes Thema...
Vielleicht können wir ja ein Forumsthema aufmachen, wo wir Ideen sammeln, wo zu viel Bürokratie stattfindet.
23.04.2026, 13:38
(23.04.2026, 08:31)RefbaldAnwalt schrieb:(23.04.2026, 06:56)Praktiker schrieb:(22.04.2026, 23:50)Paul Klee schrieb:(22.04.2026, 22:44)PaulePanther schrieb:(22.04.2026, 17:22)Bro schrieb: Genau diese Einstellung ist das Problem. "Diese Normen sind nunmal da und dafür brauchen wir halt Stellen". Nein, Gesetze können tatsächlich auch wieder aufgehoben werden. Und dass das ziemlich sinnvoll sein kann, zeigt gerade das von dir gescholtene Argentinien. Dort wurden seit Ende 2023 fast 20% der Stellen im ÖD gestrichen. Aber gut, dort haben ja zuletzt mittelbar ca. 1/3 im ÖD gearbeitet. Welche Erfolge hatte das? Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft sind um stark gestiegen (ca. 400k), insbesondere Industriearbeitsplätze. Insgesamt ist die Wirtschaft seit Ende 2023 um über 10% gewachsen (davor jahrelang geschrumpft). Prognosen sehen auch für die nächsten Jahre Wachstum im Bereich von 5%. Private Investitionen steigen. Die Armutsquote wurde halbiert. Lohne sind real um ca. 15% gestiegen. Es gibt einen Haushaltsüberschuss. Die Verschuldung sank von 99,4% des BIP auf 43,1% des BIP. So viel zum Thema "keiner will argentinische Verhältnisse" (außer, wenn du die Verhältnisse vor Milei meintest).
Lil' Bro ist echt zerfressen von Hass auf alles staatliche lmao.
Bin froh dass wir solche Macher wie dich im Land haben 👍🏻
Immerhin war er in der Lage einen sachlichen Beitrag zu formulieren.
Die allermeisten Juristen sind fast täglich irgendwo mit sinnloser Bürokratie befasst. Und die Abgabenquote ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Dass da erhebliche Reformen erforderlich sind ist offenkundig.
Der Teufel liegt da leider im Detail: dass vereinfacht werden muss, meint fast jeder, aber jeder hat andere Normen im Blick. Und kaum will man etwas ändern, schreit eine Interessengruppe auf, dass diese Regelung auf gar keinen Fall unnötig ist. Und kaum passiert etwas - Brand, Unfall usw. -, fragt die Öffentlichkeit als allererstes, welche Regeln hier vielleicht fehlen, nicht eingehalten oder kontrolliert worden sind. Ich habe auch schon erlebt, dass sich die Betroffenen gegen Vereinfachung gewandt haben: man lasse sie jetzt ratlos im Regen stehen ohne Hilfe von oben... Und in jedem Wahlprogramm werden Verbesserungen versprochen, die in neuen Normen münden. Das Schlimmste ist, dass sie im Ausgang alle sinnvoll sind (es soll niemand verbrennen, kein Kulturgut zerstört werden, keine Daten missbraucht, ...), nur in der Summe ist es halt zu viel, und das macht den Rückbau viel schwieriger als wenn der Zweck an sich schon verkehrt wäre. Kurz: jeder, der mit Normsetzung und Verwaltungsvereinfachung befasst ist, merkt sofort, dass es hochmühsam und eine Daueraufgabe ist. Aber das wäre ein eigenes Thema...
Vielleicht können wir ja ein Forumsthema aufmachen, wo wir Ideen sammeln, wo zu viel Bürokratie stattfindet.
Ich befürchte, das würde ein Fass ohne Loch werden. Ich nennen mal einen ersten Anstoß: 70% der Gelder in den Jobcentern gehen für Verwaltungskosten drauf. Wir haben alleine beim Bund über 500 Sozialleistungen, die gebündelt werden könnten.
23.04.2026, 13:47
(23.04.2026, 08:31)RefbaldAnwalt schrieb:(23.04.2026, 06:56)Praktiker schrieb:(22.04.2026, 23:50)Paul Klee schrieb:(22.04.2026, 22:44)PaulePanther schrieb:(22.04.2026, 17:22)Bro schrieb: Genau diese Einstellung ist das Problem. "Diese Normen sind nunmal da und dafür brauchen wir halt Stellen". Nein, Gesetze können tatsächlich auch wieder aufgehoben werden. Und dass das ziemlich sinnvoll sein kann, zeigt gerade das von dir gescholtene Argentinien. Dort wurden seit Ende 2023 fast 20% der Stellen im ÖD gestrichen. Aber gut, dort haben ja zuletzt mittelbar ca. 1/3 im ÖD gearbeitet. Welche Erfolge hatte das? Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft sind um stark gestiegen (ca. 400k), insbesondere Industriearbeitsplätze. Insgesamt ist die Wirtschaft seit Ende 2023 um über 10% gewachsen (davor jahrelang geschrumpft). Prognosen sehen auch für die nächsten Jahre Wachstum im Bereich von 5%. Private Investitionen steigen. Die Armutsquote wurde halbiert. Lohne sind real um ca. 15% gestiegen. Es gibt einen Haushaltsüberschuss. Die Verschuldung sank von 99,4% des BIP auf 43,1% des BIP. So viel zum Thema "keiner will argentinische Verhältnisse" (außer, wenn du die Verhältnisse vor Milei meintest).
Lil' Bro ist echt zerfressen von Hass auf alles staatliche lmao.
Bin froh dass wir solche Macher wie dich im Land haben 👍🏻
Immerhin war er in der Lage einen sachlichen Beitrag zu formulieren.
Die allermeisten Juristen sind fast täglich irgendwo mit sinnloser Bürokratie befasst. Und die Abgabenquote ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Dass da erhebliche Reformen erforderlich sind ist offenkundig.
Der Teufel liegt da leider im Detail: dass vereinfacht werden muss, meint fast jeder, aber jeder hat andere Normen im Blick. Und kaum will man etwas ändern, schreit eine Interessengruppe auf, dass diese Regelung auf gar keinen Fall unnötig ist. Und kaum passiert etwas - Brand, Unfall usw. -, fragt die Öffentlichkeit als allererstes, welche Regeln hier vielleicht fehlen, nicht eingehalten oder kontrolliert worden sind. Ich habe auch schon erlebt, dass sich die Betroffenen gegen Vereinfachung gewandt haben: man lasse sie jetzt ratlos im Regen stehen ohne Hilfe von oben... Und in jedem Wahlprogramm werden Verbesserungen versprochen, die in neuen Normen münden. Das Schlimmste ist, dass sie im Ausgang alle sinnvoll sind (es soll niemand verbrennen, kein Kulturgut zerstört werden, keine Daten missbraucht, ...), nur in der Summe ist es halt zu viel, und das macht den Rückbau viel schwieriger als wenn der Zweck an sich schon verkehrt wäre. Kurz: jeder, der mit Normsetzung und Verwaltungsvereinfachung befasst ist, merkt sofort, dass es hochmühsam und eine Daueraufgabe ist. Aber das wäre ein eigenes Thema...
Vielleicht können wir ja ein Forumsthema aufmachen, wo wir Ideen sammeln, wo zu viel Bürokratie stattfindet.
Ihr könnt es gleich hier melden: https://einfach-machen.gov.de/
Dann hat es vielleicht auch einen größeren Effekt, als in einem Forum darüber zu diskutieren.
23.04.2026, 14:04
Exakt! Back to topic pls - wer hat noch welche Erfahrungen gemacht? Gerne auch positive Berichte
23.04.2026, 15:43
(23.04.2026, 14:04)Aktenabgrund schrieb: Exakt! Back to topic pls - wer hat noch welche Erfahrungen gemacht? Gerne auch positive BerichteBei mir im Freundes- und Bekanntenkreis haben alle spätestens nach ein paar Monaten ernsthafter Suche eine Stelle gefunden, die sie mögen und wollten (also keine „Verlegenheitsstelle“). Wenn Leute unglücklich sind, dann allein weil sie sich die aktuelle Stelle anders vorgestellt haben.
Ich kann da selber noch nicht mitreden, da ich momentan den VV absolviere. Ich bin aber zB trotzdem sofort als WiMi in einer Boutique untergekommen (trotz knappem B im 2.).
23.04.2026, 16:43
Ich hab leider mit 8,5 (gesamt, staatlich nur unteres B) + 6,8 Pkten. und auf dem Papier guten Stationen (WissMit + Anwaltsstation GK, Großkonzern) bislang kein Glück gehabt. Suche in BaWü und dort gibt es ohnehin nur sehr wenige Ausschreibungen, wenn man Sachbearbeiter-Stellen (die auch für LL.B.-Absolventen oder BWLer ausgeschrieben werden) und "Ich bin 93 Jahre alt, mache alle Rechtsgebiete und keins richtig, willst du meine Kanzlei in Hintertupfingen haben?" abzieht.
Alles, was halbwegs spezialisiert ist (Fachanwälte und nicht 100 Rechtsgebiete auf fünf Anwälte verteilt), schreibt nicht aus oder sagt ab. Problem ist bei mir primär, dass ich bisher ausschließlich in Großkanzleien war (auch in den Praktika), auf diese weder Lust noch eine Chance auf Einstieg habe und zudem GK-typische Rechtsgebiete gemacht habe, auf die ich keine Lust habe. Trotz Hochglanz-CV (den ich bewusst runterspiele) bin ich halt schlechter qualifiziert als jemand mit vergleichbaren Noten, der im Schwerpunkt oder in den Stationen Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht oder sonstwas gemacht hat.
Mache mir langsam wirklich Gedanken, da ich nur noch ein halbes Jahr ALG bekomme und siegessicher vor kurzem erst mit dem Bewerben begonnen habe - selbst schuld.
Wer noch was verändern kann: Wenn das erste Examen staatlich nicht so top war, dann schaut euch lieber im Ref schonmal nach etwas Bodenständigerem um, um in diesem Arbeitsmarkt (fängt ja gerade erst an, Stichwort Hormus) einen Fuß in die Tür zu bekommen, statt - wie ich - vor allem auf Prestige und die Stationsvergütung zu schauen.
Alles, was halbwegs spezialisiert ist (Fachanwälte und nicht 100 Rechtsgebiete auf fünf Anwälte verteilt), schreibt nicht aus oder sagt ab. Problem ist bei mir primär, dass ich bisher ausschließlich in Großkanzleien war (auch in den Praktika), auf diese weder Lust noch eine Chance auf Einstieg habe und zudem GK-typische Rechtsgebiete gemacht habe, auf die ich keine Lust habe. Trotz Hochglanz-CV (den ich bewusst runterspiele) bin ich halt schlechter qualifiziert als jemand mit vergleichbaren Noten, der im Schwerpunkt oder in den Stationen Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht oder sonstwas gemacht hat.
Mache mir langsam wirklich Gedanken, da ich nur noch ein halbes Jahr ALG bekomme und siegessicher vor kurzem erst mit dem Bewerben begonnen habe - selbst schuld.
Wer noch was verändern kann: Wenn das erste Examen staatlich nicht so top war, dann schaut euch lieber im Ref schonmal nach etwas Bodenständigerem um, um in diesem Arbeitsmarkt (fängt ja gerade erst an, Stichwort Hormus) einen Fuß in die Tür zu bekommen, statt - wie ich - vor allem auf Prestige und die Stationsvergütung zu schauen.



