11.03.2021, 00:10
Wer kennt sie nicht, die "Nelk".
11.03.2021, 20:45
14.03.2021, 01:27
kann noch jemand was zum ausgangspost beitragen?
18.03.2021, 14:53
(10.03.2021, 11:03)Balls? schrieb: Alter, es gibt (noch) genügend Richter, die mit 2xb oder sogar 2xa in den 70ern/80ern angefangen haben, weil der jur. Stellenmarkt damals einfach nicht so war wie heute. Kann mich noch gut an die Worte eines Profs im Studium erinnern, der meinte, dass man damals nur bestehen musste und gute Jobchancen hatte - deswegen sind doch erst so viele zum Jurastudium gepilgert, weshalb es dann zu viele Volljuristen gab und demzufolge der Notenwahnsinn überhaupt angefangen hat. Und man merkt: Daran ist der Rechtsstaat nicht kaputt gegangen, wie manche RichterInnen v.a. in Hessen aus ihrem Elfenbeinturm nun befürchten, sollten die Noten für den Richterdienst runtergehen (was sie müssen - Angebot und Nachfrage eben).Ich frage mich wirklich, warum die in diesem Post (insb. erster Absatz) enthaltenen Erkenntnisse nicht jedem Juristen ohne weiteres einleuchten. VB+ hin oder her, das ist alles nur gequatsche, solange man die Wahl hat. Viele glauben wohl, die Arbeitgeber machen hier ein Angebot und die Absolventen stellten die Nachfrage dar. Das kann natürlich nicht richtig sein. Wenn es 1.000 GK Stellen gibt und insgesamt nur 5.000 Absolventen (nur beispielhaft), dann kann man fordern was man will. Auch für eine GK heißt es "friss oder stirb", wenn sie unbedingt Associates braucht.
Was ich damit sagen will: Jur. Skill hat doch nur mittelbar mit deinen Examensnoten zu tun - oder bist du nun gut im PE in einer GK, weil du in der Familienrechts-Klausur 14 Punkte rausgelassen hast, weil du die NeLk so toll auswendig gelernt hattest? Oder kannst du als Unternehmensjurist dieses NDA interessengerechter draften, weil deine KommunalR Klausur so toll lief im Stex und du deswegen das VB geschafft hast? Lass dir echt mal Eier wachsen.
Zum Unternehmensjob: Ich arbeite seit ein paar Monaten nach Schluss meines Ersten in einem Bauunternehmen. Es ist unglaublich spannend und ich werde auch im Referendariat hier Jobben. Bekomme meine 2.600 € im Monat und hatte ein Befriedigend im Ersten. Wer in die Industrie mit IG Metall Tarifvertrag geht, kann dort ohne weiteres ablesen was da an Gehalt möglich ist. Unter 3.700 € von Beginn an, vor allem bei Volljuristen geht da (zumindest im Westen) gar nichts und das ist auch gut so. Und nein, VB braucht man in den (aller)meisten Fällen nicht, weil solche Betriebe sehr häufig auf auf dem Land liegen wo der Wettbewerb ein völlig anderer ist. Wer hier zB mit Englisch-Kenntnissen punkten kann, die über den Durchschnitt hinausgehen und ggf während dem Studium zertifiziert wurden (z.B. FFA in der Fakultät), kann das oft der ausschlaggebende Punkt sein.
Das Gerede vieler Leute über irgendwelche 2.000 € Hungerlöhne für Juristen sind überhaupt nicht repräsentativ und Einzelfälle. Die Wahrheit ist: Die Pensionierungswelle wird noch die nächsten 10 Jahre anhalten und da wird eine menge Platz frei. Ich wünsche den ganzen Propagandisten dann viel Erfolg dabei, den Leuten ihre Exklusivitätsmärchen zu erzählen.
18.03.2021, 15:31
Also 3,7k ist jetzt auch kein erstrebenswertes Gehalt. Das haben Freunde von mir nach der Berufsausbildung zum Einstieg erhalten.
Unter mind. 7k pro Monat würde ich nirgends anfangen. Habe aber auch VB
Unter mind. 7k pro Monat würde ich nirgends anfangen. Habe aber auch VB
18.03.2021, 16:06
18.03.2021, 16:10
(18.03.2021, 16:06)Gast schrieb:(18.03.2021, 15:31)Gast schrieb: Also 3,7k ist jetzt auch kein erstrebenswertes Gehalt. Das haben Freunde von mir nach der Berufsausbildung zum Einstieg erhalten.
Unter mind. 7k pro Monat würde ich nirgends anfangen. Habe aber auch VB
Ernsthaft? Hoffe, das ist ironisch gemeint.
Ernsthaft. Was sind 3,7k netto? Rund 2,5k. Was soll man sich davon leisten können? Plattenbauwohnung am Stadtrand? Wer es mag, bitteschön, aber auskömmlich ist das nun wirklich nicht.
Soviel kann man schon innerhalb des Refs mit entsprechenden Stationsentgelten verdienen.
18.03.2021, 16:16
(18.03.2021, 15:31)Gast schrieb: Also 3,7k ist jetzt auch kein erstrebenswertes Gehalt. Das haben Freunde von mir nach der Berufsausbildung zum Einstieg erhalten.Es hieß ja auch "unter 3.700 €" nichts. Es sind eher 4.000 € aufwärts. Natürlich hat jeder eine andere Vorstellung davon, mit welchem Gehalt er anfängt. Aber auch in den geringer bezahlten Jobs gibt es Entwicklungen, und die sind nicht knapp. Das ist nur das eine. Aber da hat natürlich jeder seine Ansprüche, was völlig ok ist.
Unter mind. 7k pro Monat würde ich nirgends anfangen. Habe aber auch VB
3.700 € nach einer Ausbildung ist außerdem die absolute Ausnahme und bei weitem nicht die Regel. Ich habe hunderte (ja, hunderte) Bekanntschaften in Handwerk und Industrie. Das bekommt noch nichtmal einmal ein Industriekaufmann nach der Ausbildung.
Des weiteren hat man als Akademiker ganz andere Entwicklungen was das Gehalt angeht. Wer klug verhandelt und ggf auch den Arbeitgeber "friedlich" wechselt, hat gute Chancen innerhalb der ersten zehn Jahre sein Gehalt bis teilweise weit über 50 % zu verbessern. Das ist für diejenigen, die keinen Hochschulabschluss haben deutlich schwieriger.
Noch was zur Arbeit im Unternehmen:
Punkt 16 Uhr Feierabend ist für Juristen immer schwierig und auf Dauer auch nicht förderlich für das Fortkommen. Aber vor allem in der Industrie wird man wohl kaum langfristig immer eine 60 h Woche fahren müssen.
18.03.2021, 16:19
(18.03.2021, 16:10)Gast schrieb:(18.03.2021, 16:06)Gast schrieb:(18.03.2021, 15:31)Gast schrieb: Also 3,7k ist jetzt auch kein erstrebenswertes Gehalt. Das haben Freunde von mir nach der Berufsausbildung zum Einstieg erhalten.
Unter mind. 7k pro Monat würde ich nirgends anfangen. Habe aber auch VB
Ernsthaft? Hoffe, das ist ironisch gemeint.
Ernsthaft. Was sind 3,7k netto? Rund 2,5k. Was soll man sich davon leisten können? Plattenbauwohnung am Stadtrand? Wer es mag, bitteschön, aber auskömmlich ist das nun wirklich nicht.
Soviel kann man schon innerhalb des Refs mit entsprechenden Stationsentgelten verdienen.
Da hat offensichtlich jemand noch nie im Plattenbau gelebt geschweige denn je das Leben außerhalb der Stadt gesehen.
Ach ja, eine Sache die beim netto hilft und auch sonst bei entsprechender Wahl und Glück sehr zu Lebensfreude beiträgt ist eine Ehe und Kinder. Kann ich nur empfehlen, unabhängig vom Effekt aufs netto!
18.03.2021, 16:26
(18.03.2021, 15:31)Gast schrieb: Also 3,7k ist jetzt auch kein erstrebenswertes Gehalt. Das haben Freunde von mir nach der Berufsausbildung zum Einstieg erhalten.Absolut weltfremd. Es wird immer so getan als ob GK-Gehalt normal sein. Dabei ist es überhaupt eine krasse Ausnahme. Nur ein paar Unternehmensberater kommen evt noch in den Bereich.
Unter mind. 7k pro Monat würde ich nirgends anfangen. Habe aber auch VB
Selbst Ingenieure und Ärzte steigen so bis 70/75K ein, wenn es gut läuft.
Bei und in dem Unternehmen bin ich nach einem Jahr bei 73K. Hatte jetzt ein Angebot für 95 was ich abgelehnt habe, weil ich hier die besseren Entwicklungsmöglichkeiten sehe.









