03.02.2021, 03:23
Mobbing ist überall im ÖD, in der Justiz aber am wenigsten, weil die Richter da unabhängig sind.
03.02.2021, 10:18
03.02.2021, 10:21
Mobbing gibt es überall wo es Menschen gibt.
03.02.2021, 10:50
Ich kenne mobbing nur aus der GK
04.02.2021, 03:35
(03.02.2021, 10:18)Gast schrieb:(03.02.2021, 03:23)Gast schrieb: Mobbing ist überall im ÖD, in der Justiz aber am wenigsten, weil die Richter da unabhängig sind.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
"Laut einer Untersuchung des Frankfurter Psychologen Prof. Dieter Zapf ist die Mobbing-Quote in Bereichen des Öffentlichen Dienstes besonders hoch. Demnach besteht im Bereich Gesundheitswesen und Soziales ein siebenfaches Risiko – gemessen an der durchschnittlichen Risikoquote aller Betriebe – einem Mobbing-Angriff zum Opfer zu fallen. Im Bereich Erziehung und Unterricht liegt diese Quote bei der 3,5-fachen Häufigkeit, bei der öffentlichen Verwaltung ist das Risiko 3 mal so hoch.
Schwierig wird die Lage bei gemobbten Beamten oder Arbeitnehmern im Öffentlichen Dienst, wenn der gemobbte rechtliche Schritte ergreifen will, denn im Beschluss vom 01.08.2002 des Bundesgerichtshofes – III ZR 2 77/01, heißt es:
„Wird eine Beamtin im Dienst von einem Vorgesetzten systematisch und fortgesetzt schikaniert und beleidigt (Mobbing)“ heißt es im Beschluss, „haftet der Dienstherr für die dadurch entstehenden Schäden nach Amtshaftungsgrundsätzen. Der mobbende Beamte selbst haftet nicht unmittelbar.“"
von axa.de
04.02.2021, 03:42
D.h.in Ministerien etc. (öffentliche Verwaltung) wird 3 x so oft gemobbt, fast so oft wie bei Lehr- und Erziehungsberufen (Sozialer Bereich, 3,5 x).
Von Gerichten stand da nichts.
Ich kann von meinen Refstationen bestätigen, dass in der Verwaltungsstation (Bundesministerium) am meisten gemobbt wurde durch persönliche Angriffe sogar auf Referendare ("Sie wirken uninteressiert etc.").
So habe ich das bei keiner anderen Station erlebt, erst recht nicht in der freien Wirtschaft und auch bei den Gerichtsstationen nicht. Da arbeiten ja auch überwiegend Volljuristen, die wissen, dass das unzulässig ist.
Von Gerichten stand da nichts.
Ich kann von meinen Refstationen bestätigen, dass in der Verwaltungsstation (Bundesministerium) am meisten gemobbt wurde durch persönliche Angriffe sogar auf Referendare ("Sie wirken uninteressiert etc.").
So habe ich das bei keiner anderen Station erlebt, erst recht nicht in der freien Wirtschaft und auch bei den Gerichtsstationen nicht. Da arbeiten ja auch überwiegend Volljuristen, die wissen, dass das unzulässig ist.
04.02.2021, 09:00
(04.02.2021, 03:42)Gast schrieb: D.h.in Ministerien etc. (öffentliche Verwaltung) wird 3 x so oft gemobbt, fast so oft wie bei Lehr- und Erziehungsberufen (Sozialer Bereich, 3,5 x).
Von Gerichten stand da nichts.
Ich kann von meinen Refstationen bestätigen, dass in der Verwaltungsstation (Bundesministerium) am meisten gemobbt wurde durch persönliche Angriffe sogar auf Referendare ("Sie wirken uninteressiert etc.").
So habe ich das bei keiner anderen Station erlebt, erst recht nicht in der freien Wirtschaft und auch bei den Gerichtsstationen nicht. Da arbeiten ja auch überwiegend Volljuristen, die wissen, dass das unzulässig ist.
Jeder weiß, dass Mobbing unzulässig ist. Wer mobbt, will dadurch meistens etwas kompensieren. Und das ist bei der Verwaltung nunmal, dass es für die Justiz nicht gereicht hat
04.02.2021, 09:07
Zu sagen, dass jemand uninteressiert wirkt, ist doch kein Mobbing
04.02.2021, 09:12
(04.02.2021, 03:35)Gast schrieb:(03.02.2021, 10:18)Gast schrieb:(03.02.2021, 03:23)Gast schrieb: Mobbing ist überall im ÖD, in der Justiz aber am wenigsten, weil die Richter da unabhängig sind.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
"Laut einer Untersuchung des Frankfurter Psychologen Prof. Dieter Zapf ist die Mobbing-Quote in Bereichen des Öffentlichen Dienstes besonders hoch. Demnach besteht im Bereich Gesundheitswesen und Soziales ein siebenfaches Risiko – gemessen an der durchschnittlichen Risikoquote aller Betriebe – einem Mobbing-Angriff zum Opfer zu fallen. Im Bereich Erziehung und Unterricht liegt diese Quote bei der 3,5-fachen Häufigkeit, bei der öffentlichen Verwaltung ist das Risiko 3 mal so hoch.
Schwierig wird die Lage bei gemobbten Beamten oder Arbeitnehmern im Öffentlichen Dienst, wenn der gemobbte rechtliche Schritte ergreifen will, denn im Beschluss vom 01.08.2002 des Bundesgerichtshofes – III ZR 2 77/01, heißt es:
„Wird eine Beamtin im Dienst von einem Vorgesetzten systematisch und fortgesetzt schikaniert und beleidigt (Mobbing)“ heißt es im Beschluss, „haftet der Dienstherr für die dadurch entstehenden Schäden nach Amtshaftungsgrundsätzen. Der mobbende Beamte selbst haftet nicht unmittelbar.“"
von axa.de
Die bekannten Zahlen dürften im ÖD allein schon deshalb höher sein, weil die Bereitschaft, sich gegen Mobbing zu wehren, aufgrund der gesicherten Arbeitsverhältnisse und der ab einem gewissen Punkt fehlenden Aufstiegsmöglichkeiten hier viel höher ist. Was ich bei meiner Frau aus dem Unternehmen (DAX) und bei einigen Kollegen aus Kanzleien mitbekomme, ist viel schlimmer. Es traut sich nur kaum jemand etwas zu unternehmen, weil es dort mit erheblichen Nachteilen für die Karriere verbunden ist (Stichwort Weichei).
04.02.2021, 09:13
Hast du die Erfahrungen zufällig im BMAS gemacht? Ich empfand als Referendarin die Arbeitsatmosphäre auch als sehr unangenehm. In den einzelnen Referaten wurde viel über andere Referate und sogar nicht anwesende Kollegen aus dem selben Referat hergezogen. Man hat sich kaum getraut Fragen zu stellen etc. Teilweise haben sich zerstrittenen Führungskräfte bzw. Referatsleiter in gemeinsamen Meetings nicht angesprochen. Fehler wurden ebenfalls selten direkt angesprochen. Sagte man etwas falsches würde man einfach angeschrieben und das Gespräch beendet. Wäre es nicht nur eine Station im Ref gewesen hätte ich mich auch sicher schnell gekonnt und nicht gewollt gefühlt. Einige jüngere Juristen wirkten dort auch nicht sehr glücklich.









