22.02.2026, 10:42
(22.02.2026, 01:13)Äfes schrieb:(21.02.2026, 23:48)Daggel schrieb:(21.02.2026, 23:30)Äfes schrieb:(21.02.2026, 23:24)Daggel schrieb:(21.02.2026, 22:06)Äfes schrieb: Das ist bei Jurebus so. Jedenfalls im Dreimonatsabo. Glaube bei 12 Monaten sind es 59 und bei 24 Monaten 49.
Lohnt sich aber -zumindest bei uns- trotzdem. Wenn das Mandat nicht passt, gibt's eben nur ne Erstberatung für 190+20. Ist dann mit 140 zwar kein guter Stundenlohn mehr, aber manche Beratungen gehen ja auch nur 30 Min, das passt schon.
Und wenn es passt, bringt es ein Vielfaches ein.
Warum lässt man sich das Geld so aus der Tasche ziehen? Mach einfach google ads. Was soll an jurebus besser sein?
Wenn Du es besser kannst als die, verkaufe Deine Dienstleistung an Kanzleien. Es gibt tausende Kollegen, die entweder nicht die Fähigkeiten, die Zeit oder die Lust dafür haben.
Wie bei allem (Putzfrau, Umzugsunternehmen, Maler, etc.) ist der Vorteil, dass es jemand anderes für einen tut. Aber wir wollen uns mit der Zeit tatsächlich selbst um Ads kümmern und wenn das besser läuft, als Jurebus, darauf verzichten. Bis wir die Zeit finden und es so weit ist, zahlen wir dafür.
Naja, der Kollege macht ja bereits ads, und das mit einer Agentur. Da macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, auch noch jurebus Geld in den Rachen zu werfen.
Gut, da hast Du einen Punkt. Das muss der Kollege beantworten.
Guten Morgen zusammen,
danke für euren Input hierzu!
Ich bin Zivilrechtler mit Fokus auf Miet- WEG und privatem Baurecht, wegen der Unsicherheiten zum Start habe ich aber zumindest bei Jurebus auch allgemeines Zivilrecht, Verkehrsunfallrecht etc. mitbeworben.
Der Hintergrund war folgender: In den ersten Wochen erhielt ich über meine sehr spezialisierte Ads-Kampagne (ich habe bewusst nicht meine allgemeinen Rechtsgebiete beworben, sondern mich auf ein Nischenthema konzentriert) nur wenige Anfragen. Daher beschloss ich, Jurebus auszuprobieren, in der Hoffnung, eine größere Auslastung zu erzielen. Leider führte dies im Mietrecht zu einer Flut unlukrativer Anfragen, insbesondere Nebenkostenprüfungen und Beratungshilfe. Leider schrecken viele Anrufer, zumindest bei mir, vor den Kosten einer Erstberatung zurück, sodass ich viele Anrufe bezahlen muss, aus denen kein Umsatz entsteht. Daher werde ich mich nach Ablauf der drei Monate von Jurebus trennen, da es wirtschaftlich einfach nicht tragbar ist.
Für solche allgemeineren Anfragen kann ich dann besser eine neue Ads-Kampagne starten, bei der ich das Budget vollständig kontrollieren kann. Dann fällt es auch leichter unlukrative Mandate abzulehnen, weil für den Anruf nicht ohnehin zahlen muss.
Auch wenn Jurebus aus den genannten Gründen nicht zu mir passt, kann ich mir vorstellen, dass es für andere Rechtsgebiete mit einem höheren Umsatzpotenzial pro Akte durchaus lukrativ sein kann.
22.02.2026, 10:58
(22.02.2026, 10:28)Daggel schrieb:(21.02.2026, 13:18)NRWJUNI25 schrieb: Hallo zusammen,
anbei meine Erfahrungswerte in der Hoffnung, dass auch andere über konkrete Zahlen sprechen.
Ich habe im Dezember 25 gestartet in eigener Kanzlei und liege aktuell bei einem realisierten Umsatz von ca. 28 TEUR bei einem buchhalterischen Gewinn von derzeit ca. 4 TEUR. Hierbei sind aber auch schon die Anfangsausgaben für Büroeinrichtung, Softwarevorauszahlungen etc. berücksichtigt.
Im Januar lag ich bei ca. 12 TEUR Umsatz und ca. 9 TEUR Ausgaben (überwiegend Marketing- und Werbekosten) und im Februar bin ich aktuell bei ca. 11 TEUR Umsatz und 5 TEUR Ausgaben. In meiner Kanzleisoftware sind derzeit ca. 5 TEUR netto Rechnungen noch ausstehend bzw. nicht bezahlt worden.
Das ist auf jedenfall ein besserer Start als ich Ihn mir erhofft hatte, allerdings stimmt für micht persönlich der ROI der ganzen Marketingkosten noch nicht. Mein Ziel ist es bei einem Marketingbudget von 3-4 TEUR monatlich einen einigermaßen planbaren Umsatz von 20 TEUR monatlich zu erreichen, was zumindest laut Werbeagenturen überhaupt kein Problem sein sollte. Hiermit wäre dann auch die Finanzierung einer Teilzeit-Refa realistisch möglich und ich könnte meine Arbeitszeit entsprechend effizienter nutzen.
Wie sieht es so bei euch aus?
Ist 20k pro Monat wirklich realistisch? Das wären 240k im Jahr.
Er hat ja 28k in drei Monaten bzw. Januar und Februar jeweils knapp über 10k. Das sind eher ~140k/Jahr. Ist zumindest nicht wenig, dafür dass er frisch gestartet ist. Aber wenn er im Miet- und WEG-Recht Mandate mitnehmen konnte, bspw. Hausverwaltungen, die ständig was bringen, halte ich das für durchaus realistisch. Kommt halt auch drauf an, wie man abrechnet. Bei uns z.B. kam letzte Woche das Honorar für unsere erste Akte aus 2025, die war aus dem August. Ich selbst rechne meist erst ab, wenn ich was für den Mandanten erreicht habe. Das ist im Erbrecht möglich, weil der Mandant da irgendwann regelmäßig größere Summen bekommt, die ohnehin über mein Fremdgeldkonto laufen. Gleichzeitig ist es schwer, dem Mandanten, der noch gar nichts erhalten hat, die Gebühren aus dem oft hohen Streitwert in Rechnung zu stellen. Das mache ich eigentlich nur, wenn die Aussichten schlecht sind oder der Mandant nicht selbst Immobilieneigentümer ist sodass ich mir recht sicher bin, meine Forderung notfalls durchzusetzen.
Sobald man etabliert ist, sind aber auch die 240k/Jahr realistisch, da wird eher noch mehr gehen.
22.02.2026, 11:47
(22.02.2026, 10:58)Äfes schrieb:(22.02.2026, 10:28)Daggel schrieb:(21.02.2026, 13:18)NRWJUNI25 schrieb: Hallo zusammen,
anbei meine Erfahrungswerte in der Hoffnung, dass auch andere über konkrete Zahlen sprechen.
Ich habe im Dezember 25 gestartet in eigener Kanzlei und liege aktuell bei einem realisierten Umsatz von ca. 28 TEUR bei einem buchhalterischen Gewinn von derzeit ca. 4 TEUR. Hierbei sind aber auch schon die Anfangsausgaben für Büroeinrichtung, Softwarevorauszahlungen etc. berücksichtigt.
Im Januar lag ich bei ca. 12 TEUR Umsatz und ca. 9 TEUR Ausgaben (überwiegend Marketing- und Werbekosten) und im Februar bin ich aktuell bei ca. 11 TEUR Umsatz und 5 TEUR Ausgaben. In meiner Kanzleisoftware sind derzeit ca. 5 TEUR netto Rechnungen noch ausstehend bzw. nicht bezahlt worden.
Das ist auf jedenfall ein besserer Start als ich Ihn mir erhofft hatte, allerdings stimmt für micht persönlich der ROI der ganzen Marketingkosten noch nicht. Mein Ziel ist es bei einem Marketingbudget von 3-4 TEUR monatlich einen einigermaßen planbaren Umsatz von 20 TEUR monatlich zu erreichen, was zumindest laut Werbeagenturen überhaupt kein Problem sein sollte. Hiermit wäre dann auch die Finanzierung einer Teilzeit-Refa realistisch möglich und ich könnte meine Arbeitszeit entsprechend effizienter nutzen.
Wie sieht es so bei euch aus?
Ist 20k pro Monat wirklich realistisch? Das wären 240k im Jahr.
Er hat ja 28k in drei Monaten bzw. Januar und Februar jeweils knapp über 10k. Das sind eher ~140k/Jahr. Ist zumindest nicht wenig, dafür dass er frisch gestartet ist. Aber wenn er im Miet- und WEG-Recht Mandate mitnehmen konnte, bspw. Hausverwaltungen, die ständig was bringen, halte ich das für durchaus realistisch. Kommt halt auch drauf an, wie man abrechnet. Bei uns z.B. kam letzte Woche das Honorar für unsere erste Akte aus 2025, die war aus dem August. Ich selbst rechne meist erst ab, wenn ich was für den Mandanten erreicht habe. Das ist im Erbrecht möglich, weil der Mandant da irgendwann regelmäßig größere Summen bekommt, die ohnehin über mein Fremdgeldkonto laufen. Gleichzeitig ist es schwer, dem Mandanten, der noch gar nichts erhalten hat, die Gebühren aus dem oft hohen Streitwert in Rechnung zu stellen. Das mache ich eigentlich nur, wenn die Aussichten schlecht sind oder der Mandant nicht selbst Immobilieneigentümer ist sodass ich mir recht sicher bin, meine Forderung notfalls durchzusetzen.
Sobald man etabliert ist, sind aber auch die 240k/Jahr realistisch, da wird eher noch mehr gehen.
Ich denke auch dass das ein langfristig realistisches Ziel ist. Hierzu muss man dann sicherlich auch anfangen die Mandate bewusst und gezielt auszuwählen, um durch Vorlagen etc. auch eine effiziente Bearbeitung zu gewährleisten. Bei dem Umsatz kann man dann auch schon zumindest eine Teilzeit ReFa beschäftigen, die dann auch hinsichtlich der Verwaltungstätigkeiten entlastet, damit man mehr Zeit für die Fallbearbeitung hat. Und wenn diese Anfragen über Ads planbar generiert werden können, lässt sich das ja nahezu unbegrenzt mit dem Ads Budget skalieren.
Ich habe mir vorgenommen nicht ohne Vorschuss tätig zu werden (abgesehen von der Erstberatung), weshalb zumindest ein gewisser Grundumsatz pro Mandat recht zügig realisiert werden kann. Und wenn der Mandant dann den Vorschuss nicht bezahlt, fällt auch neben der Erstberatung kein Arbeitsaufwand an.
22.02.2026, 11:55
Laut aktuellem STAR-Bericht der BRAK lag der Median für den persönlichen Honorarumsatz für Männer und Frauen (gesamt) bei 146k...
22.02.2026, 12:11
(22.02.2026, 11:55)Daggel schrieb: Laut aktuellem STAR-Bericht der BRAK lag der Median für den persönlichen Honorarumsatz für Männer und Frauen (gesamt) bei 146k...
Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt ja genügend FWW Einzelkämpfer gehobenen Alters ohne klare Spezialisierung und Webauftritt, die von Empfehlungen leben und ein Marketingbudget von 50,00 € haben. Wenn man alles anbietet und vielleicht auch noch nicht die Effizienzvorteile der Digitalisierung nutzt kommt man dann gezwungenermaßen relativ schnell an seine Kapazitätsgrenzen, weil man eben jeden Fall erstmal durchdenken und von Anfang an aufbauen muss.
Wenn man hingegen ausschließlich z.B. als Arbeitsrechtler Kündigungsschutzklagen annimmt und dafür eine vernünftige Vorlage mit Platzhaltern verwendet, schafft man ein viel größeres Volumen an Mandaten ohne hierfür länger Arbeiten zu müssen.
Und auch wenn ich kein Arbeitsrecht mache, würde ich lieber jede Woche 5 Kündigungsschutzklagen machen, anstatt 3 Verkehrsunfälle, 2 NBK Prüfungen, 1 Scheidung, 1 Ladendiebstahl und drei Bußgeldverfahren
22.02.2026, 13:01
(22.02.2026, 11:55)Daggel schrieb: Laut aktuellem STAR-Bericht der BRAK lag der Median für den persönlichen Honorarumsatz für Männer und Frauen (gesamt) bei 146k...
Ist das immer Vollzeit? Allein bei mir im Ort gibt es zwei Kolleginnen, die zwar ein Kanzleischild am Haus haben, aber keinerlei Webpräsenz o.ä. Ich schätze bei solchen Wohnzimmerkanzleien tut sich umsatztechnisch nicht so viel und das wird eher als eine Art Hobby gehandhabt.
Ich habe auch immer wieder Kollegen auf der Gegenseite, die keine Website haben und auch sonst keine Einträge im Web. Bei denen hab ich oft das gleiche Gefühl, auch vom Inhalt der Schreiben/Schriftsätze her. Oder welche, die ich telefonisch nicht erreiche, weil sie Telefonzeiten von 9-12 haben und kein Sekretariat. Da können natürlich auch nicht so viele Mandate bei rumkommen.
Ich denke deshalb, dass in die Statistik eine Menge Kollegen fallen, bei denen es gute Gründe für geringere Umsätze gibt. Außerdem meine ich, dass die STAR-Umfrage für Einzelanwälte im Westen einen höheren Umsatz ausgespuckt hatte. Und sowohl wir, als auch der Kollege sind im Westen tätig (was ich mal aus dem Namen herleite).
Und da das der Median ist und nicht der Durchschnitt, kann es dann schon gut sein, dass die Kollegen, die mehr verdienen auch wesentlich mehr verdienen. Aber ja, 240k als Einzelanwalt wären auch schon gut. Mein Partner bspw. liegt nach 4 Jahren Selbstständigkeit bei knapp 200k. Im ersten Jahr hatte er insgesamt unter 20k... Mein ehemaliger Chef hatte ein Jahr, in dem er 1 Mio. geknackt hat. Der hat aber auch ab und an sechsstellige Beträge als Pauschale abgerechnet. Es gibt also eine riesige Diskrepanz.
22.02.2026, 14:13
(22.02.2026, 13:01)Äfes schrieb:(22.02.2026, 11:55)Daggel schrieb: Laut aktuellem STAR-Bericht der BRAK lag der Median für den persönlichen Honorarumsatz für Männer und Frauen (gesamt) bei 146k...
Ist das immer Vollzeit? Allein bei mir im Ort gibt es zwei Kolleginnen, die zwar ein Kanzleischild am Haus haben, aber keinerlei Webpräsenz o.ä. Ich schätze bei solchen Wohnzimmerkanzleien tut sich umsatztechnisch nicht so viel und das wird eher als eine Art Hobby gehandhabt.
Ich habe auch immer wieder Kollegen auf der Gegenseite, die keine Website haben und auch sonst keine Einträge im Web. Bei denen hab ich oft das gleiche Gefühl, auch vom Inhalt der Schreiben/Schriftsätze her. Oder welche, die ich telefonisch nicht erreiche, weil sie Telefonzeiten von 9-12 haben und kein Sekretariat. Da können natürlich auch nicht so viele Mandate bei rumkommen.
Ich denke deshalb, dass in die Statistik eine Menge Kollegen fallen, bei denen es gute Gründe für geringere Umsätze gibt. Außerdem meine ich, dass die STAR-Umfrage für Einzelanwälte im Westen einen höheren Umsatz ausgespuckt hatte. Und sowohl wir, als auch der Kollege sind im Westen tätig (was ich mal aus dem Namen herleite).
Und da das der Median ist und nicht der Durchschnitt, kann es dann schon gut sein, dass die Kollegen, die mehr verdienen auch wesentlich mehr verdienen. Aber ja, 240k als Einzelanwalt wären auch schon gut. Mein Partner bspw. liegt nach 4 Jahren Selbstständigkeit bei knapp 200k. Im ersten Jahr hatte er insgesamt unter 20k... Mein ehemaliger Chef hatte ein Jahr, in dem er 1 Mio. geknackt hat. Der hat aber auch ab und an sechsstellige Beträge als Pauschale abgerechnet. Es gibt also eine riesige Diskrepanz.
6stellig als einmalige Pauschale ist ja krass. Welches Rechtsgebiet?
22.02.2026, 14:15
(22.02.2026, 12:11)NRWJUNI25 schrieb:(22.02.2026, 11:55)Daggel schrieb: Laut aktuellem STAR-Bericht der BRAK lag der Median für den persönlichen Honorarumsatz für Männer und Frauen (gesamt) bei 146k...
Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt ja genügend FWW Einzelkämpfer gehobenen Alters ohne klare Spezialisierung und Webauftritt, die von Empfehlungen leben und ein Marketingbudget von 50,00 € haben. Wenn man alles anbietet und vielleicht auch noch nicht die Effizienzvorteile der Digitalisierung nutzt kommt man dann gezwungenermaßen relativ schnell an seine Kapazitätsgrenzen, weil man eben jeden Fall erstmal durchdenken und von Anfang an aufbauen muss.
Wenn man hingegen ausschließlich z.B. als Arbeitsrechtler Kündigungsschutzklagen annimmt und dafür eine vernünftige Vorlage mit Platzhaltern verwendet, schafft man ein viel größeres Volumen an Mandaten ohne hierfür länger Arbeiten zu müssen.
Und auch wenn ich kein Arbeitsrecht mache, würde ich lieber jede Woche 5 Kündigungsschutzklagen machen, anstatt 3 Verkehrsunfälle, 2 NBK Prüfungen, 1 Scheidung, 1 Ladendiebstahl und drei Bußgeldverfahren
Auf welcher Basis rechnest du dann ab? RVG, Pauschale oder Stunden?
22.02.2026, 14:51
(22.02.2026, 14:15)Daggel schrieb:(22.02.2026, 12:11)NRWJUNI25 schrieb:(22.02.2026, 11:55)Daggel schrieb: Laut aktuellem STAR-Bericht der BRAK lag der Median für den persönlichen Honorarumsatz für Männer und Frauen (gesamt) bei 146k...
Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt ja genügend FWW Einzelkämpfer gehobenen Alters ohne klare Spezialisierung und Webauftritt, die von Empfehlungen leben und ein Marketingbudget von 50,00 € haben. Wenn man alles anbietet und vielleicht auch noch nicht die Effizienzvorteile der Digitalisierung nutzt kommt man dann gezwungenermaßen relativ schnell an seine Kapazitätsgrenzen, weil man eben jeden Fall erstmal durchdenken und von Anfang an aufbauen muss.
Wenn man hingegen ausschließlich z.B. als Arbeitsrechtler Kündigungsschutzklagen annimmt und dafür eine vernünftige Vorlage mit Platzhaltern verwendet, schafft man ein viel größeres Volumen an Mandaten ohne hierfür länger Arbeiten zu müssen.
Und auch wenn ich kein Arbeitsrecht mache, würde ich lieber jede Woche 5 Kündigungsschutzklagen machen, anstatt 3 Verkehrsunfälle, 2 NBK Prüfungen, 1 Scheidung, 1 Ladendiebstahl und drei Bußgeldverfahren
Auf welcher Basis rechnest du dann ab? RVG, Pauschale oder Stunden?
Überwiegend nach RVG und nur vereinzelnd nach Stunden.
Die meisten Mandanten sind Rechtsschutzversichert, weshalb eine Abrechnung nach Stunden fast immer ein Dealbreaker wäre.
In einfachen Sachen ist dank § 41 GKG der Gegenstandswert auch garnicht so niedrig, dass sich RVG nicht lohnen würde.
22.02.2026, 14:53
Ich spiele mit dem Gedanken, mich in 2-3 Jahren auch selbständig zu machen und lese daher interessiert mit. Derzeit bin ich vor allem im Bereich Gesellschaftsrecht und Handelsrecht unterwegs. Was mich immer wundert: Weshalb sind selbständige Rechtsanwälte so zurückhaltend mit den Vorschüssen? Ich mein, das RVG räumt einem ja das Recht ein und Geld früher zu haben ist immer besser. Das Mandat kann man euch ja nicht entziehen, nur weil ihr einen Vorschuss zahlt. Auch die RSV zahlt ja den Vorschuss. Also: Was sind da die Hintergründe?
Weitere Frage: Welche Bereiche seht ihr im RVG-Bereich als lukrativ an? Dachte eigentlich immer Scheidungen und Immosachen sind relativ lukrativ. Sind Kündigungsschutzklagen wirklich luktariv?
Weitere Frage: Welche Bereiche seht ihr im RVG-Bereich als lukrativ an? Dachte eigentlich immer Scheidungen und Immosachen sind relativ lukrativ. Sind Kündigungsschutzklagen wirklich luktariv?



