18.01.2026, 16:43
(18.01.2026, 15:48)medoLAW schrieb:(14.01.2026, 16:17)Dagobert schrieb: Ich war 2,5 J. in einer Boutique, Gehalt 140k. All die Jahre hatte ich von so einem Job geträumt, junges Team, leben in der Großstadt, you name it. Ich wollte wirklich immer ganz große Karriere machen.
Doch bereits nach einem Jahr fing ich schon wieder damit an, mir andere Stellen anzuschauen. Ich war derart genervt davon, jeden Tag bis mindestens 22 Uhr zu arbeiten, das glaubst du garnicht. Dazu oft sehr schlecht geschlafen, weil ich einen sehr pingeligen Chef hatte. Man war aber in der Bubble, jeder hat durchgezogen, obwohl viel gejammert wurde. Wenn du mich damals gefragt hättest: Im Ref. war ich glücklicher, obwohl wir kaum Geld hatten.
Jetzt bin ich Syndikus, Gehalt immer noch sechsstellig, aber deutlich weniger. Jeden Tag um 17 Uhr nach Hause. Ich habe Zeit für die Familie und kann abends abschalten. Aber: es ist eigentlich zu wenig Geld. Ich bin aktuell Alleinverdiener (2 Kinder), es ist schon sehr auf Kante genäht bei uns. Das ist schon belastend. Oft denke ich daran zurück wie es war, als wir so viel Geld hatten. Schöne Familienhotels, nie Angst vor der nächsten großen Rechnung.
Objektiv wird niemals alles passen. Es hilft nur nach innen zu schauen und herauszufinden, wer du bist, was deine Werte sind und was dir im Leben wirklich wichtig ist. Bei mir ist es nunmal die Familie, das Geld kommt danach. Auch wenn es aktuell schwierig ist.
Mich würde da wirklich mal eine Kostenaufstellung bei dir interessieren. Klar Alleinverdiener und zwei Kinder, aber mit 6 stellig Angst vor einer Rechnung zu haben finde ich krass. Ich will das einfach nur nachvollziehen können und nicht absprechen.
Ich denke da an Ehegattensplitting, Kindergeld, gesetzliche Familienversicherung. Vielleicht lebt man dann bei so viele Köpfen nicht in Saus und Braus, aber Angst ? Oder finanzierst du noch nebenbei Grundeigentum / andere große Anschaffungen ? 🤔
Mit Steuerklasse 3 hast du da doch sicher 6 netto. Da frage ich mich tatsächlich auch, wie das nicht reichen kann.
18.01.2026, 18:13
(18.01.2026, 16:43)Daggel schrieb:(18.01.2026, 15:48)medoLAW schrieb:(14.01.2026, 16:17)Dagobert schrieb: Ich war 2,5 J. in einer Boutique, Gehalt 140k. All die Jahre hatte ich von so einem Job geträumt, junges Team, leben in der Großstadt, you name it. Ich wollte wirklich immer ganz große Karriere machen.
Doch bereits nach einem Jahr fing ich schon wieder damit an, mir andere Stellen anzuschauen. Ich war derart genervt davon, jeden Tag bis mindestens 22 Uhr zu arbeiten, das glaubst du garnicht. Dazu oft sehr schlecht geschlafen, weil ich einen sehr pingeligen Chef hatte. Man war aber in der Bubble, jeder hat durchgezogen, obwohl viel gejammert wurde. Wenn du mich damals gefragt hättest: Im Ref. war ich glücklicher, obwohl wir kaum Geld hatten.
Jetzt bin ich Syndikus, Gehalt immer noch sechsstellig, aber deutlich weniger. Jeden Tag um 17 Uhr nach Hause. Ich habe Zeit für die Familie und kann abends abschalten. Aber: es ist eigentlich zu wenig Geld. Ich bin aktuell Alleinverdiener (2 Kinder), es ist schon sehr auf Kante genäht bei uns. Das ist schon belastend. Oft denke ich daran zurück wie es war, als wir so viel Geld hatten. Schöne Familienhotels, nie Angst vor der nächsten großen Rechnung.
Objektiv wird niemals alles passen. Es hilft nur nach innen zu schauen und herauszufinden, wer du bist, was deine Werte sind und was dir im Leben wirklich wichtig ist. Bei mir ist es nunmal die Familie, das Geld kommt danach. Auch wenn es aktuell schwierig ist.
Mich würde da wirklich mal eine Kostenaufstellung bei dir interessieren. Klar Alleinverdiener und zwei Kinder, aber mit 6 stellig Angst vor einer Rechnung zu haben finde ich krass. Ich will das einfach nur nachvollziehen können und nicht absprechen.
Ich denke da an Ehegattensplitting, Kindergeld, gesetzliche Familienversicherung. Vielleicht lebt man dann bei so viele Köpfen nicht in Saus und Braus, aber Angst ? Oder finanzierst du noch nebenbei Grundeigentum / andere große Anschaffungen ? 🤔
Mit Steuerklasse 3 hast du da doch sicher 6 netto. Da frage ich mich tatsächlich auch, wie das nicht reichen kann.
6 netto ist gar nicht mal so viel wenn es für Hausfrau und mehrere Kinder + womöglich Eigentum in einer Stadtnahen Gegend reichen soll. Man vergisst was für einen Lifestyle Anspruch viele Leute insb. Juristen heute so haben. Er sprach oben von Familienhotels, die fangen ja irgendwo bei 150-300€ Pro Person an, nichts mit billiger Ferienwohnung an der Ostsee. Da reicht ja schon 3000€ Abtrag für Eigentum, Kita Kosten, Lebensmittel, Auto anteilig. Da ist das Reisebudget schnell begrenzt und auch Dinge wie Altersvororge für die Ehefrau müsste ja eigentlich auch angespart werden + Taschengeld. Das ist vom Familieneinkommen vergleichbar mit Paaren wo beide 3k netto verdienen würden, das schaffen einige Leute auch ohne zwei Staatsexamina. Ohne Erbe glaub ich dem Ersteller direkt, dass er nicht in Saus und Braus lebt, wobei das Bild vermutlich durch die GK-Zeit und die Gehälter dort getrübt ist.
18.01.2026, 18:25
(18.01.2026, 15:48)medoLAW schrieb:(14.01.2026, 16:17)Dagobert schrieb: Ich war 2,5 J. in einer Boutique, Gehalt 140k. All die Jahre hatte ich von so einem Job geträumt, junges Team, leben in der Großstadt, you name it. Ich wollte wirklich immer ganz große Karriere machen.
Doch bereits nach einem Jahr fing ich schon wieder damit an, mir andere Stellen anzuschauen. Ich war derart genervt davon, jeden Tag bis mindestens 22 Uhr zu arbeiten, das glaubst du garnicht. Dazu oft sehr schlecht geschlafen, weil ich einen sehr pingeligen Chef hatte. Man war aber in der Bubble, jeder hat durchgezogen, obwohl viel gejammert wurde. Wenn du mich damals gefragt hättest: Im Ref. war ich glücklicher, obwohl wir kaum Geld hatten.
Jetzt bin ich Syndikus, Gehalt immer noch sechsstellig, aber deutlich weniger. Jeden Tag um 17 Uhr nach Hause. Ich habe Zeit für die Familie und kann abends abschalten. Aber: es ist eigentlich zu wenig Geld. Ich bin aktuell Alleinverdiener (2 Kinder), es ist schon sehr auf Kante genäht bei uns. Das ist schon belastend. Oft denke ich daran zurück wie es war, als wir so viel Geld hatten. Schöne Familienhotels, nie Angst vor der nächsten großen Rechnung.
Objektiv wird niemals alles passen. Es hilft nur nach innen zu schauen und herauszufinden, wer du bist, was deine Werte sind und was dir im Leben wirklich wichtig ist. Bei mir ist es nunmal die Familie, das Geld kommt danach. Auch wenn es aktuell schwierig ist.
Mich würde da wirklich mal eine Kostenaufstellung bei dir interessieren. Klar Alleinverdiener und zwei Kinder, aber mit 6 stellig Angst vor einer Rechnung zu haben finde ich krass. Ich will das einfach nur nachvollziehen können und nicht absprechen.
Ich denke da an Ehegattensplitting, Kindergeld, gesetzliche Familienversicherung. Vielleicht lebt man dann bei so viele Köpfen nicht in Saus und Braus, aber Angst ? Oder finanzierst du noch nebenbei Grundeigentum / andere große Anschaffungen ? 🤔
Knapp sechsstellig ist halt in etwa das Gehalt bei dem es kaum noch Unterstützung gibt, man aber zeitgleich bei den Kosten fast die Höchstsätze zahlt.
18.01.2026, 18:28
(18.01.2026, 16:43)Daggel schrieb:(18.01.2026, 15:48)medoLAW schrieb:(14.01.2026, 16:17)Dagobert schrieb: Ich war 2,5 J. in einer Boutique, Gehalt 140k. All die Jahre hatte ich von so einem Job geträumt, junges Team, leben in der Großstadt, you name it. Ich wollte wirklich immer ganz große Karriere machen.
Doch bereits nach einem Jahr fing ich schon wieder damit an, mir andere Stellen anzuschauen. Ich war derart genervt davon, jeden Tag bis mindestens 22 Uhr zu arbeiten, das glaubst du garnicht. Dazu oft sehr schlecht geschlafen, weil ich einen sehr pingeligen Chef hatte. Man war aber in der Bubble, jeder hat durchgezogen, obwohl viel gejammert wurde. Wenn du mich damals gefragt hättest: Im Ref. war ich glücklicher, obwohl wir kaum Geld hatten.
Jetzt bin ich Syndikus, Gehalt immer noch sechsstellig, aber deutlich weniger. Jeden Tag um 17 Uhr nach Hause. Ich habe Zeit für die Familie und kann abends abschalten. Aber: es ist eigentlich zu wenig Geld. Ich bin aktuell Alleinverdiener (2 Kinder), es ist schon sehr auf Kante genäht bei uns. Das ist schon belastend. Oft denke ich daran zurück wie es war, als wir so viel Geld hatten. Schöne Familienhotels, nie Angst vor der nächsten großen Rechnung.
Objektiv wird niemals alles passen. Es hilft nur nach innen zu schauen und herauszufinden, wer du bist, was deine Werte sind und was dir im Leben wirklich wichtig ist. Bei mir ist es nunmal die Familie, das Geld kommt danach. Auch wenn es aktuell schwierig ist.
Mich würde da wirklich mal eine Kostenaufstellung bei dir interessieren. Klar Alleinverdiener und zwei Kinder, aber mit 6 stellig Angst vor einer Rechnung zu haben finde ich krass. Ich will das einfach nur nachvollziehen können und nicht absprechen.
Ich denke da an Ehegattensplitting, Kindergeld, gesetzliche Familienversicherung. Vielleicht lebt man dann bei so viele Köpfen nicht in Saus und Braus, aber Angst ? Oder finanzierst du noch nebenbei Grundeigentum / andere große Anschaffungen ? 🤔
Mit Steuerklasse 3 hast du da doch sicher 6 netto. Da frage ich mich tatsächlich auch, wie das nicht reichen kann.
Eine halbwegs schöne Wohnung in einer familienfreundlichen Gegend: 1.500-2.500 Euro (je nach Gegend). Zwei Kitaplätze bis zu 1.500 Euro (je nach Gegend). Dann bleiben nur noch 2.000 bis 3.000 Euro für Versicherungen, Auto, Urlaube, Ausflüge, täglicher Bedarf für vier Personen und halbwegs regelmäßig wiederkehrende teurere Anschaffungen etc.
18.01.2026, 18:31
Man kann sich (langfristig) mit diesem Gehalt kein Familienleben mit einer Frau leisten die zuhause bleibt, zumindest nicht länger als notwendig für die Kinder. Oder man macht dafür erhebliche Lifestyle einbußen. Dafür sind 6k heute einfach nicht mehr genug Wert am Markt. Ist zwar schade, aber geht ja den allermeisten Paaren heute so. Wenn seine Frau wieder arbeitet sieht es ja deutlich aktzeptabler aus. Wobei ich solche Bekannte auch habe die das trotzdem durchziehen, die Leben allerdings in einem Kaff und machen keine Reisen etc.
18.01.2026, 20:48
(18.01.2026, 18:28)JuraHassLiebe schrieb:(18.01.2026, 16:43)Daggel schrieb:(18.01.2026, 15:48)medoLAW schrieb:(14.01.2026, 16:17)Dagobert schrieb: Ich war 2,5 J. in einer Boutique, Gehalt 140k. All die Jahre hatte ich von so einem Job geträumt, junges Team, leben in der Großstadt, you name it. Ich wollte wirklich immer ganz große Karriere machen.
Doch bereits nach einem Jahr fing ich schon wieder damit an, mir andere Stellen anzuschauen. Ich war derart genervt davon, jeden Tag bis mindestens 22 Uhr zu arbeiten, das glaubst du garnicht. Dazu oft sehr schlecht geschlafen, weil ich einen sehr pingeligen Chef hatte. Man war aber in der Bubble, jeder hat durchgezogen, obwohl viel gejammert wurde. Wenn du mich damals gefragt hättest: Im Ref. war ich glücklicher, obwohl wir kaum Geld hatten.
Jetzt bin ich Syndikus, Gehalt immer noch sechsstellig, aber deutlich weniger. Jeden Tag um 17 Uhr nach Hause. Ich habe Zeit für die Familie und kann abends abschalten. Aber: es ist eigentlich zu wenig Geld. Ich bin aktuell Alleinverdiener (2 Kinder), es ist schon sehr auf Kante genäht bei uns. Das ist schon belastend. Oft denke ich daran zurück wie es war, als wir so viel Geld hatten. Schöne Familienhotels, nie Angst vor der nächsten großen Rechnung.
Objektiv wird niemals alles passen. Es hilft nur nach innen zu schauen und herauszufinden, wer du bist, was deine Werte sind und was dir im Leben wirklich wichtig ist. Bei mir ist es nunmal die Familie, das Geld kommt danach. Auch wenn es aktuell schwierig ist.
Mich würde da wirklich mal eine Kostenaufstellung bei dir interessieren. Klar Alleinverdiener und zwei Kinder, aber mit 6 stellig Angst vor einer Rechnung zu haben finde ich krass. Ich will das einfach nur nachvollziehen können und nicht absprechen.
Ich denke da an Ehegattensplitting, Kindergeld, gesetzliche Familienversicherung. Vielleicht lebt man dann bei so viele Köpfen nicht in Saus und Braus, aber Angst ? Oder finanzierst du noch nebenbei Grundeigentum / andere große Anschaffungen ? 🤔
Mit Steuerklasse 3 hast du da doch sicher 6 netto. Da frage ich mich tatsächlich auch, wie das nicht reichen kann.
Eine halbwegs schöne Wohnung in einer familienfreundlichen Gegend: 1.500-2.500 Euro (je nach Gegend). Zwei Kitaplätze bis zu 1.500 Euro (je nach Gegend). Dann bleiben nur noch 2.000 bis 3.000 Euro für Versicherungen, Auto, Urlaube, Ausflüge, täglicher Bedarf für vier Personen und halbwegs regelmäßig wiederkehrende teurere Anschaffungen etc.
Klar, dann reichen 2k im Leben nicht.
19.01.2026, 10:37
(18.01.2026, 20:48)Daggel schrieb:(18.01.2026, 18:28)JuraHassLiebe schrieb:(18.01.2026, 16:43)Daggel schrieb:(18.01.2026, 15:48)medoLAW schrieb:(14.01.2026, 16:17)Dagobert schrieb: Ich war 2,5 J. in einer Boutique, Gehalt 140k. All die Jahre hatte ich von so einem Job geträumt, junges Team, leben in der Großstadt, you name it. Ich wollte wirklich immer ganz große Karriere machen.
Doch bereits nach einem Jahr fing ich schon wieder damit an, mir andere Stellen anzuschauen. Ich war derart genervt davon, jeden Tag bis mindestens 22 Uhr zu arbeiten, das glaubst du garnicht. Dazu oft sehr schlecht geschlafen, weil ich einen sehr pingeligen Chef hatte. Man war aber in der Bubble, jeder hat durchgezogen, obwohl viel gejammert wurde. Wenn du mich damals gefragt hättest: Im Ref. war ich glücklicher, obwohl wir kaum Geld hatten.
Jetzt bin ich Syndikus, Gehalt immer noch sechsstellig, aber deutlich weniger. Jeden Tag um 17 Uhr nach Hause. Ich habe Zeit für die Familie und kann abends abschalten. Aber: es ist eigentlich zu wenig Geld. Ich bin aktuell Alleinverdiener (2 Kinder), es ist schon sehr auf Kante genäht bei uns. Das ist schon belastend. Oft denke ich daran zurück wie es war, als wir so viel Geld hatten. Schöne Familienhotels, nie Angst vor der nächsten großen Rechnung.
Objektiv wird niemals alles passen. Es hilft nur nach innen zu schauen und herauszufinden, wer du bist, was deine Werte sind und was dir im Leben wirklich wichtig ist. Bei mir ist es nunmal die Familie, das Geld kommt danach. Auch wenn es aktuell schwierig ist.
Mich würde da wirklich mal eine Kostenaufstellung bei dir interessieren. Klar Alleinverdiener und zwei Kinder, aber mit 6 stellig Angst vor einer Rechnung zu haben finde ich krass. Ich will das einfach nur nachvollziehen können und nicht absprechen.
Ich denke da an Ehegattensplitting, Kindergeld, gesetzliche Familienversicherung. Vielleicht lebt man dann bei so viele Köpfen nicht in Saus und Braus, aber Angst ? Oder finanzierst du noch nebenbei Grundeigentum / andere große Anschaffungen ? 🤔
Mit Steuerklasse 3 hast du da doch sicher 6 netto. Da frage ich mich tatsächlich auch, wie das nicht reichen kann.
Eine halbwegs schöne Wohnung in einer familienfreundlichen Gegend: 1.500-2.500 Euro (je nach Gegend). Zwei Kitaplätze bis zu 1.500 Euro (je nach Gegend). Dann bleiben nur noch 2.000 bis 3.000 Euro für Versicherungen, Auto, Urlaube, Ausflüge, täglicher Bedarf für vier Personen und halbwegs regelmäßig wiederkehrende teurere Anschaffungen etc.
Klar, dann reichen 2k im Leben nicht.
Wenn man aber natürlich auch anfängt, einerseits damit zu rechnen, dass man Alleinverdiener ist, dann aber zwei Vollzeit-Kitaplätze einplant, wird es irgendwann eng
am Ende des Tages schafft man es, fast jedes Gehalt so runterzurechnen, dass es eigentlich kaum zum Leben reicht... Realistisch gesehen muss man aber sagen, einmal knapp sechsstellig, der Partner von mir aus auf Teilzeit, da kommt man mit Kindergeld irgendwo zwischen 7,5k und 9k netto raus und damit ist schon gut leben. Vor allem wenn man dafür um 17 Uhr Feierabend machen kann. Wer sagt, er/sie braucht unbedingt ein paar Tausend Euro mehr und ist dafür langfristig bereit, Abends bis 22 Uhr im Büro zu sitzen, kann diesen Deal auch gerne eingehen. Aber der einzige, der langfristig einen guten Deal in der GK hat, ist der Partner.
19.01.2026, 15:32
(19.01.2026, 10:37)Patenter Gast schrieb:(18.01.2026, 20:48)Daggel schrieb:(18.01.2026, 18:28)JuraHassLiebe schrieb:(18.01.2026, 16:43)Daggel schrieb:(18.01.2026, 15:48)medoLAW schrieb: Mich würde da wirklich mal eine Kostenaufstellung bei dir interessieren. Klar Alleinverdiener und zwei Kinder, aber mit 6 stellig Angst vor einer Rechnung zu haben finde ich krass. Ich will das einfach nur nachvollziehen können und nicht absprechen.
Ich denke da an Ehegattensplitting, Kindergeld, gesetzliche Familienversicherung. Vielleicht lebt man dann bei so viele Köpfen nicht in Saus und Braus, aber Angst ? Oder finanzierst du noch nebenbei Grundeigentum / andere große Anschaffungen ? 🤔
Mit Steuerklasse 3 hast du da doch sicher 6 netto. Da frage ich mich tatsächlich auch, wie das nicht reichen kann.
Eine halbwegs schöne Wohnung in einer familienfreundlichen Gegend: 1.500-2.500 Euro (je nach Gegend). Zwei Kitaplätze bis zu 1.500 Euro (je nach Gegend). Dann bleiben nur noch 2.000 bis 3.000 Euro für Versicherungen, Auto, Urlaube, Ausflüge, täglicher Bedarf für vier Personen und halbwegs regelmäßig wiederkehrende teurere Anschaffungen etc.
Klar, dann reichen 2k im Leben nicht.
Wenn man aber natürlich auch anfängt, einerseits damit zu rechnen, dass man Alleinverdiener ist, dann aber zwei Vollzeit-Kitaplätze einplant, wird es irgendwann engam Ende des Tages schafft man es, fast jedes Gehalt so runterzurechnen, dass es eigentlich kaum zum Leben reicht...
Realistisch gesehen muss man aber sagen, einmal knapp sechsstellig, der Partner von mir aus auf Teilzeit, da kommt man mit Kindergeld irgendwo zwischen 7,5k und 9k netto raus und damit ist schon gut leben. Vor allem wenn man dafür um 17 Uhr Feierabend machen kann. Wer sagt, er/sie braucht unbedingt ein paar Tausend Euro mehr und ist dafür langfristig bereit, Abends bis 22 Uhr im Büro zu sitzen, kann diesen Deal auch gerne eingehen. Aber der einzige, der langfristig einen guten Deal in der GK hat, ist der Partner.
Ja, vergleichbar wäre die Klage darüber, dass man sich als Alleinverdiener die Vollzeit-Nanny nicht leisten kann, weil die Ehefrau ja mit den Pferden unterwegs sein möchte.
20.01.2026, 14:20
(19.01.2026, 15:32)Greif schrieb:(19.01.2026, 10:37)Patenter Gast schrieb:(18.01.2026, 20:48)Daggel schrieb:(18.01.2026, 18:28)JuraHassLiebe schrieb:(18.01.2026, 16:43)Daggel schrieb: Mit Steuerklasse 3 hast du da doch sicher 6 netto. Da frage ich mich tatsächlich auch, wie das nicht reichen kann.
Eine halbwegs schöne Wohnung in einer familienfreundlichen Gegend: 1.500-2.500 Euro (je nach Gegend). Zwei Kitaplätze bis zu 1.500 Euro (je nach Gegend). Dann bleiben nur noch 2.000 bis 3.000 Euro für Versicherungen, Auto, Urlaube, Ausflüge, täglicher Bedarf für vier Personen und halbwegs regelmäßig wiederkehrende teurere Anschaffungen etc.
Klar, dann reichen 2k im Leben nicht.
Wenn man aber natürlich auch anfängt, einerseits damit zu rechnen, dass man Alleinverdiener ist, dann aber zwei Vollzeit-Kitaplätze einplant, wird es irgendwann engam Ende des Tages schafft man es, fast jedes Gehalt so runterzurechnen, dass es eigentlich kaum zum Leben reicht...
Realistisch gesehen muss man aber sagen, einmal knapp sechsstellig, der Partner von mir aus auf Teilzeit, da kommt man mit Kindergeld irgendwo zwischen 7,5k und 9k netto raus und damit ist schon gut leben. Vor allem wenn man dafür um 17 Uhr Feierabend machen kann. Wer sagt, er/sie braucht unbedingt ein paar Tausend Euro mehr und ist dafür langfristig bereit, Abends bis 22 Uhr im Büro zu sitzen, kann diesen Deal auch gerne eingehen. Aber der einzige, der langfristig einen guten Deal in der GK hat, ist der Partner.
Ja, vergleichbar wäre die Klage darüber, dass man sich als Alleinverdiener die Vollzeit-Nanny nicht leisten kann, weil die Ehefrau ja mit den Pferden unterwegs sein möchte.
Profis heiraten deshalb die Nanny und lassen die Ehefrau bei den Pferden...
20.01.2026, 20:10
6.000 Netto nicht viel Geld.
Um als Selbständiger ein Jahresnetto von 72.000 EUR zu haben musst du rund 150k EUR Nettojahresgewinn aufweisen. Davon gehen dann Versorgungswerk, volle Kranken- Pflegeversicherung (und nicht nur hälftig) sowie noch Einkommenssteuer ab. Und da kommen dann noch Betriebskosten und der Durchlaufposten Umsatzsteuer oben drauf.
Was manche hier ein Anspruchsdenken haben. Gleichzeitig ist es wirklich erschreckend, an welchen Stellen überall die Hand aufgehalten wird. Und zunehmend frage ich mich ob der riesigen Kosten bei gleichzeitigem Risiko, was es eigentlich über eine Gesellschaft aussagt, wenn der Staatsdienst für viele Bevölkerungsschichten (nicht nur Juristen) zunehmend der mit Abstand interessanteste Arbeitgeber da draußen ist, insbesondere wenn man auch noch eine Verbeamtung ergattern kann. Wenn die Leistungsgesellschaft derart ad absurdum geführt wird, darf man sich auch nicht wundern, wenn da draußen niemand wirklich mehr Bock auf "Leistung" und Eigenverantwortung hat.
Und dann liest man hier, 6.000 EUR netto sind nicht viel Geld. Ein Witz...
Um als Selbständiger ein Jahresnetto von 72.000 EUR zu haben musst du rund 150k EUR Nettojahresgewinn aufweisen. Davon gehen dann Versorgungswerk, volle Kranken- Pflegeversicherung (und nicht nur hälftig) sowie noch Einkommenssteuer ab. Und da kommen dann noch Betriebskosten und der Durchlaufposten Umsatzsteuer oben drauf.
Was manche hier ein Anspruchsdenken haben. Gleichzeitig ist es wirklich erschreckend, an welchen Stellen überall die Hand aufgehalten wird. Und zunehmend frage ich mich ob der riesigen Kosten bei gleichzeitigem Risiko, was es eigentlich über eine Gesellschaft aussagt, wenn der Staatsdienst für viele Bevölkerungsschichten (nicht nur Juristen) zunehmend der mit Abstand interessanteste Arbeitgeber da draußen ist, insbesondere wenn man auch noch eine Verbeamtung ergattern kann. Wenn die Leistungsgesellschaft derart ad absurdum geführt wird, darf man sich auch nicht wundern, wenn da draußen niemand wirklich mehr Bock auf "Leistung" und Eigenverantwortung hat.
Und dann liest man hier, 6.000 EUR netto sind nicht viel Geld. Ein Witz...



