24.08.2022, 06:36
(24.08.2022, 00:36)Gast schrieb: Bei starker Inflation kann allerdings der umlagefinanziert Ansatz der DRV gegenüber dem kapitalanlagebasierten Ansatz der Versorgungswerke auch im Vorteil sein. Das ist ein Blick in die Glaskugel, jedoch kann wie bei anderen Finanzanlagen aus der Vergangenheit nicht auf die Zukunft geschlossen werden.
Bei starker Inflation kann auch das Gegenteil der Fall sein. :D
Die Anlagewerte verteuern sich ja normalerweise ebenfalls.
24.08.2022, 09:31
entscheidend ist am Ende für das Versorgungswerk, wie sich die Zinsen entwickeln. Das ist im Normalfall in einer Abhängigkeit zur Inflation. Das Problem bei den Versorgungswerken ist derzeit, dass die langfristigen Papiere, die man im Bestand hat, derzeit niedrigverzinst sind. Man konnte ja in den letzten Jahren nichts anderes kaufen. Und diese Papiere verlieren gerade an Wert, da die Zinsen steigen. Das Problem haben auch Lebensversicherer und Co. Ich arbeite bei einem großen deutschen Versicherer und kann nur sagen, dass die Aktuare gerade deswegen recht heftig rechnen. Das BaFin überlegt wohl auch schon seine Solvencyanforderungen anzupassen.
24.08.2022, 09:51
(24.08.2022, 09:31)Freidenkender schrieb: entscheidend ist am Ende für das Versorgungswerk, wie sich die Zinsen entwickeln. Das ist im Normalfall in einer Abhängigkeit zur Inflation. Das Problem bei den Versorgungswerken ist derzeit, dass die langfristigen Papiere, die man im Bestand hat, derzeit niedrigverzinst sind. Man konnte ja in den letzten Jahren nichts anderes kaufen. Und diese Papiere verlieren gerade an Wert, da die Zinsen steigen. Das Problem haben auch Lebensversicherer und Co. Ich arbeite bei einem großen deutschen Versicherer und kann nur sagen, dass die Aktuare gerade deswegen recht heftig rechnen. Das BaFin überlegt wohl auch schon seine Solvencyanforderungen anzupassen.
So ist es. Ob sich das VW in 30 Jahren gelohnt hat oder nicht wird insbesondere von der Zinsentwicklung abhängen und die kann niemand voraussehen. Es dürfte aber einiges dafür sprechen, dass das VW auch weiter besser performed als die GRV.
24.08.2022, 09:53
(24.08.2022, 09:31)Freidenkender schrieb: entscheidend ist am Ende für das Versorgungswerk, wie sich die Zinsen entwickeln. Das ist im Normalfall in einer Abhängigkeit zur Inflation. Das Problem bei den Versorgungswerken ist derzeit, dass die langfristigen Papiere, die man im Bestand hat, derzeit niedrigverzinst sind. Man konnte ja in den letzten Jahren nichts anderes kaufen. Und diese Papiere verlieren gerade an Wert, da die Zinsen steigen. Das Problem haben auch Lebensversicherer und Co. Ich arbeite bei einem großen deutschen Versicherer und kann nur sagen, dass die Aktuare gerade deswegen recht heftig rechnen. Das BaFin überlegt wohl auch schon seine Solvencyanforderungen anzupassen.
Das stimmt, gleichzeitig ist der generelle Vorgang, also steigende und fallende Zinsen für eine Wirtschaft normal. Die Rentenversicherung profitiert natürlich von steigenden Löhnen aber hat weiterhin das Problem, dass die Einzahlungsgemeinschaft sehr heterogen ist (maW viele die wenig einzahlen aber am Ende trotzdem eine Rente bekommen wollen). Der Vorteil des VW ist, dass die meisten Einzahler Besserverdiener sind, so dass wenig querfinanziert werden muss.
24.08.2022, 12:27
(24.08.2022, 09:53)Gast schrieb:(24.08.2022, 09:31)Freidenkender schrieb: entscheidend ist am Ende für das Versorgungswerk, wie sich die Zinsen entwickeln. Das ist im Normalfall in einer Abhängigkeit zur Inflation. Das Problem bei den Versorgungswerken ist derzeit, dass die langfristigen Papiere, die man im Bestand hat, derzeit niedrigverzinst sind. Man konnte ja in den letzten Jahren nichts anderes kaufen. Und diese Papiere verlieren gerade an Wert, da die Zinsen steigen. Das Problem haben auch Lebensversicherer und Co. Ich arbeite bei einem großen deutschen Versicherer und kann nur sagen, dass die Aktuare gerade deswegen recht heftig rechnen. Das BaFin überlegt wohl auch schon seine Solvencyanforderungen anzupassen.
Das stimmt, gleichzeitig ist der generelle Vorgang, also steigende und fallende Zinsen für eine Wirtschaft normal. Die Rentenversicherung profitiert natürlich von steigenden Löhnen aber hat weiterhin das Problem, dass die Einzahlungsgemeinschaft sehr heterogen ist (maW viele die wenig einzahlen aber am Ende trotzdem eine Rente bekommen wollen). Der Vorteil des VW ist, dass die meisten Einzahler Besserverdiener sind, so dass wenig querfinanziert werden muss.
Querfinanzierung findet im VW ja eigentlich ohnehin nicht statt. Jeder spart für sich. Wo siehst Du überhaupt Querfinanzierungen? Im Bereich Witwen- und Waisenversorgung?
24.08.2022, 13:22
die durchschnittliche Rente ist im VW aber auch nicht wirklich hoch. Ich erinnere mich an 2000 € brutto in BW. Kann man anhand des Geschäftsberichts ausrechnen.
24.08.2022, 13:40
(24.08.2022, 13:22)guga schrieb: die durchschnittliche Rente ist im VW aber auch nicht wirklich hoch. Ich erinnere mich an 2000 € brutto in BW. Kann man anhand des Geschäftsberichts ausrechnen.
Damit lag sie aber immer noch deutlich höher als die durchschnittliche Rente der DRV (ca. 1.200 Euro bei Männern und 900 Euro bei Frauen)
24.08.2022, 13:52
Wie hoch war die durchschnittliche DRV Rente von Hochschulabsolventen? Das wäre die passende Vergleichsgruppe.
24.08.2022, 16:56
(24.08.2022, 13:52)guga schrieb: Wie hoch war die durchschnittliche DRV Rente von Hochschulabsolventen? Das wäre die passende Vergleichsgruppe.
Ich sag's mal so: Ganze 40 Rentner haben es 2020 geschafft, mehr als 3000 Euro Rente zu bekommen, wie die "Bild-Zeitung" berichtete. Das heißt konkret: Diese 40 Personen müssen 45 Jahre lang mindestens 2 Rentenpunkte gesammelt haben. Sie erhalten damit 3077 Euro Rente monatlich.
Mein aktueller Rentenanspruch gegenüber dem VW NRW liegt bei über 3.900 Euro...
24.08.2022, 19:22
Die Krankenkassenbeiträge relativieren das aber wieder.



