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Irgendwer happy als Anwalt?
ÖffR123
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Beiträge: 10
Themen: 0
Registriert seit: Sep 2023
#11
11.09.2026, 20:32
(11.09.2026, 14:51)BavarianLawyer schrieb:  
(24.08.2026, 13:50)ÖffR123 schrieb:  Klar. 

Angestellt als Syndikus mit 2-3 effektiven Arbeitsstunden pro Tag, HO. 

Selbständig als Anwalt, hochspezialisiert und mit GK-Stundensätzen bei 2-4 Std Arbeit pro Tag. 

Ergebnis: Partnereinkommen ohne jedes Risiko bei weniger als 8 Std pro Tag.

Glückwunsch das dürfte tatsächlich die Ausnahme sein.

Hast du dir die Spezialisierung selbst gesucht oder schon in dem Bereich vorher praktisch gearbeitet?

Die Syndikusstelle so zu finden ist aber auch einfach Glück, das kann man vorher nicht wissen

Besten Dank. Selbstverständlich jahrezehntelang spezialisiert. Als Berufsanfänger ohne Track Record geht sowas nicht. Man braucht Expertise viel wichtiger aber: Vernetzung. Dazu gehört alles, was man letztlich in Kanzleien lernt. Es muss auch ein Gebiet mit studnensätzen sein, auf RVG und mit Massefälle à la Verkehrsunfälle, fluggastfälle oder auch prozessintensive Gebiete wie normales Arbeitsrecht ist das natürlicu nicht möglich. Also: Beratung Beratung Beratung und ab und an mal was prozessuales ohne persönliches erscheinen vor irgendeinem AG in Stendal, Wanne-Eickel, oder anderen Unorten (am schlimmsten für die Erreichbarkeit ist sowas wie Schwarzwald. Und die Menschen da reden und sind komisch)
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Egal_
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Themen: 1
Registriert seit: Feb 2022
#12
11.09.2026, 21:10
(11.09.2026, 20:24)ÖffR123 schrieb:  
(11.09.2026, 18:35)Egal_ schrieb:  
(11.09.2026, 14:51)BavarianLawyer schrieb:  
(24.08.2026, 13:50)ÖffR123 schrieb:  Klar. 

Angestellt als Syndikus mit 2-3 effektiven Arbeitsstunden pro Tag, HO. 

Selbständig als Anwalt, hochspezialisiert und mit GK-Stundensätzen bei 2-4 Std Arbeit pro Tag. 

Ergebnis: Partnereinkommen ohne jedes Risiko bei weniger als 8 Std pro Tag.

Glückwunsch das dürfte tatsächlich die Ausnahme sein.

Hast du dir die Spezialisierung selbst gesucht oder schon in dem Bereich vorher praktisch gearbeitet?

Die Syndikusstelle so zu finden ist aber auch einfach Glück, das kann man vorher nicht wissen

Man sollte dazu sagen, dass dies gesellschaftlich und für einen selbst auch nicht erstrebenswert ist. Also einen Vollzeitjob, bei dem man nur 2-3 Stunden arbeitet meine ich. Ich möchte ÖffR123 daher nicht beglückwünschen, sondern finde, er hat das beste aus einer doofen Situation gemacht. Ein Boreout ist nämlich genauso Mist wie ein Burnout und für die Betroffenen ähnlich belastend. Wie du aber schreibst, sind solche Bullshitjobs in dieser extremen Form zum Glück nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

Ich kenne niemanden der in einem abhängigem Beschäftigungsverhältnis ernsthaftes Interesse hat, die vollen idR ja vereinbarten 8 Std pro Werktag zu arbeiten. Das geht regelmäßig nur über äußere incentives wie Boni, sonst extrem hohen Gehältern (Vertriebler, Investmentbanker usw), ggf. andere Aspekte des Prestiges wie Titel usw und selbst da: das inhärente Interesse des Arbeitnehmers als solcher (dh als Mensch) ist stets mit so wenig Input wie möglich den höchstmöglichen Output zu generieren (homo oeconpmicis oder so). In der Regel heißt das also: minimaler zeiteinsstz für tatsächliche Arbeit, maximaler Ertrag generieren (wie auch immer zu bemessen in beurteilten untergebenen Beamten. In verurteilten Straftätern, geschriebenen Schriftsätzen. in produzierten Zahnstochern, kA). Zugegebenermaßen: Am Anfang einer Karriere sieht man das ggf. Noch anders und arbeitet gern für den Chef sein Porsche. Das sind die von mir hier mehrfach halb spaßig halb ernst zitierten 26 jährigen Referendare die nach dem Studium in Heidelberg, und Co ihr Ref in ffm oder MUC machen und die sich auf dem partnerteack wähnen nach absolvierter Wahlstation bei der Deutschen UN-Vertretung in NY. In dem Sinne: Viel Spaß - aus dem Feierabend seit 14 Uhr gewünschten - beim weiteren schuften, herr kollege.

Klingt ziemlich traurig und, sorry, bemitleidenswert deine Einstellung. Das meine ich gar nicht mal herablassend, sondern mit vollem Ernst und kenne ich so auch überhaupt nicht aus meinem erweiterten Umfeld. 8 Stunden voll durchpowern sicher nicht, aber ca. 7 Stunden im normalen Tempo arbeiten plus berufliche/private Unterhaltung ist sicherlich für die allermeisten Leute (ich spreche nicht nur von Akadmikern) die erste Wahl. 
Ich (weiblich, ein paar Jahre älter als du) habe heute übrigens um 13.30 Uhr Feierabend gemacht, Herr Kollege, flexiblen Arbeitszeiten sei dank.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.09.2026, 21:44 von Egal_.)
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Egal_
Posting Freak
*****
Beiträge: 1.547
Themen: 1
Registriert seit: Feb 2022
#13
11.09.2026, 21:29
(11.09.2026, 20:32)ÖffR123 schrieb:  
(11.09.2026, 14:51)BavarianLawyer schrieb:  
(24.08.2026, 13:50)ÖffR123 schrieb:  Klar. 

Angestellt als Syndikus mit 2-3 effektiven Arbeitsstunden pro Tag, HO. 

Selbständig als Anwalt, hochspezialisiert und mit GK-Stundensätzen bei 2-4 Std Arbeit pro Tag. 

Ergebnis: Partnereinkommen ohne jedes Risiko bei weniger als 8 Std pro Tag.

Glückwunsch das dürfte tatsächlich die Ausnahme sein.

Hast du dir die Spezialisierung selbst gesucht oder schon in dem Bereich vorher praktisch gearbeitet?

Die Syndikusstelle so zu finden ist aber auch einfach Glück, das kann man vorher nicht wissen

Besten Dank. Selbstverständlich jahrezehntelang spezialisiert. Als Berufsanfänger ohne Track Record geht sowas nicht. Man braucht Expertise viel wichtiger aber: Vernetzung. Dazu gehört alles, was man letztlich in Kanzleien lernt. Es muss auch ein Gebiet mit studnensätzen sein, auf RVG und mit Massefälle à la Verkehrsunfälle, fluggastfälle oder auch prozessintensive Gebiete wie normales Arbeitsrecht ist das natürlicu nicht möglich. Also: Beratung Beratung Beratung und ab und an mal was prozessuales ohne persönliches erscheinen vor irgendeinem AG in Stendal, Wanne-Eickel, oder anderen Unorten (am schlimmsten für die Erreichbarkeit ist sowas wie Schwarzwald. Und die Menschen da reden und sind komisch)

Jahrzehntelang? Wie alt bist du? Laut einem älteren Beitrag bist du 2019 ins Berufsleben eingestiegen. Rechnen wir 8 Jahre Studium und Ref dazu, hast du vor maximal 15 Jahren Abitur gemacht.

Es sei dir alles gegönnt, wenn du dich wohlfühltst in deinem Bullshitjob, aber insgesamt halte ich dich für einen großkotzigen Wichtigtuer, der hier im Forum mal ein bisschen auf die Kacke haut. 

Kommt Leute, solchen Leuten braucht man nicht alles glauben und wahrscheinlich stimmt nur ca. die Hälfte von dem, was du hier von dir gibst. Aber keine Sorge, dass du in deinem Hauptjob nicht ausgelastet bist, glaube ich dir. Leider gibt es in unserer Gesellschaft noch viel zu viele dieser Jobs, die dafür sorgen, dass Nicht-Akademiker eine schlechte Meinung von Akadmikern in gut bezahlten Positionen haben. In einem nicht-juristischen Forum wärst du für deine Beiträge komplett zerrissen worden, so abgehoben klingen sie.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.09.2026, 21:31 von Egal_.)
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Grottentroll
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Beiträge: 72
Themen: 0
Registriert seit: Jun 2021
#14
Gestern, 08:14
(11.09.2026, 21:29)Egal_ schrieb:  
(11.09.2026, 20:32)ÖffR123 schrieb:  
(11.09.2026, 14:51)BavarianLawyer schrieb:  
(24.08.2026, 13:50)ÖffR123 schrieb:  Klar. 

Angestellt als Syndikus mit 2-3 effektiven Arbeitsstunden pro Tag, HO. 

Selbständig als Anwalt, hochspezialisiert und mit GK-Stundensätzen bei 2-4 Std Arbeit pro Tag. 

Ergebnis: Partnereinkommen ohne jedes Risiko bei weniger als 8 Std pro Tag.

Glückwunsch das dürfte tatsächlich die Ausnahme sein.

Hast du dir die Spezialisierung selbst gesucht oder schon in dem Bereich vorher praktisch gearbeitet?

Die Syndikusstelle so zu finden ist aber auch einfach Glück, das kann man vorher nicht wissen

Besten Dank. Selbstverständlich jahrezehntelang spezialisiert. Als Berufsanfänger ohne Track Record geht sowas nicht. Man braucht Expertise viel wichtiger aber: Vernetzung. Dazu gehört alles, was man letztlich in Kanzleien lernt. Es muss auch ein Gebiet mit studnensätzen sein, auf RVG und mit Massefälle à la Verkehrsunfälle, fluggastfälle oder auch prozessintensive Gebiete wie normales Arbeitsrecht ist das natürlicu nicht möglich. Also: Beratung Beratung Beratung und ab und an mal was prozessuales ohne persönliches erscheinen vor irgendeinem AG in Stendal, Wanne-Eickel, oder anderen Unorten (am schlimmsten für die Erreichbarkeit ist sowas wie Schwarzwald. Und die Menschen da reden und sind komisch)

Jahrzehntelang? Wie alt bist du? Laut einem älteren Beitrag bist du 2019 ins Berufsleben eingestiegen. Rechnen wir 8 Jahre Studium und Ref dazu, hast du vor maximal 15 Jahren Abitur gemacht.

War ja klar, dass er trollt.  Cheese Die Story ergibt wirtschaftlich auch nicht wirklich Sinn. Warum sollte jemand, der seine Leistung regelmäßig zu Stundensätzen von 300 - 400 € netto mit brutal niedriger Kostenquote abrechnen kann, seine hoch lukrative Arbeitskraft in einen Bullshit-Inhouse-Job stecken?

Um das Zahlenwerk zu illustrieren: 350 € (Stundensatz) x 254 (Arbeitstage im Jahr) x 2,5 (Stunden pro Tag) = 222.250 € Umsatz im Jahr. Kosten absolut zu vernachlässigen, digitale Kanzlei laut ChatGPT je nach Leistungsumfang 75 - 300 € netto im Monat, Beck-Modul Verwaltungsrecht Plus 108 € im Monat.

Nach Abzug Einkommensteuer, Versorgungswerk, private Krankenversicherung läge er mit 2,5 Stunden Side Hustle bei ~ 115k € netto im Jahr. Bei Ausbau der Nebentätigkeit um weitere 2,5 Stunden läge er perspektivisch bei ~ 240.000 € netto im Jahr mit 5 Stunden selbstbestimmter Arbeit am Tag.

Das alles würde überhaupt nur Sinn ergeben, wenn sich die selbstständige Tätigkeit nicht einfach skalieren ließe (als ehemaliger GK-Associate wenige Bestandsmandate aus der Kanzlei mitgenommen). Das passt aber wiederum nicht zur Storyline ('bestens vernetzt, erfahren, akquisestark').
_____________

Schade eigentlich, die Story wäre cool gewesen. Ich kenne aus dem weiteren Bekanntenkreis einen Fall von einem Anwalt, der als Partner einer Wirtschaftskanzlei in eine ganz gut dotierte Inhouse-Position gewechselt ist und einen wesentlichen Teil seines Business in Nebentätigkeit weitergeführt hat. Das ging wohl ziemlich gut, da die Inhouse-Stelle sehr viel Flexibilität und einen relativ geringen Workload bot. Allerdings ist der Betreffende inzwischen wieder vollständig selbstständig als Partner in einer Boutique tätig. So toll war's dann Inhouse doch wieder nicht.
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ForumBenutzer
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Beiträge: 286
Themen: 5
Registriert seit: Feb 2023
#15
Gestern, 13:10
Die meisten Volljuristen die ich kenne hatten einen relativ harten Praxis- bzw. Realitätsschock. Man hat einfach viele Jahre studiert, Ref gemacht und ggfs. promoviert... Plötzlich kommt man in der Arbeitswelt an die aber ganz anders läuft, der Büronachbar, 55 Jahre der maximal 30% der Arbeitszeit irgendwas macht und sonst nur vom Urlaub redet und Hilfe mit der Technik braucht und nicht versteht wieso die jungen Kollegen HO machen wollen, da wir ja alle eine tolle Familie sind. Die Abhängigkeit von nervigen Mandanten die man hofieren muss weil man ja Dienstleister ist.. Wenn man jetzt nicht unbedingt in einem hoch spezialisierten Bereich landet ist die Arbeit (so mein Empfinden) auch in vielen Jobs fachlich nicht sonderlich herausfordernd.

Bei meiner Tätigkeit als Syndiks empfand ich all das persönlich als wirklich furchtbar. Lag vermutlich auch an dem Cherf und der Firma, aber es wurde alles nur so weggeschoben an Aufgaben... Kann XY nicht doch Abteilung Z machen? Und wenn dann wirklich rechtlich nur hingefuddelt... Seitdem ich als Rechtsanwalt tätig bin hat sich das geändert, zwar muss man Mandanten happy machen, aber die fachliche Arbeit erfüllt mich dann doch deutlich mehr.

Die GK Leute sieht man schlicht nicht mehr so oft, außer mal auf einer Feier. Aber viele sind eben auch in einer anderen Lebensphase mit Heiraten und Nachwuchs etc. Ich habe persönlich eine 40h Woche und verdiene natürlich auch entsprechend weniger (80k derzeit ohne Bonus). Das reicht für mich komplett aus und ich kann alle Urlaube und Hobbys machen die ich möchte und zwar meist ab 16/17 Uhr schon. Ich wöllte das nicht dauerhaft eintauschen für paar tausender mehr, da es wenig Unterschied machen würde. Dann hätte das Hotel im Urlaub vll einen Stern mehr, aber ich müsste mein Telefon und Laptop mitnehmen... Vermögen wird in Deutschland ohnehin primär vererbt.
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