18.04.2017, 14:12
Meine Priorisierung wäre:
1. Klausuren schreiben
2. Kaiser/Skripte
3. Rechtsprechung (am besten vorgefiltert durch Kaiser)
Ist natürlich eine individuelle Sache, aber:
Kaiser und Skripte sind für mich eine Materie. Gekürztes Wissen ansprechend und häppchenweise präsentiert. Ist wichtig. Ich bevorzuge Skripte, weil man da mehr selber denken muss und nicht ein bloßes Zuhören genügt.
Am allerwichtigsten aber: Klausuren. Ich habe es gehasst (!) und habe mich bei jeder Klausur zwingen müssen. Ich denke mal, jeder kennt das. Es ist Samstag, man ist müde, man will einfach mal ein wenig Ruhe und dann guckt man sich den Aktenauszug an und es sind zig Seiten und man versteht nur die Hälfte. Aber es bringt unglaublich viel. Nicht nur, dass man gewisse Abläufe einfach drin hat, man lernt auch, mit seine Nichtwissen souverän umzugehen, Probleme zu erkennen und adäquat mit dem Kommentar zu arbeiten. Klausuren sind einfach unfassbar hilfreich und nur eine Lösungsskizze zu schreiben, ist dann einfach nicht genug.
Wenn ich "nur Lösungsskizze" gemacht habe, war das meist Selbstbetrug, weil ich einfach keine Lust auf die Klausur hatte.
Ganz wichtig (und ich weiß, wie dumm das klingt): Versuch so cool wie möglich zu bleiben. Gewagte These, aber ich würde mal tippen, so 20 - 30% der Note hängen auch an der Psyche.
Die ganzen Panikmache bringt dir nichts. Gerade Kaiser macht einfach sehr viel Geld mit auch mit der Panik der Kandidaten. Diese Ratschläge à la "Klausuren müssen unbedingt 20 Seiten haben" - bullshit, ich hatte eine Klausur, die bestand aus 12,5 Seiten und die wurde mit 10 Punkten benotet. Es war ein Urteil; von den 12,5 Seiten gingen also noch 1,5 Seiten für das Rubrum und so 5-6 Seiten für den Tatbestand drauf.
Zieh dein Ding durch. Ich habe die jeweiligen Probleme nach den Klausuren übrigens nicht gegoogelt, weil ich mir keinen Druck schaffen wollte. Sonst sitzt man da in der Klausur und denkt sich: Puh, jetzt muss es sitzen, ich habe gestern schon verhauen.
Bedenke immer: Es gibt häufig auch nicht nur einen Weg. Eine Freundin und ich hatten zwei genau gegenläufige Lösungswege mit dementsprechend anderen Ergebnissen - und wir hatten beide die gleiche Note (was nebenbei für sie sprach, mein Lösungsweg war richtig. Aber mit einer guten Argumentation ist eben auch ein abweichendes Ergebnis völlig ok).
Bzgl. der Rspr.: Es kam bei uns kein von Kaiser vorgeschlagenes Urteil dran. Ein guter Überblick über die aktuelle Rspr. der OLGs und des BGH ist immer gut und auch ohne großen Aufwand zu erlangen und gerade auch im Hinblick auf die mündliche Prüfung hilfreich. Ist aber nicht das A und O und m.E. genügt da meist auch der Tenor.
1. Klausuren schreiben
2. Kaiser/Skripte
3. Rechtsprechung (am besten vorgefiltert durch Kaiser)
Ist natürlich eine individuelle Sache, aber:
Kaiser und Skripte sind für mich eine Materie. Gekürztes Wissen ansprechend und häppchenweise präsentiert. Ist wichtig. Ich bevorzuge Skripte, weil man da mehr selber denken muss und nicht ein bloßes Zuhören genügt.
Am allerwichtigsten aber: Klausuren. Ich habe es gehasst (!) und habe mich bei jeder Klausur zwingen müssen. Ich denke mal, jeder kennt das. Es ist Samstag, man ist müde, man will einfach mal ein wenig Ruhe und dann guckt man sich den Aktenauszug an und es sind zig Seiten und man versteht nur die Hälfte. Aber es bringt unglaublich viel. Nicht nur, dass man gewisse Abläufe einfach drin hat, man lernt auch, mit seine Nichtwissen souverän umzugehen, Probleme zu erkennen und adäquat mit dem Kommentar zu arbeiten. Klausuren sind einfach unfassbar hilfreich und nur eine Lösungsskizze zu schreiben, ist dann einfach nicht genug.
Wenn ich "nur Lösungsskizze" gemacht habe, war das meist Selbstbetrug, weil ich einfach keine Lust auf die Klausur hatte.
Ganz wichtig (und ich weiß, wie dumm das klingt): Versuch so cool wie möglich zu bleiben. Gewagte These, aber ich würde mal tippen, so 20 - 30% der Note hängen auch an der Psyche.
Die ganzen Panikmache bringt dir nichts. Gerade Kaiser macht einfach sehr viel Geld mit auch mit der Panik der Kandidaten. Diese Ratschläge à la "Klausuren müssen unbedingt 20 Seiten haben" - bullshit, ich hatte eine Klausur, die bestand aus 12,5 Seiten und die wurde mit 10 Punkten benotet. Es war ein Urteil; von den 12,5 Seiten gingen also noch 1,5 Seiten für das Rubrum und so 5-6 Seiten für den Tatbestand drauf.
Zieh dein Ding durch. Ich habe die jeweiligen Probleme nach den Klausuren übrigens nicht gegoogelt, weil ich mir keinen Druck schaffen wollte. Sonst sitzt man da in der Klausur und denkt sich: Puh, jetzt muss es sitzen, ich habe gestern schon verhauen.
Bedenke immer: Es gibt häufig auch nicht nur einen Weg. Eine Freundin und ich hatten zwei genau gegenläufige Lösungswege mit dementsprechend anderen Ergebnissen - und wir hatten beide die gleiche Note (was nebenbei für sie sprach, mein Lösungsweg war richtig. Aber mit einer guten Argumentation ist eben auch ein abweichendes Ergebnis völlig ok).
Bzgl. der Rspr.: Es kam bei uns kein von Kaiser vorgeschlagenes Urteil dran. Ein guter Überblick über die aktuelle Rspr. der OLGs und des BGH ist immer gut und auch ohne großen Aufwand zu erlangen und gerade auch im Hinblick auf die mündliche Prüfung hilfreich. Ist aber nicht das A und O und m.E. genügt da meist auch der Tenor.
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