30.11.2020, 20:30
(30.11.2020, 15:32)Gast schrieb:(30.11.2020, 10:50)Gast schrieb: Sehr sinnvoll. Ein weiterer Beitrag, in dem sich darüber beschwert wird, dass man seiner eigenen Erwartungshaltung nicht gerecht geworden ist.
Man sollte sich einfach dran gewöhnen, dass erstes und zweites Examen rein inhaltlich zwei komplett verschiedene paar Schuhe sind. Wer im ersten Examen 10 Punkte geholt hat, der hab im zweiten noch lange nicht die selbe Punktzahl gebucht.
Zum Beitrag:
Die Erklärungen sind zu vielfältig. Auch bei Leuten mit einem wirklich guten Examen kann das zweite aus genau den gleichen Gründen in die Hose gehen wie bei Leuten mit weniger guten ersten Examen.
Was man damit wird kann man so pauschal auch nicht sagen. Mit beiden Examen > 8 Punkte wird man auch in naher Zukunft wieder jeden Job in der Verwaltung inkl. Richter und StA machen können. Das selbe gilt für eine Vielzahl von Kanzleien. Die "Topadressen" in Sachen GK werden weiterhin die üblichen Einstlellungsvoraussetzungen zumindest kommunizieren. Alles andere lässt sich schwer sagen. Mit 2x befriedigend, wird es in vielen Kanzleien was werden. Auf kurz oder lang auch wieder in der Verwaltung, wobei es da wohl besser wäre im zweiten minderstens 7 zu haben.
Sehr sinnvoll. Ein weiterer Beitrag der jegliche berechtigte Kritik und Diskussion an der Ausgestaltung des zweiten Examens mit einem pauschalen „hört auf zu jammern“ abwürgt.
Es stimmt doch evident nicht, dass beide Examina vollkommen andere Fähigkeiten abprüfen. Wer gut im materiellen Recht ist, sollte eigentlich nicht daran scheitern, einen Tatbestand zu schreiben und auswendig zu lernen, auf welche Seite das Aktenzeichen geschrieben wird. Und wer im ersten Examen eine hohe Note erreicht, ist vermutlich auch kein schlechter Jurist. Zumindest ein paar Fragezeichen sollten die vielen Fälle, wo beide Examina Auseinanderfallen, hervorrufen.
Ich kann die fragerei auch gleich beenden: es liegt daran, dass das zweite Examen zu mindestens 50 Prozent absolut willkürlich ist. Und das sage ich als jemand, der Schwein gehabt hat. Zu glauben, dort würde auch nur ansatzweise geprüft, wer ein guter Jurist ist und praktisch arbeiten kann, ist vollkommen naiv. Die Korrektoren sind an keine Maßstäbe gebunden, was dem einen 10 Punkte wert ist, bekommt beim nächsten 5. Das ist beim ersten schon problematisch, aber dort korrigieren zumindest viele Professoren, deren Job es ist Klausuren zu korrigieren und zu erstellen und mindermeinungen als vertretbar zu erkennen. Anders beim zweiten Examen, wo der Rechtsanwalt xy aus dem Dorf Z, selbst ein Examen im niedrigen befriedigend, korrigiert.
Noch größer wird die Willkür dann in der mündlichen. Spätestens dort ist jegliche Vergleichbarkeit dahin.
Ich versteh Deine Punkte allesamt, und ich verstehe auch, dass man sich manchmal einfach auskotzen muss.
Was ich dagegen nicht verstehe: Wie man das Maul so weit aufreißen kann „Ich kann die fragerei auch gleich beenden: es liegt daran, dass...“ ohne auch nur einen einzigen konstruktiven Vorschlag in die Diskussion einzubringen, wie man das alles besser machen könnte, denn Ausbildung ohne irgendeine Prüfung würde das Problem genauso wenig lösen wie ein Prüfer korrigiert alle 200-300 Klausuren oder dieselbe Kommission prüft alle Kandidaten eines Termins, oder noch besser einer ganzen Jahres. Wenn Du schon die Wahrheit mit Löffeln gefressen hast, dann teile sie doch bitte mit der restlichen Welt.
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