11.09.2026, 16:26
(11.09.2026, 14:41)Homer S. schrieb:(11.09.2026, 12:26)hmcounsel schrieb: Hallo,
ich bin schon seit Jahren stille Mitleserin hier im Forum. Jetzt bin ich dringend auf der Suche nach (schnellem) Rat für eine eigene Situation und wollte hier nach etwas Hilfe bitten. Die Entscheidung muss letztendlich natürlich ich selbst treffen, aber ich würde trotzdem gerne lesen, was mir erfahrenere Forumsmitglieder zu sagen haben.
Folgendes: ich habe dieses Jahr mit mäßigen Noten mein zweites Examen bestanden und befinde mich derzeit auf Jobsuche. Mir wird eine Position in einer kleineren Rechtsabteilung eines Unternehmens in Aussicht gestellt, bei der das Gehalt (58.000) etwas unter meinem persönlichen Minimum liegt. Das ist jetzt auch kein Beinbruch im Großen und Ganzen und für die Region selbst anscheinend auch noch im Durchschnitt. Die Lage ist auch ganz nett, insbesondere da im Umkreis vielversprechende Großstädte liegen. Und das Team ist ebenfalls super, die Chemie hat vorerst einmal gepasst. Kniffliger wird es hier: die Stelle ist befristet, da ich in Abwesenheit einer Kollegin einsteigen soll; vorerst für ein Jahr, intern werden zwei Jahre in Aussicht gestellt. Keine Garantie aber, da sich die Situation jederzeit ändern könnte. Ich hatte mich auf die Stelle beworben, weil sie beruflich sehr spannend klang und Vieles von dem abdeckt, das ich persönlich interessant und karrieremäßig vielversprechend finde (re: Berufserfahrung). Nachteil wäre, dass wir (als Familie) umziehen müssten. Ob sich das dann selbst für ein “Sprungbrett” mit etwas geringerem Gehalt lohnt, ist, was mich derzeit verwirrt. Da es schnell losgehen wird, erwarten sie natürlich auch eine schnelle Antwort.
Hinzu kommt, dass ich am Ende des Monats ein Vorstellungsgespräch für eine Position im ÖD habe, die definitiv - Gehalt und Stabilität - attraktiver wäre. Die Lage ist es nicht ganz so (im Vergleich zum obigen Angebot) und natürlich ist es nur ein erstes Vorstellungsgespräch und kein konkretes Angebot. Ich kann auch nicht mein Vorstellungsgespräch hier abwarten, bevor ich bei der anderen Stelle ab- oder zusage.
Das Risiko wäre also, am Ende mit gar nichts dazustehen und noch länger nach einem Job zu suchen.
Falls mir hier jemand eine schnelle Einschätzung geben könnte, was er/sie in dieser Situation tun würde, wäre ich sehr dankbar :)
LG
Würde es ebenfalls annehmen und dann ggf. bei einer Zusage in den ÖD wechseln.
Wenn du eine lange Kündigungsfrist bzw. Befristung hast, ist das nicht dein Problem. Würde ich nur vorher nicht zu laut kommunizieren.
Bei uns, Finanzverwaltung NRW, ginge das ziemlich sicher.
Ansonsten wirst du mit kommunisuiertem Wechselwunsch auch aus einer befristeten Anstellung wechseln können.
Ansonsten kannst du doch auch etwas höher pokern, die brauchen schnell jemanden, ggf. mehr Gehalt möglich, Zuschuss zum Umzug, mehr HO und erstmal nicht umziehen...
Auch dir ein herzliches Dankeschön für die Einschätzung! :)
Re: Pokern. Mit dem jetzigen Gehalt sind sie mir schon etwas entgegen gekommen (vorher hatten sie tiefer angesetzt) und es gibt unter bestimmten Voraussetzungen auch Boni. Mehr konnte ich dann leider nicht herausholen. Und die HO Regelung ist für alle Arbeitnehmer im Unternehmen so fix geregelt, daran kann sich auch nichts ändern.
LG
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