Vor 11 Stunden
Also, ich kenne nun beides.
Ich habe in beiden Examina Vollgas gegeben. Die Sommersemesterferien habe ich Vollgas gegeben, um gleich zwei Hausarbeiten durchzuziehen. Ich war im 5ten Semester scheinfrei, habe nach dem 8ten Erstes StEx geschrieben (knappes VB) und im Termin darauf aus Eitelkeit verbessert. Im Anschluss habe ich direkt promoviert, 3 Tage in einer GK, 3 Tage durchgängig ganztags Diss geschrieben und Sonntags frei - ich war nach knapp 2 Jahren mit der Diss durch. Hier bin ich nahtlos nach Einreichung der Diss in den LLM. Ich bin nach dem LLM direkt ins Ref, habe auch hier Vollgas mit einem Nebenjob in einer GK gegeben und auch hier im Erstversuch ein knappes VB gehabt und im Folgetermin verbessert. Mit 29 war ich fertig mit allem, mit 30 hatte ich meinen Job in einer Top-GK.
Was hat es mir jetzt gebracht? Ich habe die Sommer mit Anfang 20 nicht genossen. Ich war nicht reisen. Ich habe meine 20er durchgängig Vollgas gegeben, war immer unter Stress. Ich will mich nicht beschweren, ich habe es freiwillig so gemacht, weil ich dachte, so gehört es sich. Nun mit Doppel-VB/Diss/LLM und Top-GK-Stelle kriege ich das aber nicht zurück. Ich bekomme die Freiheiten der 20er mit keinem Geld/Prestige der Welt zurück. Irgendwann ist man "zu weit", um sich auszuprobieren. Nur meinen LLM zähle ich als Ausnahme, das war unfassbar spannend und aufregend.
Im Nachhinein würde ich einen Mittelweg gehen. "Hustlen" ist wichtig, aber zu wissen, dass man nur ein mal in seinen 20ern ist, nur ein mal die Mischung aus Jugend/Freiheit und Energie hat - und das in einem ausgeglichenen Verhältnis nutzt. Ich hätte auch 1-2 Semester länger brauchen können. 8P wären im Zweiten auch noch toll gewesen. Die Diss hätte auch ein magna statt ein summa sein dürfen und auch einige Monate länger brauchen dürfen. Dennoch ist es wichtig sich Mühe zu geben, zu wissen, was man braucht und vor allem zu erörtern, was einem wirklich glücklich macht. Der GK-Job ist es bei mir nicht. 9-22 Uhr, danach spätes Abendessen und schlafen - repeat. WEs nutzt man, um aufzuräumen, einzukaufen, mal was zu unternehmen. Mehr sind WEs eh nicht mehr. Das muss man wollen, ob die 7,4K netto das dann Wert sind, weiß ich nicht. Deswegen will ich auch in eine Top-Boutique wechseln, wo fachliche Exzellenz, gutes Gehalt, Aufstiegschancen und WL-Balance in einem aus meiner Sicht besserem Verhältnis stehen. Das alles kann man aber komplett anders sehen - es gibt kein Richtig oder Falsch, wichtig ist nur, es zu machen, weil man es wirklich will, nicht, weil es einem so suggeriert wird.
Ich habe in beiden Examina Vollgas gegeben. Die Sommersemesterferien habe ich Vollgas gegeben, um gleich zwei Hausarbeiten durchzuziehen. Ich war im 5ten Semester scheinfrei, habe nach dem 8ten Erstes StEx geschrieben (knappes VB) und im Termin darauf aus Eitelkeit verbessert. Im Anschluss habe ich direkt promoviert, 3 Tage in einer GK, 3 Tage durchgängig ganztags Diss geschrieben und Sonntags frei - ich war nach knapp 2 Jahren mit der Diss durch. Hier bin ich nahtlos nach Einreichung der Diss in den LLM. Ich bin nach dem LLM direkt ins Ref, habe auch hier Vollgas mit einem Nebenjob in einer GK gegeben und auch hier im Erstversuch ein knappes VB gehabt und im Folgetermin verbessert. Mit 29 war ich fertig mit allem, mit 30 hatte ich meinen Job in einer Top-GK.
Was hat es mir jetzt gebracht? Ich habe die Sommer mit Anfang 20 nicht genossen. Ich war nicht reisen. Ich habe meine 20er durchgängig Vollgas gegeben, war immer unter Stress. Ich will mich nicht beschweren, ich habe es freiwillig so gemacht, weil ich dachte, so gehört es sich. Nun mit Doppel-VB/Diss/LLM und Top-GK-Stelle kriege ich das aber nicht zurück. Ich bekomme die Freiheiten der 20er mit keinem Geld/Prestige der Welt zurück. Irgendwann ist man "zu weit", um sich auszuprobieren. Nur meinen LLM zähle ich als Ausnahme, das war unfassbar spannend und aufregend.
Im Nachhinein würde ich einen Mittelweg gehen. "Hustlen" ist wichtig, aber zu wissen, dass man nur ein mal in seinen 20ern ist, nur ein mal die Mischung aus Jugend/Freiheit und Energie hat - und das in einem ausgeglichenen Verhältnis nutzt. Ich hätte auch 1-2 Semester länger brauchen können. 8P wären im Zweiten auch noch toll gewesen. Die Diss hätte auch ein magna statt ein summa sein dürfen und auch einige Monate länger brauchen dürfen. Dennoch ist es wichtig sich Mühe zu geben, zu wissen, was man braucht und vor allem zu erörtern, was einem wirklich glücklich macht. Der GK-Job ist es bei mir nicht. 9-22 Uhr, danach spätes Abendessen und schlafen - repeat. WEs nutzt man, um aufzuräumen, einzukaufen, mal was zu unternehmen. Mehr sind WEs eh nicht mehr. Das muss man wollen, ob die 7,4K netto das dann Wert sind, weiß ich nicht. Deswegen will ich auch in eine Top-Boutique wechseln, wo fachliche Exzellenz, gutes Gehalt, Aufstiegschancen und WL-Balance in einem aus meiner Sicht besserem Verhältnis stehen. Das alles kann man aber komplett anders sehen - es gibt kein Richtig oder Falsch, wichtig ist nur, es zu machen, weil man es wirklich will, nicht, weil es einem so suggeriert wird.
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Enjoy your 20s vs Grinding - von EinJurist - 28.01.2026, 20:14
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RE: Enjoy your 20s vs Grinding - von Bln2024 - Vor 11 Stunden


