25.11.2025, 00:34
Gab hier ja schon ein paar Reaktionen à la „lebe deinen Traum“ und „niemals, Du Narr“.
Ich würde mir die Frage stellen, welchen Beruf Du ausüben möchtest. So präzise wie möglich (zB Verteidigung von Versicherungen bei Inanspruchnahme als angestellter Jurist bei xyz ). Und weil man im Zweifel nicht weiß, wie der Beruf dann wirklich ist, da dann nochmal nachforschen. Also klären, ob man da nur Vorurteile im Kopf, klären wie der Alltag eines entsprechenden Berufsträgers ist und den schönen und nicht so schönen Umständen.
In dem Ausgangsbeitrag ist davon die Rede, dass der aktuelle Job nicht erfüllend ist. Dann ist davon die Rede, dass Jurastudium spannend klingt und Kindheitstraum ist. Was mir dazu einfällt: das Jurastudium mag spannender sein als der jetzige Job. Ich glaube sogar daran, auch wenn ich über den jetzigen Job wenig weiß. Ich fand studieren auch spannend. Nur wird das Studium irgendwann vorbei sein. Worauf ich hinaus möchte: auch viele Juristen finden ihren Job nicht erfüllend und hatten in der Kindheit andere (unerfüllte) Träume. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du einen Juristenjob ebensowenig erfüllend fändest ist hoch. Hängt natürlich vom jeweiligen Job und deiner Persönlichkeit in zehn Jahren ab. Aber die eigentliche Frage ist doch, welcher (juristische) Beruf erscheint dir derzeit erfüllender für dich zu sein als der aktuell ausgeübte Beruf.
ein guter Freund von mir ist erfolgreicher Ingenieur bei nem großen Konzern. Der meinte mal zu mir, für manche wäre mein Job ein Traum. Fürstliches Salär, adrett gekleidete und attraktive Menschen, tolle Büros im Wolkenkratzer, Verhandlungen bis tief in die Nacht für Projekte von BlackRock & Co. Was er nicht sieht? Alle negativen Seiten. Es ist eim bisschen so als würde ich zu nem Lehrer sagen „oh du arbeitest mit Kindern, ich finde Kinder faszinierend, dein Job wäre für mich ein Traum“. Dem Lehrer fallen dann Dinge ein, die nicht traumhaft sind. 35 Kinder, die in 40 verschiedenen Sprachen gleichzeitig laut schreien usw. Und Lehrer ist ein Job, bei dem jeder noch vergleichsweise realistische Vorstellungen hat. Bei juristischen Berufen ist das mit den realistischen Vorstellungen seltener der Fall. Der juristisch zu händelnde Fall ist oft genauso spannend wie die Bedienungsanleitung von einer Playstation 3. Die Bedienungsanleitung sollst Du um 22 Uhr lesen und mit den Bedienungsanleitungen von allen anderen Modellen vergleichen und nach 2 Minuten will ein Chef mit dem Charme von Friedrich Merz deine Ergebnisse.
Aber, wenn Du Bock drauf hast, studiere gerne Jura. Den Tipp mit Patentanwalt finde ich ziemlich gut. In die Richtung würde ich mal recherchieren.
Ich würde mir die Frage stellen, welchen Beruf Du ausüben möchtest. So präzise wie möglich (zB Verteidigung von Versicherungen bei Inanspruchnahme als angestellter Jurist bei xyz ). Und weil man im Zweifel nicht weiß, wie der Beruf dann wirklich ist, da dann nochmal nachforschen. Also klären, ob man da nur Vorurteile im Kopf, klären wie der Alltag eines entsprechenden Berufsträgers ist und den schönen und nicht so schönen Umständen.
In dem Ausgangsbeitrag ist davon die Rede, dass der aktuelle Job nicht erfüllend ist. Dann ist davon die Rede, dass Jurastudium spannend klingt und Kindheitstraum ist. Was mir dazu einfällt: das Jurastudium mag spannender sein als der jetzige Job. Ich glaube sogar daran, auch wenn ich über den jetzigen Job wenig weiß. Ich fand studieren auch spannend. Nur wird das Studium irgendwann vorbei sein. Worauf ich hinaus möchte: auch viele Juristen finden ihren Job nicht erfüllend und hatten in der Kindheit andere (unerfüllte) Träume. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du einen Juristenjob ebensowenig erfüllend fändest ist hoch. Hängt natürlich vom jeweiligen Job und deiner Persönlichkeit in zehn Jahren ab. Aber die eigentliche Frage ist doch, welcher (juristische) Beruf erscheint dir derzeit erfüllender für dich zu sein als der aktuell ausgeübte Beruf.
ein guter Freund von mir ist erfolgreicher Ingenieur bei nem großen Konzern. Der meinte mal zu mir, für manche wäre mein Job ein Traum. Fürstliches Salär, adrett gekleidete und attraktive Menschen, tolle Büros im Wolkenkratzer, Verhandlungen bis tief in die Nacht für Projekte von BlackRock & Co. Was er nicht sieht? Alle negativen Seiten. Es ist eim bisschen so als würde ich zu nem Lehrer sagen „oh du arbeitest mit Kindern, ich finde Kinder faszinierend, dein Job wäre für mich ein Traum“. Dem Lehrer fallen dann Dinge ein, die nicht traumhaft sind. 35 Kinder, die in 40 verschiedenen Sprachen gleichzeitig laut schreien usw. Und Lehrer ist ein Job, bei dem jeder noch vergleichsweise realistische Vorstellungen hat. Bei juristischen Berufen ist das mit den realistischen Vorstellungen seltener der Fall. Der juristisch zu händelnde Fall ist oft genauso spannend wie die Bedienungsanleitung von einer Playstation 3. Die Bedienungsanleitung sollst Du um 22 Uhr lesen und mit den Bedienungsanleitungen von allen anderen Modellen vergleichen und nach 2 Minuten will ein Chef mit dem Charme von Friedrich Merz deine Ergebnisse.
Aber, wenn Du Bock drauf hast, studiere gerne Jura. Den Tipp mit Patentanwalt finde ich ziemlich gut. In die Richtung würde ich mal recherchieren.
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Mit 25 noch Jura anfangen? - von ST27922 - 22.11.2025, 11:16
RE: Mit 25 noch Jura anfangen? - von Praktiker - 22.11.2025, 13:08
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