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Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst?
Chill3r
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Themen: 3
Registriert seit: Jul 2022
#6
07.02.2023, 20:01
(07.02.2023, 17:41)MrJudgeBW schrieb:  Ich gehe davon aus, dass das Pensionsniveau des öffentlichen Dienstes in den nächsten 30 Jahren erheblich zusammenschrumpfen wird. Ungeachtet der Besonderheiten der Beamtenpensionen im Vergleich zur Rente, vermute ich sehr stark, dass sich die rund 71% Pensionsniveau im Vergleich zum immer weiter absinkenden Rentenniveau ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr vermitteln lassen. Das BVerfG hat zwar hinsichtlich der Beamtenversorgung einige "Pflöcke" eingeschlagen, aber auch daran kann und wird man drehen. Vermutlich wird (auch) die Pension irgendwann zu einer Grundsicherung verkommen. Davon gehe ich schon alleine deswegen aus, da in den nächsten Jahrzehnten zahlreiche Kostenlawinen auf Deutschland zukommen, die - jedenfalls meiner Meinung nach - durch unsere woke grün-linken Politik noch verschärft wurden und sich inzwischen leider kaum noch strukturell beseitigen lassen (missratene Energie- und Migrationspolitik, Klimahysterie, Deutschland als "Zahlmeister" der halben Welt, unterfinanziertes Gesundheitssystem, Abwanderungstrend der Industrie, etc.). Angesichts der vielen Krisenherde, bei denen man sich zum Mitmischen verpflichtet fühlt und der m.E. oftmals verantwortungslosen Haushaltspolitik wird die Verschuldung von Bund, Ländern und Kommunen immer weiter anwachsen. Da die Besoldung und Versorgung vornehmlich von der Ländern als Dienstherren geleistet werden und die Personalkosten - je nach Bundesland - teilweise über 40 Prozent liegen, braucht man nicht viel Fantasie, wo man perspektivisch den Rotstift ansetzen könnte. Vielleicht kommt es auch alles anders, aber ich bin derzeit eher pessimistisch und würde jedenfalls alleine mit Blick auf die Pension keinen Jobwechsel vollziehen.


Wie sooft ist es hilfreich, sich selbst um alles zu kümmern (Stichwort: private Vorsorge).


Etwas off topic und rechtlicher Natur. Meinst du eine Rückwirkung wäre hier zulässig?
Also ich wollte mir demnächst mal Gedanken dazu machen, inwieweit die Pension für Bestandsbeamte geändert werden kann.

Grundsätzlich ist mein Gefühl: zulässig.

Aber: man gibt sich als Beamter ja schon mit einem vergleichsweise sehr geringen Netto-Gehalt zufrieden.
In meiner persönlichen Rechnung ist die Pension auf der "Pro-Seite" der Argumente für den ÖD schon ein gewichtiges.
Würde man diese streichen, würde ich wechseln (außer man würde das Bruttogehalt entsprechend anpassen).
Eine Nachversicherung würde aber anhand des - sehr geringen - Brutto Gehaltes erfolgen... also iE trifft man auch schon jetzt Dispositionen im Hinblick auf den Bestand der Pension...

Daher wie gesagt, vom Grundgefühl, nicht abgeschlossener LebensSV, in den ändernd eingegriffen wird = unechte Rückwirkung = grds zulässig...?!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.02.2023, 20:01 von Chill3r.)
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Nachrichten in diesem Thema
Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von Bärlina - 05.02.2023, 10:45
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von Patenter Gast - 05.02.2023, 11:08
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von juraistschön - 05.02.2023, 15:05
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von Egal_ - 05.02.2023, 15:55
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von MrJudgeBW - 07.02.2023, 17:41
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von Chill3r - 07.02.2023, 20:01
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von Patenter Gast - 07.02.2023, 20:17
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von Chill3r - 07.02.2023, 21:13
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von Patenter Gast - 08.02.2023, 10:10
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von ALTER MANN - 08.02.2023, 12:51
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von MrJudgeBW - 08.02.2023, 10:09
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von ZW333 - 08.02.2023, 09:08
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von ALTER MANN - 08.02.2023, 09:59


 

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