24.06.2022, 07:51
(24.06.2022, 07:19)DMOWMYH schrieb:(23.06.2022, 22:23)Steuer schrieb:(23.06.2022, 21:48)Egal schrieb: Ach Mist, ich habe dich glaube ich falsch verstanden. Dir geht es um die notwendige Praxiszeit, richtig? Auch die erwirbst du am einfachsten in einer interdisziplinären Kanzlei. So wäre es jedenfalls üblich.Vielen vielen Dank für die Erklärung! Meine Situation ist so, ich kann oder möchte meine jetzige Kanzlei nicht verlassen, bevor ich die Prüfung (Steuerberater) bestanden habe. Die Kanzlei, bei der ich jetzt arbeitet, hat keinen Steuerberater. Als RA kann ich auch nicht gleichzeitig bei 2 Kanzleien arbeiten. Daher bleibt nur die Möglichkeit, 50% bei einem Steuerberater zu arbeiten, quasi die notwendige Praxiszeit zu sammeln. Meine Frage ist also, ob ich überhaupt einen Steuerberater finden kann, der mich anstellt? Ich bin jetzt in FFM. Ich habe Steuerrecht in der Uni zwar nicht als Schwerpunkt, aber ähnliches.
Nochmals besten Dank!
Also wenn du jetzt kein Steuerrecht machst und Steuerrecht nicht in der Uni hattest und nur teilweise nebenbei bei einem StB arbeiten möchtest, um die Voraussetzungen für die Zulassung zu erfüllen, hört sich das für mich nicht nach einem potentiell funktionierenden Plan an.
1. Du wirst on the Job zu wenig lernen, um die Prüfung zu bestehen
2. Wo willst du dann anfangen (wo du denn StB brauchst?), in deinem CV ist ja dann kein richtiger Fokus auf dem Steuerrecht. Nebenher bei irgendeinem StB zu arbeiten und Erklärungen und Einsprüche von natürlichen Personen zu bearbeiten, ist - glaube ich - nicht sehr gefragt.
Das sehe ich leider auch so. Die Leute fallen reihenweise durch die Prüfung
auch dann wenn sie schon jahrelang im Steuerrecht arbeiten.
Ich hatte selber das Problem, dass ich zwar in einer WP-Gesellschaft arbeite und zwar immer mal wieder was im SteuerR mache, aber eben nicht intensiv genug, damit ich den richtigen Einstieg finde. Ich habe dann versucht, mit Lehrbüchern selbst zu lernen, aber ohne direkten Praxisbezug ist Steuerrecht tatsächlich sehr trocken und für mich schlecht zu lernen. 5000 Euro plus 2000 Euro für den Vorkurs ausgeben ohne zu wissen, ob ich das zeitlich auf die Reihe bekomme, wollte ich damals jedoch auch nicht. Vielleicht geht es dir anders, aber wenn du direkt drin steckst und mit den Themen die du lernst, praktisch in Berührung kommst, lernt es sich mit Sicherheit einfacher.
Und dann ist es in der Tat die Frage, was du mit dem StB anstellen willst. Deine Kanzlei ist nicht im Steuerrecht tätig, also musst du über kurz oder lang sowieso kündigen.
Teilzeit bei einem StB? - Einfache Steuererklärungen werden von den Steuerfachangestellten vorbereitet und von den Steuerberatern nur noch überprüft. Ich glaube nicht, dass du das ewig machen möchtest. Die wirklich interessanten Fragen, bei der deine Qualifikation als RA ebenfalls gefragt ist, bearbeitest du nicht beim kleinen StB um die Ecke.
Die Kombination von RA und StB ist eine sehr gefragte Qualifikation und dir stehen alle Türen offen. Du musst hinterher also definitiv keine Sorge haben, dass du nirgendwo unterkommst. Der klassische Weg, wie RAe an den StB kommen, führt tatsächlich über eine interdisziplinäre Kanzlei. Im Alleingang ist es schwierig.
Vielleicht versuchst du es auf deinem Weg. Wenn du aber merkst, das wird so nichts, würde ich wechseln.
Nachrichten in diesem Thema
Steuerberater neben RA - von Steuer - 23.06.2022, 09:49
RE: Steuerberater neben RA - von Egal_ - 23.06.2022, 21:22
RE: Steuerberater neben RA - von Egal_ - 23.06.2022, 21:28
RE: Steuerberater neben RA - von Egal_ - 23.06.2022, 21:48
RE: Steuerberater neben RA - von Steuer - 23.06.2022, 22:23
RE: Steuerberater neben RA - von DMOWMYH - 24.06.2022, 07:19
RE: Steuerberater neben RA - von Egal_ - 24.06.2022, 07:51
RE: Steuerberater neben RA - von Gast - 24.06.2022, 12:31
RE: Steuerberater neben RA - von Egal_ - 24.06.2022, 13:36
RE: Steuerberater neben RA - von Freidenkender - 28.06.2022, 16:14










