11.05.2022, 18:20
(11.05.2022, 17:30)Die Spitze der Sozialkompetenz schrieb:(11.05.2022, 17:12)Gast schrieb:(11.05.2022, 16:41)Die Spitze der Sozialkompetenz schrieb:(11.05.2022, 16:37)Gast schrieb:(11.05.2022, 15:16)Gast schrieb: Vielleicht einfach mal ganz konkrete Angaben zu Gehalt und Wochenarbeitszeit machen? Dann können die Interessierten selbst sehen, ob es für sie ein guter Deal ist (ob man zB lieber 80k € bei 45 h/Woche nimmt als 120k bei 55h/Woche).
Wenn wir das machen, nölen alle wieder rum, dass sie woanders doch für "ein wenig mehr Arbeit" viel mehr Geld bekommen. Übersehen aber, dass sie bei uns am Anfang keinen Billing Druck haben und wir auch fein sind, wenn sie nur 100k Umsatz im ersten Jahr machen, wir sie dafür aber vernünftig ausgebildet bekommen. Während sie in der GK am Ende jeden BS Job machen müssen, um ihre 500k Umsatz irgendwie zu schaffen. So etwas erzählen wir auch gerne detailliert im VG, nur die Einsteiger bewerben sich oftmals gar nicht erst.
Hintenraus, mit ein paar Jahren BE verdienen sie bei uns dann auch sehr gut und als Partner haben sie alle Entscheidungsfreiheiten, ohne dass ihnen von New York oder London reingeredet (oder Umsatzvorgaben) gemacht werden. Das wäre dann aber doch alles etwas lang für eine Stellenanzeige... die Partnerperspektive steht aber drin.
Dann werbt doch genau damit?
Je weniger man sich als Berufsanfänger um sowas Sorgen machen muss, desto besser.
Das muss ja nicht alles in die konkrete Stellenanzeige, aber im allgemeinen Kanzleiprofil kann man doch damit werben.
Tun zig Kanzleien genauso.
Schreiben wir doch. Da steht, dass es uns wichtig ist, dass wir unsere Neueinsteiger intensiv ausbilden und dass wir auch Leute später zu Partnern ernennen bzw. dass das Ziel ist...
Wie detailliert habt ihr das genau beschrieben?
Die hier zitierte Beschreibung klingt einfach nur floskelhaft und nichtssagend, das kann man in der Art auf fast jeder Kanzleihomepage lesen.
Wie sieht denn die Ausbildung aus? Mitarbeit am Mandat, eigenständige Bearbeitung des Mandats mit Rückmeldung vom Partner, interne Fortbildungen etc.?
Gibt es einen festen Partnertrack oder ist die Kanzlei da lockerer? Wenn letzteres, dann kann man das ja ebenfalls verdeutlichen und hier zumindest die soften Faktoren benennen.
Eine detaillierte Beschreibung der Ausbildung und des möglichen Karrierewegs würde mich als Bewerber immer hellhörig machen, nebulöse und floskelhafte Aussagen schrecken mich eher ab, da würde ich als Bewerber lieber in die GK buckeln gehen und weiß dafür, was mich erwartet.
Sowas gibt's dann auch gerne im Bewerbungsgespräch aber vielleicht können wir noch etwas ergänzen bei der Stellenausschreibung. Es gibt keinen festen Partnertrack, es kommt vielmehr darauf an, wann jemand bereit dazu ist. Das kann schneller gehen oder länger dauern. Auch bei der Ausbildung, es ist "einfach" eine intensive Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern, die dich an Fällen mitarbeiten lassen, die für deine Ausbildung sinnvoll sind. Nicht weil man darauf gut abrechnen kann oder weil da gerade viele BS Aufgaben warten.
Zur Sache floskelhaft... man kann halt sehen, dass bei uns immer wieder Eigengewächse zu Partnern ernannt werden und wir so gut wie keine Abgänge haben. Anders als in den GKs. Wenn ich in meinen alten GK Jahrgang schaue, sind inzwischen 90% nicht mehr dort. Der spätere Verdienst ist gut, hängt aber wieder von der eigenen Leistung ab. Als angestellter Anwalt mit Berufserfahrung kann es sich auf MC GK Niveau bewegen, also Partner ist man im mittleren sechsstelligen Bereich unterwegs.
Ich find es eben schade, dass sich viele Berufseinsteiger lieber bei fünf generischen GKs bewerben statt auch mal das Gespräch mit einer Boutique in dem Bereich zu suchen. Wenn einer am Ende sagt, er will lieber erstmal richtig viel Kohle verdienen, das ist ok. Nur lerne ich regelmäßig Associates aus GKs kennen, die sich über fehlende Perspektive und WLB beschweren und ich mir dann denke, dass sie genau das bei uns bekommen hätten.
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Nachwuchssorgen Arbeitgeber - von Provinzanwalt - 10.05.2022, 18:40
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