23.02.2022, 13:32
(23.02.2022, 10:53)Egal schrieb:(22.02.2022, 23:45)GAST134 schrieb:(22.02.2022, 19:03)Egal schrieb: Wenn du denkst dass Anwalt diesmal der richtige Job ist, dann mache es. Wenn du ein paar Jahre als Anwältin gearbeitet hast, interessiert es keinen mehr, was am Anfang war.
Wenn du aber wieder nach ein paar Monaten hinschmeißt, kommt das tatsächlich negativ rüber. Daher frage dich, ob das wirklich willst.
Ich bin angestellte Anwältin mit 8 Jahren Berufserfahrung und arbeite meine 40 +/- Stunden in einer mittelständischen WP-Gesellschaft. Gleitzeit, Wochenenden frei und wenn ich 16 Uhr Feierabend mache, schaut mich niemand komisch an. Dafür gibt es natürlich keine 120k, die hier im Forum das vorrangige Ziel sind. Meine direkte Kollegin arbeitet übrigens Teilzeit - ganz normal in meinem Umfeld außerhalb der GK-Blase.
Was verdienst du? Hier werden ja immer nur GK Gehälter thematisiert. Daher interessiert es mich. Möchte auch eher in einer mittelständischen Kanzlei nach dem ref arbeiten.
Ein Gehalt, für das die meisten hier anscheinend nicht einmal aufstehen würden. Knapp 55k mittlerweile mit meiner Berufserfahrung und Fachanwalt. 1xb, 1xa, schlecht bezahlt eingestiegen beim Einzelanwalt, hochbeworben und den jetzt anstehenden Wechsel habe ich bei 70k angepeilt.
Das sind normale Akademiker-Gehälter außerhalb der hier vorherrschenden Juristen-Arroganz. Durch meine Arbeit habe ich Einsicht in die Gehälter. Ingenieure mit einigen Jahren Berufserfahrung liegen z.B. zwischen 60-90 tsd Euro je nach Branche und Arbeitszeit. Kommt halt alles auf die Lebenseinstellung und WLB an. Mein Mann hat tarifliche 35h als Vollzeit und verdient seine knapp 70k im Jahr mit ein paar Jahren Berufserfahrung als Ingenieur. Er will sich bewusst nicht totarbeiten. Wir sind aber auch keine 27 mehr, sondern Mitte/Ende 30 und Anfang 40 und haben Kinder. Mit Mitte 20 hatte ich auch noch andere Ansichten.
Bei YouTube gibt es vom Fernsehsender BR die Reihe "Lohnt sich das?" Wäre für einige hier sicher interessant um mal einen Blick in die reale Welt da draußen zu bekommen.
Zunächst mal prima, wenn du damit zufrieden bist. Dennoch sollten sich die Berufseinsteiger dadurch auch nicht entmutigen lassen. Ich hatte zum Einstieg (also nicht nach 8 !! Jahren BE) in einer KK/MK (je nach Definition) gleiche Arbeitsbedingungen für mehr Grundgehalt plus Umsatzbeteiligung.
Ich bin völlig bei dir, dass die Gehaltsvorstellungen unter Juristen tendenziell nach oben verzerrt sind. Aber dass "knapp 55k" mit 8 Jahren Berufserfahrung ein normales Akademikergehalt ist, deckt sich nicht mit meiner Beobachtung und ist im Zweifel auch egal, wenn man vielleicht mehr als "normal" will. Das Geld kann man ohne weiteres mit vergleichbar langer Berufserfahrung auch ohne Abi und Studium verdienen. Insofern muss nach meinem Dafürhalten mehr rumkommen, es sei denn, man macht den Job aus bloßem Spaß an der Arbeit.
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Verzweifelt - von Juristin2021 - 22.02.2022, 17:03
RE: Verzweifelt - von prädikot - 22.02.2022, 17:07
RE: Verzweifelt - von Gast - 22.02.2022, 17:32
RE: Verzweifelt - von Gast_123456789 - 22.02.2022, 17:55
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RE: Verzweifelt - von GAST134 - 22.02.2022, 23:45
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