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1 2 »
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Auswirkungen Corona auf Examen(svorbereitung)
GastBW
Unregistered
 
#1
09.11.2020, 13:03
Hallo,

angesichts der anstehenden Dezemberklausuren würden mich eure Erfahrungen mit der Vorbereitung während der Coronazeit interessieren? 

Habt ihr den Eindruck, dass das für euch ein wesentlicher Zusatzstress ist oder eher nicht? Lernt ihr bzw. habt ihr eher zuhause oder in öffentlichen Bibliotheken gelernt? Glaubt ihr, dass sich Corona negativ auf eure Vorbereitungen ausgewirkt hat? Inwiefern hatte es bei euch Auswirkungen auf die Ausbildung am jeweiligen LG? Fanden AGs regulär statt oder ist viel ausgefallen?

Außerdem würde mich eure Erwartung an das Examen selbst interessieren? Denkt ihr, dass die LJPAs die Korrektoren zu mehr Milde anleiten werden, dass es gar einen Corona-Bonus geben wird? Oder eher im Gegenteil mit dem Argument, dass es zu Lockdown Zeiten weniger Ablenkung gibt und man entsprechend mehr Zeit ins Lernen stecken kann?
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Gast
Unregistered
 
#2
09.11.2020, 13:11
wer bist du und warum interessiert dich das
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Gast
Unregistered
 
#3
09.11.2020, 13:17
Mit zwei Kindern, Lockdown und Schließung der Schulen und Kitas sowie dem Homeschooling war die Examensvorbereitung der reinste Spaziergang. Gerne jederzeit wieder. Das wurde auch total nett bei den Klausurkorrekturen berücksichtigt; wir sind mit unseren Vornoten alles super happy.
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Gast
Unregistered
 
#4
09.11.2020, 13:34
Juni 2020: Die Pandemie war in ihrer Hochzeit; was passiert: Schwerster Examensdurchgang aller Zeiten. Durchfallquote um der Liste nach zu urteilen überdurchschnittlich hoch. Leute die so wie ich bestanden habe liegen im Ergebnis bei 4-5 Punkten. Habe danach den Glauben in die juristischen Prüfungsinstitutionen vollends verloren. Es liegt doch auf der Hand, dass eine weltweite Pandemie die zu diesem Zeitpunkt noch deutlich unberechenbarer war, etwas mit dir macht, wenn du nicht auf Ritalin und total soziophob bist. Ich für meinen Teil konnte nicht fokussiert und konzentriert lernen. Ich hatte Schiss was am nächsten Morgen passieren wird und was in den Nachrichten steht. Ich hatte Sorgen um Familienmitglieder, die z.B. Lungenkrebs haben. 

Aber wenn in einem Referendarforum unter Gleichgesinnten schon sowas von Null Verständnis aufgebracht wird für diese Situation, wenn man diese ganzen Mimimi-Wortkotzkommentare liest oder noch besser dieses verblendete verschwörungsgeneigte Gesülze a la freu dich doch das du mehr Zeit zum Lernen hattest (Wie bitte?), was will man dann eigentlich von den Prüfungsämtern erwarten .....
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Gast.
Unregistered
 
#5
09.11.2020, 13:55
(09.11.2020, 13:34)Gast schrieb:  Juni 2020: Die Pandemie war in ihrer Hochzeit; was passiert: Schwerster Examensdurchgang aller Zeiten. Durchfallquote um der Liste nach zu urteilen überdurchschnittlich hoch. Leute die so wie ich bestanden habe liegen im Ergebnis bei 4-5 Punkten. Habe danach den Glauben in die juristischen Prüfungsinstitutionen vollends verloren. Es liegt doch auf der Hand, dass eine weltweite Pandemie die zu diesem Zeitpunkt noch deutlich unberechenbarer war, etwas mit dir macht, wenn du nicht auf Ritalin und total soziophob bist. Ich für meinen Teil konnte nicht fokussiert und konzentriert lernen. Ich hatte Schiss was am nächsten Morgen passieren wird und was in den Nachrichten steht. Ich hatte Sorgen um Familienmitglieder, die z.B. Lungenkrebs haben. 

Aber wenn in einem Referendarforum unter Gleichgesinnten schon sowas von Null Verständnis aufgebracht wird für diese Situation, wenn man diese ganzen Mimimi-Wortkotzkommentare liest oder noch besser dieses verblendete verschwörungsgeneigte Gesülze a la freu dich doch das du mehr Zeit zum Lernen hattest (Wie bitte?), was will man dann eigentlich von den Prüfungsämtern erwarten .....

Ich will gar nicht in Abrede stellen, dass aufgrund der Corona-Situation erschwerte Bedingungen geherrscht haben, aber ob es der schwerste Examensdurchgang aller Zeiten war, wage ich mal zu bezweifeln. Und nein, ich bin keiner von der "mimimi-Fraktion", habe selbst vor kurzem Examen geschrieben
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Gast
Unregistered
 
#6
09.11.2020, 14:11
(09.11.2020, 13:55)Gast. schrieb:  
(09.11.2020, 13:34)Gast schrieb:  Juni 2020: Die Pandemie war in ihrer Hochzeit; was passiert: Schwerster Examensdurchgang aller Zeiten. Durchfallquote um der Liste nach zu urteilen überdurchschnittlich hoch. Leute die so wie ich bestanden habe liegen im Ergebnis bei 4-5 Punkten. Habe danach den Glauben in die juristischen Prüfungsinstitutionen vollends verloren. Es liegt doch auf der Hand, dass eine weltweite Pandemie die zu diesem Zeitpunkt noch deutlich unberechenbarer war, etwas mit dir macht, wenn du nicht auf Ritalin und total soziophob bist. Ich für meinen Teil konnte nicht fokussiert und konzentriert lernen. Ich hatte Schiss was am nächsten Morgen passieren wird und was in den Nachrichten steht. Ich hatte Sorgen um Familienmitglieder, die z.B. Lungenkrebs haben. 

Aber wenn in einem Referendarforum unter Gleichgesinnten schon sowas von Null Verständnis aufgebracht wird für diese Situation, wenn man diese ganzen Mimimi-Wortkotzkommentare liest oder noch besser dieses verblendete verschwörungsgeneigte Gesülze a la freu dich doch das du mehr Zeit zum Lernen hattest (Wie bitte?), was will man dann eigentlich von den Prüfungsämtern erwarten .....

Ich will gar nicht in Abrede stellen, dass aufgrund der Corona-Situation erschwerte Bedingungen geherrscht haben, aber ob es der schwerste Examensdurchgang aller Zeiten war, wage ich mal zu bezweifeln. Und nein, ich bin keiner von der "mimimi-Fraktion", habe selbst vor kurzem Examen geschrieben


Ok Punkt für dich. Habe wegen meiner Aufgebrachtheit kurz den Raum der Objektivität verlassen; zumal mir auch schlichtweg die Kompetenz fehlt um zu beurteilen, welcher Durchgang der schwierigste ist. Ich korrigiere mich: Er war sehr anspruchsvoll. Hier besteht aber objektiver Konsens.
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Gast
Unregistered
 
#7
09.11.2020, 14:33
Bundesland?
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Gast
Unregistered
 
#8
09.11.2020, 15:00
(09.11.2020, 13:11)Gast schrieb:  wer bist du und warum interessiert dich das



:D :D :D :D
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Gast
Unregistered
 
#9
09.11.2020, 15:38
(09.11.2020, 13:34)Gast schrieb:  Juni 2020: Die Pandemie war in ihrer Hochzeit; was passiert: Schwerster Examensdurchgang aller Zeiten. Durchfallquote um der Liste nach zu urteilen überdurchschnittlich hoch. Leute die so wie ich bestanden habe liegen im Ergebnis bei 4-5 Punkten. Habe danach den Glauben in die juristischen Prüfungsinstitutionen vollends verloren. Es liegt doch auf der Hand, dass eine weltweite Pandemie die zu diesem Zeitpunkt noch deutlich unberechenbarer war, etwas mit dir macht, wenn du nicht auf Ritalin und total soziophob bist. Ich für meinen Teil konnte nicht fokussiert und konzentriert lernen. Ich hatte Schiss was am nächsten Morgen passieren wird und was in den Nachrichten steht. Ich hatte Sorgen um Familienmitglieder, die z.B. Lungenkrebs haben. 

Aber wenn in einem Referendarforum unter Gleichgesinnten schon sowas von Null Verständnis aufgebracht wird für diese Situation, wenn man diese ganzen Mimimi-Wortkotzkommentare liest oder noch besser dieses verblendete verschwörungsgeneigte Gesülze a la freu dich doch das du mehr Zeit zum Lernen hattest (Wie bitte?), was will man dann eigentlich von den Prüfungsämtern erwarten .....

Also, im Juni war definitiv keine Corona-Hochphase verglichen mit Mitte März bis Mai oder jetzt. Und ein krankes Familienmitglied ist immer eine extreme Belastung, das hat mit Corona nichts zu tun. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie das ist, ich will Deine Sorgen wirklich nicht kleinreden. Ansonsten sind bei einem Großteil der Prüflinge bzw. der Leute, die hier sonst schreiben, die Eltern schon altersmäßig im Bereich der Risikofälle, von irgendwelchen sonstigen Erkrankungen gar nicht zu reden. Diese Belastung habe ich jetzt auch, aber ich kann ja nicht Arbeitgeber etc. sagen, dass ich leider nur Mittelmaß liefere, weil ich mir Sorgen um meine vorerkrankten Eltern und meine vorerkrankten Paten, die tatsächlich sogar infiziert sind, mache. 

Was erwartest Du denn von Korrektoren? Klausuren sind immer auch etwas willkürlich in der Bewertung, weil es einfach kein multiple choice mit einer Antwort ist und Aufbau, Stil und Wortwahl als in anderen Fächern von großer Relevanz sind. Das kann man ja für Corona nicht aussetzen. Und man kann auch nicht die Ansage machen, dass aufgrund der Umstände keine Klausur unter 7 Punkte bewertet werden soll. Das müsste doch klar sein. Insoweit frage ich mich immer, was viele sich vorstellen,wie die Bewertung denn nun erfolgen soll.

Dass Zeugnisse auch einen gewissen Aussagegehalt haben müssen und sich nicht von den Umständen leiten lassen dürfen muss ebenso nachvollziehbar sein. Es wäre nicht nur gegenüber anderen Jahrgängen extrem unfair , wenn man völlig andere Maßstäbe anlegen würde, sondern tatsächlich würde der Aussagegehalt bzgl. der erbrachten Leistungen noch weiter sinken . Wenn jemand die Aufgabe 1+4=7 beantwortet, kann man ja auch nicht sagen, dass das aufgrund erschwerter Umstände noch befriedigend sein soll.

Und was Prüfungsämter machen sollen, erschließt sich mir auch nicht. Die vergeben die Noten nicht und der arme popelige Sachbearbeiter bekommt im Zweifel auch erst morgens die Ansage, dass jetzt was geändert wird, weil die Vorgesetzten rödeln und mit den  Ministerien in Abstimmung sind. Dafür kommen dann täglich x Anrufe von Prüflingen, denen die nur sagen können, dass sie selbst auch nichts wissen und man abwarten muss.
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Gast
Unregistered
 
#10
09.11.2020, 16:55
(09.11.2020, 15:52)Gast schrieb:  
(09.11.2020, 13:34)Gast schrieb:  Juni 2020: Die Pandemie war in ihrer Hochzeit; was passiert: Schwerster Examensdurchgang aller Zeiten. Durchfallquote um der Liste nach zu urteilen überdurchschnittlich hoch. Leute die so wie ich bestanden habe liegen im Ergebnis bei 4-5 Punkten. Habe danach den Glauben in die juristischen Prüfungsinstitutionen vollends verloren. Es liegt doch auf der Hand, dass eine weltweite Pandemie die zu diesem Zeitpunkt noch deutlich unberechenbarer war, etwas mit dir macht, wenn du nicht auf Ritalin und total soziophob bist. Ich für meinen Teil konnte nicht fokussiert und konzentriert lernen. Ich hatte Schiss was am nächsten Morgen passieren wird und was in den Nachrichten steht. Ich hatte Sorgen um Familienmitglieder, die z.B. Lungenkrebs haben. 

Aber wenn in einem Referendarforum unter Gleichgesinnten schon sowas von Null Verständnis aufgebracht wird für diese Situation, wenn man diese ganzen Mimimi-Wortkotzkommentare liest oder noch besser dieses verblendete verschwörungsgeneigte Gesülze a la freu dich doch das du mehr Zeit zum Lernen hattest (Wie bitte?), was will man dann eigentlich von den Prüfungsämtern erwarten .....

Also, im Juni war definitiv keine Corona-Hochphase verglichen mit Mitte März bis Mai oder jetzt. Und ein krankes Familienmitglied ist immer eine extreme Belastung, das hat mit Corona nichts zu tun. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie das ist, ich will Deine Sorgen wirklich nicht kleinreden. Ansonsten sind bei einem Großteil der Prüflinge bzw. der Leute, die hier sonst schreiben, die Eltern schon altersmäßig im Bereich der Risikofälle, von irgendwelchen sonstigen Erkrankungen gar nicht zu reden. Diese Belastung habe ich jetzt auch, aber ich kann ja nicht Arbeitgeber etc. sagen, dass ich leider nur Mittelmaß liefere, weil ich mir Sorgen um meine vorerkrankten Eltern und meine vorerkrankten Paten, die tatsächlich sogar infiziert sind, mache. 

Was erwartest Du denn von Korrektoren? Klausuren sind immer auch etwas willkürlich in der Bewertung, weil es einfach kein multiple choice mit einer Antwort ist und Aufbau, Stil und Wortwahl als in anderen Fächern von großer Relevanz sind. Das kann man ja für Corona nicht aussetzen. Und man kann auch nicht die Ansage machen, dass aufgrund der Umstände keine Klausur unter 7 Punkte bewertet werden soll. Das müsste doch klar sein. Insoweit frage ich mich immer, was viele sich vorstellen,wie die Bewertung denn nun erfolgen soll.

Dass Zeugnisse auch einen gewissen Aussagegehalt haben müssen und sich nicht von den Umständen leiten lassen dürfen muss ebenso nachvollziehbar sein. Es wäre nicht nur gegenüber anderen Jahrgängen extrem unfair , wenn man völlig andere Maßstäbe anlegen würde, sondern tatsächlich würde der Aussagegehalt bzgl. der erbrachten Leistungen noch weiter sinken . Wenn jemand die Aufgabe 1+4=7 beantwortet, kann man ja auch nicht sagen, dass das aufgrund erschwerter Umstände noch befriedigend sein soll.
Naja, es kommen jetzt halt schon noch ein ein paar Sachen dazu, die sonst nicht so sind und das Ganze meiner Meinung nach etwas schwieriger machen als normalerweise:

1. Die Bib-Schließungen und Ausfall der AGs (bzw. Online). Je nachdem, was für ein Lerntyp jemand ist, kann das schon wirklich ein Einschnitt sein. Wenn man sich über sechs Jahre angewöhnt hat, in der Bib zu lernen, stellt man das nicht mal eben um.

2. Die kurzfristige Schließung von Schulen/Kitas ist für Eltern natürlich eine besondere Herausforderung. Mit einem kleinen Kind zu Hause gescheit ein paar Stunden konzentriert zu lernen dürfte nahezu unmöglich sein.

3. Die von überall transportierte Angst vor diesem Virus kann - mal dahingestellt ob berechtigt oder nicht - durchaus Auswirkungen auf Menschen haben, die sich auch in dessen Leistungsvermögen wiederspiegelt. 

4. Die Ungewissheit über die Bedingungen, unter denen das eigene Examen stattfindet, macht es meines Erachtens auch schwieriger als vorher, sich auf diesen zusätzlichen Stress gezielt vorzubereiten.

Die Liste ließe sich bestimmt noch fortsetzen.

Was natürlich stimmt ist, dass die LJPAs jetzt nicht einfach sagen können: Niemand fällt durch und wer sonst sechs Punkte hatte kriegt jetzt neun. Das wäre in der Tat unfair gegenüber allen anderen Durchgängen, die ja auch nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig waren. Auch in den Durchgängen sind schließlich Leute mit hohen Erwartungen und guten vorherigen Leistungen regelmäßig "nur" bei 4-5 Punkten gelandet. Mir persönlich ist auch ein Fall bekannt, der nach einem "gut" im Ersten im Zweiten durchgefallen ist. Gibt es immer wieder, weswegen es auch schwierig ist festzustellen, ob die Leistungen des Einzelnen jetzt wegen Corona so schlecht ausgefallen sind oder aus anderen Gründen.

Ich würde es daher am fairsten finden, allen Leuten die irgendwie von Corona betroffen waren, sind oder sein werden, einen zusätzlichen, kostenlosen Verbesserungsversuch zuzugestehen. Also so dass alle, die im März 2020 noch im Prüfungsverfahren waren oder sich sonst im Ref befanden, einen zusätzlichen Versuch auf freiwilliger Basis bekommen. Damit könnte man ein bisschen die durchaus vorhandene Ungerechtigkeit ausgleichen, ohne dass man durch Anpassung der Bewertung neue Ungerechtigkeiten schafft. Und es wäre eben jedem einzelnen überlassen, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen.
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