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  5. Erfahrungen Ref Hessen (Arbeitszeiten)
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Erfahrungen Ref Hessen (Arbeitszeiten)
rlm98
Junior Member
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Beiträge: 33
Themen: 3
Registriert seit: Aug 2024
#11
24.06.2026, 21:03
(23.06.2026, 11:26)Fast_and_fatigued schrieb:  Ich bin jetzt am Ende meiner Zivilrechtsstation und keiner meiner AG kann die "25-30 Stunden Auslastung" auch nur ansatzweise nachvollziehen. Wir hatten durchschnittlich einmal die Woche AG, einmal Sitzungstag (der vorzubereiten war) und mussten alle etwa eine Pflichtaufgabe pro Woche abgeben, dazu noch Aktenvorträge (AG und Station) halten. Der Katalog für die Pflichtaufgaben in der Station ist wirklich lang...  Juristischer Vorbereitungsdienst | Hessen Justizprüfungsamt

Die konkrete Ausgestaltung der Einzelausbildung war super unterschiedlich, es gab aber niemanden, der wenig zu tun hatte. Vieles wurde auch erst spontan geplant, z.B. Kammerberatungen oder Besprechungstermine. Dazu haben wir oftmals Klausuren bekommen, die wir für die nächste AG-Stunde vorbereiten sollten. Mit Nebenjob und ab und an Klausurenkurs war es überwiegend eine 6-Tage-Woche.

In der Strafstation haben wir durchgängig einen AG-Tag pro Woche, dabei auch mal Doppeltage von 9-17 Uhr. Wir müssen aus Kapazitätsgründen teilw. zum Strafrichter, meiner hat wohl zwei Sitzungstage pro Woche, mal sehen wie sich das dann konkret gestaltet. 

Das ist alles natürlich eine sehr individuelle Erfahrung und abhängig vom Landgerichtsbezirk. Wo machst du denn dein Ref? 

Ich kann mich aber nur wiederholen, es ist wirklich machbar, wenn man sich gut organisiert, Prioritäten setzt und ggf. Abstriche macht. Auch das gehört mMn einfach zur Ausbildung dazu. Man muss wissen oder es dann spätestens im Ref lernen, wie man seine verfügbaren Kapazitäten möglichst effizient nutzt. Wir wissen alle, mit Jura kann man sich unendlich lang beschäftigen, ohne dass man jemals fertig ist. 
Man kann sich das Ref selbst sowohl entspannt als auch stressig gestalten. Einfach Lern-/Arbeits-Typsache, Präferenz und eigene Ansprüche an die individuelle Leistung.
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rlm98
Junior Member
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Beiträge: 33
Themen: 3
Registriert seit: Aug 2024
#12
24.06.2026, 21:09
(23.06.2026, 12:42)Refgurke schrieb:  Ich kann das auch nicht bestätigen. Musste in der Zivilstation meistens 2 Tage pro Woche zum Ausbilder plus 1 Tag AG und in der Strafstation sogar teilweise 4-5x hin. Bei der Verwaltungsstation kommt es ganz stark auf die Einzelausbilder an, genauso wie in der Anwaltsstation.
An den Aufgaben saß ich jedenfalls regelmäßig mehrere Tage (und teilweise auch Nächte), dazu kommen die Einführungsveranstaltungen, Lehrgänge, der Klausurenkurs, das Lernen und ggf. ein Rep. Manche AGs finden auch woanders statt (meist in der Verwaltungsstation), man hat ggf. Fahrtzeiten weil man nicht in den Wunschbezirk kommt etc. Ich würde das nicht unterschätzen und fand es ultra stressig. Ich habe es teilweise nicht mal hinbekommen, mich gescheit um mich selbst und meinen Haushalt zu kümmern, hätte das mit Kindern auf keinen Fall geschafft. Aber das ist auch subjektiv.

Und auch hierzu: 4-5xWoche zum Ausbilder zu müssen ist nicht der Regelfall, das habe ich so noch nicht selbst erlebt (außer bezahlt in der Anwaltsstation) und auch nicht von anderen, auch nicht aus anderen LG-Bezirken in Hessen,  gehört.
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Zukunft
Junior Member
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Beiträge: 17
Themen: 1
Registriert seit: Dec 2024
#13
24.06.2026, 23:01
(24.06.2026, 21:09)rlm98 schrieb:  
(23.06.2026, 12:42)Refgurke schrieb:  Ich kann das auch nicht bestätigen. Musste in der Zivilstation meistens 2 Tage pro Woche zum Ausbilder plus 1 Tag AG und in der Strafstation sogar teilweise 4-5x hin. Bei der Verwaltungsstation kommt es ganz stark auf die Einzelausbilder an, genauso wie in der Anwaltsstation.
An den Aufgaben saß ich jedenfalls regelmäßig mehrere Tage (und teilweise auch Nächte), dazu kommen die Einführungsveranstaltungen, Lehrgänge, der Klausurenkurs, das Lernen und ggf. ein Rep. Manche AGs finden auch woanders statt (meist in der Verwaltungsstation), man hat ggf. Fahrtzeiten weil man nicht in den Wunschbezirk kommt etc. Ich würde das nicht unterschätzen und fand es ultra stressig. Ich habe es teilweise nicht mal hinbekommen, mich gescheit um mich selbst und meinen Haushalt zu kümmern, hätte das mit Kindern auf keinen Fall geschafft. Aber das ist auch subjektiv.

Und auch hierzu: 4-5xWoche zum Ausbilder zu müssen ist nicht der Regelfall, das habe ich so noch nicht selbst erlebt (außer bezahlt in der Anwaltsstation) und auch nicht von anderen, auch nicht aus anderen LG-Bezirken in Hessen,  gehört.

Ich empfand zumindest die Strafstation durchaus als sehr stressig, und das habe ich auch von anderen so mitbekommen (LG FFM).
Regelmäßig 2 Sitzungstage beim Ausbilder + 1 Tag AG, an den drei Tagen schafft man Nachmittags mit Glück die Akte aus der Einzelausbildung und ein paar Karteikarten. Dann sitzt man aber auch nicht um 15 Uhr im Freibad (oder betreut seine Kinder).

Dazu die Sitzungsvertretung der Amtsanwaltschaft (3-4h + ein halber Tag Vorbereitung der Akten), Rechtsantragsstelle und "optionales" wie der Klausurenkurs des Gerichts / Elan.

Andererseits sind das "nur" vier Monate und die anderen Stationen sind durchaus mit deutlich weniger Arbeit möglich. Zivilstation ist wohl hit or miss, ab der Verwaltung kann man im Prinzip mit 1-2 Vormittagen pro Woche auskommen bei entsprechender Planung. Dann stellt sich aber das Problem, dass man irgendwann auch noch die absolut absurde Stoffmenge überblicken und lernen soll
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Srcub
Junior Member
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Beiträge: 39
Themen: 3
Registriert seit: May 2026
#14
02.07.2026, 00:38
Wie unterschiedlich die Erfahrungen sein können. Während meines gesamten Ref hatte ich nicht annähernd das Gefühl eine Auslastung. 1x die Woche AG (halber Tag) und 2x pro Woche beim Ausbilder (davon war in jeder Station der zweite Tag reine Besprechung der Akten die man bearbeitet hat, und Zuweisung neuer Akte). Diese Erfahrung hat 90% meiner AG Kollegen gemacht. Verwaltungsstation war bei mir mehr oder weniger ein Dauerurlaub.
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Gast8787
Junior Member
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Beiträge: 17
Themen: 2
Registriert seit: Apr 2024
#15
02.07.2026, 12:11
(02.07.2026, 00:38)Srcub schrieb:  Wie unterschiedlich die Erfahrungen sein können. Während meines gesamten Ref hatte ich nicht annähernd das Gefühl eine Auslastung. 1x die Woche AG (halber Tag) und 2x pro Woche beim Ausbilder (davon war in jeder Station der zweite Tag reine Besprechung der Akten die man bearbeitet hat, und Zuweisung neuer Akte). Diese Erfahrung hat 90% meiner AG Kollegen gemacht. Verwaltungsstation war bei mir mehr oder weniger ein Dauerurlaub.
Ähnliche Erfahrungen hier. Habe auch nebenbei ein Tag die Woche gearbeitet bis zur Anwaltsstation, das war kein Problem. 
Empfand auch nur die Zivilstation als stressig, da mein Ausbilder wollte, dass ich jede Woche einmal zu seinen Verhandlungen mitkomme, diese gingen in der Regel jedoch nur bis Mittag. Dort habe ich direkt die Akte mitbekommen und nach der Verhandlung haben wir die letzte besprochen. 
In der Strafstation war ich bei einem Strafrichter, der mich ebenfalls nur einmal die Woche sehen wollte, zu den Verhandlungen bin ich in der Regel alle zwei Wochen mitgegangen. 
Für die Verwaltungsstation habe ich mir bewusst was sehr entspanntes gesucht, um mit dem Lernen zu starten. 
Würde auch sagen, dass diese Erfahrungen meine AG-Kollegen geteilt haben, wobei gerade in der Zivilstation eher Schwankungen bestanden haben, je nachdem an welchen Ausbilder man gerät.
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