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  5. Syndikus/ Inhouse /Legal Counsel - Erfahrungen
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Syndikus/ Inhouse /Legal Counsel - Erfahrungen
Joko
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Registriert seit: Dec 2021
#11
16.05.2026, 07:16
(16.05.2026, 07:11)Graubrot schrieb:  Habt ihr euch auch zu irgendeinem Zeitpunkt einmal überlegt, in die Justiz zu gehen? Falls ja, habt ihr jemals bereut, das nicht getan zu haben? Oder seid ihr heilfroh, dass der Kelch Justiz an euch vorüber gegangen ist?

Bezüglich der allgemeinen Frage: schreib mir gerne an jokoforum@gmail.com

Und nein, ich habe nie überlegt in die Justiz zu gehen sondern habe direkt nachdem Ref den Einstieg ins Unternehmen gemacht.
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advocatus diaboli
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Registriert seit: May 2023
#12
16.05.2026, 10:35
(15.05.2026, 22:27)Ref0815 schrieb:  
(15.05.2026, 22:04)advocatus diaboli schrieb:  Ich bin Syndikus in einem MDAX Unternehmen und sehr zufrieden. Bei uns hat die Rechtsabteilung im Konzern einen sehr guten Ruf und wir sind auch sehr einflussreich.

Die Tätigkeit ist abwechslungsreich und ich habe persönlich auch sehr viele Freiheiten. Die Work-Life-Balance ist sehr gut und ich arbeite sehr selten mehr als 40h. 

Manchmal würde ich mir ein höheres Gehalt wünschen, aber auch da will ich mich letztlich nicht beklagen. 

Ich kann den Beruf des Unternehmensjuristen nur empfehlen.

Darf man fragen in welchem Bereich dein Gehalt so liegt und wie viel Berufserfahrung du schon hast? :)

Habe 3 Jahre BE und verdiene ~72k. Die jährliche Gehaltserhöhung i.H.v. 4-6% steht aber noch aus.
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advocatus diaboli
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Registriert seit: May 2023
#13
16.05.2026, 10:39
(16.05.2026, 07:11)Graubrot schrieb:  Habt ihr euch auch zu irgendeinem Zeitpunkt einmal überlegt, in die Justiz zu gehen? Falls ja, habt ihr jemals bereut, das nicht getan zu haben? Oder seid ihr heilfroh, dass der Kelch Justiz an euch vorüber gegangen ist?

Hatte eigentlich immer vor in die Justiz zu gehen und habe auch die Noten dafür. Inzwischen kann ich mir diesen Schritt nicht mehr so gut vorstellen. Dafür genieße ich die Vorteile, die ich in meiner Position habe, zu sehr. Als Richter/StA kann man auch richtig Pech haben und ein total angesoffenes Dezernat haben. 

Ich muss auch sagen, dass ich das menschliche Miteinander im Unternehmen total schätze. Das ist sehr angenehm.
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Egal_
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Registriert seit: Feb 2022
#14
16.05.2026, 14:10
(16.05.2026, 07:11)Graubrot schrieb:  Habt ihr euch auch zu irgendeinem Zeitpunkt einmal überlegt, in die Justiz zu gehen? Falls ja, habt ihr jemals bereut, das nicht getan zu haben? Oder seid ihr heilfroh, dass der Kelch Justiz an euch vorüber gegangen ist?

Ich habe nicht die Noten dafür  Cheese
Stand aber auch unabhängig davon nie in meinem Fokus.
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lawD
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Registriert seit: Sep 2024
#15
16.05.2026, 16:07
Ich arbeite seit letztem Jahr in einem Daxunternehmen als Syndikus.

Die Arbeit macht mir Spaß und ist  vielschichtig. Ich betreue einen Geschäftsbereich, bei dem alles bei mir landet, was nichts mit Spezialthemen wie Datenschutz, Arbeitsrecht oder M/A zu tun hat. Darunter fällt das Aushandeln von Verträgen, Claims, Erstellen von Templates und allgemeines juristisches Housekeeping. 
Daneben betreue ich einen Spezialbereich, bei dem es vor allem um Projekte geht.
Oft besteht der Großteil der Arbeit in Meetings, Sachverhalte aufklären und die richtigen Ansprechpartner zu ermitteln/vermitteln. Mir macht das Spaß, aber da braucht man auch eine gewisse Frustrationstoleranz. Ebenso für manche Businesspartner und interne Unternehmensprozesse, die manchmal ganz schön festgefahren und politisch wirken.

Die Arbeitszeiten sind mehr als in Ordnung, wenn auch etwas länger als in manchen anderen Unternehmen. Länger als 19:30 Uhr ist trotzdem selten, und Wochenenden nur in Ausnahmefällen und weil ich selber das Thema abschließen will.

Das Gehalt ist überdurchschnittlich. Als Syndikus Anwalt steigt man mit der niedrigsten AT Stufe ein, das sind c.a 120k. Dafür gibt's aber auch keine Zeiterfassung, Arbeitszeitkonto o.ä.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.05.2026, 16:15 von lawD.)
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ForumBenutzer
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Registriert seit: Feb 2023
#16
16.05.2026, 19:29
(16.05.2026, 10:39)advocatus diaboli schrieb:  
(16.05.2026, 07:11)Graubrot schrieb:  Habt ihr euch auch zu irgendeinem Zeitpunkt einmal überlegt, in die Justiz zu gehen? Falls ja, habt ihr jemals bereut, das nicht getan zu haben? Oder seid ihr heilfroh, dass der Kelch Justiz an euch vorüber gegangen ist?

Hatte eigentlich immer vor in die Justiz zu gehen und habe auch die Noten dafür. Inzwischen kann ich mir diesen Schritt nicht mehr so gut vorstellen. Dafür genieße ich die Vorteile, die ich in meiner Position habe, zu sehr. Als Richter/StA kann man auch richtig Pech haben und ein total angesoffenes Dezernat haben. 

Ich muss auch sagen, dass ich das menschliche Miteinander im Unternehmen total schätze. Das ist sehr angenehm.
Bei mir liegt der Fall anders, habe nicht die Noten für die Justiz. Aber für so gute Noten und 3 Jahren BE bist du mit 72k aber nicht so gut dabei. Das habe ich und einige Kollegen mit zum Teil ausreichend/befr. Bekommen zum Einstieg…
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ForumBenutzer
Senior Member
****
Beiträge: 263
Themen: 4
Registriert seit: Feb 2023
#17
16.05.2026, 19:31
(16.05.2026, 16:07)lawD schrieb:  Ich arbeite seit letztem Jahr in einem Daxunternehmen als Syndikus.

Die Arbeit macht mir Spaß und ist  vielschichtig. Ich betreue einen Geschäftsbereich, bei dem alles bei mir landet, was nichts mit Spezialthemen wie Datenschutz, Arbeitsrecht oder M/A zu tun hat. Darunter fällt das Aushandeln von Verträgen, Claims, Erstellen von Templates und allgemeines juristisches Housekeeping. 
Daneben betreue ich einen Spezialbereich, bei dem es vor allem um Projekte geht.
Oft besteht der Großteil der Arbeit in Meetings, Sachverhalte aufklären und die richtigen Ansprechpartner zu ermitteln/vermitteln. Mir macht das Spaß, aber da braucht man auch eine gewisse Frustrationstoleranz. Ebenso für manche Businesspartner und interne Unternehmensprozesse, die manchmal ganz schön festgefahren und politisch wirken.

Die Arbeitszeiten sind mehr als in Ordnung, wenn auch etwas länger als in manchen anderen Unternehmen. Länger als 19:30 Uhr ist trotzdem selten, und Wochenenden nur in Ausnahmefällen und weil ich selber das Thema abschließen will.

Das Gehalt ist überdurchschnittlich. Als Syndikus Anwalt steigt man mit der niedrigsten AT Stufe ein, das sind c.a 120k. Dafür gibt's aber auch keine Zeiterfassung, Arbeitszeitkonto o.ä.
Das wäre wohl mein Traumjob. Aber ohne anwaltserfahrung bzw. Gk kommt man an sowas ja nicht ran… :/
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Graubrot
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Registriert seit: Dec 2025
#18
16.05.2026, 20:00
@lawD Darf man fragen, in welchem Bereich sich dein Examen bewegt hat?
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lawD
Junior Member
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Beiträge: 14
Themen: 0
Registriert seit: Sep 2024
#19
16.05.2026, 20:41
Ich hatte in beiden Examina ein gut, keinen Doktor, keinen LLM und keine Berufserfahrung, war allerdings aus der Refstation über Ecken bekannt.

Die formale Hürde ist bei uns wohl 18 aus 2 für Berufseinsteiger, inwieweit hiervon abgewichen wird weiß ich nicht. Von einigen Kollegen weiß ich, dass sie im 2. StEx an den 8 gekratzt haben. Generell haben hier die meisten Kollegen keine vorherige Berufserfahrung, sondern sind direkt nach dem Ref eingestiegen. Nur etwa 1/4 kam zuvor aus der Kanzlei. Viele Kollegen waren auch in den Refstationen nicht im Unternehmen. Gerade bei denen, die in den letzten 5 Jahren angefangen haben, kommen fast alle direkt aus dem Ref.

Was mE oft unterschätzt wird und gerade in der Rechtsabteilung wichtig ist, ist ein roter Faden im Lebenslauf und Dinge, die man neben dem "standart-Examen juristischem" noch anbieten kann. Das deckt sich natürlich teilweise mit Berufserfahrung, aber ehrliches Interesse (Schwerpunkt o.ä., WisMitstelle oder einfach nur Enthusiasmus) in eher nischigen Gebieten wie Datenschutz, IP oder (gerade ganz heiß) alles was mit KI und Legal Tech zu tun hat, ist hier ein großes Plus. 

Ich empfinde den Deal als sehr gut, und weiß auch, wie viel Glück ich mir der Stelle hatte. Mit steigender Projekt- und Führungsverantwortung sieht's dann aber hier auch wieder anders aus. Dann ist man mit den Zeiten eher am unteren Ende der Großkanzlei dran, arbeitet mehr am Wochenende und das Gehalt zieht dann nur marginal nach, wobei die Aufstiegschancen und Entwicklungsmöglichkeiten eher überschaubar bleiben
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advocatus diaboli
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Beiträge: 181
Themen: 1
Registriert seit: May 2023
#20
16.05.2026, 20:52
(16.05.2026, 19:29)ForumBenutzer schrieb:  
(16.05.2026, 10:39)advocatus diaboli schrieb:  
(16.05.2026, 07:11)Graubrot schrieb:  Habt ihr euch auch zu irgendeinem Zeitpunkt einmal überlegt, in die Justiz zu gehen? Falls ja, habt ihr jemals bereut, das nicht getan zu haben? Oder seid ihr heilfroh, dass der Kelch Justiz an euch vorüber gegangen ist?

Hatte eigentlich immer vor in die Justiz zu gehen und habe auch die Noten dafür. Inzwischen kann ich mir diesen Schritt nicht mehr so gut vorstellen. Dafür genieße ich die Vorteile, die ich in meiner Position habe, zu sehr. Als Richter/StA kann man auch richtig Pech haben und ein total angesoffenes Dezernat haben. 

Ich muss auch sagen, dass ich das menschliche Miteinander im Unternehmen total schätze. Das ist sehr angenehm.
Bei mir liegt der Fall anders, habe nicht die Noten für die Justiz. Aber für so gute Noten und 3 Jahren BE bist du mit 72k aber nicht so gut dabei. Das habe ich und einige Kollegen mit zum Teil ausreichend/befr. Bekommen zum Einstieg…

Wenn Gehalt für jemanden alles ist, dann ist mein Arbeitgeber nicht der Richtige für einen und ich könnte woanders auch deutlich mehr verdienen. Mir sind aber andere Dinge wichtiger. Wir haben eine tolle Arbeitsatmosphäre und ich bin noch keinen einzigen Tag nicht gerne zur Arbeit gegangen. Wir haben regelmäßig wirklich gute Teamevents - was ich sehr schätze. Daneben haben wir auch große Flexibilität bei der Gestaltung unserer Arbeit. Es beschwert sich niemand, wenn ich mal um 15 Uhr zum Arzt gehe und danach nicht mehr erreichbar bin. Habe auch schon mal am Freitag nur 3h gearbeitet und bin dann auf einen JGA (ohne Urlaub genommen zu haben + Arbeitszeiterfassung haben wir auch nicht). 

Für mich persönlich muss das Gesamtpaket stimmen und Gehalt allein ist für mich nicht ausschlaggebend . Von Vorteilen wie einen Dienstwagen inkl. Tankkarte und Workation will ich gar nicht anfangen.
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