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Aktueller Arbeitsmarkt
Bayjur
Junior Member
**
Beiträge: 16
Themen: 2
Registriert seit: Aug 2023
#281
24.01.2026, 11:20
(24.01.2026, 10:43) schrieb:  
(22.01.2026, 15:16)ForumBenutzer schrieb:  
(22.01.2026, 12:57)Arion schrieb:  Gefühlt entspannt sich der juristische Arbeitsmarkt momentan wieder ein wenig. Zumindest kommen wieder öfter Headhunter Anfragen zu Legal Counsel Stellen (Bereich Bau) bei mir rein.

Juristen mit Berufserfahrung waren dauerhaft ähnlich gefragt. Schwierig haben es jedoch Berufseinsteiger. Keiner will sich jemand ans Bein binden um ihn jahrelang anzulernen in einem Spezialbereich.

Genau das. Aus Arbeitgebersicht sind die Opportunitätskosten einfach hoch. Das wird von den meisten Berufseinsteigern völlig unterschätzt. Wenn ein Anfänger realistisch vielleicht 60-65 k Umsatz bringt, während jemand mit Erfahrung das mehrfache davon erwirtschaftet, ist das keine Wertungsfrage, sondern rein betriebswirtschaftlich betrachtet.

Wir sehen aktuell oft Einsteiger, die faktisch erwarten, dass ihr Examen an sich vergütet wird. Inhaltlich bringen sie zum Start aber wenig mit, was unmittelbar abrechenbar ist. Gehalt orientiert sich an dem, was man einbringt, nicht daran, dass man zwei Staatsexamina bestanden hat (hat hier übrigens jeder, danke).

Aus Arbeitgebersicht ist die Zulassung eine reine Eintrittskarte, keine Rechtfertigung für ein dickes Einstiegsgehalt. Mehr Umsatzerwartung, mehr Geld. Wird in der Regel ausgeblendet.

Und obendrauf kommt dann nicht selten noch die patzige Ansage, man habe ja zehn Jahre studiert und brauche deshalb 75 k zum Einstieg. Das sind 94 k Arbeitgeberkosten, ohne dass sich die Person am Overhead der Kanzlei beteiligt wurde auch nur in die Nähe eines Überschusses kommt, also für die Kanzlei lukrativ ist. Dann ist die Überraschung groß, wenn nach sechs Monaten im Review eröffnet wird, dass man komplett defizitär läuft und die Probezeit nicht besteht. Mit weniger Gehalt hätte es nicht so einen heftigen Umsatzdruck.

Das reine VB garantiert auch erst mal keinen hohen Umsatz. Berufserfahrung ist hier wichtiger, da sich die Einsteiger dann schon die ersten Hörner abgestoßen haben und etwas realistischer geworden sind.

Also wenn der Berufseinsteiger nicht das 1,5 bis 2-fache seines Jahresgehalts als Umsatz rein holt, dann läuft was falsch.
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Egal_
Posting Freak
*****
Beiträge: 1.396
Themen: 1
Registriert seit: Feb 2022
#282
24.01.2026, 12:43
(24.01.2026, 11:20)Bayjur schrieb:  [quote pid="251884" dateline="1769244202"]
(22.01.2026, 15:16)ForumBenutzer schrieb:  
(22.01.2026, 12:57)Arion schrieb:  Gefühlt entspannt sich der juristische Arbeitsmarkt momentan wieder ein wenig. Zumindest kommen wieder öfter Headhunter Anfragen zu Legal Counsel Stellen (Bereich Bau) bei mir rein.

Juristen mit Berufserfahrung waren dauerhaft ähnlich gefragt. Schwierig haben es jedoch Berufseinsteiger. Keiner will sich jemand ans Bein binden um ihn jahrelang anzulernen in einem Spezialbereich.

Genau das. Aus Arbeitgebersicht sind die Opportunitätskosten einfach hoch. Das wird von den meisten Berufseinsteigern völlig unterschätzt. Wenn ein Anfänger realistisch vielleicht 60-65 k Umsatz bringt, während jemand mit Erfahrung das mehrfache davon erwirtschaftet, ist das keine Wertungsfrage, sondern rein betriebswirtschaftlich betrachtet.

Wir sehen aktuell oft Einsteiger, die faktisch erwarten, dass ihr Examen an sich vergütet wird. Inhaltlich bringen sie zum Start aber wenig mit, was unmittelbar abrechenbar ist. Gehalt orientiert sich an dem, was man einbringt, nicht daran, dass man zwei Staatsexamina bestanden hat (hat hier übrigens jeder, danke).

Aus Arbeitgebersicht ist die Zulassung eine reine Eintrittskarte, keine Rechtfertigung für ein dickes Einstiegsgehalt. Mehr Umsatzerwartung, mehr Geld. Wird in der Regel ausgeblendet.

Und obendrauf kommt dann nicht selten noch die patzige Ansage, man habe ja zehn Jahre studiert und brauche deshalb 75 k zum Einstieg. Das sind 94 k Arbeitgeberkosten, ohne dass sich die Person am Overhead der Kanzlei beteiligt wurde auch nur in die Nähe eines Überschusses kommt, also für die Kanzlei lukrativ ist. Dann ist die Überraschung groß, wenn nach sechs Monaten im Review eröffnet wird, dass man komplett defizitär läuft und die Probezeit nicht besteht. Mit weniger Gehalt hätte es nicht so einen heftigen Umsatzdruck.

Das reine VB garantiert auch erst mal keinen hohen Umsatz. Berufserfahrung ist hier wichtiger, da sich die Einsteiger dann schon die ersten Hörner abgestoßen haben und etwas realistischer geworden sind.

Also wenn der Berufseinsteiger nicht das 1,5 bis 2-fache seines Jahresgehalts als Umsatz rein holt, dann läuft was falsch.
[/quote]



Er hat doch erklärt, warum das nicht der Fall ist und dass man sich deswegen von dem Berufseinsteiger wieder trennt. Umsatz lässt sich nicht beliebig steigern. Es müssen auch die entsprechenden und lukrativen Mandate dafür da sein. Mit dem Nachbarschaftsstreit von Tante Erna, die ihrem Nachbarn tote Ratten in den Briefkasten wirft, erwirtschaftest du keinen Umsatz, der ein Gehalt von 75k rechtfertigt.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.01.2026, 12:44 von Egal_.)
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Bro
Member
***
Beiträge: 129
Themen: 11
Registriert seit: Oct 2022
#283
24.01.2026, 14:45
Ich denke, dass Rechtsabteilungen in den nächsten Jahren nicht nur aufgrund des Ausscheidens der Boomer Bedarf haben werden, sondern weil sie zunehmend nicht bereit sind, die Stundensätze der großen Wirtschaftskanzleien zu zahlen. Die werden entweder auf mittelständische Kanzleien umschwenken oder es vermehrt "selbst machen"
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Ruhri
Junior Member
**
Beiträge: 21
Themen: 2
Registriert seit: May 2022
#284
20.04.2026, 21:03
Wie schätzt ihr die Entwicklung dieses Jahr bisher ein? Hat die Unsicherheit durch den neuen Krieg schon Auswirkungen auf die Einstellungspolitik? 

Wie schätzt ihr die aktuellen Entwicklungen im Bereich AI ein (im Handelsblatt hieß es die Tage, Unternehmen seien weniger bereit, die bisherigen Summen zu zahlen und würden verlangen, dass Produktivitätsgewinne durch AI-Einsatz an sie weitergegeben werden.)

Meine Erfahrung bei der Jobsuche bisher ist, dass es überwiegend nicht einmal mehr Absagen gibt. Ausgeschriebene Stellen werden auch eher weniger, so mein Eindruck.  Aengstlich
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Homer S.
Senior Member
****
Beiträge: 500
Themen: 5
Registriert seit: Apr 2023
#285
20.04.2026, 21:30
In dem Artikel hieß es aber auch, dass KI aktuell ein Segen sei, weil sich der aktuelle Arbeitsanfall ohne KI mit der aktuellen (geringen) Belegschaft nicht bewältigen ließe. Hatte da aber auch meine Zweifel, als ich das gelesen habe...
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.04.2026, 21:31 von Homer S..)
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JurisRef
Member
***
Beiträge: 227
Themen: 6
Registriert seit: Dec 2023
#286
20.04.2026, 21:45
(15.09.2025, 11:42)Marie2000 schrieb:  Wie sieht aktuell der Arbeitsmarkt vor allem für die jenigen aus, die nicht Rechtsanwalt werden wollen?

Ich arbeite seit ein paar Monaten als Rechtsanwalt, musste aber feststellen, dass der Job mir keinen Spaß macht. Eigentlich habe ich es in der Kanzlei wo ich bin sehr gut, keine Überstunden oder so und das Gehalt ist auch absolut ok. Mein Problem sind vor allem die Arbeitszeiten von 9-18 Uhr, von dem im Bewerbungsgespräch genannten flexiblen Zeiten ist keine Sicht. Home Office ist gar nicht möglich.

Ich möchte auf Dauer eher in den ÖD, bzw. eine Stelle mit Gleitzeit und möglichst viel Home Office, auch mit Blick auf die Familienplanung.
Ich hatte schon mehrere Bewerbungsgespräche auch bei einigen Versicherungen, aber es kamen immer nur Absagen. 
Meine Noten sind so naja, 8,2 im ersten (6,6 staatlich) und 6,5 im zweiten. Ich komme aus NRW und so ziemlich alles von Dortmund bis Köln ist problemlos erreichbar. Hat noch jemand Ideen wo man sich bewerben kann? Bzw. ist der Markt aktuell doch schlechter als immer gesagt wurde?

Ich bin seit September fertig und will auf keinen Fall Rechtsanwältin werden, habe zwei befriedigende Examina und bin seitdem erfolglos auf Jobsuche. Also zumindest hier sieht es katastrophal aus. Und dann sitzt man vor Leuten, die der Meinung sind, es ist doch heutzutage easy direkt einen Job zu finden. Die Erfahrung mache ich gerade nicht. Selbst Teilzeitjobs und Elternzeitvertretungen haben einen Bewerberandrang
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Lolol
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Beiträge: 4
Themen: 3
Registriert seit: Aug 2025
#287
21.04.2026, 15:54
Ich denke man tritt vor allem durch berufserfahrung in dem Bewerberpool hervor. Das heißt: vor langer Arbeitslosigkeit lieber in einen nicht so gemochten Job (zb RA) unterkommen, ein halbes Jahr - 1 Jahr die Zähne zusammen beißen und dann umbewerben
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JurisRef
Member
***
Beiträge: 227
Themen: 6
Registriert seit: Dec 2023
#288
22.04.2026, 06:58
(21.04.2026, 15:54)Lolol schrieb:  Ich denke man tritt vor allem durch berufserfahrung in dem Bewerberpool hervor. Das heißt: vor langer Arbeitslosigkeit lieber in einen nicht so gemochten Job (zb RA) unterkommen, ein halbes Jahr - 1 Jahr die Zähne zusammen beißen und dann umbewerben

Aber auch als RA findet sich bei uns in meiner Region schwierig was. Mit Initiativbewerbung hatte ich bislang nie Erfolg und ausgeschrieben ist sehr selten was :(
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Almöhi
Member
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Beiträge: 104
Themen: 3
Registriert seit: May 2023
#289
22.04.2026, 07:44
Ich finde es derzeit auch nur noch heftig was im öD abgeht und würde mich über weitere Erfahrungsberichte freuen, auch gerne wenn sie meine Erfahrung gerade nicht widerspiegeln.

Meine Situation: Ich (vb / hohes b) bin kein Berufseinsteiger, sondern habe einen Wechselwunsch weil ich aus diversen Gründen unzufrieden bin.
Während ich bei meinem Berufseinstieg vor wenigen Jahren frei zwischen den Stellen wählen konnte und jedenfalls wenigstens immer zum Gespräch eingeladen wurde, reicht es heute nicht einmal mehr zu einer Einladung zum Gespräch.  Ich wusste, dass der Arbeitsmarkt anders ist und dachte aufgrund meiner inzwischen gewonnen Berufserfahrung (und meines roten Fadens im öD) eine Entwicklung als Plus aufzuweisen.

Resultat: 3 Bewerbungen und 3 direkte Absagen  Sad
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.04.2026, 07:45 von Almöhi.)
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JurisRef
Member
***
Beiträge: 227
Themen: 6
Registriert seit: Dec 2023
#290
22.04.2026, 08:00
(22.04.2026, 07:44)Almöhi schrieb:  Ich finde es derzeit auch nur noch heftig was im öD abgeht und würde mich über weitere Erfahrungsberichte freuen, auch gerne wenn sie meine Erfahrung gerade nicht widerspiegeln.

Meine Situation: Ich (vb / hohes b) bin kein Berufseinsteiger, sondern habe einen Wechselwunsch weil ich aus diversen Gründen unzufrieden bin.
Während ich bei meinem Berufseinstieg vor wenigen Jahren frei zwischen den Stellen wählen konnte und jedenfalls wenigstens immer zum Gespräch eingeladen wurde, reicht es heute nicht einmal mehr zu einer Einladung zum Gespräch.  Ich wusste, dass der Arbeitsmarkt anders ist und dachte aufgrund meiner inzwischen gewonnen Berufserfahrung (und meines roten Fadens im öD) eine Entwicklung als Plus aufzuweisen.

Resultat: 3 Bewerbungen und 3 direkte Absagen  Sad

Das finde ich aber echt krass, dass du ohne Einladung direkt abgesagt wirst trotz deiner Berufserfahrung im ÖD 😳 Dachte eig, dass es nur an Berufseinsteiger liegt, aber krass. Ich hoffe einfach, dass sich die Situation bald wieder bessert
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