01.04.2026, 11:51
(01.04.2026, 09:01)FreistaatsKnecht schrieb: Also wir bekommen zwar erst in einer Woche die Noten, aber es kursiert das Gerücht, dass wohl ein gesamter Standort fast vollständig bis auf 2, 3 Leute durchgefallen sei. Weiß dazu jemand aus Sachsen mehr? In meiner AG haben es auch einige von Leuten aus anderen Standorten bzw. Leuten unter uns gehört, aber keine kennt den betroffenen Standort.
Ich persönlich tippe auf Bautzen, aber nach der Statistik vom Juni 2025 war Chemnitz im Schnitt sogar schlechter als Bautzen. Mich macht das total verrückt. Ich mein, wenn ein ganzer Standort durchfliegt, dann werden die anderen Standorte auch verhältnismäßig schlecht ausfallen...
Ich bin zwar der Jahrgang unter dir, aber tatsächlich wurde bei uns in der Besprechung vom Probeexamen neulich explizit etwas zu eurem Durchgang gesagt. Ich kann mich an den Wortlaut nicht mehr erinnern, aber es ging in die Richtung, dass seit Juni 2025 die Examensklausuren in Sachsen nicht mehr in den Griff zu bekommen sind wegen schlechter Ausbildung und höheren Anforderungen als im Ring und es sich im Dezember 2025 nun auch an den Noten deutlich zeigen wird, einige unzufrieden sein werden und die Kapazitäten für den EVD stark angehoben werden müssen. Es wurde dann noch gemutmaßt, dass wegen letzterem nun weniger neue Refs an Mai eingestellt werden.
In einem Intensivkurs wurde noch generell gesagt, dass es seit ca einem Jahr nicht mehr nachvollziehbar ist, wie die Klausuren in fünf Stunden ohne Beck online und co gelöst werden sollen und wir uns moralisch auf einen deutlichen Notenabsturz einstellen sollen und wir überlegen sollen, uns zu entlassen und das Ref in Sachsen-Anhalt fortzusetzen

Ach und bei einer Elan Besprechung Anfang des Jahres wurde zudem erzählt , dass einige Korrektoren ihre Korrekturtätigkeit niederlegen werden, da sie selbst die Klausuren nicht mehr durchblicken und der Korrekturaufwand dadurch viel zu hoch ist, wenn man nicht einfach alle Leute durchfallen lassen will, die die abstruse Lösung des LJPAs nicht getroffen haben.
Viel Erfolg trotzdem, lass den Kopf nicht hängen! Wir sitzen alle in der selben - nicht nur politischen höhö - braunen S* hier in Sachsen…
01.04.2026, 18:38
(01.04.2026, 11:51)Sabbertorius schrieb:(01.04.2026, 09:01)FreistaatsKnecht schrieb: Also wir bekommen zwar erst in einer Woche die Noten, aber es kursiert das Gerücht, dass wohl ein gesamter Standort fast vollständig bis auf 2, 3 Leute durchgefallen sei. Weiß dazu jemand aus Sachsen mehr? In meiner AG haben es auch einige von Leuten aus anderen Standorten bzw. Leuten unter uns gehört, aber keine kennt den betroffenen Standort.
Ich persönlich tippe auf Bautzen, aber nach der Statistik vom Juni 2025 war Chemnitz im Schnitt sogar schlechter als Bautzen. Mich macht das total verrückt. Ich mein, wenn ein ganzer Standort durchfliegt, dann werden die anderen Standorte auch verhältnismäßig schlecht ausfallen...
Ich bin zwar der Jahrgang unter dir, aber tatsächlich wurde bei uns in der Besprechung vom Probeexamen neulich explizit etwas zu eurem Durchgang gesagt. Ich kann mich an den Wortlaut nicht mehr erinnern, aber es ging in die Richtung, dass seit Juni 2025 die Examensklausuren in Sachsen nicht mehr in den Griff zu bekommen sind wegen schlechter Ausbildung und höheren Anforderungen als im Ring und es sich im Dezember 2025 nun auch an den Noten deutlich zeigen wird, einige unzufrieden sein werden und die Kapazitäten für den EVD stark angehoben werden müssen. Es wurde dann noch gemutmaßt, dass wegen letzterem nun weniger neue Refs an Mai eingestellt werden.
In einem Intensivkurs wurde noch generell gesagt, dass es seit ca einem Jahr nicht mehr nachvollziehbar ist, wie die Klausuren in fünf Stunden ohne Beck online und co gelöst werden sollen und wir uns moralisch auf einen deutlichen Notenabsturz einstellen sollen und wir überlegen sollen, uns zu entlassen und das Ref in Sachsen-Anhalt fortzusetzen
Ach und bei einer Elan Besprechung Anfang des Jahres wurde zudem erzählt , dass einige Korrektoren ihre Korrekturtätigkeit niederlegen werden, da sie selbst die Klausuren nicht mehr durchblicken und der Korrekturaufwand dadurch viel zu hoch ist, wenn man nicht einfach alle Leute durchfallen lassen will, die die abstruse Lösung des LJPAs nicht getroffen haben.
Viel Erfolg trotzdem, lass den Kopf nicht hängen! Wir sitzen alle in der selben - nicht nur politischen höhö - braunen S* hier in Sachsen…
Wtf, mein Beileid. Selbst wenn Teile davon nicht zutreffend wären, ist das LJPA in Sachsen auf einer Geisterfahrt. Sollten sich die Durchfallquoten auch nur annähernd so bestätigen, wäre das nicht nur sehr bitter, sondern m.E. auch verfassungsrechtlich problematisch. Das BVerwG geht von einer relativen, vergleichenden Korrektur aus. Dadurch sollen bei sehr schweren Klausuren die relativ besseren Kandidaten eine entsprechend gute Punktzahl erreichen, selbst wenn sie absolut betrachtet immer noch viele Fehler gemacht haben. Wenn in manchen LG-Bezirken weit über 50 % der Leute durchfällt, kann m.E. von einer hinreichenden Binnendifferenzierung kaum mehr gesprochen werden. Denn dann liegt nahe, dass ein rein absoluter, kein relativer Korrekturmaßstab zugrunde liegt.
02.04.2026, 07:50
(01.04.2026, 18:38)-Simplicissimus- schrieb:(01.04.2026, 11:51)Sabbertorius schrieb:(01.04.2026, 09:01)FreistaatsKnecht schrieb: Also wir bekommen zwar erst in einer Woche die Noten, aber es kursiert das Gerücht, dass wohl ein gesamter Standort fast vollständig bis auf 2, 3 Leute durchgefallen sei. Weiß dazu jemand aus Sachsen mehr? In meiner AG haben es auch einige von Leuten aus anderen Standorten bzw. Leuten unter uns gehört, aber keine kennt den betroffenen Standort.
Ich persönlich tippe auf Bautzen, aber nach der Statistik vom Juni 2025 war Chemnitz im Schnitt sogar schlechter als Bautzen. Mich macht das total verrückt. Ich mein, wenn ein ganzer Standort durchfliegt, dann werden die anderen Standorte auch verhältnismäßig schlecht ausfallen...
Ich bin zwar der Jahrgang unter dir, aber tatsächlich wurde bei uns in der Besprechung vom Probeexamen neulich explizit etwas zu eurem Durchgang gesagt. Ich kann mich an den Wortlaut nicht mehr erinnern, aber es ging in die Richtung, dass seit Juni 2025 die Examensklausuren in Sachsen nicht mehr in den Griff zu bekommen sind wegen schlechter Ausbildung und höheren Anforderungen als im Ring und es sich im Dezember 2025 nun auch an den Noten deutlich zeigen wird, einige unzufrieden sein werden und die Kapazitäten für den EVD stark angehoben werden müssen. Es wurde dann noch gemutmaßt, dass wegen letzterem nun weniger neue Refs an Mai eingestellt werden.
In einem Intensivkurs wurde noch generell gesagt, dass es seit ca einem Jahr nicht mehr nachvollziehbar ist, wie die Klausuren in fünf Stunden ohne Beck online und co gelöst werden sollen und wir uns moralisch auf einen deutlichen Notenabsturz einstellen sollen und wir überlegen sollen, uns zu entlassen und das Ref in Sachsen-Anhalt fortzusetzen
Ach und bei einer Elan Besprechung Anfang des Jahres wurde zudem erzählt , dass einige Korrektoren ihre Korrekturtätigkeit niederlegen werden, da sie selbst die Klausuren nicht mehr durchblicken und der Korrekturaufwand dadurch viel zu hoch ist, wenn man nicht einfach alle Leute durchfallen lassen will, die die abstruse Lösung des LJPAs nicht getroffen haben.
Viel Erfolg trotzdem, lass den Kopf nicht hängen! Wir sitzen alle in der selben - nicht nur politischen höhö - braunen S* hier in Sachsen…
Wtf, mein Beileid. Selbst wenn Teile davon nicht zutreffend wären, ist das LJPA in Sachsen auf einer Geisterfahrt. Sollten sich die Durchfallquoten auch nur annähernd so bestätigen, wäre das nicht nur sehr bitter, sondern m.E. auch verfassungsrechtlich problematisch. Das BVerwG geht von einer relativen, vergleichenden Korrektur aus. Dadurch sollen bei sehr schweren Klausuren die relativ besseren Kandidaten eine entsprechend gute Punktzahl erreichen, selbst wenn sie absolut betrachtet immer noch viele Fehler gemacht haben. Wenn in manchen LG-Bezirken weit über 50 % der Leute durchfällt, kann m.E. von einer hinreichenden Binnendifferenzierung kaum mehr gesprochen werden. Denn dann liegt nahe, dass ein rein absoluter, kein relativer Korrekturmaßstab zugrunde liegt.
Danke für die aufmunternden Worte! Ein paar Freunde aus der AG haben Leute aus dem H24 Durchgang gefragt und leider 1:1 die Schilderungen von Sabbertorius (geiler Name! :D) wiedergegeben bekommen. Ab Mai gibt es lt der Protokolle von der Refkonferenz auch tatsächlich weniger Refplätze, was zu einem größeren EVD passt. Bin sehr auf nächste Woche gespannt und versuche mich, mit Ostereiersuche vorerst abzulenken
Dass in Sachsen einige Standorte (Chemnitz und Bautzen) in zumindest einzelnen, dh gerne mal 3 von 8 Klausuren, im Schnitt durchfallen, ist leider Standard, aber dass insgesamt ganze Standorte durchfallen, ist neu und komplett erschreckend. Sachsen verheizt seine Refs komplett, obwohl sie ach so dringend Nachwuchs in der Justiz hinter Dresden brauchen



