14.12.2021, 22:11
(14.12.2021, 18:57)Gast schrieb: Bringt doch nix das zu diskutieren. Am Ende des Tages gibt es Krankenpfleger, die mit Nacht- und Feiertagzuschlägen auf 3k netto kommen und Anwälte, die bei 50 Stunden 1.8 netto bekommen. Und anders rum gibt es Anwälte, die die Reichen noch reicher machen und sich selbst auch.
Bla bla bla, das Leben war noch nie fair, ist nicht fair und wird nicht fair werden. Sozialismusversuche hat es ja einige gegeben. Kenn aber kein erfolgreiches Beispiel.
Back to topic. Ich bin in einer ähnlichen Situation wie der Thread-Ersteller.
2,5 Jahre Berufserfahrung in ner MK und jetzt im M-Dax Konzern für 85k all in bei 40 Stunden/Woche.
Hab mir natürlich bei den aktuell angehobenen Einstiegsgehältern schon meine Gedanken gemacht, ob das gut/schlecht bezahlt ist. Am Ende des Tages hab ich ehrlicherweise keinen Bock in 5, 10, 20 oder in 30 Jahren noch jeden Tag bis 8 oder 9 zu ackern.
Ich habe die Möglichkeit nun wahrgenommen. Dass es nicht die Gehaltseröhungen wie in Kanzleien zu Beginn gibt ist klar. Klar muss einem auch sein, dass es im Unternehmen keinen Bonus für eigenen Umsatz gibt. Wie auch?
Bin ebenfalls nach knapp über 2 Jahren in einer GK in ein Unternehmen gewechselt:
Gehalt 80k plus 8k Bonus bei 40 Stunden.
Denke auch, dass man auf Grund der nun noch höheren Gehälter in Kanzleien vllt doch noch etwas mehr hätte herausholen können. Bin aber erst seit 3 Monaten dabei und werde das Thema ggf. nach der Probezeit nochmal ansprechen. Wenn der Arbeitgeber mit der Arbeit zufrieden ist und einen behalten möchte, wird es an 5k extra wohl nicht scheitern.
Ich empfinde das Einstiegsgehalt des Thread-Erstellers aber alles andere als schlecht in Bezug auf einen Berufsanfänger (auch wenn ich die Noten natürlich nicht kenne), denn gerade in Unternehmen ist eine gewissen Routine und Erfahrung - wie ich gerade selbst merke - essenziell.
14.12.2021, 22:11
(14.12.2021, 19:50)Gast schrieb: Die Vor- und Nachteile sind ja vorher klar. Man kann nicht alles haben. Im Unternehmen steigt das Gehalt fast immer langsamer als in Kanzleien
Vielen Dank auch an dich für deinen spannenden und detailreichen Erfahrungsbericht. Damit hätte ich natürlich nie gerechnet.
14.12.2021, 22:14
(14.12.2021, 22:11)Gast3455 schrieb:(14.12.2021, 18:57)Gast schrieb: Bringt doch nix das zu diskutieren. Am Ende des Tages gibt es Krankenpfleger, die mit Nacht- und Feiertagzuschlägen auf 3k netto kommen und Anwälte, die bei 50 Stunden 1.8 netto bekommen. Und anders rum gibt es Anwälte, die die Reichen noch reicher machen und sich selbst auch.
Bla bla bla, das Leben war noch nie fair, ist nicht fair und wird nicht fair werden. Sozialismusversuche hat es ja einige gegeben. Kenn aber kein erfolgreiches Beispiel.
Back to topic. Ich bin in einer ähnlichen Situation wie der Thread-Ersteller.
2,5 Jahre Berufserfahrung in ner MK und jetzt im M-Dax Konzern für 85k all in bei 40 Stunden/Woche.
Hab mir natürlich bei den aktuell angehobenen Einstiegsgehältern schon meine Gedanken gemacht, ob das gut/schlecht bezahlt ist. Am Ende des Tages hab ich ehrlicherweise keinen Bock in 5, 10, 20 oder in 30 Jahren noch jeden Tag bis 8 oder 9 zu ackern.
Ich habe die Möglichkeit nun wahrgenommen. Dass es nicht die Gehaltseröhungen wie in Kanzleien zu Beginn gibt ist klar. Klar muss einem auch sein, dass es im Unternehmen keinen Bonus für eigenen Umsatz gibt. Wie auch?
Bin ebenfalls nach knapp über 2 Jahren in einer GK in ein Unternehmen gewechselt:
Gehalt 80k plus 8k Bonus bei 40 Stunden.
Denke auch, dass man auf Grund der nun noch höheren Gehälter in Kanzleien vllt doch noch etwas mehr hätte herausholen können. Bin aber erst seit 3 Monaten dabei und werde das Thema ggf. nach der Probezeit nochmal ansprechen. Wenn der Arbeitgeber mit der Arbeit zufrieden ist und einen behalten möchte, wird es an 5k extra wohl nicht scheitern.
Ich empfinde das Einstiegsgehalt des Thread-Erstellers aber alles andere als schlecht in Bezug auf einen Berufsanfänger (auch wenn ich die Noten natürlich nicht kenne), denn gerade in Unternehmen ist eine gewissen Routine und Erfahrung - wie ich gerade selbst merke - essenziell.
Bin der TE und sehe das wie du, mein Einstiegsgehalt ist sehr zufriedenstellend. Mit der Routine und Erfahrung stimme ich dir zu. Wenn der Rest meiner Abteilung da nicht gewillt wäre, einen Berufseinsteiger vernünftig einzuarbeiten hätte ich das so nicht gekonnt. Man muss in vielen Punkten einfach ins kalte Wasser springen und "ein Gefühl" dafür entwickeln, wie man Sachen handhabt.
14.12.2021, 22:32
Ganz ehrlich du hast dich bewusst für einen entspannteren Job entschieden. Wenn du mehr Geld willst musst du auch den mehr an Arbeit in Kauf nehmen (wollen). Von nix kommt halt nix
14.12.2021, 23:03
(14.12.2021, 22:32)Jura10089472 schrieb: Ganz ehrlich du hast dich bewusst für einen entspannteren Job entschieden. Wenn du mehr Geld willst musst du auch den mehr an Arbeit in Kauf nehmen (wollen). Von nix kommt halt nix
Nee, nicht wirklich. Ich erwarte ja nach Jahr 1 keine Gehaltssteigerung wie in der GK. Lediglich absehbare merkliche Steigerungen im Laufe der Jahre. Aktuell bin ich sehr zufrieden mit dem Gehalt.
Nach deiner Logik würde ja mit jeder kleinen Gehaltserhöhung mehr Arbeit verbunden sein. Dann arbeiten die Leute mit Ende 50 Ja irgendwann 20 Stunden am Tag.
14.12.2021, 23:18
Du hast die Antworten doch schon bekommen. 1-5% pro Jahr außer du wurdest befördert.
14.12.2021, 23:51
"Wenn es da jedes Jahr 10% Gehaltsplus gäbe, würden sich die Gehaltskosten ja alle 10 Jahre verdoppeln"
lol. Sowas gibt's echt nur bei uns Juristen.
lol. Sowas gibt's echt nur bei uns Juristen.
15.12.2021, 08:25
Aber schau doch mal, welche Argumente du jetzt schon für ne Gehaltserhöhung sammeln kannst.
Spezialisierung, Fortbildungen oder ein berufsbegleitenden LLM.
Hier kann es auch von Vorteil sein, sich den finanzieren zu lassen. Das hat ja einen erheblichen finanziellen Mehrwert.
Natürlich wird dich dann dein AG vertraglich an sich binden lassen. Aber so einen LLM hast du ja ein Leben lang.
Spezialisierung, Fortbildungen oder ein berufsbegleitenden LLM.
Hier kann es auch von Vorteil sein, sich den finanzieren zu lassen. Das hat ja einen erheblichen finanziellen Mehrwert.
Natürlich wird dich dann dein AG vertraglich an sich binden lassen. Aber so einen LLM hast du ja ein Leben lang.
15.12.2021, 08:36
Dann lieber einen MBA. Was soll zu diesem Zeitpunkt ein Sprachnachweis?
15.12.2021, 09:00









