29.07.2021, 12:13
Wenn du dich nicht krankschreiben willst (kann ich übrigens gut nachvollziehen), solltest du trotzdem mal zum Hausarzt und dir eine Überweisung für professionelle Hilfe holen. Ich hatte das auch alles, aber während des Examens und bekam Antidepressiva und hab nebenbei Therapie gemacht. So war ich zumindest mental fit, um das Examen schreiben zu können.
29.07.2021, 17:35
(29.07.2021, 12:13)Gast schrieb: Wenn du dich nicht krankschreiben willst (kann ich übrigens gut nachvollziehen), solltest du trotzdem mal zum Hausarzt und dir eine Überweisung für professionelle Hilfe holen. Ich hatte das auch alles, aber während des Examens und bekam Antidepressiva und hab nebenbei Therapie gemacht. So war ich zumindest mental fit, um das Examen schreiben zu können.
Genau so ging es mir während meiner Examensvorbereitungszeit auch, nur dass ich zum Glück noch ohne die Antidepressiva auskam. Psychotherapie wirkt wirklich Wunder, auch wenn es „nur“ darum geht, eine von vornherein begrenzte stressige Zeit zu überbrücken. Man lernt dort einfach viel über sich und warum man sich stresst. Und kann viele wertvolle Strategien ins Berufsleben mitnehmen.
29.07.2021, 17:40
Sollte man da nicht vorsichtig sein, bzgl. Verbeamtung?
29.07.2021, 17:48
29.07.2021, 19:22
Bevor ich mit sowas zum Arzt gehen würde, würde ich erst mal versuchen, Abstand zu gewinnen. Psychische Probleme in den Akten zu haben ist möglicherweise nicht nur für einen möglicherweise angestrebten Posten im Staatsdienst, sondern auch für den Abschluss diverser Versicherungen (alle mit Gesundheitsfragen) jedenfalls nicht förderlich.
Ein paar Tage Urlaub kann man auch in der Probezeit nehmen. In den meisten Unternehmen und Kanzleien sind Leute froh, wenn das Personal den Urlaub, der zu Unmengen in der Coronazeit angespart worden ist, endlich abbaut. Demzufolge ist das Ansparen von Urlaub auch ungern gesehen.
Du schilderst leider nicht, woher der Stress kommt. Möglicherweise lässt sich durch eine vernünftige Arbeitsorganisation schon eine Menge Stress wegbekommen. Darüber hinaus kann ich sagen, dass der Berufseinstieg als Anwalt sicherlich nicht ganz leicht ist.
Ansonsten würde ich folgende Dinge tun bzw. lassen (ohne mir hierbei zusätzlichen Stress aufzuhalsen):
Wenn das alles nichts nützt, kannst Du immer noch zum Arzt gehen.
Ein paar Tage Urlaub kann man auch in der Probezeit nehmen. In den meisten Unternehmen und Kanzleien sind Leute froh, wenn das Personal den Urlaub, der zu Unmengen in der Coronazeit angespart worden ist, endlich abbaut. Demzufolge ist das Ansparen von Urlaub auch ungern gesehen.
Du schilderst leider nicht, woher der Stress kommt. Möglicherweise lässt sich durch eine vernünftige Arbeitsorganisation schon eine Menge Stress wegbekommen. Darüber hinaus kann ich sagen, dass der Berufseinstieg als Anwalt sicherlich nicht ganz leicht ist.
Ansonsten würde ich folgende Dinge tun bzw. lassen (ohne mir hierbei zusätzlichen Stress aufzuhalsen):
- vormittags allenfalls moderat Kaffee, am Nachmittag gar keinen mehr
- in der Mittagspause nicht zu schwer essen
- in der Mittagspause einen 10-minütigen powernap machen und/oder
- in der Mittagspause um den Block gehen
- nach der Arbeit den Schreibtisch aufräumen
- klarmachen: jetzt ist Feierabend!
- moderat Sport treiben (auf keinen Fall zu viel oder zu doll, das würde Dich mittelfristig nur noch mehr herunter ziehen, anstatt den Stress abzubauen. Außerdem muss einiger Abstand zur Bettruhe gewahrt werden.)
- moderat Yoga (vergleiche die Anmerkungen zum Sport)
- regelmäßig meditieren
- keinen Alkohol zum Einschlafen
- generell: Schlafhygiene
- generell: Achtsamkeit
- gute Ernährung
- keine Zigaretten
- am Wochenende ausspannen, eventuell etwas belastendere Sporteinheiten - nicht ans Limit gehen,
- auch am Wochenende keinen Alkohol
- In Ruhe mit guten Freunden die Situation analysieren
- Fortschritte bewußt machen
Wenn das alles nichts nützt, kannst Du immer noch zum Arzt gehen.
29.07.2021, 22:32
(29.07.2021, 19:22)Gast schrieb: Bevor ich mit sowas zum Arzt gehen würde, würde ich erst mal versuchen, Abstand zu gewinnen. Psychische Probleme in den Akten zu haben ist möglicherweise nicht nur für einen möglicherweise angestrebten Posten im Staatsdienst, sondern auch für den Abschluss diverser Versicherungen (alle mit Gesundheitsfragen) jedenfalls nicht förderlich.
Ein paar Tage Urlaub kann man auch in der Probezeit nehmen. In den meisten Unternehmen und Kanzleien sind Leute froh, wenn das Personal den Urlaub, der zu Unmengen in der Coronazeit angespart worden ist, endlich abbaut. Demzufolge ist das Ansparen von Urlaub auch ungern gesehen.
Du schilderst leider nicht, woher der Stress kommt. Möglicherweise lässt sich durch eine vernünftige Arbeitsorganisation schon eine Menge Stress wegbekommen. Darüber hinaus kann ich sagen, dass der Berufseinstieg als Anwalt sicherlich nicht ganz leicht ist.
Ansonsten würde ich folgende Dinge tun bzw. lassen (ohne mir hierbei zusätzlichen Stress aufzuhalsen):
Sollten Dich irgendwelche Gedanken eher der Arbeit stören, kannst Du Dir auf einen Zettel schreiben für später, wenn Du den Zettel später ansiehst, wirst Du meistens feststellen, dass da nichts dramatisches/wichtiges drauf steht.
- vormittags allenfalls moderat Kaffee, am Nachmittag gar keinen mehr
- in der Mittagspause nicht zu schwer essen
- in der Mittagspause einen 10-minütigen powernap machen und/oder
- in der Mittagspause um den Block gehen
- nach der Arbeit den Schreibtisch aufräumen
- klarmachen: jetzt ist Feierabend!
- moderat Sport treiben (auf keinen Fall zu viel oder zu doll, das würde Dich mittelfristig nur noch mehr herunter ziehen, anstatt den Stress abzubauen. Außerdem muss einiger Abstand zur Bettruhe gewahrt werden.)
- moderat Yoga (vergleiche die Anmerkungen zum Sport)
- regelmäßig meditieren
- keinen Alkohol zum Einschlafen
- generell: Schlafhygiene
- generell: Achtsamkeit
- gute Ernährung
- keine Zigaretten
- am Wochenende ausspannen, eventuell etwas belastendere Sporteinheiten - nicht ans Limit gehen,
- auch am Wochenende keinen Alkohol
- In Ruhe mit guten Freunden die Situation analysieren
- Fortschritte bewußt machen
Wenn das alles nichts nützt, kannst Du immer noch zum Arzt gehen.
Also wirklich komplett auf jeden Genuss verzichten, wirklich jeden. Darf man denn auch mal was essen gehen oder so, bevor man seine leicht belastende Sporteinheit am Wochenende absolviert und dann ohne Alkohol ins Bett geht?
29.07.2021, 22:48
(29.07.2021, 22:32)Gast schrieb:(29.07.2021, 19:22)Gast schrieb: Bevor ich mit sowas zum Arzt gehen würde, würde ich erst mal versuchen, Abstand zu gewinnen. Psychische Probleme in den Akten zu haben ist möglicherweise nicht nur für einen möglicherweise angestrebten Posten im Staatsdienst, sondern auch für den Abschluss diverser Versicherungen (alle mit Gesundheitsfragen) jedenfalls nicht förderlich.
Ein paar Tage Urlaub kann man auch in der Probezeit nehmen. In den meisten Unternehmen und Kanzleien sind Leute froh, wenn das Personal den Urlaub, der zu Unmengen in der Coronazeit angespart worden ist, endlich abbaut. Demzufolge ist das Ansparen von Urlaub auch ungern gesehen.
Du schilderst leider nicht, woher der Stress kommt. Möglicherweise lässt sich durch eine vernünftige Arbeitsorganisation schon eine Menge Stress wegbekommen. Darüber hinaus kann ich sagen, dass der Berufseinstieg als Anwalt sicherlich nicht ganz leicht ist.
Ansonsten würde ich folgende Dinge tun bzw. lassen (ohne mir hierbei zusätzlichen Stress aufzuhalsen):
Sollten Dich irgendwelche Gedanken eher der Arbeit stören, kannst Du Dir auf einen Zettel schreiben für später, wenn Du den Zettel später ansiehst, wirst Du meistens feststellen, dass da nichts dramatisches/wichtiges drauf steht.
- vormittags allenfalls moderat Kaffee, am Nachmittag gar keinen mehr
- in der Mittagspause nicht zu schwer essen
- in der Mittagspause einen 10-minütigen powernap machen und/oder
- in der Mittagspause um den Block gehen
- nach der Arbeit den Schreibtisch aufräumen
- klarmachen: jetzt ist Feierabend!
- moderat Sport treiben (auf keinen Fall zu viel oder zu doll, das würde Dich mittelfristig nur noch mehr herunter ziehen, anstatt den Stress abzubauen. Außerdem muss einiger Abstand zur Bettruhe gewahrt werden.)
- moderat Yoga (vergleiche die Anmerkungen zum Sport)
- regelmäßig meditieren
- keinen Alkohol zum Einschlafen
- generell: Schlafhygiene
- generell: Achtsamkeit
- gute Ernährung
- keine Zigaretten
- am Wochenende ausspannen, eventuell etwas belastendere Sporteinheiten - nicht ans Limit gehen,
- auch am Wochenende keinen Alkohol
- In Ruhe mit guten Freunden die Situation analysieren
- Fortschritte bewußt machen
Wenn das alles nichts nützt, kannst Du immer noch zum Arzt gehen.
Also wirklich komplett auf jeden Genuss verzichten, wirklich jeden. Darf man denn auch mal was essen gehen oder so, bevor man seine leicht belastende Sporteinheit am Wochenende absolviert und dann ohne Alkohol ins Bett geht?
Wer so gestresst ist, wie es der FS schildert, der sollte einfach mal runterfahren, seinem Nervensystem Erholungszeit verschaffen... ist ja nicht für immer und ist nur ne Anregung. Dürfen darf man alles. Der FS kann natürlich weniger umsetzen und/oder zum Arzt gehen oder auch einfach weitermachen wie bisher. Er sollte sich nur die Frage beantworten, was mittelfristig besser ist. Auch gibt es noch jede Menge anderer Genüsse. Das Entstressen soll doch nicht zum Stress ausarten.
29.07.2021, 23:18
(29.07.2021, 17:48)Gast schrieb:(29.07.2021, 17:40)HerrKules schrieb: Sollte man da nicht vorsichtig sein, bzgl. Verbeamtung?
Wenn du nicht mehr arbeiten kannst, weil du ein psychisches Wrack bist, hilft dir Vorsicht auch nichts mehr.
Eben. Klar ist es nicht gerade förderlich bzw. wird sicher Thema beim Amtsarzt sein, da sollte man sich nichts vormachen. Dass es mit einer Therapievergangenheit erhebliche Probleme mit dem Abschluss einer privaten Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung usw. gibt, stimmt leider.
Manchmal ist „Augen zu und durch“ in Kombination mit softeren Anti-Stress-Maßnahmen aber einfach keine Option mehr. Und dann ist die Gesundheit womöglich wichtiger als die Möglichkeit, sich noch möglichst viele Optionen offen zu halten. Wer einmal eine Lebenskrise erfolgreich mithilfe von Therapie überstanden hat, wird es wohl auch nicht bereuen, sich Hilfe gesucht zu haben. Unabhängig davon gibt es - selbst hier in diesem Forum - genug Berichte von inzwischen Verbeamteten, die auch mal eine Therapie gemacht haben. Und die die Vorteile derselben dem Amtsarzt gegenüber so gut begründen konnten, dass darin kein großes Risiko für die berufliche Zukunft gesehen wurde.
02.08.2021, 22:18
Mal ein völlig abgefahrener Vorschlag: Teilzeit!
02.08.2021, 22:56
(02.08.2021, 22:18)ichentsprechewiderschieden schrieb: Mal ein völlig abgefahrener Vorschlag: Teilzeit!
In Teilzeit hab ich ja nicht zwingend weniger Stress. Klar, ich arbeite weniger, aber die reine Arbeitszeit ist für sich genommen ja noch keine sonderliche psychische Belastung. Da ist eher körperliche Fitness gefragt.
Stress entsteht (jdfs für mich) eher, wenn ich mir zB Sorgen mache, bestimmte Erwartungen nicht erfüllen zu können. Den Mandanten falsch zu beraten, wenn viel auf dem Spiel steht. Oder wenn wichtige Entscheidungen anstehen, wie zB richtungsweisende Karrierefragen...
Viel Arbeit hält mich nachts nicht wach, wenn sonst nichts auf dem Spiel steht.









